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VINE-PRODUKTTESTERam 12. April 2015
Das Leben eines Musikfans ist voller seltsamer Geschichten. Eine davon geht so:

1975 erscheint eine Single von der berühmten Rockband The Who. Bei dieser Single namens "Squeeze Box" handelt es sich um ein simples Liedchen mit Country-Touch, dessen Refrain frei übersetzt lautet: 'Mutti hat 'ne Quetschkommode, Vati kann nachts nie schlafen'. Mein damals 16-jähriges Ich kann diesen Song von Anfang an nicht leiden, und so interessiert mich auch das Album THE WHO BY NUMBERS nicht, aus dem der Song stammt.

Viele Jahre später bekomme ich die Vinyl-Plattensammlung eines Bekannten geschenkt. Unter seinen LPs befindet sich auch THE WHO BY NUMBERS, die ich ungehört ins Regal stelle und vergesse.

Nochmals viele Jahre später sortiere ich eine Unmenge Jahrzehnte lang gesammelter Zeitschriften aus, aber nicht ohne zuvor die besten Artikel und Plattenkritiken auszuschneiden. Dabei finde ich auch so einiges an Material zu, ja, richtig geraten: THE WHO BY NUMBERS, das ich seltsamerweise ziemlich interessant finde. Also fische ich während meiner Tätigkeit die LP aus dem Regal, lege sie auf, höre die Platte buchstäblich zum ersten Mal - und finde sie so gut, dass ich mir einige Tage später sogar die remasterte Version herunter lade.

The Who aus London waren in etwa zeitgleich mit den Beatles, den Stones und den Kinks berühmt geworden. Bis 1969 glänzten sie im Wesentlichen durch zahllose Singlehits, ehe sie mit dem aufwendig gestalteten Konzept-Doppelalbum TOMMY den Durchbruch zur 'seriösen' Rockband mit Anspruch schafften. Ihr Songschreiber und Gitarrist Pete Townshend plante danach ein noch größeres Werk namens LIFEHOUSE, das aber scheiterte und letztlich mit der höchst erfolgreichen Songsammlung WHO'S NEXT (1971) als einfache LP endete. 1973 machte Townshend mit dem erneuten Who-Doppelalbum QUADROPHENIA seinem Ruf als genialischer Geist alle Ehre.

TOMMY war die Geschichte (s)einer gequälten Kindheit, QUADROPHENIA die (s)einer wilden Jugend, THE WHO BY NUMBERS die eines 30-jährigen, desillusionierten, drogen- und alkoholabhängigen Rockstars am Rande der Erschöpfung - und damit quasi das letzte Drittel einer beeindruckenden Trilogie.

'Ich schrieb die Songs total stoned in meinem Wohnzimmer und weinte mir dabei die Augen aus dem Kopf, entfremdet von meiner Arbeit und von dem ganzen Projekt The Who. Ich fühlte mich leer', gestand Townshend später. Es gereicht ihm zur Ehre, dass dabei trotzdem ein insgesamt sehr solides Album mit einigen wirklich großartigen Titeln geboren wurde.

"How Many Friends" als Allererstes, ein phantastische Nummer mit einem traurigen Refrain: 'How many friends have I really got? / You can count 'em on one hand / How many friends have I really got? / That love me, that want me, that'll take me as I am?'.

Hier, wie auch in ein, zwei anderen Songs des Albums, machte Townshend seine ambivalente Sexualität zum Thema, ohne dass sich damals irgend jemand darum scherte: 'I'm feelin' so good right now / There's a handsome boy tells me how I changed his past / He buys me a brandy / But could it be he's really just after my ass? / He likes the clothes I wear / He says he likes a man who's dressed in season / But no-one else ever stares, he's being so kind / What's the reason?'.

Der tolle Opener "Slip Kid" (leicht proggy), das Trinkerbekenntnis "However Much I Booze" ('Wieviel ich auch immer saufe'), das munter klingende, gleichwohl zutiefst traurige Lenden-Dramolett "From the Waist Down" mit seinen unvergesslichen 'I'm dreaming'-Bridges, die herrlichen (und wiederum ungeheuer traurigen) Balladen "Imagine a Man" und "They Are All in Love" - ach, so viele wunderbare Songs!

