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am 2. Januar 2001
Nachdem ich bereits viele Aufnahmen des deutschen Requiems von Johannes Brahms gehört hatte, bin ich zufällig auf diese Aufnahme gestoßen und ich war und bin immer noch begeistert. So schön wie Elisabeth Schwarzkopf hat noch keine "ihr habt nun Traurigkeit" gesungen. Schwarzkopf singt mit so reinem und klarem Ton, daß man seine helle Freude hat. Außerdem erfüllt sie den Text des 5. Satzes mit der von ihr gewohnten perfekten Diktion und Betonung. Für D. Fischer-Dieskau gilt ähnliches. Sein Singen ist in dieser Aufnahme von starker Dramatik geprägt. Doch die entscheidende Leistung in dieser Aufnahme tragen das Philharmonia Orchestra und der Philharmonia Chorus unter Otto Klemperer. Neben sehr sauberem und sehr dramatischem Singen versteht man jedes Wort des deutschen Textes. Klemperer läßt wundervoll begleiten und arbeitet an entscheidenden Stellen Details heraus oder läßt das Orchester im Fortissimo glänzen. Dies alles wird in der Aufnahme von Walter Legge vorbildlich eingefangen.
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TOP 500 REZENSENTam 16. März 2006
Es gibt nicht wenige Künstler, deren Hinterlassenschaft auf Tonträgern recht unterschiedlich ausgefallen ist. Neben glanzvollen Zeugnissen hoher Kunst stehen oft Aufnahmen, die nicht das halten, was der große Name des Interpreten auf dem Cover verspricht. Der legendäre deutsche Dirigent Otto Klemperer (1885-1973), zählt zu den raren Gestalten, von denen man mit Fug und Recht behaupten kann, daß wirklich alle ihre Aufnahmen mindestens das Prädikat "sehr gut" verdient haben. Außer Klemperer könnte ich spontan nur noch die Dirigenten Pierre Monteux und Carlos Kleiber sowie den Pianisten Artur Rubinstein in diese seltene Kategorie einreihen.
Das vorliegende Brahms-Requiem, 1961 in der Londoner Kingsway Hall aufgezeichnet, gehört zu Klemperers größten Taten. Es ist eine wahrhaft phantastische Umsetzung der Partitur und ein Dokument von seltenem, ja von außergewöhnlichem Rang. So klassisch-streng und gleichzeitig klar in allen Einzelheiten habe ich das Werk in keiner anderen Aufnahme gehört. Einzig Rudolf Kempe mit seiner Berliner Produktion von 1955 könnte ähnlich überzeugen, wenn die technische Qualität seiner Aufnahme nicht deutlich hinter dieser zurückbliebe. Der Philharmonia Chor wurde von Reinhold Schmid, dem langjährigen Chorleiter des Wiener Singvereins, zu herrlicher Klangentfaltung bei textdeutlichem Singen geführt, und die Solisten, Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau, sind auf der Höhe ihrer Kunst. Das Philharmonia Orchestra London, eine Gründung Walter Legges, ist ein Spitzenklangkörper. So hat Otto Klemperer mit dieser legendären Besetzung eine Aufnahme vorgelegt, wie sie auch diesem großen Dirigenten nicht immer gelungen ist. Sie wird ohne Zweifel die Zeiten überdauern.
"..... denn sie sollen getröstet werden": Keine andere Version wird den Worten Jesu mehr gerecht wie diese.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, daß der Klang der Aufnahme auch heute noch hohen Ansprüchen genügen kann. Dazu hat natürlich auch die digitale Neuüberspielung beigetragen. Die Textbeilage in drei Sprachen erfreut Auge und Sinn. Für jeden Klassik-Freund eine unverzichtbare CD, die unter den "Great Recordings of the Century" einen herausragenden Platz verdient hat.
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TOP 500 REZENSENTam 10. März 2014
Bekannt ist, daß Johannes Brahms schrieb, daß er "[...] gern auch das >Deutsch< fortließe und einfach den >Menschen<" setzen würde. Das ist insofern relevant, als daß dieser Umstand viel darüber aussagt, wie der Komponist sein Requiem selbst sah. Und ich finde, darin liegt das Problem dieser Interpretation.

Otto Klemperer und sein Philharmonia Orchestra harmonieren auch in dieser Brahms-Aufnahme aus dem Jahr 1961 ganz hervorragend. Die Solisten, Elisabeth Schwarzkopf (Sopran) und Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton) überzeugen ebenso wie der Philharmonia Chorus, der aber etwas breit singt.

Doch nun zum bereits erwähnten Problem, und ich möchte betonen, daß dies keineswegs eine unwürdige Interpretation des Werks ist. Ich möchte lediglich auf die Besonderheit der Einspielung hinweisen. Meiner 4-Sterne-Wertung ist zu entnehmen, wie ich dazu stehe.

Klemperer, der Meister des Tragisch-Monumentalen trifft hier auf Brahms' "Deutsches Requiem", soweit so gut. Aber bei seiner Interpretation hat das Gewaltige, das Dunkle für meinen Geschmack zuviel Gewicht, so daß es mir gelegentlich zu sehr in eine trocken-spröde Monumentalität abdriftet. Und daraus ergibt sich das Dilemma, daß genau die Seite, die Brahms bei der Namensgebung ansprach, das Menschliche, ein wenig zu kurz kommt. Denn sein Requiem ist mitnichten die toternste und tieftraurige Totenmesse, die man hinter dem Titel vermutet. Es ist weniger das direkte Beklagen des Verlustes, als ein Sinnieren, ein Meditieren über den Tod. Es ist damit weniger eine anlaßbezogene Klage als vielmehr eine innere, zutiefst persönliche Beschäftigung mit der Sterblichkeit.

