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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
2

am 7. Mai 2011
Als Placido Domingo 1978 seinen ersten Othello unter Levine aufnahm, stand er aus heutiger Sicht betrachtet, ja immernoch im Anfangsstadium seiner langjährigen internationalen Kahrriere. Er hatte zwar den Othello schon auf der Bühne verkörpert, war aber noch immer recht jung. Viele Tenöre sehen den Othello schließlich als krönenden Höhepunkt der Karriere; für Domingo war er aber offensichtlich nur eine weitere Sprosse auf der hohen Karriereleiter.
Seine Stimme ist für den Feldherrn sehr prädestiniert, denn er hat die Möglichkeit, mit seinem baritonalen Organ dem Othello ganz andere Farben zu verleihen als Kollegen, die mit einem weißeren Timbre an die Partie herangehen.
Domingo findet denn auch zum Großteil sehr lyrische Momente, die er wunderbar aussingt; allerdings sind auch - besonders im Finale des zweiten Akts - noch einige Töne zu vernehmen,en die ihm seine damaligen stimmlichen Grenzen (noch) aufzeigten. Als Gesamtergebnis ist hier aber schon ein großes zukunftsweisendes Versprechen zu vernehmen.
Renata Scotto gibt eine zufriedenstellende Desdemona, die ebenfalls ihre Meriten in den lyrischen Zwischentönen findet, wenn sie sich etwas zurücknehmen kann. In den Ausbrüchen jedoch stellt sie ihr Porträt für meinen Geschmack etwas zu sehr in ein fast schon veristisches Klangbild, das mir etwas zu üppig klingt.
Die Dämonie die Sherill Milnes stimmlich für den Jago fehlt, setzt man Vergleiche mit Fachkollegen wie z. B. Tito Gobbi an, kompensiert er geschickt mit seinem unvergleichlich edlen Baritontimbre; der Bösewicht klingt bei ihm eher nach Lack als nach Leder. Insgesamt aber auch hier eine mehr als ordentliche Gesamtleistung.
James Levine erzeugt mit dem National Philharmonic Orchestra wieder einmal den fast schon cinemacopischen Gesamtklang, den man von ihm gewohnt ist. Das macht in dem Eröffnungssturm und den großen Szenen durchaus Effekt, verhuscht aber die fast schon kammerspielartigen Szenen, die das Werk durchaus auch hat, ein wenig.
Insgesamt ist diese Aufnahme, die durch ein sehr homogenes Restensemble ergänzt wird, empfehlenswert, nicht nur für Domingofans.
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am 10. August 2008
Vielleicht kann man einige Parameter dieser Aufnahme bemängeln, etwa dass Domingos Stimme für den Otello eigentlich zu lyrisch ist oder dass die Scotto 1980 schon eine recht reife Desdemona war; jedoch: die dramatische Wucht dieser Aufnahme ist fast konkurrenzlos, wie Levine etwa den Sturm des ersten Anfangs entfacht, ist einfach grandios. Alle drei Protagonisten stehen dem nicht nach und liefern eine der machtvollsten Interpretationen des Stücks. Manche Feinheit bleibt vielleicht dabei auf der Strecke, die Noblesse Barbirollis oder Fritz Buschs wird hier nirgends erreicht. Trotzdem eine wichtige Aufnahme, die Spaß macht.
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