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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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3,8 von 5 Sternen
Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:21,76 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 16. August 2011
Die CD ist eine Live-Aufnahme aus Bayreuth von 1971. Die Tonqualität ist gut (klarer Klang, kaum Publikumsgeräusche). Es liegt ein komplettes Libretto bei.

Die Interpretation durch Pierre Boulez ist für Parsifal ungewönlich zügig und das durchgehend. Das Stück bekommt dadurch durchgehend mehr 'Schmiss'. Das ist beim 'Weihefestspiel' etwas ungewohnt, aber interessant. Die atonalen und dissonanten Anteile werden so besser herausgearbeitet. Die Oper wirkt komplexer. Das nimmt ihr ein bisschen den Charakter, ist aber eine interessante Perspektive.

Franz Crass ist ein sehr überzeugender Guremanz. Er stellt die Figur würdig dar, aber dabei doch differenziert. Er hat eine große Präsenz, mehr der gestaltende Berichterstatter als der im Hintergrund stehende. Man spürt viel Kontakt zum Publikum.

James King ist ein sehr heller Parsifal. Für mich wird er dadurch weniger als Individuum erkennbar, mehr als die Gestalt, die die ihr zugeschriebene Rolle in diesem mythischen Geflecht treu und zuverlässig erfüllt.

Die Kundry von Gwynth Jones betont die leidenden Anteile der Figur. Sie erscheint eher als unterwürfiges Opfer; die 'bösen' Anteile der Figur treten in den Hintergrund.

Donaly McIntyres Klingsor ist sehr expressiv, neigt dabei aber gelegentlich ein bisschen zu mangelnder Präszision.

Im ganzen überzeugt die Aufnahme durch eine ungewohnt harmonische Leistung. Alle Sänger scheinen sich gut in ein Gesamtkonzept einzuordnen. Keiner hebt sich besonders ab, keiner fällt besonders heraus. Das mythische Geflecht, in dem sich alle bewegen, wird so gut deutlich, was zur Betonung der Komplexität in Boulez' Dirigat passt. Positiv sei noch die hohe Textsicherheit und saubere Artikulation der zumeist englischsprachigen Sänger erwähnt.
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am 27. Dezember 2006
Dieser Parsifal ist vielen sogenannten Wagnerianern, vor allem den Traditionalisten unter jenen, ein rotes Tuch. Dirigent Pierre Boulez wählt ungewohnt rasche Tempi, der Klang ist hell und klar, jede Form von Pathos durch Breite oder Verzögern zu erzeugen wird vermieden. Dieses Leichtgewicht ist quasi das Gegenstück zu den angebeteten Knappertsbuschwiedergaben dieses gewaltigen Werkes. Gleichwohl erreicht Boulez Gültigkeit. Durch seine Klarheit im Klang und stringente Durchführung, die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Stoff aber auch der rational-kontrollierten Musikalität wird die Struktur sehr transparent und verliert nicht, wie von einigen der vorgenannten Kritiker, die die schwere, breite und ganz zweifellos grossartige und gleichermassen gültige Kna`deutung als einzig zulässige und richtige preisen, etwa an Wirkung, sondern gewinnt sogar an Zugänglichkeit.

Zu den Sängerbesetzungen der diversen Aufnahmen ist soviel geschrieben worden, dass es ganze Bücher füllen könnte und auch hier muss man letztlich sagen, dass mehrere sehr differente Sichtweisen bestehen können und immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks sind.
James King, oft geschmäht in der Titelrolle, ist sehr glaubwürdig, auch wenn verständlich ist, dass viele Windgassen hier bevorzugen. Franz Crass nobler hoher Bass klingt sehr schön, eine Leistung ohne Tadel, aber Molls oder Hotters Gurnemanz sind sicher schwergewichtiger, involvierter und insgesamt überzeugender als alter, weiser Ritter und Erzähler. Der walisische Sopran Gwynneth Jones bringt einige dramatische Spitzen zu Gehör, die so in anderen Kundryinterpretationen nie zu hören waren und auch hier sind Hinweise auf die verführerische Mödl, die grandiose Ludwig, die überragende Norman und nicht zuletzt Waltraud Meier als Höralternativen gestattet.

