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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
3

TOP 1000 REZENSENTam 22. Februar 2017
Wenn man sich vorstellt, daß diese Aufnahme von Puccinis unsterblicher Oper "Madame Butterfly" im Jahr 1958 produziert wurde, dann kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Der Klang ist purer Luxus und manchem Hochglanzprodukt des Digitalzeitalters haushoch überlegen. Was die DECCA-Techniker damals geleistet haben, grenzt fast an ein Wunder.
Doch nun zu den künstlerischen Meriten. Und wieder ist man überrascht, ja fast überwältigt von einer Besetzung, die heutzutage noch nicht einmal in Annäherungswerten erreicht werden könnte. In der Titelrolle hören wir Renata Tebaldi, die bereits einige Jahre zuvor, 1951, bei Decca ihre erste Gesamtaufnahme dieser Oper vorgelegt hatte, damals unter der musikalischen Leitung von Alberto Erede.
Nun ist es ja nicht selten der Fall, daß spätere Aufnahmen unter dem einmal gesetzten Standard bleiben. Hier ist es anders: Renata Tebaldis herrliche Stimme ist inzwischen noch deutlich fülliger und runder geworden, sie singt mit einem Wohlklang, der nicht nur Herz und Ohr erfreut, sondern den Hörer schier überwältigt. Vielleicht wird sie mit ihrem Volumen nicht ganz der Vorstellung von einem 15jährigen Mädchen gerecht, doch das macht sie mehr als wett mit ihrem herrlichen Gesang. Und im Schlußakt singt sie nicht nur ergreifend, sondern weiß auch darstellerisch in jeder Weise zu überzeugen. Im Vergleich zu ihren illustren Konkurrentinnen, als da sind Maria Callas, Victoria de los Angeles (beide EMI), Anna Moffo, Leontyne Price (beide RCA) und Mirella Freni (Decca) hat sie, was reinen Schöngesang anbetrifft, ganz klar die Nase vorn. Was die Glaubwürdigkeit der dargestellten Figur angeht, so würde ich Victoria de los Angeles (vor allem in der Mono-Produktion unter Gavazzeni, EMI) die Palme reichen.
Hier ist übrigens Tebaldi in der eindeutig besseren Umgebung. Ihr Partner, Carlo Bergonzi als Pinkerton, ist ebenfalls ein ganz wunderbarer, dazu noch ein so geschmackvoller Sänger, daß man ihm die wenig schmeichelhafte Rolle, die er zu spielen hat, gar nicht übelnehmen kann. Er singt und spielt großartig. Als Suzuki ist Fiorenza Cossotto aufgeboten, und das kann man ebenfalls als eine wahre Luxusbesetzung bezeichnen. Ihr herrliches Organ schimmert wie pures Gold, während Ezio Flagello den Konsul Sharpless etwas blaß erscheinen läßt. Aber auch er paßt sich gut in das Ensemble ein und singt ohne Tadel. Die kleineren Rollen sind alle mit guten Kräften besetzt.
Über die technische Seite der Aufnahme habe ich bereits eingangs nicht mit Lob gespart. Sie wurde 1958 in Rom produziert, stammt also aus den Anfängen der Stereophonie. Man kann es kaum glauben, so transparent und farbenreich kommt die Musik aus den Lautsprechern.
Ein besonderes Lob hat der Dirigent, Altmeister Tullio Serafin, verdient. Er führt den Chor und das Orchester der Accademia di Santa Cecilia Rom zu Höchstleistungen. Er begleitet die Sänger nicht nur behutsam, sondern breitet ihnen einen wunderschönen Klangteppich aus. Das Beiheft erfüllt leider nicht alle Blütenträume, es ist recht mager ausgefallen. Doch angesichts des käuferfreundlichen Preises und der überragenden künstlerischen und technischen Qualität spielt das keine große Rolle.
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am 3. September 2001
Puccinis Meisterwerk kann kaum schöner gesungen und dirigiert werden als in dieser hervorragenden Aufname. Carlo Bergonzi ist wie immer akkurat, singt seine Rolle mit großer Schönheit. Vor allem die unvergessliche Renata Tebaldi überzeugt jedoch in der Rolle der Cio-Cio-San. Mit schier unendlichem Atem, einer unvergleichlichen Stimmentfaltung und einer Höhe von schillerndem Reichtum läßt sie vergessen, daß Butterfly eine Killer-Partie ist. Es ist sicherlich eine ihrer größten Leistungen, da sie es versteht, die Rolle mit Leben zu erfüllen. Eine echte Alternative zur Callas-Aufnahme.
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am 5. August 2011
Auf den ersten Blick scheint dies eine wirklich grandiose Aufnahme zu sein, auf den zweiten hat sie jedoch geradezu übermächtige Konkurrenz. Zwar harmonieren die Stimmen von Tebaldi und Bergonzi perfekt, aber so ganz kann ich mich mit der Interpretation der Butterfly nicht anfreunden. Im Vergleich zu Renata Scotto oder Maria Callas ist Tebaldi eine wenig dramatische und etwas statuarische Geisha, deren Matronenhaftigkeit mich irritiert. Zwar produziert Tebaldi oft großen Wohlklang, aber ich finde die Stimmen von Victoria de los Angeles (unter Gavazzeni und Santini), Mirella Freni und Leontyne Price einfach schöner. Auch Tebaldi selbst klingt in der etwas hölzernen Aufnahme unter Erede aus dem Jahr 1951 frischer und glanzvoller.
Bergonzi kann man zudem in der grandiosen Aufnahme unter Barbirolli neben einer (wie gesagt) wesentlich differenzierteren und dramatischeren Butterfly (Scotto) hören. Zudem sind dort die Nebenrollen besser besetzt (Panerai als Sharpless).
Tullio Serafin dirigiert allerdings uneingeschränkt großartig, hätte er nur ein besseres Orchester zur Verfügung. Ansonsten ziehe ich die Produktionen unter Santini, Leinsdorf, Barbirolli und Karajan vor.
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