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am 9. Februar 2000
"In dem einzigen Violinkonzert Schillings`, das er erstaunlicherweise selbst uraufgeführt hat, - (wobei er sehr selten Geige gespielt hat, im Gegensatz z. B. zu Sibelius), - zeigt Schillings ein Klangspektrum, den man kaum in einem anderen Konzert findet, es erinnert ein wenig an das Violinkonzert von Richard Strauß. Es ist ein hochromantisches tragisches Konzert, voller Dramaturgie, Spannung, geigerischer Virtuosität, Schönheit, Sehnsucht und nicht zuletzt tänzerischer Verspieltheit.
Ernö Rozsa beweist in diesem Violinkonzert sein geniales Können in einer epischen, sehnsüchtigen und hochvirtuosen Interpretation dieses zweifellos großartigen, wenn auch leider nicht so bekannten Violinkonzert von Max von Schillings. Der kriegerische Anfang demonstriert gleich den charakteristischen Schwung des Konzerts, der im ganzen Werk seine Linie nicht verliert. Gleichsam aber klingt ein melancholischer Grundton im ganzen Werk, der im zweiten Satz seinen unerhörten Höhepunkt findet. Es ist ein kriegerisch-, und doch sehr tief melancholisch geprägtes Werk, ein Meisterstück, den Ernö Rozsa genauso meisterhaft interpretiert. Der Ton, den Ernö Rozsa gleich ansetzt, ist nämlich genau das, was Schillings im Konzert ausdrücken wollte: eine sehnsüchtige Melancholie, unermüdlich abwechselnd mit virtuosen Passagen, die ihre Brillianz und außergewöhnliche Klarheit vom jungen Geiger Ernö Rozsa ein atemloses Staunen hervorruft. Sogleich fesselt er durch sein intensives Vibrato, sein glasklarer Klang, man hat den Eindruck, daß sein Bogen unendlich lang zu sein scheint. Sein Atem hat die Selbstverständlichkeit, die man bei den wenigsten, ja größten Sängern findet. Man kommt aus dem Staunen nicht hinaus. Es scheint, er atmet einzelne Abschnitte, so selbstverständlich, als wäre es die natürlichste Sache der Welt. Ebenso brilliant seine Technik, die dennoch melodisch bleibt, linienführend. Im mittleren Teil des ersten Satzes erreicht Rozsa eine Kulmination, den tragischen Höhepunkt, wobei er von Walter trotz der sehr dichten Orchestrierung brilliant unterstützt wird. Der symphonischer Charakter des Violinkonzerts verbindet Walter im allgemeinen dennoch mit einer ausreichenden Begleitfunktion, wo zwischenzeitlich in diesem Konzert die Sologeige gegenüber der großen Orchestrierung klanglich unterzugehen droht. Dennoch bleibt die Sologeige gut hörbar, auch bei Passagen, die vom Orchester alles fordern. Die geheimnisvolle Kadenz, die vor Spannung platzende Stimmung, die Rozsa hier demonstriert, leitet den virtuosen Schluß des ersten Satzes ein, der ebenso dramatisch und spannungsvoll endet, wie vom Anfang der Kadenz eingeleitet. Die technisch für Geige sehr unangenehme Auslegung, die mehr an ein Klavierkonzert erinnert, merkt man beim Spiel Ernö Rozsas nicht an. Die vor allem große Sprünge, Abstände zwischen den Tönen, scheinen bei ihm auf das kleinste zu schrumpfen. Der zweite Satz ist einer der schönsten zweiten Sätze, die es überhaupt gibt. Dieses Konzert wurde nach der Melodie eines Vogelgesangs geschrieben, dessen Thematik vom ersten Ton des Konzerts - schon die Einleitung des Orchesters - das ganze Konzert durchzieht. Der Anfang beginnt mit einer elegischen Einleitung auf der G-Saite, die in dem Hauptthema des zweiten Satzes endet, den wiederum ein schönes Oboensolo einleitet, das seinesgleichen sucht. Prompt übernimmt dieses Thema die Solovioline, mit einem bezaubernden Ton, der den Hörer