Die einzige vielleicht unzweifelhaft beste Gesangsleistung der gesamten Parsifaldiskografie ist eine nur kurz aus dem Hinter-oder Untergrund zu vernehmende Stimme des alten Königs Titurel vor und nach der Gralsszene(selbst Salminen und Talvela bleiben hinter der hier gezeigten Sangesleistung eines ansonsten nicht unumstrittenen Sängers zurück). Der Bass Karl Ridderbusch singt hier in einem schier endlosen Atem ohne hörbares Ansetzen mit grosser Durchdringung und überwältigendem Ton die Worte des Titurel "Oh heilige Wonne, wie hell grüsst uns heute der Herr". Man möchte diesen letzten Worten des Titurel ganz agnostisch beipflichten mit Hinblick auf diese grossartige Live-Aufnahme aus Bayreuth aus dem Jahr 1970. Nicht nur als völlig andere Perspektive verglichen mit den klassischen Knappertsbuschaufnahmen und den anderen guten Interpretationen wie Kubelik oder Karajan ist dieser Boulez Parsifal zu empfehlen-auch weil man aufgrund vieler einzelner Aspekte dieses Bühnenweihfestspiels eine umfassende Parsifaldiskografie um eine weitere sehr gute erweitert und der Parsifal und Wagnerenthusiast ohnehin eine Vielzahl von Aufnahmen dieses Werkes benötigt.
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am 1. August 2003
Unter Boulez' Dirigat entstand hier eine wunderbar durchsichtige Aufnahme. Die Bläser sind sehr deutlich zu hören und werden nicht von den Streichern zugedeckt (sehr schön z.B. die Stelle "Wein und Brot des letzten Mahles..." Ende des ersten Aufzugs). Das Orchester spielt präzise und agil. So macht Wagner Spaß. Das Tempo ist zügig - und bekommt dem Stück. Zu Wagners Lebzeiten soll es ja sogar noch schneller gespielt worden sein. Wem das breite, bombastische liegt, dem mag mit Karajans Studioaufnahme um 1980 besser gedient sein. Ich finde Boulez' Parsifal einfach genial. Der Klang der Aufnahme ist - obwohl live - sehr gut. Und man bekommt ein Stück Festspielhausklangatmosphäre. Strongly recommended!
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am 6. August 2000
Außer Alexander Kipnis aus den 20ziger Jahren hat man wohl noch keinen Souveräneren Gurnemanz behört wie den von Franz Crass. Geradezu umwerfend ist die Stelle "durch Mitleid wissend der Reine Thor, harret sein den ich erkor". Und auch sonst ist die Stimme sicher und dunkel geführt. Und dieses Timbr!! Auch james King ist mit seiner Dunklen und sehr eindrucksvollen und schlagkräftigen Stimme ein Muß, besonders in seiner Aufnahme des Florestan, aber auch hier. Das es keine Studioaufnahme ist wird die meisten wirklichen Liebhaber nur freuen. Sehr eindrucksvoll.
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am 6. Februar 2006
Boulez' Konzept, den "Parsifal" nach Knappertsbusch radikal zu entschlacken, geht auf: seine flüssigen Tempi machen viele Harmonieverläufe klarer, nur das Vorspiel zum zweiten Akt ist etwas gehetzt und einige Orchestergruppen überholen die anderen auf der rechten Spur (Nicht umsonst steht hier in der Partitur "Heftig, doch nie übereilt").
Die Sänger sind ausgezeichnet, Franz Crass hat Noblesse und Schlichtheit und verzichtet im Sinne des Gesamtkonzepts auf großes Pathos. Gwyneth Jones auf Platten ist immer Geschmackssache: Die einen lieben ihre beispiellose Hingabe, die anderen stört ihr starkes vibrato. Jedenfalls hat man die berühmten Schreie zu Beginn des zweiten Aktes wohl nie markerschütternder gehört. Wer Jones (und Nilsson, Gruß an den Vorrezensenten) live gehört hat, weiß, dass ihre Stimme riesig war, Nilsson (die diese Partie nie gesungen hat) war wohl fokussierter, aber die Jones, wenn möglich, noch lauter, und was hier wichtig ist, enthemmter. Diese Art Stimmen sind nun mal schwer mit Mikrofonen einzufangen.
Stewart, King (mit etwas störendem Akzent), McIntyre bieten ausgezeichnetes Niveau, die technische Realisierung des live- Mitschnitts/ Zusammenschnitts ist hervorragend: Wer also eine Alternative zur großen Geste Karajans, Soltis, Levines sucht, findet hier einen sehr originellen Interpretationsansatz, der seine Tradition vielleicht in Clemens Krauss' Interpretation von 1953 hat - leider starb Krauss schon 1954, so daß er nur einen Nachkriegssommer in Bayreuth dirigierte.
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am 30. März 2007
Pierre Boulez ist ein grandioser Dirigent, er macht das Werk herrlich transparent, bleibt aber dabei sehr dramatisch und forciert die Tempi. Packender kann man den Parsifal nicht dirigieren. Bei der Sängerauswahl

hatte er allerdings nicht nur Glück. Franz Crass als Gurnemanz wirkt recht farblos, bei Thomas Stewart überzeugt eher die Interpretation der Figur als die gesangliche Leistung. Rundum überzeugend James King als Parsifal. Gwyneth Jones müßte man agieren sehen, das würde vielleicht einige stimmliche Wackler wettmachen, so wirkt sie in der Rolle sehr angestrengt und überfordert. Sehr gut die kleineren Rollen, vor allem Donald McIntyre als Klingsor
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Sehr hörenswerte Aufnahme, besonders wegen Pierre Boulez' Interpretation. Das Vorspiel zum dritten Akt habe ich beispielsweise noch nie so schlüssig gehört - auch bei Solti nicht(was hier nicht NUR eine Frage des Tempos ist). Das Ensemble ist durchweg überzeugend bis überragend(Franz Crass als souverän gestaltender Gurnemanz, James King als Parsifal und Thomas Stewart als Amfortas, Ridderbusch als Titurel).
Gwyneth Jones - eine überragende Bühnendarstellerin - wirkt hier stimmlich (vor ihrer Brünnhilde im Chéreau-Ring) durchaus überzeugend. Ihre darstellerischen Fähigkeiten kommen in den Videoaufzeichnungen des "Rings" unter Chéreau und des "Tannhäuser" unter Götz Friedrich zur Geltung.
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am 6. April 2015
Dieser "Parsifal" soll eine Referenzaufnahme sein - aber eine Referenz wofür? Drei Jahre vor Entstehen dieses Mitschnitts hatte Boulez gefordert, die Openhäuser in die Luft zu sprengen. Vielleicht ist dieser "Parsifal" sein subtiler Versuch zu zeigen, dass die Oper belanglos und damit überflüssig ist? Boulez hat den Klang "entschlackt" und den Pathos rausgenommen? - Ja, leider! Die Musik erklingt wahlweise im zackigen Stechschritt oder wird lieblos runtergeschrubbt. Der Herrenchor klingt im 1. Akt wie ein besoffener Shantychor. Die Stimmen der Blumenmädchen disharmonieren aufs grässlichste. Parsifal und Amfortas singen ihre Partien ohne emotionale Spannung runter, so wie die meisten Schüler ihre Referate ablesen. Dazu radebrechend dass es einer Sau graust. Bei "Motter" und "Wonde" denkt man unwillkürlich an "Die Feuerzangenbowle" und würde lachen, wenn es nicht so furchtbar wäre. Jedes Stadttheater bietet eine sauberere und spannendere Arbeit!
Und was sollte schlecht sein an einem bissl romantischem Schwelgen?! Nein. Her mit Levine & Co.!
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am 8. Mai 2009
Die Aufnahme ist einfach unerträglich schlecht! Das Rauschen ist in den leisen Passagen lauter als die Musik. Vielleicht ein interessantes Zeitdokument, zum Hören und Geniessen unbrauchbar!
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am 19. Februar 2007
Erstmals möchte ich mein Lob für diese rundum gelungene Parsifal-Einspielung kundtun. Vom ersten bis zum letzten Takt wird dem Hörer eine, erzeugt durch die von Pierre Boulez besondere Lesart der Partitur, intelligente und dem Werk würdige Interpretation geboten. Mit seinem weichen Klang schafft es das Bayreuther Festspielorchester, in tiefere Sphären der Musik von Richard Wagner vorzudringen und gibt den Sängern die Möglichkeit, neben einem Wagnerorchester zu "überleben" und bei den kritischen Stellen nicht zugedeckt zu werden. James King gibt einen stimmlich überzeugenden Parsifal, der vor allem durch seinen metallischen und dramatischen Tenor beeindrucken kann. Der Gurnemanz von Franz Crass weiß ebenfalls durch einen metallischen und kernigen Klang zu begeistern. Thomas Stewart als Amfortas und Donald McIntyre überzeugen allerdings eher durch ihre feinfühlige Interpretation, als durch ihre stimmliche Leistung. Die einzig negative Kritik bei dieser Einspielung gilt dem Chor, der eine intonationsmäßig sehr schlechte Leistung zeigt und den Anforderungen des Werkes stimmlich nur mäßig genügt. Vor allem die zu tiefe Intonation der Männer in der Gralsenthüllungsszene stört gewaltig. Gwyneth Jones als Kundry ist gewöhnungsbedürftig, doch sie meistert ihren Part gut.
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