Großartig produziert von Glyn Johns (Steve Miller Band, Rolling Stones, Led Zeppelin, Eagles, Eric Clapton u.v.a.) lieferte das Quartett, verstärkt um den Pianisten und langjährigen Stones-Sidekick Nicky Hopkins, hier eine bemerkenswerte Ensembleleistung ab. Und das war absolut nicht selbstverständlich, denn Pete Townshend kämpfte, wie erwähnt, heftig mit sich selbst; der irre, aber nach wie vor geniale Schlagzeuger Keith Moon wandelte ebenfalls auf dem Weg zur Selbstzerstörung, der proletarische Leadsänger Roger Daltrey ('Wenn ich kein Rocksänger geworden wäre, wäre ich wohl Fabrikarbeiter geworden oder im Knast gelandet') hatte längst eine erfolgreiche Solokarriere begonnen und konnte sich mit den selbstreferenziellen Texten seines intellektuellen Widerparts Townshend wenig bis überhaupt nicht identifizieren, und Bassist John Entwistle schien von seinem Dasein als neureicher Rockstar derart angewidert zu sein, dass er sich in seinem Song "Success Story" über sich selbst lustig machte und dazu ein Video drehen ließ, in dem er einige goldene Schallplatten von den Wänden seines Wohnzimmers in seiner riesigen Luxusvilla nahm und sie draußen im Garten genüsslich mit Axt und Gewehr zerstörte.

Doch auch danach machten sie immer noch weiter. 'Es war vor allem meine Schuld, dass The Who weiterarbeiteten, obwohl die Band längst am Ende war', erklärte Pete Townshend 1994. 'Die Arbeit an WHO ARE YOU (dem letzten Album mit Keith Moon, der 1978 zeitgleich mit der Veröffentlichung starb) war schmerzhaft und grausam'.

1975 jedoch lieferten sie mit THE WHO BY NUMBERS ein letztes großes Album ab, das in England (Platz 7) und den USA (Platz 8) auch höchst erfolgreich war. Hierzulande geriet es allerdings zu einem Megaflop, und das, obwohl die Plattenfirma Polydor sehr viel Werbung dafür machte. So verloste eine deutsche Jugendzeitschrift anlässlich der Veröffentlichung eine zerstörte E-Gitarre von Pete Townhend, signierte Trommelstöcke von Keith Moon, ein signiertes Tambourin von John Entwistle, eine Mundharmonika von Roger Daltrey, zwölf signierte The Who-T-Shirts und zwanzig LPs THE WHO BY NUMBERS. Es nützte alles nichts.

'I see myself on T.V., I'm a faker, a paper clown / It's clear to all my friends that I habitually lie, I just bring them down' (The Who, "However Much I Booze").

Ich liebe diese Platte. Trotz "Squeeze Box", das als Live-Bonustrack der remasterten Ausgabe übrigens um einiges rockiger daherkommt.
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am 11. Juni 2007
Vieleicht habe ich mich einfach nur überhört an : Tommy,Quadrophenia,Whos Next..etc.etc..?
The Who by Numbers war vor 21 Jahren mein 3.tes Who-Album u. ist heutzutage zu meiner Nr. 1 avanciert.
Slip Kid, However much I booze, Squeeze Box usw. sind durch die Bank weg erstklassige Who-Songs.
P. Townshend war zwar im Erscheinungjahr 1975 der Aufassung mit den Who nichts mehr " reissen zu können" aber nebenbei hat er eins der besten "non conceptalben" der Who so quasi zwischendurch geschaffen.
Dreaming from the Waist besonders live ist einfach nur genial!
Seit Quadrophenia im Jahr 1973 war den Fans klar das alle vier nach langer Pause wieder nach einem neuem Album lechzten u. sie zeigen das grade hier hervorragend.
Diese Spielfreude u. Virtousität hört man zuletzt auf "Who are you" drei Jahre später aber danach nie wieder, da der Drummer K. Moon sich leider mit Medikamenten gegen seine Alkoholsucht zu Tode geschluckt hatte.
Wenn man die 3 oben genannten Alben bereits kennt ist "The Who by Numbers" gut geeignet um Anhänger der Shepherds Bush Garagenband zu werden -die sie zur dieser Zeit aber schon lange nicht mehr waren.
Aber aus der Garage von 1964- bis zu 400.000! Zuschauern bei der "Fete de l" Humanite" 1972 in Paris ist ja auch nicht schlecht,oder!?
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TOP 500 REZENSENTam 23. Juni 2014
Ein Kritiker nannte "By Numbers" zurecht das persönlichste und zugleich dunkelste Album dieser grossen Rockband: "Pete Townshend's personal demons strut about nakedly. Not a pretty sight, but an involving spectacle nevertheless." Die Band spielt das Album 1975 ein. Townshend schreibt 9 der 10 Songs, er singt auch auf zwei Nummern selbst, und die Texte sind ein Spiegel seiner ganz persönlichen Befindlichkeit: es ist mehr ein Soloalbum als ein weiteres Who-Album (ein Kritiker hat es das "singer-songwriter-album" der Band genannt).

