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am 17. August 2007
Bis 1997 war Bob Dylans Bilanz der 90er Jahre nicht gerade berauschend. Er hatte mit "Under The Red Sky" ein recht unausgeglichenes Album herausgebracht und sich dann auf "Good As I Been To You" und "World Gone Wrong" als Wahrer der Folk - Tradition gezeigt. Beide Platten sind zwar ausgezeichnet (die Kritik fand sie weniger toll und verhöhnte Dylans "Einfallslosigkeit"), Dylan betätigte sich darauf allerdings "nur" als Interpret, neue Songs vom Meister gab es jahrelang nicht.
Keiner hatte ihn mehr auf der Rechnung, als "Time Out Of Mind" erschien. Das Album katapultierte His Bobness wieder auf seinen angestammten Platz ganz oben im Rock - Pantheon, machte ihn mit einen Schlag von abgehalfterten Fossil aus den 60ern zum coolen alten Mann und bescherte dem Meister drei Grammys und ein von niemandem erwartetes Comeback.
Düster und verzweifelt ist der Grundton aller Songs auf "Time Out Of Mind", Dylan wirft hier nie mit den von ihm gewohnten Metaphern um sich, gibt den Orakeldeutern keine Chance, in den Songs nach versteckten Botschaften zu suchen und redet von ihm selten gehörten Klartext. "Time Out Of Mind" ist ein Album über die Sinnlosigkeit der Liebe, zu der es doch keine Alternative geben kann, karg intrumentiert und produziert, wie Dylans große Meisterwerke aus den 60er Jahren.
Einen besseren Einstieg in dieses Album als "Love Sick" kann es kaum geben. Zu einer wimmernden Orgel und zaghaft einsetzenden Intrumenten krächzt Dylan Zeilen wie "I'm sick of love/I wish I never met you". Einsamkeit, Verrinnen der Zeit, gebrochenes Herz und nirgends ein Ausweg. Ein phantastischer Song.
Weiter geht es mit dem chaotisch rumpelnden "Dirt Road Blues", His Bobness gibt den einsamen Landstreicher auf der schmutzigen Landstrasse auf der aussichtslosen Suche nach Geborgenheit.
"Standing In The Doorway" spinnt den Faden weiter, ein trauriger, balladesker Endzeit - Song über Vergänglichkeit und Ausweglosigkeit, "I got no place to turn/I got nothing left to burn". Wunderbar melancholisch.
"Million Miles" ist ein todtrauriges Stück über den vergeblichen Versuch, sich nahe zu sein, der Sänger scheint bereits aufgegeben zu haben, wiederholt stoisch immer wieder "I'm tryin' to get closer, but I'm still a million miles away"
"Tryin' To Get To Heaven" ist das musikalisch schönste Stück auf "Time Out Of Mind", für diese Platte ungewohnt eingängig und läßt den Hörer bei aller Verzweiflung einen Silberstreif erahnen.
"'Til I Fell In Love With You" ist eine Abrechnung mit einer gescheiterten Beziehung, erreicht zwar nicht das Niveau von Dylans großen Haß - Songs wie "Idiot Wind", doch der Meister knurrt sich virtuos durch einen seiner aggressivsten Texte.
In "Not Dark Yet" hat der Sänger den Kampf aufgegeben, ein lyrisch simpler, unprätentiöser Song über das Fügen ins Unvermeideliche, mutlose Melodie, Worte ohne Trost. Dunkler geht es kaum, bei aller Einfachheit einer von Dylans besten Songs.
"Cold Irons Bound" erzählt die Geschichte einer manischen, hoffnungslosen, unerwiderten Liebe, Dylan ist die gequälte Kreatur in der Todeszelle, kein Ausweg, nirgends.
Mit "To Make You Feel My Love" heben sich die dunklen Wolken etwas. His Bobness ist hier der glühende Liebhaber, der sich vor Treueschwüren überschlägt. Der freundlichste und erfolgreichste Song auf "Time Out Of Mind" (die Coverversionen von Garth Brooks und Billy Joel brachten Dylan ein hübsches Sümmchen ein). Kann man fast bei der Hochzeit spielen lassen.
"Can't Wait" ist wieder pure Verzweiflung. Zu einem langsamen, schleppenden Blues schildert der Sänger seine vergeblichen, zunehmend manischen Versuche, das Herz einer Frau zu erweichen.
Den Abschluß bildet "Highlands", eines der für Dylan typischen Langgedichte. Eine unwiderstehliche Talking - Blues - Meditation über den langen, mühevollen Weg zur Geborgenheit. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
"Time Out Of Mind" ist eines von Dylans sperrigsten Alben. Oberflächlich betrachtet eine sehr eintönige, von Depression und Todesahnung geprägte Platte, die ihre ganze Bandbreite der Kreativität erst bei eingehender Beschäftigung offenbart. Dylans bestes und einheitlichstes Album seit "Desire".
Der König ist zurück auf dem Thron.
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am 14. Januar 2000
Dylan ist an seinem Lebensabend angekommen, was nicht bedeuten soll, dass er bald stirbt, sondern dass er einfach ruhiger und gelassener, sozusagen in Abendstimmung an seine Aufnahmen herangeht, sowohl lyrischer als auch musikalischer Hinsicht. Es gibt den Ärger und die Erbittertheit von "Blood on the Tracks" nicht mehr genauso wie den Drang von "Oh Mercy". Stattdessen ist Dylan den Dingen erhabener und scheinbar hat er sich dem langsameren Leben ergeben. Dies ist schöne, geistvolle Musik, die durch den Refrain von "Not Dark Yet" zusammengefasst wird, in dem er ganz ehrlich singt "It's not dark yet, but it's getting there." Man erkennt hier einen Mann, der ganz graziös (so scheint es zumindest) in ein höheres Alter geht. Trotzdem, oder gerade deswegen findet er Platz für Ironie und Gefühle des Konflikts, wie in "Love Sick", in dem er die Liebe satt hat (das Suchen, Anbandeln und Scheitern), aber doch danach verlangt, aber vielleicht schon zu alt dafür ist. Er folgt diesem Konflikt mit den klaren Gefühlen für eine Frau in "Million Miles", und man bekommt ein ehrliches Portrait eines Mannes, der geliebt hat und auch Verluste hinnehmen musste, der gelitten und gefeiert hat. Wir sollten dieses Meisterstück alle feiern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 4. März 2010
Das ist ein unglaublich gutes Album. beim ersten hören hat es mich fast zu tränen gerührt, obwohl ich noch nicht mal wirklich auf die texte geachtet habe. kein lied wirkt überladen, sparsam instrumentiert, gut abgemischt und gemastert. die meisten Lieder sind recht lang, werden aber nciht langweilig. ich muss dazu sagen, ich bin kein großer Dylan-Fan, besonders mit den "spätwerken" konnte ich bisher nicht viel anfangen, aber dieses album zwingt mich förmlich dazu, mich intensiver mit seiner musik zu beschäftigen. das ist auf jedenfall ein album, für das ich gern geld ausgegeben habe.
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am 12. März 2007
Auch wenn die beiden Nachfolge-Alben LOVE AND THEFT und MODERN TIMES hervorragend sind, sticht besonders TIME OUT OF MIND hervor. Eine kratzige Stimme, spärliche Instrumentierung und düster-morbide Texte nehmen einen vom ersten Moment (LOVE SICK) an gefangen, über STANDING IN THE DOORWAY, den Grammy-Song NOT DARK YET bis hin zum knapp 17-minütigen (!) Epos HIGHLANDS mit dem wohl längsten Text, den Dylan je verfasst hat, ein Genuss! Fans und Kritiker überschlugen sich vor Begeisterung, Dylan gewann einen Grammy, TIME OUT OF MIND wurde in den verschiedensten Listen als bestes Album des Jahres 1997 gefeiert und seither hat die Welt Bob Dylan wieder ins Herz geschlossen - große Kunst!
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am 4. November 1999
Time Out Of Mind wird wieder mal als Bob Dylans Comeback bezeichnet. Das ist freilich, wie schon bei den letzten "Comebacks", Unsinn, denn er war nie weg, und er zeigt schon seit Jahren wieder durch seine Konzerte und seine letzten Alben (MTV Unplugged, World Gone Wrong), was für ein grandioser Künstler er ist. Das vorweg.
Time Out Of Mind beschreitet für Dylan ganz neues Terrain: Das Reich der Einfachheit. Hier wird kein poetischer Surrealismus bemüht, kein Karneval der Skurrilitäten heraufbeschworen wie in Dylans früheren Werken. Vielmehr durchzieht das ganze Album eine Blues-Lyrik, die schlichter und doch tiefer nicht sein könnte, Erkenntnisse eines Mannes in seinen Fünfzigern, der so ziemlich alles durchlebt hat und auf die bittersten Jahre seines Lebens zurückblickt. Die Weisheiten, die Dylan hier produziert, sind nur bei oberflächlicher Betrachtung resignierend, er erzählt hier nicht von seinem momentanen Ich, vielleicht von einem früheren. Um zu der Perspektive zu kommen, die Dylan hier zeigt, braucht es eine gewisse Distanz zum Erzählten, denn unter dem direkten Einfluss der Misere, sozusagen im Affekt geschriebene Songs haben Zeilen wie "woke up this morning and found my woman gone", aber eben nicht "you broke a heart that loved you / now you can seal up the book and not write anymore".
Ungemein effektiv getragen wird Dylans großer Rückblick durch seinen bravourösen Gesang (vor allem auf dem Highlight des Albums, "Not Dark Yet", einem der besten Songs, die Dylan je geschrieben hat) und die sehr schöne Produktion durch Daniel Lanois, der es diesmal - anders als bei seiner vorherigen Kooperation mit Dylan auf "Oh Mercy" (1989) - verstanden hat, sich an den richtigen Stellen zurückzuhalten (eben "Not Dark Yet", aber auch "Highlands") oder auszutoben ("Can't Wait", "Cold Irons Bound").
Ich werde mich jetzt hüten, Vergleiche anstellen zu wollen, derer wurden genug gemacht. Ob "Time Out Of Mind" Dylans bestes Werk seit 20 oder 30 Jahren ist, sei dahingestellt. Ich bin allerdings sicher, dass es einmal als eines seiner großen Klassiker gelten wird.
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am 25. November 2002
"Toom" von Dylan, gestern mal wieder nach längerer Pause gehört... was für ein Meisterwerk! Sicher nicht "nett" im Sinne guter Unterhaltung, nicht einfach "gut" wie viele andere "gute" CD's und Platten zu Hause. Sondern großartige Kunst, in Texten, Musik, Gesang (ja wirklich, die songs kann man nicht besser singen als Dylan selbst) und Gesamtwirkung. Ein Mann, der singt, als hätte er auf der Erde und in der Hölle schon alles gesehen. Ohne Hektik, wissend, kraftvoll, aber doch ganz vom Rand unseres Lebens, in vielen Zeilen und Takten schon von der anderen Seite des Ufers "not dark yet.." singend. Bei jedem song habe ich das Gefühl, den perfekten Song zu hören, mit der einen Ausnahme "Make you feel my love". Passt das einfach nicht, ist es wirklich so leicht kitschig, wie es mir vorkommt, oder fehlt mir noch der richtige Zugang zu diesem soft-love-song? Alles andere ist ultimativ, wie in Stein gemeißelt, "Love Sick" ist unerträglich gut, "highlands" ist der ein für alle mal gültige song über Männer, die den ewigen Kampf mit und um Frauen aufgegeben haben. Insgesamt viel mehr als "nur" große Musik, echte Kunst....
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am 19. Februar 2001
manche leute werden im alter immer besser.so einen wunderbar traurigen bob dylan habe ich noch nie gehört.der titel -love sick- klingt so, als habe dylan soeben den weissen blues erfunden.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Oktober 2009
Es beginnt gespenstisch, mit einem fragilen, düsteren - durch das was man nicht hört bestimmten - Arrangement, in dem verbitterten ,Love Sick', das bei der Bridge durch kraftvolle Gitarrenakkorde die Spannung ein wenig auflöst, und spätesten beim Refrain denkt man an Tom Waits. An den rumpelenden, krachenden und organischen Waits der 80er.

Genauso düster wie der opener klingt ein Großteil des Albums, auch die Blues-songs die, wie fast alles hier deutlich den Geist New Orleans' in sich tragen. Es gibt zwar auch wunderschöne Balladen hier, aber auch die wirken flehend, fast resignierend.

Einzig das wunderschöne ,Make You Feel My Love', dass zu den besten Liebesliedern zählt, die Dylan je geschrieben hat (Billy Joel wusste schon, warum ausgerechnet diesen song coverte), lässt ein wenig Hoffnung aufkommen, auch wenn es hier um bedingungslose Liebe geht.

Gerockt wird hier kaum, der schnellste song ist die eher flache Bluegrass Nummer ,Dirt Road Blues', aber seine Faszination bezieht dieses Album aus dieser Atmo die sich aus Zynismus, Verzweiflung und leiser Hoffnung zusammensetzt.

Lanois schafft hier seine atmosphärisch dichteste und klanglich doch so herrlich durchlässige Produktion, die jedem Instrument viel Raum lässt. Man hat das Gefühl mit Dylan im selben Zimmer zu sitzen, während er diese songs aufnimmt.

Songwriterisch ist es vielleicht einen Tick schwächer als ,Oh Mercy', dafür aber emotional noch ein wenig packender. Auf jeden Fall ein Muß in jeder ordentlichen Dylan Sammlung, mit dem Dylan 1997 nicht nur bewies, dass man noch auf ihn zählen kann, sondern auch, dass ihm seine besten Alben offensichtlich immer aus innerer Zerrissenheit heraus gelingen.
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am 9. Januar 2000
Nach 7 Jahren ohne "richtiges" Album mit eigenen Texten. Schon lange vor der Veröffentlichung dieser CD hatte es sich herumgesprochen, daß Bob Dylan neues Material hätte, das so genial sei, daß es unbedingt veröffentlicht werden müsse. Wie wahr! Denn selbst drei Grammies 1998 (Beste männliche Rock-Stimme (Cold Irons Bound), Bestes zeitgenössisches Folk-Album, Album des Jahres) beschreiben dieses Album längst nicht hinreichend. Songs wie "Love Sick", "Tryin' To Get To Heaven", "Not Dark Yet" und "Cold Irons Bound" sind zu festen Bestandteilen eines Dylan-Konzertes geworden, "Make You Feel My Love" erst kürzlich als Cover-Version auf einem Garth Brooks Live-Album erschienen. Das Album ist sicherlich eines von Bobs besten Werken, nicht zuletzt wegen dieser tiefen Melancholie, die sich durch das ganze Album zieht und in 16 Minuten "Highlands" gipfelt. Für jeden Rock-Fan ein Muß im CD-Regal! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 28. August 2011
Dylan hatte seine Durststrecke überwunden und in Zusammenarbeit mit Lanois (Oh Mercy), ein wunderbares Comebackalbum aufgenommen, dass Kritiker wie Fans begeisterte. Höre das Album immer noch sehr oft, da es wirklich eins von Dylans Besten ist. Alle Songs sind in dieses bluesig, düstere Klqanggewand gehüllt, dass ihnen eine beängstigende Intensität verleiht. Die absoluten Highlights sind für mich Not dark yet, Tryin to get to heaven, Standing in the doorway, Cold irons bound und das 15minütige Highlands. Hier ist jedes Lied ein Treffer, wunderbar!!!!!
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