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am 20. Dezember 2005
Das ist die mieseste, gemeinste und gruseligste Album der Residents und das vielleicht musikalisch aufregendste für die restliche westliche Zivilisation. Man kann nicht dazu tanzen, man sollte dieses Album auch nicht unbedingt laut hören oder gar auf Parties spielen, es sei denn, man braucht einen guten Rausschmeißer. Was die Residents 1975 als Meisterwerk abgeliefert haben, ist auch heute noch eines; die Musik (allesamt Coverversionen damaliger Popsingles) lässt sich im besten Falle als solche erahnen, ansonsten regiert eine Kakophonie von sirrenden und wabernden Synthies, unterstützt von Trommeln direkt aus der Hölle und Gesängen, die einen gern und zuverlässig in den Wahnsinn geleiten. Songs wie 96 Tears oder Sympathie for the Devil wurden nicht respektvoll behandelt. Sie wurden nieder geschossen, gefleddert und demaskiert. Dieses Album ist eigentlich eine Zumutung für den Top-10-Hörer und Klingeltonfreak. Gerade deswegen ist es vielleicht so wertvoll wie ein großes, saftiges Steak. Beschenken Sie sich selbst zu Weihnachten! Gönnen Sie sich diese Ausgeburt der Hölle!
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Dies ist die extra für den deutschen Markt mit neuem Design versehene CD Version von "Euro Ralph" der klassischen Residents LP von 1976. Jetzt nur mit Hitler und Eva Braun sowie im neunen Soundgewand, zunächst auf 3000 copies limtiert.
Die beiden tracks "Swastikas on Parade" und "Hitler was an Vegetarian" sind lange Soundcollagen von mutierten, bis zur Unkenntlichkeit verfremdenten Versionen von klassischen Hits wie "Hey Jude" und "A Horse with No Name" etc. aus den 60zigern und 70zigern.
Das Originalcover zeigt den amerikansichen TV-Man "Dick Clarke" in einer Naziuniform, jede Menge Hakenkreuze und tanzende Hitlerfiguren. Es wurde damals schon 1980, auch für unseren Markt, als zensierte Version veröffentlicht, alle Hakenkreuze etc. sind mit weißen Balken unkenntlicht gemacht. Sammlerstück a 5000 copies.
Leider fehlen auf dieser Digipack Cd Ausgabe von "Euro Ralph" die Bonustracks "Satisfaction" und "Beatles" Single
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am 12. Juli 2008
The Residents bekamen ihren Namen, weil sie 1971 der Firma Warner Brothers ein komplett abgemischtes Album samt Covergrafik schickten. Warner war daran überhaupt nicht interessiert und schickte das Band zurück an die Adresse der ungenannten Bewohner (Residents). Wer auch nur einen Hauch von Ahnung von der Musik der Residents hat, kann das Desinteresse von Warner verstehen.

Danach versandten die Musiker, die von Anfang an ein Geheimnis aus ihrer Identität machten, ihre Platten per Post über die Cryptic Corporation, deren Macher Hardy Fox, Jay Clem, John Kennedy und Homer Flynn wahrscheinlich die Residents selbst waren. Es gab die wildesten Gerüchte um die Band, so soll der Milliardär Howard Hughes seinen Tod nur vorgetäuscht haben, um die Band ins Leben zu rufen. Die andere Variante ist die, dass es sich hier um die Beatles handeln sollte, was irgendwo verständlich war, denn das Cover ihrer ersten LP "Meet The Residents" war dem Cover von "Meet The Beatles" nachempfunden. Da prangten die Pilzköpfe drauf, allerdings waren ihren Köpfe mit handgemalten Hörnern und Zähnen versehen worden. Da gab es Songs wie "Skratz"; Numb Erone (!)" oder "N-ER-GEE" und so verquer wie die Titel oder das Cover war auch die Musik. Die Residents stürtzen sich anscheinend ins Studio, klimperten und sägten auf allem herum, was auch nur annähernd ein Musikinstrument war, ohne sich auch nur einen Hauch darum zu kümmern, was da für Musik herauskam und das Ergebnis hörte sich an, als wenn sich Musiker ins Studio gestürzt hätten, auf allem herum geklimpert oder gesägt hatten, was auch nur annähernd ein Musikinstrument war, ohne sich auch nur einen Hauch darum zu kümmern, was da für Musik herauskam.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Wie modernere Musiker wie z. B. Sonic Youth waren die Residents an Tönen interessiert, bzw. was man alles damit anstellen kann. The Residents kümmerten sich einen Dreck um herkömmliche Soundstrukturen, sondern interessierten sich hauptsächlich für Verfremdung. Am konsequentesten machten sie das bei "The Third Reich N' Roll".

