Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More sommer2016 saison Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
2
4,5 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:28,04 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. Januar 2008
Dieses Werk Händels kann sprachlos machen. Es begegnet ein dichtes Portrait Englands, ein Sittengemälde, ein Stück echtes Theater (im 2. Akt) und ein intensives "Abschreiten" menschlicher Emotionen im dritten Teil, dem Höhepunkt des ganzen Werkes.
Die Musik glänzt durchweg durch ihr hohes kompositorisches Niveau und ihre sehr gute Aufführungsqualität. Die Solisten singen meisterhaft. Der Altus Andreas Scholl in der Rolle des Salomo ist sicher eine historisch nicht korrekte Besetzung - aber einfach genial.
Viele Chöre sind prachtvoll doppelchörig gesetzt. Sie agieren lebendig und frisch, absolut sauber und klar in Aussprache und Intonation. Sie gehören allesamt zum Besten aus Händels Feder. "Draw the tears" und "Praise the Lord" sind einfach umwerfend.

Das Orchester spielt mit federnder Leichtigkeit. Besonders beeindruckend klingen die Blechbläser. Im Chorsatz "Praise The Lord" ist deren Klang vielleicht ein wenig zu wuchtig geraten.

Der Schlusschor des dritten Aktes mit seiner großen Weite und jubelnden Kontrapunktik hat zumindest für heutige Ohren eindeutig finalen Charakter. McCreesh's Argumente, den originalen Händel - Schluss des Oratoriums mit noch einigen wunderschönen Arien und einem knappen Schlusschor beizubehalten, sind zwar gut nachzuvollziehen, beim Hören überwiegt aber der Eindruck, dass nach dem großartigen Finale der "Masque" des dritten Aktes nichts mehr kommen sollte.
J.E. Gardiners Vorschlag, einige Arien umzugruppieren und "Praise The Lord" als Schlusschor zu verwenden, finde ich überzeugender.

Sehr instruktiv ist Ruth Smith's kleiner Essay im Beiheft zur geistes- und kulturgeschichtlichen Einordnung des Oratoriums.
Eine sehr zu hören lohnende Einspielung und ein grandioses Werk!
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. März 2013
Ich habe das Phänomen schon des Öfteren erlebt: Im Direktvergleich gewinnen manche Werkeinspielungen und manche verlieren- selbst wenn man damit nicht gerechnet hat.
Hört man Paul McCreeshs Einspielung von Händels „Solomon“ direkt zwischen denen von John Eliot Gardiner und Nicholas McGegan, so gehört sie zur zweiten Kategorie. Um dem entsetzten Aufschrei de McCreesh-Fangemeinde zuvorzukommen möchte ich vorausschicken, dass ich nicht grundsätzlich der Meinung bin, dass es sich hier um eine schlechte Aufnahme handelt. Ich höre sie von Zeit zu Zeit sogar recht gern und finde vieles auch ausgesprochen gelungen. Tatsächlich bin ich mir vollkommen bewusst, dass ich in den folgenden Zeilen auf hohem Niveau jammere. Alles in allem ist diese Aufnahme für mich jedoch nicht – da hat die englische Sprache das rechte Wort – „magisterial“.
Es ist die Art, wie Paul McCreesh insgesamt an diese Musik herangeht, die mich nicht so richtig glücklich stimmt, nimmt sie mich doch für Händel nicht wirklich ein. Es besteht hier für mich eine gewisse Diskrepanz zwischen dem Wollen und dem Tun. McCreesh weiß natürlich, wie kunstvoll Händel gerade diese Partitur geformt hat. In dem im Booklet abgedruckten Interview kann man lesen, was er musikalisch in der Partitur findet: „zutiefst erotische Musik“ (1. Akt), „packendes Ereignis“ (2. Akt), „Huldigung an die Musik, an die miliärische Stärke, die Macht der Liebe und die Kraft der Natur“ (3. Akt). Sein Fazit: „Händels Musik (ist) so von Emotion und Wehmut durchdrungen, dass sie uns auch fast 250 Jahre nach ihrer Entstehung noch zutiefst berühren kann.“ Der vollkommen richtigen Erkenntnis, dass Händel mit allen ihm zu Verfügung stehenden musikalischen Ausdruckmitteln ein Bild größtmöglicher Ausdruckbreite entworfen hat, begegnet McCreesh in seiner Interpretation allerdings – dies mein persönliches Empfinden – mit einer einigermaßen eingeschränkten Art der Darstellung. Da klingt das Orchester immer gleich, nämlich tupfend, durchsichtig, luftig. Hinzu tritt die grundsätzliche Eigentümlichkeit sowohl Orchester als auch Chor als auch Solisten so kurz wie möglich artikulieren zu lassen, sodass streckenweise einfach wenig Klang entsteht. Dass kann den Hörer - oder zumindest mich - auf Dauer schon anstrengen. Ich möchte McCreesh am liebsten zurufen: „Variatio delectat, repetitio non placet.“
Ein emotionales, sinnlich aufgeladenes musikalisches Fest à la Gardiner hört man hier mE nicht. Tatsächlich liegt über weiten Strecken der Aufnahme eine sonderbare Kühle, die sich mir tatsächlich besonders im direkten Vergleich offenbart hat. Hört man McCreesh in einem Zug und ohne Vergleich durch, so mag sich das zunächst anders darstellen.

