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am 12. Juni 2013
Um die ungerechtfertigten drei Sterne aufzufangen, hier deren fünf. Was nicht heißt, daß alle Sinfonien in dieser Aufnahme gleichermaßen überzeugten und begeisterten. Aber in welcher Gesamtaufnahme tun sie das?

Statt einer Einzelbesprechung zur Orientierung hier eine Anmerkung zu Karajans Haydn-Einspielungen insgesamt.

- Die der Pariser Sinfonien beflügeln nicht unbedingt. Mit Ausnahme jedoch der gezählt sechsten in A-Dur, deren klassische Strenge und stolze Schönheit kaum anderswo gleich streng und stolz herüberkommt. Manko bei den andern fünf: Piano erscheint gegenüber dem Forte zu arg zurückgenommen, die grellen Hell-Dunkel-Kontraste ermüden in ihrer Dauerforcierung, wie dies sonst eher bei den Historisten zu bemängeln Anlaß gibt.

- Die Londoner Sinfonien bereiten mehr Vergnügen. Ausnahme: die unelastisch gespielte 103te. Eingeschränkt: die stellenweise ausgebremste 93te und 104te. Die 100ste gehört dagegen zu deren besten Einspielungen überhaupt: mit glücklich angesetzten Tempi und dynamischen Proportionen, die den andernorts oft entstehenden Eindruck, hier fehle ein Stück, dort ein Innehalten, dort eine vorbereitende Agogik, nirgends aufkommen läßt. Auch bei der 97ten, 99ten, 101sten und 102ten trifft der Dirigent den Nerv der Musik begeisternd. Karajans Vertrautheit mit österreichischer Musiktradition gibt dem Ganzen angemessene dynamische, rhythmische und artikulatorische Proportionen und den Menuetten eine unerwartet warme Eleganz. Am meisten "Beethoven" kommt übrigens in 99/IV, 101/Durchführung I, 102/IV und 104/III (als Beethovensches Scherzo) zum Vorschein. Dies entspricht nicht nur einer Besonderheit von Karajans Blick auf die Partituren, sondern läßt sich anhand der Noten zweifelsfrei nachvollziehen.

- Dann gibt es noch drei Einspielungen der "Schöpfung". Die beiden älteren mit Fritz Wunderlich werden auf den Internetseiten wie Legenden gehandelt. Wunderlichs Gestaltung erscheint aber insgesamt nicht sonderlich charaktervoll, bei aller Bewunderung für seine mustergültige Intonation und makellose Stimmführung bei den Arien und mitdenkende Einbringung bei den Ensembles. Die Rezitative in der Mono-Mitschnittversion hat er überraschenderweise anscheinend kaum durchgearbeitet. In der Stereo-Studioversion nach seinem Unfalltod wurden diese Abschnitte von einem sehr guten lyrischen Tenor übernommen. Karajan nimmt das Werk beide Male etwas schnell und kann die Ablösung der Formen noch zu keinen zusammenhängenden Bogen fügen. Die dritte Version aus seinen späten Jahre zelebriert das Werk umgekehrt bis zum salbungsvoll Pathetischen. Er erreicht jetzt den Bogen, aber zulasten von Details, die manieriert dickflüssig geraten.

- Die noch monumentaler als diese dritte Version besetzten und mit 2h35 vergleichsweise langsamen Jahreszeiten aus den 1970er Jahren stellen ungeachtet Mängeln bei Chor (Sopranintonation) und Solistin (Artikulation) eine der fesselndsten Aufnahmen dar. In diesem Werk hat der Komponist mit den Massen und Gruppierungen und deren systematischem Ausbau zum Ende hin im Zuge einer durchdachten Dramaturgie vielleicht erstmalig in der Klassik-Romantik ausdrücklich gespielt, und das hat Karajan wunderbar erfaßt.

Also wie das meiste auf dieser Welt: Anlaß, differenziert zu reagieren. Je nach persönlichem Geschmack ein paar Schatten, aber auch eine Menge Sonne.
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am 17. Juli 2002
Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1981. Damals war Karajan schon sehr krank. Diese Aufnahme ist für mich zu schwer. Die Orchester tantzt sehr selten, und Fortissimo ist ein bißchen zu laut und seriös. Das Orchesterklang ist aber sehr schön. Für mich als beste gilt Aufnahme von Beecham, aber sie ist nun leider Unerreichbar.
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