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Kundenrezensionen

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am 5. August 2006
Brad Mehldau hat uns beglückende (wenn auch sehr viele) CDs mit seinem Trio geschenkt, denen er seine Reputation verdankt. In letzter Zeit öffnet er sich immer weiter der Popmusik, tut dies allerdings nicht so platt und niveaulos wie es einige Zeitgenossen aus dem amerikanischen Raum oder deutsche Möchtegerntrompetenjazzer tun, sondern arbeitet die Popsongs in Jazzsprache um und erzielt somit wunderbare Ergebnisse. Und vor einiger Zeit ließ er besonders Pianisteherzen höher schlagen, als er mit "Piano solo - live in Tokyo" eine Soloeinspielung der Superlative vorlegte. Vielerorts wurde sie als seine erste CD dieser Art genannt - fälschlicherweise. Denn bereits 1999 legte er mit "elegiac circle" ein Konzeptalbum vor, auf dem ebenfalls nur sein Klavierspiel zu hören ist. Und das in einer Weise, die unter die Haut geht.

Diese Musik bewegt sich im Mischbereich von Jazz und Klassik und spiegelt Mehldaus Seelenzustand über viele Jahre hinweg wider: der melancholische, leidende Künstler ist hier am Werk. Die durchgehend wunderschönen, sanglichen und oft vordergründig einfachen Themen werden im Laufe der ebenso einfühlsamen Improvisation verarbeitet, neu schattiert, variiert und immer wieder in den freien Fluss der Improvisation eingearbeitet, teils ganz hintergründig. Aus dem Moment heraus entstehen neue Möglichkeiten, die erkundet werden, hinter jeder Wendung verbergen sich neue Wege, die Mehldau traumwandlerisch sicher beschreitet, ohne sich zu verlaufen; jede Wendung, jede Phrase, jede Note ist am richtigen Platz. Man kann beim Zuhören vollkommen in dieser Musik aufgehen, die so tieftraurig und dennoch hoffnungsvoll auf einen einwirkt und fesselt. Und Mehldau schafft es, nicht allein durch das Anfangs- und Endstück "Bard" (bzw. "The Bard Returns"), sondern durch die gesamten Kompositionen und Improvisationen hindurch und über das ganze Album hinweg einen Bogen zu spannen, der den Strom der Entwicklungen musikalisch umschließt.

Dieses zu Unrecht unbekannte Album gehört zu dem schönsten, was je ein Pianist alleine auf einem Tonträger verewigt hat. Zeitlos schöne Musik eines unglaublich einfühlsamen Pianisten.
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am 30. März 2001
Brad Mehldau ist durch seine Trioaufnahmen bekannt geworden; sein Solowerk stellt all das in den Schatten. Die Töne perlen, machen Sinn, auch und gerade wenn sie harmonisch nicht den Konventionen entsprechen. Hier hat ein Musiker sein Innenleben preisgegeben, etwas, das eigentlich jenseits aller Beurteilung ist - doch wir verlieren uns gerne in seinen subtilen bis mitreißenden Gedanken - diese Aufnahmen sind persönlich und bewundernswert!
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am 5. Dezember 2005
Die erste Soloeinspielung des 1970 geborenen, genreübergreifenden Tastenwunders. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1999 und wird - ganz in klassischer Manier - von einem dreisprachigen Booklet begeleitet. In ihm beschreibt der Pianist seine Hinwendung zur Kunst als Überwindung des Alltäglichen, gleichwohl als Spiegel des Daseins. Letztlich geht es auch um die Überwindung der Sterblichkeit, ein zutiefst romantisches Ideal, das in der Form der Elegie (das Menschliche zum Himmel erheben) seine Perfektion gefunden hat. Musikalisch sind die Stücke schwer einzuordnen. Während „Bard" noch völlig im freien klassischen Bereich liegt, kommen bei „Resignation" schon synkopische Jazzphrasierungen ins Spiel. In „Memory's Tricks" hebt Mehldau ab und lässt die gegeneinander gespielten Läufe ineinander verschmelzen. Auf die Dauer wirkt das Spiel dann doch recht angestrengt, die Düsternis färbt auf den Hörer ab und man wünscht sich vergeblich eine Auflockerung.
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am 17. Januar 2011
eine sehr ruhige harmonische Zusammenstellung kurzer Titel, die sehr angenehm und anspruchsvoll zu anhören sind. Als Untermalung zum Essen oder als Hintergrundmusik ist die CD genausogut zu gebrauchen wie zum konzentrierten Zuhören.
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am 21. November 2002
Ein kleiner Fernsehausschnitt genügte - in einem Kulturprogramm spät am Abend - um sogleich zwei neue Alben von Brad Mehldau zu kaufen. »Elegiac cycle« und sein neuestes Album »Largo«. Die wenigen Schlußtake mit dem Abspann waren Aufforderung genug, mich am nächsten Tag im Internet über Brad Mehldau zu informieren.
Als studierter Grafikdesigner und frei spielender Klavierspieler, ist es mir bestimmt verziehen, dass ich erst nach seinen acht Alben auf ihn stoße. Meinen Beruf zu erwähnen ist deshalb wichtig, weil ich mir Musik - besonders Klaviermusik - aus zwei Gründen einverleibe. Einerseits beflügelt sie und andererseits hat sie eine grafisch gestalterische Entsprechung, die mir erlauben, über Musik auch visuell zu sprechen.

