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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
6
4,2 von 5 Sternen
Giordano: Andrea Chenier (Gesamtaufnahme)
Format: Audio CD|Ändern
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am 22. August 2017
Andrea Chenier besticht mit einem Melodienreichtum und einer Dramatik wie die stärksten Werke von Puccini - ein echtes Meisterwerk. Somit überrascht es nicht, dass im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte eine ganze Reihe von Einspielungen entstand. Die vorliegende ist sicher ein Klassiker - und die früheste in einer technisch befriedigenden, sogar guten Klangqualität.
Der vielleicht größte Trumpf dieser Einspielung ist Ettore Bastianinis bewegende Interpretation des Gérard. Seine gleichermaßen kraftvolle und virile, klangschöne und warme Baritonstimme ist für mich bis heute unerreicht.
Die Titelpartie ist mit Mario del Monaco ebenfalls großartig besetzt. Er setzt seine wie gewohnt markant-kraftvolle, strahlende und mühelos dahinströmende Tenorstimme effektvoll ein. Und doch legt Franco Corelli in der späteren Santini-Einspielung (EMI) noch eine Schippe drauf, was Dramatik und stimmliche Expansion angeht.
Renata Tebaldi erreicht wie so oft vor allem mit ihrer Mezzavoce klangliche Schönheit und Innigkeit. Ansonsten hört sich ihre Stimme gelegentlich ein wenig ältlich an.
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am 21. Februar 2002
Andrea Chénier gehört nicht unbedingt zu den bekanntesten italienischen Opern. Dennoch gelang Giordano ein Meisterwerk, die Arien des Chénier und der Maddalena, sowie die Duette sind sehr mitreißend.
Chénier war eine zentrale Rolle Del Monacos. Auch wenn ich mich mit vielen seiner Aufnahmen nicht befreunden kann, so gestaltet er diese Rolle doch überzeugend, vielleicht nicht so kühn und überrumpelnd wie Franco Corelli.
Maßstäblich ist jedoch Renata Tebaldi in einer ihrer berühmtesten Rollen. Die Stimme ist glanzvoll und ihr Vortrag von La mamma morta durchaus von dramatischem Zugriff. Das Schlußduett ist ungeheuer mitreißend gelungen.
Auch die restliche Besetzung läßt keine Wünsche offen.
Ettore Bastianini gibt einen düsteren Gerard ab und läßt die innere Zerrissenheit der Figur lebendig werden.
Fiorenza Cossotto erledigt ihre Aufgabe mit der ihr eigenen Solidität.
Gavazzeni dirigiert das Stück, wie man es dirigieren muß, gewaltig und überrumpelnd mit einem beinahe übernatürlichen Finale.
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am 10. Dezember 2006
Diese Oper von Umberto Giordano ist sowohl inhaltlich als auch rein musikalisch betrachtet eine der besten überhaupt. An die Protagonisten stellt sie größte Anforderungen. In der Titelbesetzung mit Mario del Monaco sind die Schallaufzeichnungen bisher unerreicht geblieben. Bei einigen Konkurrenten von Rang hat man mehr den Eindruck, dass sie gleichförmig interpretieren oder mit Plärren, wenn nicht gar mit Krakeelen zu übertrumpfen versuchen. Die Partie des Andrea Chenier war eine Domäne von Mario del Monaco. Er sang sie wesentlich überzeugender als den Othello. Im Jahr 1949 wurde an der Mailänder Scala zum ersten Jahrestag des Todes von Umberto Giordano eine Aufführung von Andrea Chenier zum Gedenken an den Komponisten geplant. Umberto Giordano persönlich hatte Mario del Monaco im Jahr 1946 auf dessen Debüt vorbereitet und ihm zu einigen Veränderungen geraten. Der Komponist selbst hatte die Änderungen in die Partitur hinein geschrieben und persönlich abgezeichnet. Schon deshalb verstand es sich von selbst, dass Mario del Monaco für die Titelpartie auserwählt wurde. Die denkwürdige Aufführung wurde über Mikrophone und Lautsprecher auch auf den Platz vor der Scala übertragen. Mario del Monaco kann als Andrea Chenier den ganzen Facettenreichtum seiner Stimme vorführen, mag es sich um trompetenartigen Glanz, lyrischen Schönklang oder die düstere Ankündigung des tragischen Finales handeln. Man hat den Eindruck von einer schier grenzenlosen Stimme. Nicht umsonst hatte Maria Callas die Stimme von Mario del Monaco einstens mit einem von Facetten strotzenden Brillanten verglichen. Es ist schwer zu sagen, welcher Aufnahme man den Vorzug geben soll. Renata Tebaldi und Maria Callas zeichnen kontrastierende Charakterbilder, die trotz der erheblichen Unterschiede in ihrer jeweiligen Art den Hörer anrühren. Die erstere besticht dabei auch mit ihrer klangvolleren Stimme. Hingegen nuanciert die zweite in einer Liveaufnahme mit Mario del Monaco vom 8.1.1955 mehr den psychologischen Aspekt. Herausragend sind von den übrigen Partien Ettore Bastianini (Gerard) und Fiorenza Cossotto (Bersi). Letztere gehört neben Fedora Barbieri und Giulietta Simionato zu den besten Mezzosopranen überhaupt. Die damaligen Aufnahmen zeichnen sich dadurch aus, dass sämtliche Partien einschließlich aller Nebenrollen hochkarätig besetzt sind.
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am 17. September 2014
Referenzaufnahme mit den Jahrhundertstimmen von Mario del Monaco und Ettore Bastianini, trotz des Alters der Aufnahme von rund 65 Jahren eine mustergültige Stereo-Version des Chenier, wie er von den nachfolgenden Aufnahmen (mit Ausnahme von Franco Corelli) nie mehr erreicht wurde. Auch Renata Tebaldi klingt in dieser Aufnahme weniger angestrengt und überfordert. Für Opernfreunde und Sammler unverzichtbar.
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am 22. Oktober 2001
Ich bin über dieses Werk durch den Film "Philadelphia" gestossen, wo "La mamma morta" eine Schlüsselszene einleitet.
Nachdem ich mir die CD kaufte, stellte sich heraus, dass diese Oper eigentlich nur aus Ohrwürmern besteht. Die Musik klingt etwas nach Puccini, ist sehr mitreißend und melodiös. Die Solisten sind hervorragend und der Gesamtaufnahme merkt man dank der guten technischen Nachbearbeitung die knapp 30 Jahre nicht an.
Kurz und gut: jeder der abseits der bekannten Komponisten mal etwas neues ausprobieren möchte ist mit dieser Oper und dieser Aufnahme sehr gut bedient.
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am 26. Juli 2011
"Andrea Chénier" ist eine der berühmtesten Verismo-Opern des späten 19. Jahrhunderts. Trotzdem wird sie weit weniger aufgeführt und eingespielt als etwa die Werke Puccinis oder das Doppel "Pagliacci"/"Cavalleria rusticana" vom Leoncavallo bzw. Mascagni.
Das hat Gründe. Zwar wartet Giordanos Revolutionsstück mit einer spannenden Handlung und dankbaren Gesangspartien auf, aber dem Werk gehen die unendlichen und vor Sinnlichkeit vibrierenden Melodiebögen Puccinis ab. Auch im Vergleich zum späten Verdi wirkt "Andrea Chénier" eher zweitklassig. Da fehlt einfach die geniale Instrumentation etwa des Otello.
Den Markt beherrschen zur Zeit hauptsächlich vier Einspielungen: die vorliegende unter Gavazzeni aus dem Jahr 1956, sowie die Versionen Santinis (Corelli, Stella, Sereni, 1964), Levines (mit Domingo, Scotto, Milnes; 1976) und Chaillys (Pavarotti, Caballé, Bruson; 1984). Außerdem gibt es noch den sehr hörenswerten Mitschnitt aus der Scala von 1955 unter Votto mit del Monaco, Callas und Protti.

