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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
4
Messe H-Moll
Format: Audio CD|Ändern
Preis:10,59 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

VINE-PRODUKTTESTERam 2. August 2007
Martin Pearlman und sein Ensemble sind ein Hotspot von Old Europe in der Neuen Welt Amerika. Auf der Suche nach ambitionierten Einspielungen sehe ich immer wieder nach, ob Pearlman das gemacht hat. Diese Einspielung gehört (man darf es leichthin vermuten) zu den Besten. Die H-Moll-Messe mit großem Chor und vierreihigem Orchester im Leipziger Dom aufzuführen, bietet ein wundervolles Live-Erlebnis, ist aber unmöglich auf Platte zu bannen. Dafür bekommt man hier ein hellwaches bestens eingestimmtes Kammerorchester vor einem Chor von vielleicht 25 Leuten zu hören, die übrigens ebenfalls ein Teil des Ensembles Boston Baroque sind. Gerade der Chor, der ebenfalls von Pearlman betreut wird und schließlich die Hauptlast der Messe zu tragen hat, vermag zu überzeugen. Und siehe da: die große "unbegreifliche" Messe, die monströse Königin der Kirchenmusik gibt ihre Geheimnisse preis, - die Strukturen, die Komposition wird durchhörbar und nachvollziehbar. Sehr angenehm liegt der Schleiher, den die originalen Instrumente erzeugen, über der Genauigkeit, mit der die Musiker intonieren. Den Aufnahmetechnikern von TELARC ist es (dagegen mit den allermodernsten Verfahren) gelungen, diese Darbietung zeitgemäß einzufangen. Aufnahmeort wie bei Händels Suiten: Mechanics Hall, Worcester, Massachusetts - sehr geeignet.
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am 28. August 2007
Um der ewigen Diskussion die Spitze zu brechen: Ob die Chorstimmen in den Vokalwerken Bachs solistisch (wie etwa bei Rifikin und Junghänel) oder mehrfach (wie bei Herreweghe, Gardiner und Fasolis) besetzt werden, ist letztlich eine Glaubensfrage, über die zu entscheiden getrost dem Geschmack der Musikfreunde überlassen werden darf. Keinesfalls ist sie historisch zu begründen, zumal wir durch Bachs Äusserungen bezeugt haben, dass er sich grössere Vokalbesetzungen als in Leipzig üblich gewünscht und diese vom Kirchenrat erfolglos eingefordert hatte. Jedenfalls ist es unfair, unvereinbare Interpretations- und Besetzungskonzepte gegeneinander auszuspielen, um danach willkürliche Rankings zu provozieren. Auf die vorliegende Aufnahme angewandt, ist gerade hier das Argument, dass solistische Chorbesetzungen die lineare Struktur des Satzes besser durchhörbar gestalten lassen als eine Besetzung mit mehreren Ausführenden pro Stimmregister, entkräftet. Der exzellente Coro della Radio Svizzera Italiana Lugano zeichnet sich aus durch hervorragende Transparenz, lupenreine Intonation, gut verständliche Diktion (wenn man einmal von dem in vereinzelten Fällen zu wenig abgespannten Schlusskonsonat "t" absieht, so etwa im Wort "est") und durch eine lebendige, die Glaubensbotschaft ausdeutende Rhetorik. Selbstverständlich sind die Vokalsoli mit exzellenten, sich homogen in das Klangkonzept einfügenden Kräften besetzt. Selbstverständlich spielen die Sonatori della Gioiosa Marca wie gewohnt grandios (lobend hervorzuheben die Gestaltung des Basso continuo, verzeihlich der Intonationspatzer des Cellos zu Beginn des Benedictus). Dass diese Aufnahme im überfüllten Angebot durchaus eine Existenzberechtigung besitzt und manche hoch gelobte und renommierte Aufnahme in den Schatten stellt, verdankt sie zum einen der überragenden Leistung des Chores (man höre etwa das Symbolum Niceum) und zum anderen dem Dirigat von Diego Fasolis, das in allen Belangen aussergewöhnlich ist. Vor allem ist ihm eine Deutung dieses geistlichen Schlüsselwerkes gelungen, die fern ab von wissenschaftlichem Grossgetue und Zur-Schau-Stellen von Forschungsbemühungen und schaler Virtuosität die Spiritualität der Botschaft hervorhebt und das Hören somit zur Andacht werden lässt. Ein grosses Lob verdienen auch die Tontechniker, welche die Klangschönheit der Stimmen und Instrumente in einem akustisch optimalen Raum tadellos abzubilden wussten.
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am 8. Februar 2007
Ganz im Gegensatz zum "Vorredner": Allein die mutige und kompromisslose Interpretation des Crucifixus (mit krachenden kurzen Streichereinsätzen, wie die Nageleinschläge der Kreuzigung) verdient fünf Sterne. Auch kleinere Labels, unbekanntere Dirigenten und Ensembles verdienen Beachtung, besonders, wenn sie so stark und emotionsgeladen, bei aller historischen Informiertheit doch voller Fleisch, Blut und Hingabe musizieren ! Bravo für diese außergewöhnliche Aufnahme.
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am 16. März 2006
Man kann gegen diese Aufnahme nicht wirklich etwas einwenden. Fasiolis hat gute und bewährte Solisten, sein Chor ist recht klein und entsprechend beweglich. Die Sonatori spielen einwandfrei. Aber braucht man diese Aufnahme ? Ganz eindeutig: Nein. Es gibt einfach zu viele hervorragende Aufnahmen der h-moll Messe (Parrott, Gardiner,Jacobs,Hengelbrock, cantus cölln, Leonhardt,Brüggen), dass es eine Existenzberechtigung für eine gute Aufnahme geben würde. Sie ist in keinem Belang aussergewöhnlich. Das ist heute einfach zu wenig. Sie ragt nicht heraus. Deswegen kann sie nicht empfohlen werden; es gibt bessere und preiswertere.
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