Am konsequentesten insofern, weil sie hier populäre Popsongs auseinander nahmen, durch den Reißwolf drehten und das Ergebnis wieder neu zusammen setzten, die Stimmen verfremdeten (das zieht sich durch ihr ganzes Werk, schließlich soll niemand anhand der Stimmen die Identität der Musiker erkennen. In diesem Zusammenhang kann man noch erzählen, dass der Musiker Philip Charles Lithman eine Zeit lang mit ihnen als Gitarrist gearbeitet hat - interessant deswegen, weil er unter dem Pseudonym Snakefinger auch eigene Platten herausgebracht hat) und damit die Songs bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten. Zu der Zeit brachten sie auch "Satisfaction" von den Stones als Single heraus, das sie in ähnlicher Weise zerlegten.

Wer sich an die Musik der Residents herantasten will, für den ist "The Third Reich N' Roll" vielleicht der beste Einsteiger (In diesem Zusammenhang: Die Platte besteht tatsächlich nur aus zwei Songs (?), die sich jeweils über eine ganze Plattenseite ziehen), vorausgesetzt, er/sie kennt sich mit der Musik der 60er (und frühe 70er) Jahre aus. Da macht es richtig Spaß herauszufinden, welchen Song die Residents da gerade durch die Mangel gedreht haben. (Wenn man den Spaß nicht hat, da schließe ich mich der großartigen Rezension von "Ein Kunde" an, ist die Platte ein wirkungsvoller Rausschmeißer jeder Party).

Ich für meinen Teil konnte folgende Popsongs heraus hören: "Let's Twist Again", "Land Of 1000 Dances", "Hanky Panky", "Sunshine Of Your Love", "96 Tears", "Light My Fire", "Yummy Yummy Yummy" (der bietet zum Zerlegen geradezu an), "Talk Talk", "In A Gadda-Da-Vida", "Telstar", "Wipe Out"und "Let The Good Times Roll (?). Der genialste Moment kommt am Schluss: Da kommt der ausleitende Riff von "Hey Jude" und wird irgendwann mit dem "Hoo-Hoo" von "Sympathy For The Devil" unterlegt.

Machen wir ein Spiel daraus: Wer weiß mehr?

Nachtrag: Hier sind ALLE Titel, deshalb eine SPOILERWARNUNG für alle die noch weiterrätseln, aber nicht weiterlesen wollen:

1. Abschnitt

Let's Twist Again (Deutsch gesungen) (Chubby Checker)
Land Of 1000 Dances (Wilson Pickett)
Hanky Panky (Tommy James & The Shondells)
A Horse With No Name (America)
Double Shot (Of My Baby's Love) (Dick Holler & The Holidays)
The Letter (The Box Tops)
Psychotic Reaction (Count Five)
Little Girl (Syndicate Of Sound)
Papa's Got A Brand New Bag (Deutsch gesungen, kaum zu verstehen) (James Brown)
Talk Talk (The Music Machine)
I Want Candy (The Strangeloves)
To Sir, With Love (Lulu)
Telstar (The Tornados)
Wipe Out (The Surfaris)
Heroes And Villains (The Beach Boys)