Doch beide Alben von Mehldau sind von unterschiedlicher Qualität: »Elegiac Cyle« muß ich loben, »Largo« dagegen - hat mich enttäuscht. Wir alle sind visuell geprägt und lassen uns über die grafische Aufmachung eines Musikalbums allzugerne einstimmen. Was wir sehen, wollen wir auch zu hören bekommen. Das trifft für »Elegiac cycle« zu. Das symbolhafte Titelbild - Blütenzweig mit roter Kugel auf porösem Blau- und auf der Rückseite - zwei Schmetterlinge auf herbstblätterfarbigem Boden - spiegelt den poetischen Musiktitel »elegiac cycle« und seine intensive Musik. Das »Klageliedhafte« und Wehmütige schließt sich auch in den acht Pianosoli zu einem Kreis. Der Anfang ist das Ende und umgekehrt: »Bard« - der erste Albumtitel wird im lezten Track Nr. 8 »The Bard Returns« aufgegriffen und variiert fortgesetzt.
Die Klaviermusik ist in sich eingenständig, stimmig, sehr klar im Aufbau - einfach hörenswert. Mich überraschte, dass er die linke Hand betont klassisch spielt, besonders im Rhythmus. Unsere Wahrnehmung verändert sich in dem Maße, was wir wissen und für uns erfahrbar gemacht haben. Heute verstehen wir auch das Nichtgespielte, die Leerstellen. Sie werden mit unserem gespeicherten musikalischen Wissen ergänzt und geben uns die Möglichkeit, die Leerstellen auch mit unserer eigenen musikalischen Vorstellungen zu füllen. Es genügt, vier Punkte in Kreisform anzuordnen, um die geschlossene Form des Kreises zu assoziieren.
Brad Mehldau spielt überwiegend geschlossene Kreise.
Der junge Musiker ist erst 32 Jahre und vielleicht noch zu jung, die klassischen Anleihen hinter sich zu lassen, was aber seine acht Melodien sympathisch macht. Sie gehen einen Schritt zurück zur Klassik und verbinden sie mit seiner jungen Improvisation, die er selbstbewußt und eigenständig spielt. Die acht Klavierstücke sind sehr einfühlsam, auch impulsiv, immer menschlich und zeigen viel von Mehldaus suchender Gemütsbewegung und seiner momentanen Befindlichkeit. Gibt es mehr als authentisches Spielen - technisch unantastbar und reif in den kleinen musikalischen Geschichten, die sie uns erzählen. Ich sehe und höre seine Musik, lasse mich darauf ein und sie erlaubt mir, über seine ehrlichen Improvisationen, Menschliches herauszuhören. Er ist ein nachdenklicher Spieler. Er trägt. Das Nichtspielen von Tönen ist das Schwierigste - aber gerade diese geben uns zusätzliche Bilder. Er ist auf dem besten Weg, zu den freien, nichtgespielten Tönen. »Elegiac Cyle« trifft auch meine Stimmungen. Wären die Texte im Booklet in einer lesbaren Größe gesetzt, dann könnte man sogar noch seine Musik über seine Sprache nachspüren.
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