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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
46
4,5 von 5 Sternen
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am 27. November 2012
Das erste Album von Alanis, JAGGED LITTLE PILL, ist in die Geschichtsbücher eingegangen - mich erreichte es erst gar nicht. Ihre komische Art durch die Videos zu taumeln und das nervige "heyi-eyyi" beeindruckten mich >Null<. Eine alternative US-Vorzeige-"Künstlerin", die Feuilleton und das intellektuelle Amerika begeisterte ... oh bitte, wie durchschaubar und auf keinen Fall mein Fall.

Ich gebe heute noch zu, ich brauchte ein wenig damals zuzugeben, mir dieses Album hier während eines Italien-Urlaubs, nach nur einmal durchhören gleich gekauft und den gesamten Herbst 1998 hindurch verschlungen, geliebt und gelebt zu haben - täglich.

Meine Vorurteile gegenüber der "Ich-bin-in-jedem-Fall-individuell-und ganz-anders-Alanis" mußte ich über Bord werfen. Während viele von diesem Album enttäuscht waren, beginnt meine Geschichte mit charming Morissette erst hier - Liebe aufs zweite Album, dafür lebenslänglich und ... Alanis ist anders, hier ist sie "am andersten" und für mich am Besten.

Quantität und Qualität - mehrere meiner Lifetime-Evergreens auf EINEM Album, wunderschöne Texte, berührende Töne, Schmerz, Wut, Liebe, Angst und das ganze Leben, eine eigene Welt, faszinierend instrumentiert, teil asiatisch, teils modern oder beides, düster, high und fragil - das ist SUPPOSED FORMER INFATUATION JUNKIE.

Ich bin gelegentlich abhängig vom rockigen Opener "Front row", begeistert von den liebevoll schrägen "The couch", "One", "Heart of the house" sowie "Joining you" und endlos verliebt in das schön-traurige "That I would be good".

Absolute Herzensempfehlung einer ganz außergewöhnlichen Alanis Morissette. Thank U!
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am 3. Mai 2001
Drei Jahre und eine Selbstfindung nach ihrem überwältigend erfolgreichen Meisterwerk "Jagged Little Pill" war Alanis Morissette endlich mit einer neuen Platte zurück - und siehe da: Miss Morissette war erwachsen geworden. So draufgängerisch kompliziert wie der Titel des Neuwerks - "Supposed Former Infatuation Junkie" - ist auch ihre Musik geworden: Komplexe Songstrukturen statt partytauglicher Ohrwürmer. Leidig-süße Lyrik statt rotzfrecher Reime. Exzentrisch und weit abseits vom "Pill"-Mainstream. Und dabei so viel besser. Alanis pur, eben. Dass bei einem 17 Tracks schweren Album nicht durchgängig ausrastenswerte Brillanz herrscht, ist mehr als verzeihlich. Herrscht sie doch überall sonst. Wer schwebend-berauschende Songs wie "The Couch", "One" oder "Joining You" in Petto hat, braucht sich weder über ein "Front Row" noch ein banales "UR" zu schämen. Wer mit so wenig wie "Your Congratulations" zu Tränen rühren kann, darf auch einmal mit zu viel wie "So Pure" auf die Nase fallen. Und wem kann man einen undankbaren Song wie "Would Not Come" vorwerfen, wenn man zuvor "Thank U" gehört hat? Alanis ist einzigartig, kein Zweifel. Ihre schrankenbrechende Stimme dringt nicht nur in die Ohren, sodern ins Blut. Ihre unbehaglich intimen Texte manchmal sogar bis ins Herz. Und wenn sie selber mal zum Instrument (Querflöte, Mundharmonika) greift und man jeden einzelnen Atemzug dahinter hören und spüren kann - spätestens dann weiß man, dass sie all dies ehrlich meint. Danke für so viel Vertrauen, Alanis. Und bis zum nächsten Meisterwerk.
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am 25. November 1999
Nach dem Erfolg "Jagged Little Pill" musste Alanis Morissette erst mal ausspannen und hat nicht, wie es die Plattenfirma am liebsten gehabt hätte, sofort ein neues Album nachgeschoben. Gut, daß sie sich Zeit gelassen hat. Auf diesem Album schlägt Alanis wesentlich ruhigere Töne an, als auf ihrem Erstlingswerk. Die Texte sind zum Teil sehr persönlich. Die Songs sind alle sehr gelungen, keine 08/15 Ware. Erfreulich, dass Alanis sich nicht selbst kopiert hat und noch mehr "Angry Young Women" Songs gemacht hat. Dem kommerziellen Erfolg ist das natürlich nicht förderlich, was aber zeigt, dass sie sich selbst verkauft. Herausragend sind vor allem die Balladen "That I Would Be Good" und "Unsent". Bevor man sich ein Urteil bildet, sollte man die CD besser 4-5 mal anhören, erst dann entfaltet sich die voll klangliche Wirkung. Wer gute Musik abseits des Mainstreams mag, liegt mit diesem Album genau richtig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Bereits der Name des 2. Morissette Albums ist außergewöhnlich, und genau so sind es auch die Songs. Der Indientrip hat bei der Sängerin deutliche Spuren hinterlassen und das ist auch gut so. Jedoch ist SFIJ wahrlich keine leichte Kost. Einige der Songs, allen voran "Would not Come", wirken beim ersten hören eher abschreckend. Doch wenn man sich erstmal auf dieses Album eingelassen hat wird man nicht mehr von ihm los kommen.

