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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
2
Human Nature
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,99 €+ 3,00 € Versandkosten

am 15. März 2017
Ja es ist relativ seichte Popmusik. Na und? Ich steh drauf. Und ich liebe diese America typischen Harmonien und Songs. Und ich bin weiterhin von der Aufnahmequalität begeistert. Tatsächlich wurde ein Song im Veröffentlichungsjahr von der Zeitschrift Stereoplay als Demo für besonders audiophile Aufnahmen auf einer Sonder CD veröffentlicht. Tatsächlich empfinde ich die Aufnahmen und die Mischung als sehr gelungen.
Tatsächlich klingt America hier nicht mehr wie bei "A horse with no Name" und die 70er Jahre mit George Martin sind vorbei. Das hat mich nie gestört, andererseits wurde bei Human Nature der Synthie (zum Glück) dessen übermäßiger Einsatz bei Your move und "Perspective" mir deutlich auf den Zeiger ging, zurückgefahren. Die Melodien und die Grundstimmung des Albums begeistern mich noch heute, Westcoast und easy living pur. Das ist nicht Crosby, Stills und Nash und das ist auch nicht Neil Young. America damit zu vergleichen ist auch nicht angesagt. In den USA läuft America unter Country nicht als Rockgruppe. Wer käme schon auf die Idee Helene Fischer mit Nena in eine Schublade zu stecken. Wenn, dann liegt America hier deutlich näher an den Bellamy Brothers als bei Crosby, Stills and Nash oder Young.
Human Nature ist was für Leute die einfach nette, freundliche, positive und auch nicht zu komplexe Musik hören wollen, am Besten im Cabrio bei Sonnenschein. Nur die Beach Boys (apropo Carl Wilson ist auf dem Album dabei) sind vielleicht noch Westcoastiger.
Wem die ersten Alben (America, Homecoming, Hat Trick ...) zu altbacken sind, die Alben "View from the ground" (You can do magic), "Your Move" und "Perspective" zu belanglos und 80er-mäßig klingen, wem "The Last Unicorn" zu schmalzig ist, dem kann ich Human Nature nur empfehlen. Eine gewisse Ähnlichkeit zu "Alibi" (Survival) ist gegeben - aber im Gegensatz zu diesem Album sind ALLE Songs auf Human Nature sehr eingängig und die ganze Scheibe wirkt auf mich sehr rund, ohne ins Beliebige abzudriften.
Für mich definitiv eines der schönsten ("leichten") Alben überhaupt.
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am 10. Dezember 2013
America – Human Nature (1998)

Alle paar Jahre schauen America im sanften akustischen Pop-Rock-Gewand mal wieder um die Ecke und präsentieren ein paar nette Harmonien. Das ging vormals öfters mal schief, doch diesmal haben sich einige wirklich schöne Exemplare angesammelt, die zumindest die Darseinsberechtigung dieser Platte rechtfertigen können.

Zur eigentlichen Kompositionsfolge des Duos muss wohl nicht viel gesagt werden. America ist durch und durch leichte Kost. Sämtliche Ecken und Kanten hat man erfolgreich Ende der 70er entfernt und glücklicherweise lässt man seit den 90ern die 80er-Billig-Synthies weg. Sanfte Harmonien, einfache Akkorde, hohe Stimmen, wenig Disharmonien, simple Texte. In den Vorgänger-Alben ging das Konzept aufgrund zu hoher Belanglosigkeits-Rate schief und bereits der Opener hier (From a Moving Train) hört sich zwar ganz lieblich an, schickt sich aber an in die gleiche Richtung zu gehen.

Ab diesem Punkt mag der geneigte Zuhörer der letzten America-Alben mitsamt den 80er-Ausfällen vor der großen Pause schon abgeschaltet haben und sich sanft von der seichten Musik, die so stilvoll und treffend arrangiert wurde, in den Schlaf treiben lassen. Ja, zugegeben ein bisschen Langweile findet sich auf dem Album wieder (Paradebeispiel: das öde World alone), doch ein gesunder Tiefschlaf würde dem Album doch Unrecht tun, denn es haben sich wunderschöne liebliche Melodien angesammelt, die wirklich berühren können, so wie in Wednesday Morning.

Town and Country hat mitsamt seiner Banjo-Begleitung sogar einen stimmigen Groove und versüßt wohl jeden schönen Frühlingsnachtmittag, während Moment to Moment mitsamt Melodie und Gesangsführung direkt ins Herz geht, zumindest beim Refrain. Auffallend ist die gute Instrumentierung und Produktion. Das Stück, stellvertretend für Großteile des Album hört sich satt und klangvoll an, die Keyboards klingen eben nicht billig, ebenso wie das weitgehend wohl echte Schlagzeug und manchmal begleitet sogar eine trockene, leicht verzerrte E-Gitarre.

Komplett im Contemporary-Pop-Rock-Gewand gehüllt ist dann Hidden Talent. Klingt aber auch noch recht nett und überraschend locker und luftig. Wer es melodiös schön, aber doch eher nach älterer Schule hören möchte, für den ist sicherlich Wheels are turning etwas. Und Whispering ist dank seiner spannenden Strophen, welche stimmige Gitarren-Verzierungen und leicht-düstere Stimmen beinhalten, im Kontrast zum lieblichen, harmonischen Refrain bei ähnlich stimmig-spannender Instrumentalbegleitung, eine tolle Abwechslung.

Abwechslung ist das richtige Stichwort. Die Overwhelming World Suite mit all seinen verschiedenen Lied-Bestandteilen mag nett gemeint sein, aber auf Dauer wünscht man sich den eingangs erwähnten Tiefschlaf zurück. Und so richtig auf Dauer können alle erwähnten Lieder dann auch nicht fesseln, vor allem nicht wenn sie mit typisch belanglosen Kram wie Oloololo versetzt sind. Dewey Bunnell (sozusagen der Möchtegern-Rebell des Duos) versucht dann noch mal mit „harten“ und „bluesigen“ Powerchords mit „grandios-brutaler“ Verzerrung und „whiskey-getränkter, rauer“ Stimme ordentlich zu „rocken“. Sogar ein Gospel-Frauen-Chor ist im Refrain von Hot Town mit dabei. Ja, da kann man nur müde lächeln, ebenso müde wie das Lied eben rockt und sich der Leser über meine rhetorischen Gänsefüßchen müde belustigt. Kleine Melodien beherrscht das Duo eben wohl besser und für mal zwischendurch sind diese ja eben auch nicht ungeeignet.

Fazit: Human Nature ist wesentlich besser als seine (nicht mehr ganz so) unmittelbaren Vorgänger. Dies liegt vor allem an der erheblich höheren Klasse der lieblichen Melodien. Ansonsten ist das Album eben America-Standard. Von größerer Weiterentwicklung oder genialen Ideen fehlt wieder mal jegliche Spur.
Wertung: ***
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