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am 25. September 2002
"Die Schwarze" ist immer noch die Geheimnisvollste von allen Scherbenplatten. Aus der einstigen Politrockband mit Radautiteln wie "Macht kaputt was euch kaputt macht" ist nun eine Gruppe der Rock-Avantgarde geworden, die Maßstäbe für alle anderen Deutschrockbands gesetzt hat. Was es mit dem Geheimnis der "Schwarzen" auf sich hat, kann man wunderbar nachlesen in dem Buch von Kai Sichtermann et.al. "Keine Macht für Niemand." Da wird das "Tarot-Geheimnis" gelüftet, und man erfährt fast von jedem Song, wie er entstanden ist.
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am 23. Juni 2013
Eines muss man den Scherben lassen, sie sind vielseitiger als mancher denken könnte.
Das Songwriting teilen sich nahezu alle, aufgrund von Tarot Karten... auch Hannes Eyber hat mit geschrieben. Hannes? Ist das jetzt ein Freund der Scherben, ein Freund von Rio oder Der Freund von Rio? Habe ich nie so recht verstanden...
Na egal, jedenfalls ist die Platte so vielseitig an Stilen; Pop, typischer Scherben-Rock, experimentelles wagen sie auch und vor allem, die gerade aufkommende NDW, auch die Scherben können sich diesem Zeitgeist nicht entziehen.
So wie die erste LP Ausgabe einen miesen Klang hatte wegen Materialfehler, so ist auch die erste Auflage der DoCd nicht schlecht, aber auch nicht so toll. Spätere Auflagen sind besser.

Interessant, was beim Kartenlegen alles an Mischmasch, d. h. Komposition, Texte, usw heraus kam. Walter Wegmüller hat 1972 ein Doppelalbum ÜBER Tarot gemacht, die Scherben 1981 halt ein Album MIT Tarot. Warum nicht?!

Das es die Scherben nie auf viele Platten gebracht haben, ist zwar schade, aber da sie alles selbst finanziert und zum Teil auch selbst eingetütet und verkauft haben, aber nicht schlimm. Vielleicht auch gut so, denn hörenswert sind, vielleicht auch deswegen?, alle.
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am 15. Oktober 2002
Die "Schwarze" ist sicher die musikalisch und poetisch anspruchsvollste der Scherbenplatten. Viele halten sie für die beste von allen. Für mich ist "Keine Macht für Niemand" noch immer die Beste, gefolgt von "Wenn die Nacht am Tiefsten", aber die "Schwarze" ist am Rätselhaften und bietet textlich und musikalisch die meisten Überraschungen. Ein absolutes Muß für jeden Scherben-Fan. Und für jeden, der sich für gute Rockmusik begeistern kann. Apropos "Rätsel". In der sehr guten Band-Biographie von Kai Sichtermann, die auch den Titel "Keine Macht für Niemand" trägt, wird das Produktionsgeheimnis der Schwarzen weitgehend gelüftet. Fast von jedem Titel erfahren wir, wie er entstanden ist. Und das ist ne echt witzige Geschichte.
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am 26. April 2004
Ich kannte weder die Scherben noch ihren Hintergrund, ich wollte nur deutsche Musik kennenlernen, das war alles. Die meisten gefallen mir Ungarn gar nicht. Das ist fast zu glauben, dass man damals (ca. 1988-89) eine solche Platte bei uns kaufen konnte, neben EAV und den Ärzten, aber ich hatte dieses Glück! Denn diese Musik und die Texte sind einmalig und mit nichts zu vergleichen. Eine andere Dimension, sozusagen. Aber das muss man selbst erleben. Ich glaube, die ist die absolute Beste, was Deutschland auf dem Gebiet Musik überhaupt anbieten konnte.
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am 28. Juni 2000
Die vierte und letzte Scherben Platte ist für mich ihre beste. Zwar finden sich hier weniger Protestlieder, dennoch drücken die Texte unvergleichlich starke Emotionen, Gefühlsbilder und (auch psychedelische) Erfahrungen aus. Musikalisch verhält es sich ähnlich: Viel weniger gradlinig, dafür jazziger, psychedelischer, oft sehr melancholisch.
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am 24. Dezember 1999
Die Scherben haben mit diesem Doppelalbum zweifellos bewiesen, daß sie vielseitiger sind, als man denken mag. Die Musik und Texte weichen stark von den alten Anarcho-Alben der siebziger Jahre ab, man erkennt die Band kaum wieder. Die Songs sind teilweise dadaistisch geprägt, was bei "Heimweh" am besten zu hören ist.
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am 12. August 2000
Die Schwarze ist das beste deutschsprachige Album aller Zeit. Ich hasse solche platten Aussprueche eigentlich, aber bei dieser CD kann ich einfach nicht anders. Ein grossartiges Stueck Musik. Hoehepunkte gibt es zuhauf, die Scherben schweben in einer Musik, die man ihnen nach dem Abhoeren von Keine Macht Fuer Niemand nie zugetraut haette. Wir finden uns meilenweit von simplen Bluesschemata, hier ist die Musik nicht Soul, nicht Blues, nicht Rock. Alles ist vermischt zu einem einzigartigem Erlebnis, das den Zuhoerer veraendern wird. Man sieht die Welt mit anderen Augen. Ich moechte hier nicht mehr zur Musik sagen, kauft sie! Wenn ich auf eine einsame Insel muesste mit nur einer Platte, ich wuerde diese waehlen. Rio ist da. Alles ist viel und viel ist nichts - luftig zu dir.
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