Die Produktion unter Gavazzeni ist die erste Stereo-Aufnahme des Werks und hat unbestreitbare Meriten: Die Titelpartie war eine der Glanzpartien del Monacos. Er füllt die Rolle mit Temperament und einer lauten Stimme, glänzt selten wirklich, ist aber durchweg kompetent und weiß sich gelegentlich zurückzunehmen und versucht zumindest ein wenig lyrisches, weicheres Singen. Trotzdem wirkt Domingo auf mich wesentlich intelligenter, weil differenzierender, und bringt (meines Erachtens) das schönere Timbre mit.

Tebaldi gestaltet die etwas undankbare Partie der Maddalena vokal eindrucksvoll, bleibt aber, wie so oft, dramatisch etwas blaß. Callas Interpretation von "La mamma morta" trifft mich unendlich tiefer...

Bastianini singt wie immer wunderschön, mit weichem, strömenden, dunklen Bariton, doch fehlt ihm, ähnlich wie Tebaldi, wirkliches Bühnentemperament. Serenis Porträt ist in der Aufnahme unter Santini viel interessanter, obwohl vokal viel weniger beeindruckend.

Gavazzeni dirigiert solide, läßt aber Phantasie und Temperament vermissen.
Alles in allem eine schöne Aufnahme und ein historisches Dokument. Ich persönlich ziehe jedoch Levines Version mit der überragenden Renata Scotto, dem unvergleichlichen Domingo und einem etwas groben Sherrill Milnes dieser Produktion vor.
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