hypnotisiert. Dies steigert sich in einer thematischen Verflechtung zu einer großen Kulmination, die Rozsa mit seinem unvergleichlichen Klang in eine gleichsam schöne, romantische Atmosphäre hüllt, und den Hörer in eine sehnsuchtsvolle Stimmung versetzt, die den Hörer nicht mehr losläßt. Das folgende, ruhige Nebenthema beruhigt gleichsam die aufgeregte, innerliche Spannung, die aber wiederum in einer extatischen Überleitung den zweiten Satz mit einer neuen Variante der Introduction des zweiten Satzes beendet. Quasi attaca beginnt der dritte Satz, der, - fast barbarisch im Charakter, - der den Hörer aus der versunkenen Stimmung des vorigen Satzes herausreißt. Die Verspieltheit und Freude im Spiel Rozsas ist ein Vergnügen, und doch läßt er die dazugehörende unterstimmige Schwermut nicht vergessen, die immer wieder, auch in den schnellen Sätzen auftauchen. Meisterhaft die Überleitungen zwischen diesen beiden Charakteristika. Rozsa, und nicht zuletzt die großartige Leitung von Walter, geben der Komposition genau den richtige Momentum, der den Hörer in die Schwere, Gewichtigkeit der Thematik einhüllt und diesen zu einem tänzerischen Vergnügen werden läßt. Wie schön dieses Violinkonzert ist, liegt nicht zuletzt daran, daß die Verflechtung des Hauptthemas auf verschiedene, variantenreiche Neben- und Unterthemen mündet, und gleichsam einer großen Linie, in der Verwandtschaft Vorrang hat, das ganze Konzert durchzieht. Auch im Schlußsatz taucht dieses schöne Nebenthema aus dem zweiten Satz auf, so ruhig, ausgeglichen, den Rozsa gleich einem Poet beim spielen komponiert.
Das brilliante Finale beendet das Konzert, den Rozsa virtuos und feuerig, in technischer Perfektion beschließt.
Die beiden anderen Stücke von Schillings sind ebenso neu, wie überraschend. Das kurze Stück "Moloch", das eher als Überleitung zu dem berühmten Epos des griechischen Tragikers Sophokles` "König Ödipus", hat Schillings oft als Schlußstück dirigiert. Es ist tänzerisch, wild, und voller virtuosen Bläsereinlagen, das gesamte Klangspektrum ist eine dichte, verwobene Führung der einzelnen Stimmen, die den tänzerischen lustigen Charakter trotzdem durchkommen läßt. Mit einem spannenden Schluß endet das kurze, virtuose Orchesterstück.
Das langgezogene Orchesterstück über die Tragödie des König Ödipus erinnert sofort an die antike Stimmung im alten Griechenland. Man spürt die Handlung, wie trefflich schildert Schillings diese Tragödie, beginnend mit einem majestätischem Thema, eben eines großen alten Königs der Antike würdig. Die Akkorde allein vermitteln diese Stimmung so trefflich, die harmonischen Konglomerate allein, die Schillings hier verwendet, könnten diese Atmosphäre durch nichts anderes trefflicher schildern. Die Geschichte des König Ödipus ist jedem bekannt. Großartig verfolgt die musikalische Umsetzung die Handlung, beinahe programmatisch, aber emotionsgeladen, leidenschaftlich und voller Aufgewühltheit, Sensibilität. Eines der selten gespielten Orchesterwerke, aber an Stil und Schönheit kaum übertroffen.
Diese CD ist nur zu empfehlen, schon allein um diesen genialen Geiger zu hören, er ist eine Entdeckung wie ein Heifetz oder ein Szigeti, ein reines Vergnügen, ihn zu hören !"
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am 12. Dezember 2001
Ich habe dieses Konzert erst vor einem Monat kennengelernt, und kann diese nur weiterempfehlen, sie ist großartig.
Der mir unbekannte Geiger Rozsa spielt grandios, elegisch, eine nachdenkliche, romantische Stimmung verbreitend.