Auch, wenn man sich nicht auf die düsteren Abgründe von Townshends Seelenleben einlassen mag: "By Numbers" ist ein ganz grosses Werk. Rockmusik vom Feinsten, mit viel Abwechslung bezüglich Klangfarbe, Tempo und Arrangement. Unter Kritikern ist die enorme Qualität des Songmaterials denn auch weitgehend unbestritten. Es ist ein Album ohne jegliche Schwachpunkte, ein Geniestreich, trotz oder wahrscheinlich eben wegen der schwierigen Lage, in der sich Band und Musiker seinerzeit befanden. Würde man die Songs einzeln beurteilen, ein jeder würde sowohl für Musik als auch für den Text die höchste Wertung erhalten. Als Anspieltipp empfehle ich "However Much I Booze", „In A Hand or A Face“ und "Slip Kid".

In der Diskographie bleibt es ein Aussenseiter, ein einsames Dokument der Zeit, in der The Who vor der Auflösung und mindestens Townshend und Schlagzeuger Moon auch vor ihrem persönlichen Niedergang standen. Mit 2 Ausnahmen wurden die Stücke nie ins Live-Programm der Gruppe aufgenommen, auch dies eine Indikation für die Sonderstellung des Albums. Eben diese beiden Ausnahmen sind auf der CD übrigens in Live-Versionen von 1976 als Bonus-Tracks vertreten ("Squeeze Box" und "Dreaming From The Waist").
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am 13. Februar 2003
Zweifellos ist „The Who by numbers" zwar eins der unbekannteren The Who-Alben, es muss sich jedoch was die Originalität betrifft nicht hinter Alben wie „Tommy" oder „Quadrophenia" oder „The Who sell out" verstecken. Auf diesem Album besitzt die Band jedoch nicht den „brachialen" Sound wie er wegen Songs wie „My Generation" , „Heaven and Hell" oder auch sämtlichen Live-Auftritten der Who sehr oft assoziiert wird.
Die besten Songs des Albums sind wie ich finde Slip Kid, Squeeze Box, Imagine a man und Success story, was aber nicht heißen soll, dass die anderen unbedingt schlechter sein müssen. Das Spektrum des Albums reicht von dem sehr akustisch-balladigem Imagine a man oder Blue Red and Grey oder dem folk-fetzigen Squeeze Box (mit einem Super-Banjo-Solo!) bis hin zu Slip Kid und Success story, das am nähesten an den klassischen The Who Sound herankommt.
Für Einsteiger würde ich jedoch trotzdem empfehlen erstmal in einen guten Who-Sampler oder Tommy reinzuhören, da dieses Album eher für schon vertraute Who-Hörer geeignet ist.
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am 2. Oktober 2015
Es ist das unbekannteste Werk der großen Rockband, wahrscheinlich auch das am meisten unterschätzte. The Who schlagen hier nach den wegweisenden Alben "Who's next" und "Quadrophenia" eine neue Richtung ein. In den frühen 70igern produzierten The Who einen bombastischen, durch Synthesizerarrangements aufgefüllten monumentalen Sound, der auch live gespielt (insbesondere Who's next) Maßstäbe setzte. Ganz anders nun "Who by numbers": Das Spiel der Band ist zurückgenommen, fast verhalten, die Synthesizer werden ganz weggelassen, die Stimmung ist melancholisch, fast depressiv, die Songs werden kürzer, klarer, prägnanter und persönlicher.