Ich schaffe es bis heute nicht den Text meines Lieblingsliedes ("The Couch") vollständig richtig mitzusingen. Es liegt einfach daran, dass sich keiner der Texte reimt. Jeder Song ist eine eigene kleine Geschichte, die von Missbrauch, Konkurrenzdenken, gescheiterter Liebe, Selbstzweifeln und vielem mehr handelt. Man muss wohl, glaube ich, kaum sagen, dass die Texte genial sind. Aber erst richt gut kommen sie meiner Meinung nach, mit dem unvergleichlichen Rhythmus dieses Albums rüber. (Ich persönliche kenne kein Album, das einen so geilen Rhythmus hat!)

Morissette spielt hier quasi mit den Sätzen und Worten, sie reißt hier und da Silben auseinander (z.B. per - petuating) Auch, wo "normale" Sänger eine Pause machen, beispielsweise nach einem Satzende, singt sie unbeirrt weiter, als ob das Ende des einen Satzes und der Anfang des Anderen ein einzelnes Wort wären. (Es ist extrem schwer dies zu erklären, man muss es einfach selbst hören.) Dadurch wird allerdings das Verständnis der Songs extremst schwer.

Insgesamt ist dieses Album sehr düster, nicht zuletzt wegen der Thematik der Texte. Und der Instrumentenauswahl. Das ist besonders gut bei "I was hoping" zu erkennen, die tiefen Streicher, die zu Beginn einsetzten, und die bedrohliche Stimmung unweigerlich und fast schon erbarmungslos durch das ganze Lied ziehen.

Besonders gute Lieder sind: Front Row, Thank U, That I would be good, The Couch (meiner Meinung nach das Beste des Albums), I was hoping, So Pure (sehr gut als Einstieg in das Album geeignet) und Joining You.

Fazit: Meiner Meinung nach Supposed Former Infatuation Junkie Morissette’s bestes Album, sogar noch besser als Jagged Little Pill. Aufgrund des genialen Song writings (schließt den Rhythmus mit ein) und der ebenfalls genialen Lyrics, hat es mir dieses Album einfach angetan...