Ginge es darum, den Namen eines Werkes möglichst treffend umzusetzen, wäre Klemperers Interpretation eine Punktlandung. Der deutschen Seele wird schließlich immer ein gewisser Tiefgang, eine Form der Gedanken- und Gemütsschwere nachgesagt, die der Dirigent hier eindeutig trifft. Allerdings kommt mir in dieser dunklen, trockenen Sicht das Menschliche etwas zu kurz. Für mich besteht ein Unterschied zwischen der Klage über den Verlust eines Menschen und der inneren Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Künstlerisch kann man an dieser Aufnahme kaum etwas bemängeln, aber interpretatorisch treffen Christian Thielemanns menschlich-farbenfreudigere Sicht und Wilhelm Furtwänglers dramatischere Requiem-Interpretationen meinen persönlichen Geschmack mehr.

Ich will keinesfalls ein "Deutsches Requiem", das einen heiteren Grundton hat, aber meines Erachtens besteht bei diesem Werk mit seinem spezifisch dunklen Grundton die Gefahr, daß man den Bogen überspannt, wenn man diesen Grundton zusätzlich noch "abdunkelt". Nun überspannt Klemperers Aufnahme den Bogen nicht, aber sie spannt ihn doch aufs Äußerste. Und sollte bei einer Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit letztlich nicht auch das versöhnliche Element das entscheidende sein? Diese Seite des "Deutschen Requiems" kommt mir leider zu kurz.

Als Einstieg würde ich diese Aufnahme nicht empfehlen, da man als Hörer Gefahr läuft, keinen Gefallen am Werk zu finden. Als weitere, vertiefende Interpretation eignet sich Klemperers großartige wie gewaltig dunkle Sicht aber allemal.

(Das Begleitheft ist in englischer, deutscher und französischer Sprache.)
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am 23. April 2013
Otto Klemperers Markenzeichen sind u. a. seine langsamen Tempi. Hier passt das ganz hervorragend. Chor und Orchester musizieren das klangschön aus, so dass eine erhabene, ergreifende Stimmung entsteht. Klangschönheit darf man von der Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf nicht erwarten. Mich stört aber ihr manchmal etwas schrill wirkender Eigenton nicht, ihre Textverständlichkeit ist (im Vergleich zur Konkurrenz) sehr gut. Herausragend ist Fischer-Dieskau. Seine Stimme hat volles Volumen und seine (wie fast immer) leicht distanzierte Vortragsweise schafft den notwendigen Abstand, um die Wirkung des sehr traurigen Textes nicht unnötig ins Weinerliche gleiten zu lassen. Unzufrieden bin ich nur mit dem Preis, da kann man sicher über "brahms requiem klemperer preiswert" bei Google ein günstigeres Angebot finden.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Februar 2003
Als ich diese berühmte Aufnahme des Brahms-Requiems zum ersten Mal auflegte, war meine Erwartung angesichts der Besetzung hoch - und wurde erheblich enttäuscht:

Die Aufnahme leidet zunächst unter einem mulmigen Klangbild und einem dumpfen Chor- und Orchesterklang. Dazu ist auch der Text schlecht verständlich - ob das an der Klangtechnik oder der Größe des Chors liegt, weiß ich nicht, vielleicht beides. Der Chor singt nur mäßig transparent, was gerade in den Fugen tödlich ist und zu einem Klangbrei führt, zusammen mit den teilweise extrem langsamen Tempi fast zur Langeweile!

Von der bei aller archaischen Strenge großen Innenspannung, mit der Otto Klemperer etwa die h-moll-Messe hat musizieren lassen, höre ich hier nicht viel. Es mag an der angegriffenen Gesundheit des Dirigenten zum Zeitpunkt der Aufnahme liegen, dass diese Aufnahme so wenig Seele hat. Dietrich Fischer-Dieskau schildert in seiner Autobiographie die Aufnahmesitzungen mit dem vom Schlaganfall gezeichneten Klemperer sehr anschaulich.

Auch Elisabeth Schwarzkopf kämpft mit der extrem hohen Lage ihrer Arie - und verliert. Eine der schwächsten Aufnahmen dieser großen Sängerin, die normalerweise wusste, dass langsame Legatopassagen in hoher Lage nicht ihre Stärke waren.

Einzig Fischer-Dieskau erreicht Normalform, aber gute Baritonsolisten gibt es auch in anderen Aufnahmen - nicht zuletzt Fischer-Dieskau selbst, etwa in der großartigen Berliner Aufnahme unter Rudolf Kempe. Und diese würde ich tatsächlich in jeder Beziehung vorziehen: Wegen der besseren Sopransolistin, der lebendigeren Interpretation, der viel besseren Transparenz und eines verständlichen Chors.
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am 1. September 2006
wenn man selbst als Chorsänger stundenlang an den vielen kritischen Stellen dieses Stückes gefeilt hat, sollte man sich diese Aufnahme von rennomierten Profis nicht kaufen. Der Text ist unverständlich, die Dynamik schwach, ein einziger Brei. Mag auch daran liegen, dass die Aufnahme nicht ganz neu ist, das tröstet über den entgangenen Genuss jedoch nicht hinweg. Das Sopransolo ist mit Elisabeth Schwarzkopf fehlbesetzt.
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