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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
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3,7 von 5 Sternen

am 16. April 2013
Eine der Aufnahmen mit dem Bach-Experten der 60er-Jahre Karl Richter, die wie vergilbte Familienphotos inzwischen den Reiz des Nostalgischen verbreiten - und tatsächlich in die Kategorie Geschmacksache fallen. Wenn man dem baritonalen Superstar Fischer-Dieskau die Partie für einen Altkastraten abzunehmen bereit ist, der engelhaften Entkörperlichung in der Stimme von Gundula Janowitz und einen mit Edda Moser pausbäckigen Amor begegnen mag, so werden hier die Erwartungen erfüllt.
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TOP 1000 REZENSENTam 5. August 2017
Man muß nicht die üblichen Vorbehalte gegenüber Karl Richter (1926-1981) teilen, der in den 1960er Jahren als "Bach-Papst" verehrt und wenig später, nach Anlaufen der HIP-Welle, als unzeitgemäß abgetan wurde, aber die vorliegende Aufnahme von Glucks Oper "Orfeo ed Euridice" (ital. Fassung) gehört sicher nicht zu seinen stärksten Leistungen.
Es gibt eine ältere Aufnahme unter Ferenc Fricsay (DGG), in deutscher Sprache gesungen, in der Dietrich Fischer-Dieskau seine erste Visitenkarte als männlicher, ausdrucksstarker Orpheus abgegeben hat, mit Maria Stader (Eurydike) und Rita Streich (Amor). Abgesehen vom Dirigenten, der nach meinem Empfinden einen überzeugenderen Zugang zu Gluck hatte, singt Fischer-Dieskau bei Fricsay offener, tonschöner, jugendfrischer. Man kann über die Besetzung der Titelrolle mit einem Bariton sicher trefflich streiten, doch hier erweist er sich als ein kompetenter, einfühlsamer Interpret.
Das ist bei Karl Richter nur partiell der Fall; die Manierismen haben zugenommen, Fischer-Dieskau legt mehr Wert auf die Auslegung der Partie als auf die gesangliche Linie. Seine Darstellung ist vielleicht reifer, aber auch nicht ganz frei von Starallüren. Ich persönlich ziehe ohnehin als Orpheus einen Tenor (vor allem Simoneau und Gedda) vor, oder aber, wie lange üblich, eine schöne, volle Altstimme (ich nenne beispielhaft Kathleen Ferrier und Margarete Klose). Doch das ist sicher Geschmacksache. Richter selber bemüht sich zwar um eine sorgfältige Entfaltung der reichen musikalischen Schönheiten von Glucks Partitur, kommt nach meinem Empfinden aber nicht über eine routinierte Arbeit hinaus.
Was seine Aufnahme trotz aller Einwände so begehrenswert macht, ist die Darstellung der Eurydike durch die wundervolle Gundula Janowitz, die ihren Part mit solcher Hingabe, mit einer unglaublichen Beseelung und mit wahrhaft engelgleicher Stimme singt, daß man als Hörer förmlich mitgerissen wird und sich an dieser zauberhaften Darbietung nicht satthören kann. Wer Gundula Janowitz schätzt, wird alle stilistischen Bedenken rasch zur Seite schieben und nur dem herrlichen Gesang lauschen.
Edda Moser erfüllt die kleine Rolle des Amor mit Leben und nimmt ihre an sich zu große Stimme gebührend zurück. Der von Karl Richter gegründete Bach-Chor München und das zugehörige Bach-Orchester machen ihre Sache gut.
Die Aufnahme entstand 1967 in München; die Klangtechnik hat gut gearbeitet, und die Übertragung auf CD ist glänzend gelungen. Es gibt auch eine ordentliche, mehrsprachige Textbeilage. Leider fehlt das Libretto.
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am 21. Juli 2002
Eine sehr akribische Aufnahme! Orpheus wird hier mit der Fischer-Dieskau eigenen Intelligenz portraitiert. Dennoch: Ich bevorzuge Simeoneau oder Gedda in der Rolle, die mit Anmut und Schönheit Kunstnaturen der Rolle formen und nicht wie Dieskau eine Interpretation der Interpretation. Akribisch auch Janowitz mit silbrig strahlendem Ton doch ihr Singen ist nicht vom Herzeleid der Euridike durchdrungen. Glanzpunkt der Aufnahme ist für mich Edda Moser die den Amor schlicht berückend singt. Sie nimmt ihre Stimme zurück und entfaltet Charme und Schönheit, ein Gesang mit einem Lächeln.
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