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TOP 1000 REZENSENTam 5. Juni 2012
Ricardo Mutis Gesamtaufnahme von Verdis erstem Welterfolg von 1977 wartet mit großen Namen auf - gerade im Vergleich zu der bis dahin einzigen Studioaufnahme unter Lamberto Gardelli, die auch sonst trotz ihrer Verdienste noch Raum für Nachfolger ließ. Leider ist das Ergebnis etwas unausgewogen:

Matteo Manuguerra, der Sänger der Titelrolle, ist zwar keiner der "Namen," wartet dafür aber mit einer unvergleichlich schönen Stimme auf - nie ist der Nabucco auf Platte schöner, eleganter gesungen worden. Allerdings klingt er jünger, frischer als seine beiden Töchter, ist nicht wirklich der gepeinigte, alternde König am Rande des Wahnsinns, eher der jugendliche Held der Oper.

Die eigentliche Hauptrolle ist jedoch die Abigaille, eine mörderische Partie, die vergleichbar der Norma eine dramatische Stimme mit großer Koloraturtechnik erfordert - eine Starrolle der jungen Maria Callas. Renata Scotto war sicherlich die geeignetste Sängerin für diese Rolle, die in den 70er Jahren zur Verfügung stand. Allerdings merkt man ihr in den dramatischen Passagen der Rolle durchaus an, dass sie sich in letzten Jahren stimmlich etwas zuviel zumutete, zu dramatische Partien sang. Da ist die Grenze zwischen Gesang und Schrei zumindest in Reichweite. Auch im Timbre ist sie nicht mehr die junge Frau, die sie sein sollte. Trotzdem eine beeindruckende Leistung.

Nicolai Ghiaurov hat mit dem Hohepriester Probleme - seine sonst immer unschlagbar mühelos sonore Stimme spricht in den hohen Passagen besonders der ersten Arie nur mühsam an. Schade, dass er diese Rolle nicht einige Jahre früher aufgenommen hat.

Elena Obraztsova und Veriano Lucchetti als jugendliches Paar Fenena/Ismaele dagegen lassen keine Wünsche offen.

Ein großer Vorteil der Aufnahme ist der Dirigent Ricardo Muti, der die Stilsicherheit Gardellis mit noch mehr Temperament toppt und Ambrosian Opera Chorus und Philharmonia Orchestra zu absoluten Spitzenleistungen anspornt.

Insgesamt also eine Aufnahme, in der größtenteils sehr schön gesungen wird, bei der aber die Charakterisierung der Figuren etwas zu kurz kommt - für Fans schöner Stimmen die vielleicht beste Aufnahme. Wer die Oper als Drama hören möchte, sollte lieber zu Gardelli greifen. Nachdem auch die dritte Studio-Aufnahme des Nabucco unter Giuseppe Sinopoli ihre Fehler hat (scharfer Aufnahmeklang, merkwürdige Tempi, Indisposition einiger Hauptdarsteller), bleibt für mich die älteste Aufnahme bis heute die Nummer 1.
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am 29. August 2013
Den Worten von Inken W. aus der Rezension vom 13. April kann man nur zustimmen, ebenso der Bewertung. Es kommt aber noch etwas hinzu. Beim bekanntesten Stück der Oper, dem Gefangenenchor "Va, pensiero" brechen nach knapp 4 Minuten heftige Unruhen unter den Zuschauern aus, Geschrei, Gebrüll, mitten in die Musik hinein. Die Musiker spielen bzw. singen weiter, und die Zuschauer beruhigen sich zunächst wieder. Sobald aber der Chor zu Ende ist, kommt es zu tumultartigen Szenen im Publikum. Lautstarke Buh-Rufer und Beifall-Klatscher versuchen, sich gegenseitig zu übertönen. Und das alles ist auf der Aufnahme zu hören!

Schließlich wird der Chor wiederholt, diesmal ohne Störung, und am Ende einhellig beklatscht. Es mag technisch schwierig bis unmöglich sein, die Nebengeräusche des alten Tonbands zu unterdrücken, aber den ersten Durchgang des Gefangenenchors samt dem nachfolgenden Pandämonium hätte man getrost herausschneiden können. Mit dem zweiten, ungestörten Durchlauf wäre die Oper immer noch vollständig gewesen.

Abschließend sei bemerkt, dass die Nebengeräusche gegen Ende der Oper immer schlimmer werden. Am Schluss ist man wirklich froh, dass es vorbei ist. Und das ist sehr, sehr schade, denn Maria Callas hat die Abigaille nur im Jahr 1949 auf der Bühne gesungen und ist mit diesen Aufführungen berühmt geworden. Es gibt allerdings noch einige Studioaufnahmen, wo sie die Arie der Abigaille aus dem 2. Akt singt. Live auf der Bühne in dieser Rolle ist sie aber nur in dieser Aufnahme zu hören. Sagte ich "zu hören"? Am Schluss ist sie nur mehr zu erahnen durch das Rauschen und Knacken hindurch.
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am 13. April 2013
Diese Aufnahme (Nabucco mit Callas, Bechi, Sinimberghi) zu bewerten, fällt mir ausgesprochen schwer.

Einerseits handelt es sich um einen historischen Schatz mit hervorragenden Sängern; allen voran die Callas, aber gerade auch Sinimberghi als Ismaele und Neroni als Zaccaria finde ich höchst beeindruckend.

Andererseits ist das Hörvergnügen über weite Strecken doch deutlich getrübt. Das Mikrofon stand wohl vor dem Orchester, jedenfalls übertönt es viel zu oft die Sänger. Die Nebengeräusche gehen weit über das Erträgliche hinaus. Hinzu kommt, dass sich die Aufnahme für mich teilweise anhört wie eine abgespielte Uraltkassette, so sehr leiert sie.

Wer ein historisches Zeugnis sucht, wird hier einen begeisternden Fund machen; wer eine Nabuccoaufnahme zum Zuhören und Genießen sucht, sollte eine andere wählen. Ich wähle das arithmetische Mittel aus einem und fünf Sternen.
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am 5. März 2007
In dieser Einspielung liegt der einzige deutschsprachige Querschnitt durch Verdis Nabucco vor, trotzdem kein Pflichtkauf für Freunde deutschsprachigen Gesanges. Der Chor der Deutschen Oper Berlin ist sehr gut, auch Thomas Stewart (Nabucco) und Sandor Konya (Ismael) singen überzeugend und textverständlich. Evelyn Lear (Fenena) und Martti Talvela (Zacharias) sind sehr blaß und finden nicht in ihre Rolle. Bei der Abigail fehlt die große Arie, aber wenn man die Stimme von Liane Synek hört, verzichtet man darauf gerne, zugegeben, die Abigail ist keine Belcanto-Partie, aber so häßlich und jaulig sollte sie denn doch nicht klingen
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