Jeder Liebhaber von tiefgründiger, gut gemachter Musik - und auch natürlich Fans von Alanis - sollten sich diese CD holen, es lohnt sich auf jeden Fall!!
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am 18. Februar 2001
alle welt wartete nach der veröffentlichung von jagged little pill im jahre `95 auf den nächsten rekordbrecher der rocksängerin alanis morissette. und nebenbei lange genug. dann endlich, `98 war es soweit - alanis` neues ich stand in den plattenläden und wir konnten wenig damit anfangen. man war an eingängige pop-nummern wie "ironic" oder "you learn" gewöhnt, die man auf dem neuen werk "supposed former infatiuation junkie" einfach nicht fand. alanìs` neue songs wirken ehrlicher, melancholischer und einfach komplizierter als die von "jagged little pill". es scheint als habe sie durch ihren trip nach indien, ihren trip ins ich, endlich möglichkeiten gefunden mit persönlichsten angelegenheiten abzurechnen. für den durchschnitts-musikkonsumenten sicher nicht das richtige, aber für diejenigen, die sich in die neuen songs, songs wie z.b. "can`t not", "u are" oder auch "your congratiulations" bei dem es selbst mir die zehennägel umgekrempelt hat, hineinfühlen können, ist es eine deutliche steigerung gegenüber der ersten cd. auch ihre stimmentwicklung ist enorm - damals noch kicksige rockerröhre ( hatte ganz klar auch seinen reiz! ), heute eine klare und trainierte leadstimme. alles in allem danke ich ihr, dass sie nach indien gefahren ist um dahinter zu kommen, dass sie sich auch in zukunft auf keine fließbandmusik einlässt. thank you india.
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am 15. Januar 2002
Am Anfang wird man in The Couch zunächst einmal in ein wirrwarr aus Kinobesuch und Gefühlen geschmissen... sooo viele Worte die sooo viel sagen und man, aufgrund des schnellen Sprechgesangs, nicht sofort versteht sondern welches zunächst mit den ersten paar mal durchhören wächst und wächst... - besondere Aufmerksamkeit sollte man besonders bei diesem Song auf die Lyrics werfen, da dort der im Refrain untergegange Text aufgeschrieben ist...-
...und gleich nach dem eher poppig/instrumentalen als rockigem "The Couch"-Song beweist Alanis mit "Baba" dass sie noch immer des Rocks fähig ist und gleichzeitig, dass sie etwas in Indien gelernt hat... denn, seit Alanis, lange wurde sich gefragt, was ein "Baba" eigendlich ist.
Insgesamt gibt es 5 Songs die schwer im Ohr liegen.
Anfangen tut es mit I was hoping, über one zu would not come. Die Musik liegt einfach etwas gewöhnungsbedürftig im Ohr, doch die Texte, jaaa... die Texte zeigen Alanis unvergleichliches Potential einer Tori Amos. Erst mit einigem Zuhören werden diese Songs auch dem Ohr gerecht.
Aufhören mit diesen "schwer im Ohr liegenden Songs" hört es mit den letzten beiden Tracks, "heart of your house" und "your congratulations".
Beide Songs erweisen sich erneut wieder mit viel tiefgang und bilden, trotz ihres recht seltsamen Klangs, einen sehr schönen Ausgang aus dem Album.
Insgesamt ist dieses Album jedoch noch sehr viel besser als ihr Debut "Jagged little pill"... wenn man nur ganz genau zuhört!
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am 27. Juli 2003
Ob nun "Thank you", die bezaubernde
Single über Alanis' Indien- Trip
und ihre daraus resultierende
Konsumabwehr oder "That I would be good",
eine weitere herzergreifende Single über
die Tatsache, daß man in allen Rollen gut
sein kann, wenn man es mit SICH vereinbart
oder die Single "Joining you", die
das Zueinandergehören durch bestimmte
Bedingungen definiert, - Alanis meistert
sich auch auf diesem Album aus dem Jahr 1998
bestens. Vielseitige Facetten charakterisieren
dieses Album tonal und inhaltlich- zum Teil ruhig,
zum Teil aggressiver. "Are you still mad?",
"The couch", "Ur", "I was hoping", "One",
"Would not come", "Heart of the house",
"So pure" und "Your congratulations" gehören
zu den skurilleren Schmachtfetzen, die durch
Disharmonien bestechen. Ganz besonders begeistern
konnte mich der Song "Unsent"- eine liebevolle
Erinnerung und Widmung an Ex- Lover. Nicht so
begeistern konnten mich die Songs "Front row",
"Baba", "Sympathetic Character" und "Can't not",
da mir das Individuelle und Prägnante fehlte und
da mir die Songs zu kreischend und nervtötend waren.
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am 15. Dezember 1999
Da ich erst seit ca. einem halben Jahr Alanis Morissette höre, kann ich nicht sagen, daß ich irgendwelche bestimmten Erwartungen im Bezug auf das zweite Album hatte. Ich habe mir beide Alben im Abstand von ungefähr einem Monat gekauft, und beim ersten Reinhören hat mir SFIJ nicht so gut gefallen. Aber mit der Zeit fand ich es immer besser, so daß ich inzwischen lieber SFIJ als JLP höre, obwohl auf JLP ein paar absolut tolle Lieder sind. Mir gefallen einfach ihre Texte, die sie ohne Rücksicht auf Ausprache irgendwie in die Musik reinquetscht. Jedes Lied hat eine Aussage und ist nicht, wie meistens, einfach eine schnöde Liebesballade oder so was. Alanis beschäftigt sich mit vielen verschiedenen interessanten Themen und bringt ihre ganz eigenen Ansichten darüber in ihren Liedern zum Ausdruck. Auch finde ich es klasse, daß auf der CD mehr Lieder als gewöhnlich sind. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 27. November 2002
Tja, die allermeisten finden, das "Jagged little pill", das Debüt-Album von alanis, ihr eindeutig bestes Werk ist.
Ich sehe aber "Supposed former..." noch weiter vorne. Alanis lässt Ihre gesammte Kreativität auf den 17 Songs raus, singt wie vom Teufel gejagt und mischt Emotionen wie Freude, Angst oder Zweifel in oft nur einem Lied.
Man braucht seine Zeit, um dieses Album zu verstehen. Aber glaubt mir: Sobald es "klick" gemacht hat, sobald man Texte wie "The Couch" oder "That I would be good" oder "U R" oder "Can't not" verstanden und begriffen hat, wird man dieses Album nie wieder weglegen wollen.
Ein Meisterwerk !
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am 26. Dezember 1999
Wir wußten ja schon immer, daß Alanis Morissette eine Klasse für sich ist. Aber mit diesem Album hat sie wohl alle Erwartungen übertroffen. Die Texte sind grandios und die Musik ist überwältigend. Das ist noch ehrlicher Rock, nicht kommerzialisiert, nicht diktiert, wie das Album auszusehen hat. Alanis legt in ihre Songs wahnsinnig viel Gefühl - das spürt man jedesmal auf Neue. Absolute Highlights sind natürlich die Singleauskopplungen, vor allem aber "Joining You" und "Heart Of The House". Die Mischung zwischen fetzigeren Titeln und melancholischen Balladen ist mehr als gelungen. Das ist Alanis, wie sie leibt und lebt. Schade, daß es von solch guter Musik nur so wenig gibt! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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