2. Abschnitt

Judy In Disguise (John Fred And His Playboy Band)
96 Tears (Question Mark & The Mysterians)
It's My Party (Lesley Gore)
Light My Fire (The Doors)
Ballad Of Green Berets (SSgt. Barry Sadler)
Yummy Yummy Yummy (Ohio Express)
Rock Around The Clock (Bill Haley & The Comets)
ODER
Bumble's Boogie (B. Bumble & The Stingers)
Pushin' Too Hard (The Seeds)
Good Lovin' (The Young Rascals)
Gloria (Them)
In-A-Gadda-Da-Vida (Iron Butterfly)
Sunshine Of Your Love (Cream)
Hey Jude (The Beatles)
Sympathy For The Devil (The Rolling Stones)
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am 31. Mai 2012
Nein, mit dem Nationalsozialismus hatten die Meister der Anonymität aus San Francisco nie was am Hut. Mit Stalin, Mao und Konsorten übrigens auch nicht. Mit einem bestimmten bekannten amerikanischen Fernsehmoderator wahrscheinlich auch nicht, obwohl dieser am Cover die Uniform des "Führers" trägt. Mit einer nostalgischen, braven Wiedergabe diverser Hits der Sixties, wie wir sie von Oldie-Parties kennen, mit absoluter Sicherheit nicht.

Der Beweis ist dieses Album. Nein, so drehen brave Unterhaltungsmusiker derartige Songs nicht durch den Fleischwolf. Avantgardisten, denen nichts zu steil ist, hingegen schon. Die beiden Stücke des 1976 erstveröffentlichten Albums füllten je eine LP-Seite und sind genau genommen Potpourris diverser Songs: "Swastikas On Parade" eröffnet mit "Let's Twist Again", das in den Soulknaller "Land Of 1000 Dances" übergeht. Zehn weitere Songs folgen, wie etwa Alex Chiltons Box Tops-Superhit "The Letter", eine Bubblegumnummer wie "Hanky Panky" (Tommy Jammes & the Shondells) genauso wie der Garagenrockkracher "Psychotic Reaction" (Count Five), und die beiden Frühsechziger-Instrumentalklassiker "Telstar" (Joe Meek/Tornados) und "Wipe Out" (The Surfaris) werden gleichzeitig am Ende der ersten Langnummer angespielt. Ja, angespielt - denn ausgespielt, und überhaupt "nachgespielt" wird keine einzige Nummer, sondern zerlegt und verfremdet. Man erkennt als aufmerksamer Hörer die Melodie, das soll wohl auch genügen, der Rest ist avantgardistische Interpretation und Kombination. Die Übergänge von einem zum anderen Thema sind einmal fließend, einmal abrupt, aber Spannung und Energie ist immer da. Als die Residents ab 1978 unter europäischen New Wave-Fans entdeckt wurden, hatte niemand ein Problem damit, sie schnell zur Neuen Welle zu rechnen - denn ihre bizarre Musik war nicht gekünstelt, sondern hatte Power.

"Hitler Was A Vegetarian" ist das zweite Stück übertitelt, eine weitere Achterbahnfahrt durch die Roaring Sixties. Hat man gerade halbwegs die Destruktion von Lesley Gores "It's My Party" überstanden, stürzen sich die Residents auf den Doors-Klassiker "Light My Fire", und einige Rock-Klassiker wie "Rock Around The Clock" von Bill Haley und "Pushin' Too Hard" von den Seeds kommen genauso dran wie die Spätsechziger Riff-Hymnen "In-A-Gadda-Da-Vida" (Iron Butterfly) und "Sunshine Of Your Love" (Cream). Die beiden allergrößten Sechzigerbands kommen zum Schluss, indem "Hey Jude" und "Sympathy For The Devil" simultan laufen ...

Stehen die Residents für Rock, für Pop, für Kunst, für Avantgarde oder für (kalkulierten!) Wahnsinn? Wohl für alles, würde ich sagen, aber vor allem für Letztgenanntes. Und dieses Album würde ich speziell als Einstieg in ihr Werk empfehlen.
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am 26. Februar 2011
der absolute rock n roll der sixties crash - eine reise durch die welt von free jazz , kaputten arrangements , garagesongs von durchen leuten und eben nonstop getrommel - klingt sehr , sehr
trippig !
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