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am 10. Dezember 2013
America – Perspective (1984)

Wenn man die Credits im Booklet aufmerksam liest, ahnt man schon Übles. Eine Horde von Session-Musikern bediente nicht etwa Gitarren oder sorgte für gute Melodien, sondern bediente billige Synthesizer und eine schier endlose Anzahl an pappigen Drum-Computern.

Mein Problem mit America war immer, dass mich ihre Melodieführungen meist weniger, ausgenommen einiger sehr schönen Ausnahmen, berührt hat. Zu oft driftete die Band ins Shalala-Genre ab und da konnten auch, die auf dieser Platte hier weniger vertretenen, harmonisierten Gesangslinien wenig richten. Doch eine warme Klangfärbung dank vieler Akustikgitarren, Klaviere und manchmal etwas zu schmalzigen Streichern gab den Liedern wenigstens oft das richtige Ambiente. Was bleibt also nun, wo man die Klampfen gegen künstliche klingende Synthies eingetauscht hat? So gut wie nichts. Zumal das Songwriting hier eines der schlechteren Beispiele für Americas Kompositionen ist.

Fangen wir doch mal mit dem Positiven an und so bitter es auch klingen mag. Dies beschränkt sich auf ein wirklich gutes (zugegeben fremdgeschriebenes, aber wer will schon kleinlich sein?) Lied namens See how the Love goes. Das ist einfacher Synthpop der überzeugenden Art. Ein Disco-artiger Beat, zu dem auch die sonst unsäglichen Drumbeats passen, eine funkige Rhythmussektion und ein peppiger Refrain. Das Lied lässt den Zuhörer zwar verwirrt den Bandnamen auf dem Cover zweimal überprüfen, aber solange die Komposition stimmt, kann man bei diesem guten Lied eben nicht viel kritisieren.

Der Rest fällt ab, aber rapide. Dewey Bunnell sorgt noch für einige kurze Aufhorcher (Reggae-Einflüsse gekreuzt mit Synthesizern in Lady with the Bluebird oder ein eindringlicher, leicht psychedelischer Refrain in Fallin' off the World), doch ansonsten gibt wohl jede MIDI-Sammlung eines Klapper-Keyboards genauso viel musikalische Güte her. Da nudelt es mal gähnend langweilig in Special Girl, mal lässt es einen schunkelnd im typisch belanglosen Stereo einschlafen, dass sich in typisch gekünstelter fröhlicher Ausführung kaum von We got all Night unterscheidet, nur um in 5th Avenue durch eine komische Melodieführung gemixt mit kruden Keyboardlinien den selig Schlafenden wieder aufzuschrecken.

Über den versuchten Up-Tempo-Song (It's like you) Never left at all kann man auch nur müde lächeln. Zu wenig setzt sich der Refrain oder überhaupt etwas Gehaltvolles im Gehörgang fest. Und im bemühten, aber gescheiterten Unconditional Love, kann man zwar schön sich in Gesangslinien wiegen, das Gitarrensolo (man höre und staune) ist aber komplett uninspiriert.

Gab es bis jetzt überhaupt nichts Besonderes, aber größtenteils noch Ertragbares, da oft nicht störend, sondern nur belanglos, so schießt Can't fall asleep to a Lullabye den Vogel aber doch noch ab. Der Schmalzsong fällt mit einem Text auf, der, man kann es leider nicht anders beschreiben, bestimmt auch Dieter Bohlen hinbekommen hätte. „I love you... uuuhuhuu“. Ernsthaft?? Musikalisch ist hier auch ziemlich viel kaputt gegangen in des Zuhörers armen gebeutelten Ohren: Eine träge, schleppende Strophe und ein Refrain mit einer unsäglich nervenden Melodie. Die pompöse Bridge lässt indes Zehnägel hochrollen. Auf dass sie sich in die Gehörgänge bohren und diese fest versiegeln.

Fazit: Was ist hier passiert? Die einzige Entschuldigung für dieses Album ist der peppige Synthpopper See how the Love goes; oder dass sich das Folkduo alle vier Arme gebrochen hat und deswegen mit ihren Schädeldecken die billigen Synthies bedienen musste. Das würde zumindest die Konzeption des Albums erklären. Ansonsten gibt es hier selbst für den America-Fan nichts besonderes mehr zu entdecken, alle anderen werden es hoffentlich sowieso meiden.
Wertung: **
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