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am 8. August 2004
Die vorliegende Gesamtaufnahme der fünf Klavierkonzerte von Beethoven mit Claudio Arrau gehört mit Sicherheit zu den großen Einspielungen dieser Werke. Im Spiel des über achzigjährigen Arrau spiegelt sich eine lebenslange Beethoven-Erfahrung wider. In der Eingangskadenz des 5. Klavierkonzertes schafft er durch behutsame Verzögerungen innerhalb der Läufe und Kaskaden Spannungen, wo selbst so hochbegabte Pianisten wie Pollini auf dem Stand allzu glatter Virtuosität verharren. Durch sehr durchdachte Phrasierungen hält er das ganze Werk in Bewegung: Spannung und Entspannung wechseln sich ab. Technisch bleibt Arrau dabei nichts schuldig. Seine ungemein präzise Grifftechnik verleiht seinem Spiel Klarheit, kein Ton wird durch übermäßigen Pedalgebrauch verwischt. Die dynamische Ausgeglichenheit seines Spiels ist bestechend. Sein Anschlag hat eine wunderbare Qualität erreicht, sein Ton ist warm und groß, in der hohen Lage leuchtend (dabei nicht spitz sondern stets mit wunderbarer Rundung). In den langsamen Sätzen finden Arrau die vollkommene Ruhe, jede Phrase ausklingen zu lassen. Neben dem fünften überzeugt besonders das vierte Klavierkonzert, das ja oft etwas neutral und allzu "schön" gespielt wird. Arrau wagt hier mehr, erreicht im zweiten Satz eine ungeheure Ausdrucksintensität und krönt das Konzert mit der schönsten Wiedergabe des dritten Satzes, die ich kenne. Die Wucht der Schlusskadenz habe ich von keinem anderen Pianisten so gehört.
Das dritte Konzert ist ein Paradestück des Chilenen. Der Wechsel von aufbrausender Dramatik und zarter Lyrik gelingt ihm im ersten Satz sehr gut. Allerdings wünsche ich mir im dritten Satz einen etwas mutigeren Zugriff. Der kauzige Humor Beethovens bleibt hier ein wenig auf der Strecke, weil Arrau zu zahm und kultiviert bleibt. In den beiden ersten Klavierkonzerten hat Arrau große Momente in den Mittelsätzen, in den übrigen Sätzen wäre ein etwas perlenderes Spiel angemessen. Besonders im B-Dur-Konzert muss die zeitliche Nähe zu Mozart deutlich werden. Das ist Arrau in seiner früheren Gesamteinspielung unter Haitink besser gelungen.
Die Staatskapelle Dresden bietet eine phänomenale Leistung. Die Bläser (besonders die Hörner) sind erstklassig. Colin Davis ist ein ebenbürtiger Partner für Arrau. Besonders die munteren Tempi von Davis und das echt konzertante Zusammenspiel von Orchester und Solist heben diese Aufnahme über vergleichbare Angebote hinaus.
Ein großes Kompliment gebührt den Tontechnikern. Eine so lebendig klingende Aufnahme ist auch heute nicht selbstverständlich.
Fazit: Viertes und fünftes Konzert sind vollendet wiedergegeben, die übrigen Werke auf sehr hohem Niveau. Die Box sollte in keiner Sammlung fehlen. Zur Ergänzung gibt es ja auch noch die alte Aufnahme der Konzerte unter Haitink.
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