Jeder der vier Musiker stellt sich in den Dienst, die Songs in ihrer Eigenart herauszuarbeiten. Besonders herausragend ist dabei der Gesang von Roger Daltrey - auf keinem anderem Album der Band singt der Frontmann so gefühlvoll, dynamisch und variabel. Ebenso herausragend: Pete Townshends Gitarrenspiel. Wer bisher der Meinung war, dass Townshend nur Rhythmus kann und kein herausragender Leadgitarrist ist, der sollte sich in "Who by numbers" vertiefen: die Soli sind Maßwerk vom Feinsten, unterstreichen die Individualität der Songs ohne aufgesetzte virtuose Schaustückchen zu sein. Insbesondere die letzten beiden Songs des Albums "How many friends" und "In a hand or a face" sind in dieser Hinsicht herausragend.
Dieses Album ist ein Solitär in der Karriere der Band - auch weil es im Liverepertoire nie eine große Rolle spielte. Es ist gewissermaßen "das" Studioalbum von The Who - Rockmusik einer desillusionierten, "erwachsenen" Rockband, der keiner was vormacht.
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am 7. Januar 2000
Extra für Amazon habe ich mir das Album nochmal angehört, und muss sagen, je öfter man es hört um so besser wird es. Vor allem "Slip Kid" und "How many Friends" wurden für mich zu Ohrwürmern, die man dann unter der Dusche noch weiter singt. Genial ist auch "Success Story" das mit seinem Themenwechsel in der Mitte überrascht. Success hatten die Who in ihrer langen Geschichte auch wirklich verdient. Übrigens stammt das Cover vom Bassisten der Band John Entwistle.
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am 26. Dezember 1999
Als Hardcore Who Fan habe ich doch im Laufe der Jahre immer wieder die unterschiedlichen Alben angehört. "By Numbers" war schon immer "my favorite" daran hat sich auch nach so langer Zeit nichts geändert. Es ist ein, wie ich glaube, sehr autobiografisches Werk, in dem viele Facetten dieser außergewöhnlichen Gruppe zu erkennen sind.
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am 16. Juli 2010
Eher unbekanntes Who-Album. Unter deren Fans genießt es aber einen hohen Status.
Ich muss sagen zurecht. Hier sind zwar nicht die großen Hits drauf, dennoch gibt es einiges zu entdecken.
Zum Zeitpunkt der Entstehung des Albums 1975/76 kämpfte Townshend mit seinen inneren Dämonen, war bereits schwer alkoholgeschädigt und sah sich zunehmend selbst als "Springende Windmühlen"-Karikatur. Mut machte er sich mit diesem Kleinod, indem er sein Innerstes gedanklich nach außen kehrte.
Den Kontrast zwischen nachdenklichen, schweren Texten und einer oft fröhlichen Melodie muss man so erst mal hinbekommen. Zusätzlich singt Daltrey wieder superb.
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Wenn es ein Album von The Who gibt, das als das am meisten unterschätzte in die Geschichte der Band eingegangen ist, so muss das wohl "The Who by Numbers" sein, das - trotz flotter, knackiger Rock 'n' Roll - Nummern und einer positiven, stimmigen Sommeratmosphäre (wenigstens die Melodien betreffend, textlich verarbeitet Mr. Townshend hierauf eine Midlife-Crisis!) immer im Schatten anderer Who-Werke steht - Was mir offengestanden ein Rätsel ist!