Die ausführenden Solisten singen alle auf hohem Niveau, erreichen in ihrer Darstellung aber mE nicht den Grad an Intensität wie diejenigen Gardiners oder McGegans.

Andreas Scholl höre ich in der Regel recht gern und war auch schon hier und dort des Lobes voll. Sein „Solomon“ indes stimmt mich nicht so richtig glücklich. Das ist – ich kann noch will ich es leugnen - schön gesungen, delikat, ja: erlesen. Gleichzeitig höre ich da aber auch nicht viel mehr als Schönheit und Deikatesse. Schon im ersten Rezitativ („Almighty power“) erreicht er mE nicht die Ausdruckstiefe einer Watkinson, in „Haste, haste to the cedar grove“ ist kein bisschen Lüsternheit zu hören, seine Arie „What though I trace“ – McCreesh nimmt sie im Übrigen recht eilig – singt er brillant, aber auch (Brillanz bringt es oft mit sich) eher kühl. Man hört eine Lehrstunde in Schöngesang, den man natürlich als solchen auch problemlos goutieren kann. Mich erreicht das hier indes nicht, ein Rollenportrait will sich mir nicht offenbaren.

Inger Dam-Jensen als Solomons Gemahlin verfügt zwar nicht über das typisch helle HIP-Timbre, ihr eher dunkel getönter Sopran ist dennoch leicht und glänzend geführt – was ihr in der von McCreesh geradezu rasend schnellen genommenen Arie „Bless’d the day“ bestens zugute kommt. Ausgesprochen schön gelingt ihr (und Scholl) das Duett „Welcome as the dawn of day“. In der herrlich liedhaft gesetzten Arie „With thee th’unshelter’d moor I tread“ hingegen bleibt sie mE verhalten, blass, kühl. Paul Agnews Zadok ist technisch und musikalisch überzeugend (die Koloraturen in „Sacred raptues“ stellen für ihn keine große Herausforderung dar), allerdings ist seine Stimme klanglich nicht so bezaubernd wie diejenige Rolfe-Johnson. Das sehr hohe Tempo, das McCreesh anschlägt, lässt ihm nicht so viel Gelegenheit zur Detailgestaltung und seine Verzierungen wollen mir nicht so recht gefallen. Wenig überzeugend finde ich Alison Hagley als First Harlot. Händel hat dieser Figur einige der schönsten Momente des Werkes zugedacht. Die Arien „Word are weak to paint my fears“ oder „Can I see my infant gored“ gehören zu den intensivsten Momenten des Werkes. Alison Hagley jedoch präsentiert eine kaum zerknirschte Mutter, sondern eine selbstbewusste, irgendwie zu laute, ja aufdringliche Frau, die meine Sympathien nicht auf sich lenken und mich nicht einen Takt lang berühren kann. Hinzu kommt, dass Hagley Mühe mit dem Herausarbeiten der Affekte hat. Das klingt mir alles zu aufgesetzt. Susan Bickley hätte im Terzett noch etwas griffiger sein dürfen. In ihrer Arie „Thy sentence great king“ dreht sie jedoch ordentlich auf und stellt den diesem Stück innewohnenden Furor höchst plastisch dar. Susan Grittons Queen of Sheba gefällt mir gut. Das ist eine ausgesprochen verführerische Darstellung, textlich schön gestaltet („Every sight these eyes behold“) und durchweg klangschön und spannungsvoll gesungen. Peter Harvey gibt einen noblen Leviten.

Das Gabrieli Consort singt insgesamt ausgesprochen gut, hat keinerlei Probleme mit den bisweilen ausgesprochen rasanten Tempi die McCreesh anschlägt („Til distant nations catch that song“), hat eine breite Ausdruckspalette, klingt aber in meinen Ohren deutlich härter (kühler?) als manch anderes britisches Chorensemble. Und doch: Insgesamt gefällt mir der Renaissanceton in „Throughout the land“ ebenso wie das festliche Metall in „From the censer“ oder das liebliche Säuseln in „May no rash intruder“, wobei eben dieser Chorsatz in seiner Gestaltung ohnedies heraussticht, weil McCreesh es hier tatsächlich einmal schafft, die Sinnlichkeit dieser Musik wie an keiner anderen Stelle dieser Aufnahme unmittelbar erfahrbar zu machen. Insgesamt eine Aufnahme auf hohem Niveau, die nicht nur überzeugen kann, weil sie den vollständigen „Solomon“ präsentiert, sondern weil sie aus einem Guss gearbeitet ist. Wer zudem ein Freund von McCreeshs Klangvorstellung ist, ist mE mit dieser Einspielung sicher bestens bedient.
22 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

39,99 €
69,09 €
29,79 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken