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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
16
3,8 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:11,31 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


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am 18. März 2017
Seit Mitte der Siebziger Jahre zählt Rick Wakeman zu einem meiner Lieblingsmusiker. Seine Konzeptalben sind einfach genial.
So auch "The Myths And Legends Of King Arthur". Für mich ein wichtiger Meilenstein in der Musikgeschichte. Zu Unrecht lange Zeit in die Vergessenheit geraten, erlebt dieses Werk dank der DVD- Version bei mir seine Renaissance. Allerdings ist darauf "nur" eine aufgepeppte Quadroversion. Erstaunlich und durchaus lobenswert, dass man so etwas nach 40 Jahre ausgräbt. An einigen Stellen daher nicht ganz so das erhoffte durchdringende Klangerlebnis. Es fehlt da zum Teil an Wucht. Daher nur 4 Sterne. Trotzdem ist das Musik vom Feinsten. Mehrmals überkam mich Gänsehaut. Eine klare Kaufempfehlung!
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am 16. März 2015
"The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table" war erst Rick Wakemans zweites Studioalbum für A&M Records und zugleich das dritte welches er selbst als Soloalbum bezeichnet.

Das in vielen Discographien als erstes Soloalbum geführte "Piano Vibrations" von 1971 war nie ein solches. Dies war nur eine Auftragsarbeit für eine Serie von "Latin Vibrations", "Dylan Vibrations", usw. eines gewissen John Schroeder. Auf "Piano Vibrations" dem dritten Album dieser Serie steht zwar hervorgehoben mit "Featuring Rick Wakeman" und auch noch groß - damit es nur ja keiner übersieht - ein "Very special thanks to ..." aber auch nicht mehr. Weder Rick noch seine Plattenfirma A & M Records waren darüber sehr glücklich.

"The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table" erschien 1975 und war das dritte Gold-Album in Folge. Noch im gleichen Jahr erschien es, wie auch seine zwei Vorgänger, als Quadrophonie Album. "King Arthur" wurde jedoch nur im Format CD-4 veröffentlicht, während "Six Wives" und "Journey" auch im Format SQ erschienen. Es war zugleich auch das letzte Quadrophonie Album von Rick. Ende der 70er Jahre verschwand Quadrophonie wieder. Die Zeit war noch nicht reif für Systeme mit mehr als zwei Kanälen.
Mit der Deluxe Box ist dieses Quadrophonie Album in Digitalzeitalter angekommen.

Die CD:
Die CD enthält das vollständige Album ohne weitere Bonustracks.
Klanglich ist das Album eine grandiose Überraschung. Im direkten A/B-Vergleich klingt die Japanpressung von 1986 wie eine verstaubte Kopie des Albums. Die Präsenz und Klarheit kommt vor allem bei den Stimmen und beim Orchesterteil zu tragen. Noch nie habe ich eine Japanpressung so schnell aus dem CD-Player geholt und auf einen weiteren Vergleich verzichtet. Die Musik ist großartig überarbeitet. Von der ersten bis zur letzten Minute eine Ohrenschmaus.

Die DVD:
Die DVD-Audio enthält die Quadrophonie Version des vollständigen Albums in DTS 96/24, Dolby Digital sowie MLP Lossless 96/24 Quad und Stereo.

Die Quadrophonie Version ist eine direkte Kopie (Vinyltransfer) des CD-4 Albums. Schon zu Beginn fallen die Unterschiede zur Stereo-Version auf. Während die Stereo-Fassung mit einem pathetischen und mit viel Hall vorgetragenem "Whoso pulleth out this sword from this stone and anvil, ist the true born king of all Britain" beginnt, startet die Vierkanalversion mit der vermutlichen ersten (Demo ?) Fassung davon, uninspiriert und einfach aufgesagt. Da kommt schon von Beginn an keine Stimmung auf.
Während bei "Six Wives" kaum Stimmen vorhanden waren, ist der Gesang auf der "King Arthur" ein wichtiger Teil des Werkes. Genau an diesem Punkt scheitert der Vinyltransfer. Die Stimmen und das Orchester wirken muffig und stellenweise schmerzhaft dumpf gerade auch im Vergleich zur Stereo Version auf der CD. Dennoch ist es erfreulich nun auch die Quadrophonie Version digital verfügbar zu haben.

Das Cover der Box:
Die Box ist doppelt aufzuklappen. Es sind einige Live-Photos sowie einige von ihm mit Merlins-Mütze und einigen Mitstreitern als Ritter verkleidet abgebildet. Das Booklet ist eine genaue Abbildung des im ursprünglichen Album beigelegten Begleitheftes. Dahinter findet sich ein Bericht über die Entstehung des Werkes. Da beschreibt er, dass er als er "King Arthur" schrieb mit 25 Jahren nach seinem ersten Herzinfarkt gerade im Krankenhaus lang.

Die Deluxe Box enthält genau das Stereo und das Quadrophonie Album. Es ist also perfekt für Puristen. Aus meiner Sicht wäre mehr möglich gewesen.

Zum Abschluss: Auch wenn wir heute wissen, dass der Ursprung der Mythengestalt des König Arthur vermutlich ein Römischer Kommandeur war, so ändert dies dennoch nichts an der Kraft der Geschichten die sich mit der Zeit zu einer ganzen Tafelrunde entwickelten, von Merlin angefangen - von dem es gleich zwei namensgleiche Ursprünge gibt - bis zu den Geschichten der verschiedenen Ritter. Einige davon hat Rick Wakeman eingefangen und musikalisch perfekt umgesetzt.
33 Kommentare| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2016
Zur Musik selbst möchte ich hier nichts schreiben, Fans lieben sie einfach.
Hier geht es mir mehr um die Besonderheiten der Vinyl-Neuauflage:
Den Klang finde ich bemerkenswert - sehr transparent und dynamisch.
Ich konnte klarer bestimmte klassische Instrumente wahrnehmen.
Alles hört sich an wie frisch aufgenommen.
Die Pressqualität ist einwandfrei und man hört selten mal ein Knistern.
Leider ist die weiße Innenhülle sehr einfach, zu eng und nicht gefüttert.
Sollte man austauschen.
Was mir noch sehr wichtig war und ich vor dem Kauf nirgends herausfinden konnte:
Das große Beiheft mit den Bildern und Texten ist Bestandteil dieser Ausgabe!
Einen Downloadcode gibt es aber nicht.
Also ich war gestern wieder begeistert von diesem Wakeman-Klassiker.

Übrigens erschien dieses Jahr eine echte Neuaufnahme als Doppel-CD -
mit neuen Titeln und somit fast verdoppelter Laufzeit zum Original. Auch sehr empfehlenswert.
Bestellen kann man sie auf Wakemans Homepage [...]
Die Kritik von Nik Brückner auf den Babyblauen Prog-Reviews ist dazu lesenswert.
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am 29. Mai 2013
Musik aus meiner Jugendzeit wieder entdeckt. Dank aktueller Suchmaschinen, die keine genauen Angaben brauchen um für dich etwas zu finden.
Musik mit ungewöhnlichem Klang, Symphonic Rock und mittelalterlicher Gesang in einem.
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am 9. Februar 2016
Wakeman war ein guter Keyborder, ähnlich Keith Emerson, und wie dieser ein sehr guter Instrumentalist. Das macht ihn aber nicht gleichzeitig zu einem guten Komponisten. Dazu braucht man Ideen. Diese fehlen Wakeman. 'The Six Wifes Of Henry VIII' ist vollkommen akzeptabel, aber dies nicht. Und auch der Gesang: zum Davonlaufen!
Ich kenne im Übrigen (in diesem Genre) keinen Musiker, der Solo irgend etwas Großartiges zustande gebracht hätte, verglichen mit der Band, der er angehörte. Erfolg ermutigt offenbar, jeden Mist zu veröffentlichen. Fazit: Keine Kaufempfehlung.
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am 8. Januar 2002
Rick Wakeman's musikalische Umsetzung der Artussage ist ein einzigartiges Dokument, sowohl bezüglich seiner kompositorischen als auch seiner erzählerischen als auch seiner Fähigkeiten als Instrumentalist. Der Charakter der Musik verschmilzt mit der Stimmung der Erzählung; wer wissen will, was Rock-meets-Classic im Idealfall bedeuten kann, sollte sich diese CD nicht entgehen lassen. Hier hat man es nicht mit Art-Rock im Sinne von "künstlich" zu tun, sondern mit einem Geschichtenerzähler par excellence.
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Da es amazon leider wohl nie in den Griff bekommen wird, bei den Rezensionen zwischen
den verschiedenen Mastern zu unterscheiden, beginne ich mal mit dem Master von 2015:

Nach dem Durchlesen teils überschwänglicher Kritiken habe ich mir die CD gekauft, aber
meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Leider gibt das Booklet keine Auskünfte darüber,
was genau wann und von wem remastered oder gar remixt wurde. Insider wollen wissen, dass
die originalen Zuspielungen verschollen sind - so ist die DVD mit demQuad Mix von den Demos
gezogen. Die DVD enthält dann aber auch die normale Stereo-Tonspur. Zum Quad-Mix kann ich
sonst nichts sagen, da ich keinen Mehrkanal-Ton mehr habe. Mehr will.

Ist das 2015 Master nun die alleinseligmachende Offenbarung? Für mich nicht. Sicher, dass
Klangbild ist anders, sicher, man hört Klänge, Akzente, Farben und Kolorite, die man so noch
nie gehört hat. Dafür fehlen dann aber auch wieder andere Momente, zum Beispiel das wunderbare
Becken und die Pauken bei "Arthur" am Anfang. Natürlich "fehlen" sie nicht, aber sie sind im neuen
Klangbild begraben, dringen kaum noch durch. Ich kann, wie Richard Wagner sagen würde, des alten
Masters nicht entraten, sprich: die alte CD von 1990, so schlecht sie auch klingt, hat für mich die
originalen aha-Momente in sich, das neue Master) klingt beinah so kalt wie das Remake von 2016.

Und noch etwas: Im Vergleich zur alten CD sind nun die Stereo-Kanäle vertauscht!. Unglaublich,
wenn es Pfusch ist. Kein Pfusch ist es nur, wenn die Kanalzuordnung auf dem Vinyl so war wie auf
dem Master von 2015, und der Fehler 1990 produziert wurde. Mir ist das gleich aufgefallen, ich
vergesse nie ein Klangbild, wenn ich es einmal verinnerlicht habe. Leider habe ich das Vinyl nicht mehr.
Je genauer ich die CD von 1990 aber prüfe, desto mehr komme ich zu dem Eindruck, sie ist vom Vinyl
gezogen - da gibt es einige sonst unerklärliche Knackgeräusche im Klangbild. Zum Beispiel im Outro
von Guinevere vermeine ich sogar, typische Vinyl-Schäden zu hören.

Die Chance, die Fehler der Abmischung von 1975 zu korrigieren, wurde vertan. Orchester, Chor,
Rockband und Rock-Sänger liefern sich ja selbst eine bombastische Schlacht in Kampf darum, aus
dem Mix hervorzustechen. So ist/sind die Amboss-Ansage und die Mussorgski-ähnlichen Piano-Übergänge
viel zu laut, der Titel "Guinevere" über weite Strecken viel zu leise in seiner Gesamtheit, der Sänger ist
oft kaum zu hören. Das war 1975 schon so, dass bleibt 2015 so, wie fast alle anderen Fehler. Ungeheuer
gewonnen hat zum Beispiel "Sir Galahad", eine dumpfe Suppe im Master von 1975, ist es jetzt viel transparenter.

Rework 2016: Die Doppel-CD mit den neu-Einspielungen überzeugt nur klanglich. Die neuen Titel
wie zum Beispiel "Morgan Le Fay", "Lady Elaine", "Percival The Knight" usw. bereichern
diese Scheibe, die mir (in Bezug auf die Komplexität der Artus-Sage schon immer viel zu kurz
gekommen ist, zwar; ber der Frauengesang und die E-Gitarren, der ganze, neo-Gothische Stil
passen kaum. Einzig überzeugend sind die Synthis von Rick, exakt im Stil von 1975! Insgesamt
wirkt alles etwas kalt, es fehlt der alte Vaudeville-Theater-Charme. Rick hatte die Scheibe ja
schon damals als Doppel-LP konzipiert, was aber vom Label nicht mit getragen wurde. Sehr gut:
Eine Abteilung der Piano-Zwischenspiele und der Chor-Zwischengesänge als einzel anwählbar,
und einzeln benannt. "Merlin The Magican" hat jetzt sogar einen Text! Stand 23.07.2016 hat
amazon sie noch nicht gelistet.

CD von 1990/1995/Japan CD und allgemeine Review:

Diese Platte ist und bleibt mir unvergesslich, denn sie war meine erste Begegnung mit
Aspekten der Musik von Yes, die beim mir zum Volltreffer wurden.
Ich war dieser Musik sofort absolut und rettungslos und unrevidierbar verfallen.
Zum einem hatte mich Mark Twains "Ein Yankee an König Artus Hof" schon immer
fasziniert (Sir Thomas Malory's "Geschichten von König Artus" sollte ich erst
später entdecken). Im Fernsehen lief eine mehrteilige "Lancelot vom See"-Serie,
die ich heute gerne wieder einmal sehen würde. Dazu bekam ich nun quasi den
Soundtrack. Herrlich auch das aufklappbare Cover der originalen LP mit dem Inner-
Sleeve-Ritterlampf zwischen Sir Lancelot und dem schwarzen Ritter.

Rick präsentiert uns ein Konzeptalbum mit unglaublich starken, eingängigen Melodien.
Anders als bei Journey, fungiert der Erzähler nur als eine Art "Ansager", und unterbricht
somit en Fluß der Story nicht unnötig - etwas, was mich an JOURNEY immer störte. Der
Sprecher erzählt uns pathetisch die mythischen "Fakten" mit wenig Gehalt (und nichts, was
wir als Kenner der Sage nicht längst wüßten); und Ricks Musik hüllt diese in Pomp und Samt.
Gleich das erste Stück, "Arthur", führt uns mit Pathos und Wucht in die musikalischen
und inhaltlichen Themen der Sage ein und katapultiert uns unmißverständlich in ein
mittelalterliches England, ganz großes Kino. Artur, ein eher unwahrscheinlicher Kandidat,
schafft es, das Schwert aus dem steinernen Ambos zu ziehen, und wird so König
von ganz Britannien. Wunderbar dann die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken,
auch wenn jene oft nicht als eigenständige Titel heraus kristalliert sind (wie bei "Lady Of
The Lake"), sondern als Vorspiel einzelner Titel fungieren. Herrlicher, beinah orthodoxer
Chorgesang von tiefer Spiritualität, wie aus der Vergangenheit herauf-klingend; gefolgt
von einer (jeweils etwas variierten) Piano-Etüde. Die nächsten beiden Titel, "Sir Lancelot
& The Black Knight" und "Merlin The Magican" stellen für mich schon den Höhepunkt der
Platte dar. Ein grandioser musikaliischer Wahnsinn, eine gigantische Verbindung aus
Rockband, Orchester, Chor, und das alles beherrscht von rasenden Synhesizern
in den höchsten Oktaven. Allein die Stereo-Effekte beim Ritterkampf von "The Black
Knigh" haben es in sich.Fight! Fight" Fight" - Und schon rasten die beiden Ritter auf ihren
Schlachtrössern horizontal und vertikal und diabonal und konkav und konvex durch meine
Ohren, dass hatte vorher noch niemand geschafft. Und bei "Merlin, der Zauberer" konnte man
dessen Tricks und Verwandlungen in allen Registern hören. Irre Wechsel von Cembalo/Bass zu
Piano und Banjo zu Synthis und E-Gitarren, Vibraphon und Percussion; - eine Reise
mit plötzlichen, wie durch einen Zauberstab hergestellten Wandlungen von Barock bis Ragtime.
Das war einfach atemberaubend.

Die beiden letzten Titel, "Sir Galahad" und "The Last Battle" sind dann für mich etwas
zu dünn und enttäuschend geraten. Den tragischen Kampf zwischen Modred und Artus
beziehungsweise die ganze Schlacht kann Rick nicht wirklich überzeugend umsetzen.
Da nenne ich eine große, vergebene Chance. Die Musik strebt von den ersten Takten
von "Sir Galahd" bereits ihrer Auflösung zu, und verliert dadurch viel an Spannung.
Leider findet sich auf der klanglich nicht gerade begeisternden CD-Version nichts
vom Ritterkampf-Gemälde des Innen-Covers der Schallplatte. Die zahlreichen Fehler
in der Abmischung wurden nicht korrigiert, zum Beispiel der erschreckend leise abgemischte
Gesang von Ashley Holt bei "Guinevere", der, - ähnlich wie Daltrey bei Lisztomania -,
hier klingt, wie durch eine (schlechte) Telefonleitung übertragen. Die Synthis beil "Black Knight"
sind wiederum viel zu laut. Und wer eine Akustik-Gitarre noch mehr scheppern hören möchte,
als bei "Time And A Word", ist hier, bei Mr. Hopkins, genau richtig. Manchmal gibt es auch
Aussetzer bzw. ein Aus-dem-Takt-geraten; peinlich.

Dem Album folgte eine für Rick finanziell ruinöse Aufführung des Werks als quasi "Holiday-
On-Ice-Revue" unter Einbeziehung eines Orchesters, bei der die Musik jedoch in den
Hintergrund geriet, da die Aufführung als eine Art Show-Spektakel angelegt war. Natürlich
ist der Charakter der Platte selbst bereits analog dazu spektakulös angelegt, und irgendwie
kann ich auch die Kritiker dieses Albums gut verstehen, nur: Sie erreichen damit vielleicht
meinen Kopf, nicht aber mein Herz - das schlägt nach wie vor für Rick's Beste!
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Diese Platte ist und bleibt mir unvergesslich, denn sie war meine erste Begegnung mit
Aspekten der Musik von Yes, die beim mir zum Volltreffer wurden.
Ich war dieser Musik sofort absolut und rettungslos und unrevidierbar verfallen.
Zum einem hatte mich Mark Twains "Ein Yankee an König Artus Hof" schon immer
fasziniert (Sir Thomas Malory's "Geschichten von König Artus" sollte ich erst
später entdecken). Im Fernsehen lief eine mehrteilige "Lancelot vom See"-Serie,
die ich heute gerne wieder einmal sehen würde. Dazu bekam ich nun quasi den
Soundtrack. Herrlich auch das aufklappbare Cover der originalen LP mit dem Inner-
Sleeve-Ritterlampf zwischen Sir Lancelot und dem schwarzen Ritter.

Rick präsentiert uns ein Konzeptalbum mit unglaublich starken, eingängigen Melodien.
Anders als bei Journey, fungiert der Erzähler nur als eine Art "Ansager", und unterbricht
somit en Fluß der Story nicht unnötig - etwas, was mich an JOURNEY immer störte. Der
Sprecher erzählt uns pathetisch die mythischen "Fakten" mit wenig Gehalt (und nichts, was
wir als Kenner der Sage nicht längst wüßten); und Ricks Musik hüllt diese in Pomp und Samt.
Gleich das erste Stück, "Arthur", führt uns mit Pathos und Wucht in die musikalischen
und inhaltlichen Themen der Sage ein und katapultiert uns unmißverständlich in ein
mittelalterliches England, ganz großes Kino. Artur, ein eher unwahrscheinlicher Kandidat,
schafft es, das Schwert aus dem steinernen Ambos zu ziehen, und wird so König
von ganz Britannien. Wunderbar dann die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken,
auch wenn jene oft nicht als eigenständige Titel heraus kristalliert sind (wie bei "Lady Of
The Lake"), sondern als Vorspiel einzelner Titel fungieren. Herrlicher, beinah orthodoxer
Chorgesang von tiefer Spiritualität, wie aus der Vergangenheit herauf-klingend; gefolgt
von einer (jeweils etwas variierten) Piano-Etüde. Die nächsten beiden Titel, "Sir Lancelot
& The Black Knight" und "Merlin The Magican" stellen für mich schon den Höhepunkt der
Platte dar. Ein grandioser musikaliischer Wahnsinn, eine gigantische Verbindung aus
Rockband, Orchester, Chor, und das alles beherrscht von rasenden Synhesizern
in den höchsten Oktaven. Allein die Stereo-Effekte beim Ritterkampf von "The Black
Knigh" haben es in sich.Fight! Fight" Fight" - Und schon rasten die beiden Ritter auf ihren
Schlachtrössern horizontal und vertikal und diabonal und konkav und konvex durch meine
Ohren, dass hatte vorher noch niemand geschafft. Und bei "Merlin, der Zauberer" konnte man
dessen Tricks und Verwandlungen in allen Registern hören. Irre Wechsel von Cembalo/Bass zu
Piano und Banjo zu Synthis und E-Gitarren, Vibraphon und Percussion; - eine Reise
mit plötzlichen, wie durch einen Zauberstab hergestellten Wandlungen von Barock bis Ragtime.
Das war einfach atemberaubend.

Die beiden letzten Titel, "Sir Galahad" und "The Last Battle" sind dann für mich etwas
zu dünn und enttäuschend geraten. Den tragischen Kampf zwischen Modred und Artus
beziehungsweise die ganze Schlacht kann Rick nicht wirklich überzeugend umsetzen.
Da nenne ich eine große, vergebene Chance. Die Musik strebt von den ersten Takten
von "Sir Galahd" bereits ihrer Auflösung zu, und verliert dadurch viel an Spannung.
Leider findet sich auf der klanglich nicht gerade begeisternden CD-Version nichts
vom Ritterkampf-Gemälde des Innen-Covers der Schallplatte. Die zahlreichen Fehler
in der Abmischung wurden nicht korrigiert, zum Beispiel der erschreckend leise abgemischte
Gesang von Ashley Holt bei "Guinevere", der, - ähnlich wie Daltrey bei Lisztomania -,
hier klingt, wie durch eine (schlechte) Telefonleitung übertragen. Die Synthis beil "Black Knight"
sind wiederum viel zu laut. Und wer eine Akustik-Gitarre noch mehr scheppern hören möchte,
als bei "Time And A Word", ist hier, bei Mr. Hopkins, genau richtig. Manchmal gibt es auch
Aussetzer bzw. ein Aus-dem-Takt-geraten; peinlich.

Dem Album folgte eine für Rick finanziell ruinöse Aufführung des Werks als quasi "Holiday-
On-Ice-Revue" unter Einbeziehung eines Orchesters, bei der die Musik jedoch in den
Hintergrund geriet, da die Aufführung als eine Art Show-Spektakel angelegt war. Natürlich
ist der Charakter der Platte selbst bereits analog dazu spektakulös angelegt, und irgendwie
kann ich auch die Kritiker dieses Albums gut verstehen, nur: Sie erreichen damit vielleicht
meinen Kopf, nicht aber mein Herz - das schlägt nach wie vor für Rick's Beste!
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am 25. November 2015
Ein qualitativ gutes, sehr harmonisches Album erzählt musikalisch die Geschichte von König Arthur - brillant umgesetzt von Rick Wakeman. Für Liebhaber und nicht für Rockfans...
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am 2. Januar 2016
Der Dolby Quad Mix auf der DVD(Audio)ist vom allerbesten.Auf einer guten Anlage ist es für die Ohren ein klanglicher Höhepunkt.
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