Natürlich ist hierbei zu beachten, dass sich die Briten die Messlatte hierbei selbst sehr hoch gelegt haben. Immerhin hat man mit "Tommy" und "Quadrophenia" zwei "Rock-Opern" geschaffen, die sich diese Betitelung wahrlich verdient haben. Vermutlich hat man von einer Band, deren Vorgängeralbum ein fast einenhalbstündiger Gesmatkompositionskomplex war einfach etwas anderes erwartet als ein relativ schlichtes Rock-Album. (Wäre diese Scheibe vor "Tommy" oder "Quadrophenia" entstanden, so wäre es wahrscheinlich eben so fix im Rockmusiklangzeitgedächtnis sämtlicher Kenner gespeichert wie etwa "Who's Next" (das man als Musikfreund unbedingt auch besitzen sollte).)

Nichtsdestotrotz ist es - zumindest für mich - umso erfreulicher wieder einmal ein sehr leicht zugängliches, eingängiges Who-Album in Händen zu halten (obwohl "Tommy" eigentlich auch nicht als schwer zugänglich bezeichnet werden kann)!
Die Platte vermittelt von Beginn an ein Gefühl der Unbeschwertheit, der zügellosen Spielfreude, wie sie in gleicher Form wohl nur am Debüt ("My Generation") herauszuhören ist. "The Who by Numbers" ist tatsächlich ein erheitender Dauerlongplayer, der durch so freudig gespielte Tracks wie "Slip Kid" und vor allem "Squeeze Box" besticht. Dazwischen sind beispielsweise mit "Dreamin' from the Waist" auch leisere Töne vorzufinden.

Ehrlich gesagt bin ich selber erst sehr spät auf dieses Who-Spätwerk (anno 1975) gestoßen, da es uns Musikfreunden von diversen Musikzeitschriften, Best-of-Reihungen etc. stets vorenthalten bleibt, was sehr schade ist, weil es zeigt, dass Pete Townshend & Co auch nach ihren GROSSprojekten (eben "Tommy" und "Quadrophenia") die Freude an der Musik nicht verloren haben.
Kann auch gut sein, dass die Songs im Erscheinungsjahr (1975) einfach zu "altmodisch" geklungen haben, wenn man bedenkt, dass sämtliche andere Bands schon längst dem mehr und mehr einsetzenden Disco-Trend Tribut zollten (umso mehr verehre ich The Who dafür, dies nicht getan zu haben!!).

Erwähnt sei noch, dass es sich bei "The Who by Numbers" um die vorletzte Platte handelt, bei der Schlagzeuger Keith Moon mitgewirkt hat, dem bis heute ein Ruf als einer der besten Drummer aller Zeiten nachhallt... (Und hierauf hört mein seinen typischen Spielstil noch einmal sehr gut heraus, wie ich finde).

Für mich persönlich ist diese Scheibe jedenfalls begeisternd, weil man sie praktisch immer auflegen kann und man automatisch in Stimmung kommt, sobald die ersten Akkorde von "Slip Kid" aus den Stereo-Boxen dröhnen.
The Who setzen mit diesem Album ziemlich genau dort fort, wo sie mit "Who's Next" aufgehört haben, auch wenn mir da höchstwahrscheinlich der eine oder andere Musikkritiker widersprechen wird.

Auch als Konzeptalbum funktioniert "The Who by Numbers" sehr gut. Insgesamt runden sich die Songs wunderbar ab und ergänzen sich zu einem vollkommenem Ganzen - und das, obwohl das wahrscheinlich nur so nebenbei passiert ist, weil ich mir fast sicher bin, dass man hier ganz einfach nur ein paar lässige Rock-Nummern einspielen wollte...
Na ja - ist ja auch grandios gelungen!!

Anmerkung: Die drei Live-Bonus-Tracks ("Squeeze Box", "Behind Blue Eyes" sowie "Dreaming from the Waist"), die bei dieser Ausgabe des Albums dabei sind, sind ebenfalls hörenswert und werten die Scheibe zusätzlich auf.

Und bei dem Kaufpreis kann ich wirklich nur mehr sagen: EINloggen und ZUgreifen und viel Freude damit!!
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am 19. Februar 2010
Wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt: The Who ist eine Band aus "MEINER" Zeit und ich kann dazu nur sagen, dass man reinhören und sich dem Musik-Stil öffnen muss. The Who waren eigentlich ihrer Zeit weit voraus und klingen heute noch so faszinierend (für mich) wie damals!
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