Welch Technik wohl hinter diesem virtuosen Werk, -nicht zuletzt auch lobenswerte Arbeit des Leiters Walter, - steckt, ist bemerkenswert.
Rozsa zaubert, und der Dirigent und das Orchester gehen stets einfühlsam und leider aber manchmal auch etwas zu laut, mit.
Ein großartiger Geiger, CD sehr zu empfehlen.
--Feldheimer, Düsseldorf
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am 13. November 2001
Das Werk des Komponisten Max von Schillings ist heute nahezu fast vergessen. Diese CD enthält als Hauptwerk sein Violinkonzert. Dieses Konzert erinnert von seiner Struktur und seiner Art her an Brahms. Leider fehlt es diesem Werk an einer Art "Übersicht". Die Themen "plätschern" dahin, es ist keine Melodie, die ins Ohr geht. Schillings hatte offenbar Mühe damit, eine Komposition zu schaffen, welche den Anforderungen der Romantik und der Moderne gerecht wird. Der Solist des Konzertes, ein gewisser Ernö Rosza, gibt sich Mühe, das Beste aus diesem doch eher uninteressanten Werk zu machen. Leider kommt aber auch die Begleitung des Orchesters nur sehr Träge an.
Auch die beiden weiteren auf dieser CD enthaltenen Ouvertüren bieten zwar einen Einblick in das Schaffen des Komponisten, sind aber leider auch eher bedeutungslos. Hier gibt sich das Orchester jedoch Mühe, eine ordentliche Leistung zu bieten. Es gelingt mehr, die Struktur der Werke aufzuzeigen als noch in dem Violinkonzert.
Alles in allem ist diese CD v.a. für Musikkenner geeignet, ihr Repertoire zu erweitern.
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am 15. September 2013
Repertoirewert des Violionkonzertes unschätzbar! Wo bleiben andere (neuere) Interpretationen ?
Leider ist der Violonist an der Grenze seiner Fähigkeiten. Orchesterwerke zweitrangig.
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am 18. Januar 2002
Die Aufnahme vom Violinkonzert von Max von Schillings ist nicht nur einmalig eingespielt worden, aber vielmehr einmalig von ERNÖ ROZSA demonstriert. Er spielt atemberaubend, technisch bombensicher, sein Klang ohne Vergleich.
Er spielt einfach unglaublich gut, die Zukunft einer neuen Virtuosität hat mit ihm begonnen, ich kann seine Aufnahme nur jedem sehr nahelegen.
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am 15. Dezember 2001
Da horcht ein jeder Musikliebhaber auf, wenn er ein ihm unbekanntes Werk für sich ntdeckt, wie hier das Violinkonzert des Österreichers Max von Schillings sowie zwei seiner sinfonischen Dichtungen.
Dieses Violinkonzert bietet einem jeden Geiger gewiß gute Möglichkeiten des "Sich-Zur-Schau-Stellens". Hier übertreibt der mir bis vor kurzem unbekannte Geiger Rosza jedoch mit dem Hervorstellen seiner Technik. Jedoch tut dies dem Werk m.E. nicht gut. Dies kann er bei Paganini besser. Auch das Orchester begleitet zu laut, zu oberflächlich. Und wenn es mal nicht virtuos zugeht, dann eben langweilig, so muß es leider gesagt werden. Dieses Werk zieht sich besonders im Mittelsatz sehr hin, die Musiker verlieren leider nur allzu oft die Spannung. Im übrigen liegt es aber auch an dem Werk, welches leider doch im nachhinein sehr uninteressant ist. Keine Themen, die richtig ins Ohr gehen und ein Komponist, der nicht wußte, ob er modern oder romantisch schreiben sollte. Diese CD ist wirklich nur für Hörer geeignet, die sonst schon alles haben und kennen!
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am 11. Januar 2002
Rozsa war schon vor 10 Jahren phänoenal, dies zeigt diese Aufnahme. Schon damals spielte er mit der Reife eines großen Künstlers.
Fantastisch, unbedingt anhören!
N.
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