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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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am 4. November 2009
Leise, fast flüsternd, fängt es an, das atemberaubende Erstlingswerk der musikalischen Visionäre aus Kanada. Ein düster wabernder Bass nimmt den Hörer bei seinen ersten Schritten an der Hand auf dem langen, und leider doch viel zu kurzen Trip zum Ende der Welt. Plötzlich eine Stimme - "The car is on fire... and there's no driver at the wheel...". Einem depressiven Mantra gleich wird in einem mehrere Minuten dauernden Intro das Lächeln auf dem Gesicht weggezaubert und Eines ganz klar hervor gehoben - Die Apokalypse steht bevor, das hier ist ernst. Langsam setzt eine einsame Geige ein, ein melodiöses Wehklagen und gleichzeitig ein Hoffnungsschimmer in dieser allumfassenden Dunkelheit.

So könnte man die Gefühle beim ersten Hören der ersten Takte von Godspeed You! Black Emperor's Album "f#a#°°" beschreiben. Wobei "Album" eigentlich ein viel zu schwaches Wort ist, um dem Gehalt dieses Kleinodes gerecht zu werden. Mit welcher Minimalität und Genialität die Kanadier hier arbeiten, ist beispiellos. Ein gut einstündiger Sturm aus Gefühlen, transportiert in Form von atemberaubenden musikalischen Arrangements, der es scheinbar mit Links schafft, den Hörer auch nach dem x-ten Hördurchgang mit seiner Zeitlosigkeit zu fesseln.

So bietet das Album einen überaus interessanten , grob in drei Hauptstücke eingeteilten Spannungsbogen - von den ersten, oben erwähnten, tristen Momenten des "Dead Flag Blues" mit seinen später einsetzenden Post-Rock-Lastigen Gitarren und den immer wieder eingespielten Soundsamples, über ein grandioses, über große Teile fast schon punkig angehauchtes Segment bei "East Hastings", bis hin zur Auflösung des Ganzen im apokalyptischen Noise-Szenario von "Providence". Hierbei werden im Laufe der Spielzeit unterschiedlichste Kapitel der Musikgeschichte durchzogen und unterschiedlichste Genreschubladen fulminant in Szene gesetzt. Die Gesamtanzahl der verschiedenen verwendeten Instrumente wage ich nicht abzuschätzen.

Was mir an diesem Album so gefällt, ist, dass es trotz seiner immensen Vielschichtigkeit für jeden ambitionierten Hörer etwas enthält, was er für sich mitnehmen kann, will sagen - das Werk bewahrt sich seine Homgenität (ein Aspekt, der mir im Musikbereich sehr wichtig ist) sowie seine Botschaft an das Publikum, schafft es aber dennoch, nicht langweilig zu werden, was letztendlich den gewünschten Effekt erzielt, nämlich den Hörer dazu zu bringen, sich mit dem abgelieferten Werk zu beschäftigen, ohne dass er sich dazu gezwungen fühlt. Der Faktor, dass die Band außerdem zu nicht einer Sekunde unglaubwürdig erscheint, macht somit doppelt Eindruck. So etwas schaffen (in meinen Augen) nur die Wenigsten.

Letztendlich habe ich keine Wahl, als fünf Sterne zu vergeben. Auch wenn diese Ansicht nicht von jedermann geteilt wird und viele den folgenden Schlusssatz als plakativ abstempeln mögen: Dieses Album hat, als ich es vor knapp drei Jahren das erste Mal hörte, mein Weltbild und meinen Lebensstil verändert. Erschüttern und faszinieren tut es mich bis heute. Ganz große Klasse!
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. April 2010
f#a#infinity

Godspeed You! Black Emperor war eine Bildungslücke, die ich Dank eines britischen Internetforums ausfüllen konnte. Ich outete mich als Fan der Isländischen Psychedelic Rock Band SIGUR RÓS, worauf ich als Antwort bekam, dass Sigur Rós eine schlechte Kopie von Godspeed You! Black Emperor wären. Man empfahl mir das hier rezensierte Album "f#a#infinity". Vorweg: Dass Sigur Rós eine Kopie von GY!BE sein sollen, möchte ich nicht gelten lassen. Sigur Rós' Anfänge gehen ein wenig in die Richtung von GY!BE - wem also der erste Longplayer "Von" der Isländer gefällt, dem könnte auch "f#a#infinity" gefallen.
Das Album "f#a#infinity" enthält drei Tracks, die zwischen 16 und 29 Minuten lang sind. Sie beginnen zunächst recht leise und monoton, entwickeln aber eine zunehmende Virtuosität. Auch das Tempo steigert sich zum Ende der Titel. Freunde sphärisch-psychedelischer Klanggebilde werden von diesem Album wahrscheinlich begeistert sein. Man kann sehr schön darin versinken und sich treiben lassen, träumen und chillen. E-Gitarre, E-Bass und Percussion bilden den musikalischen Rahmen, der streckenweise von Violinen und anderen orchestralen Instrumenten unterstützt wird. Gesang gibt es eigentlich nicht. Zu Beginn oder auch mitten in den Stücken tauchen Sprach- oder gesangsähnliche Samples auf, die sozusagen "auf der Straße" aufgenommen wurden - u.a. ein apokalyptischer Straßenprediger aus Providence, Rhode Island. East Hastings, der zweite Track auf "f#a#infinity", ist sicher das Highlight dieses Albums. Der Stil dieser kanadischen Band ist im Bereich Progressive Rock mit klassischen Einflüssen anzusiedeln. Ich bin begeistert von dieser einzigartigen musikalischen Melange.
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am 15. März 2003
Das Album, mit dem GYBE! erstmals durch ihre unorthodoxe Genialität auch in Europa auf sich aufmerksam gemacht haben, halte ich noch immer absolut für ihr bestes. Die bedrohlichen Instrumentalstücke mit eingespielten, oftmals sehr düsteren Sprachsamples (...the buildings tumbled in on themselves / all twisted metal facing upwards...) codieren eine enorm gigantische Stimmungslandschaft, ein universelles Armageddon der Seele. Schlichtweg der beste Soundtrack für kleine und große Weltuntergänge oder einfach für die bittersüße Melancholie zwischendurch, sofern man sich die Zeit nimmt, in die klanggewordenen Ruinen abendländischer Städte mit der ganzen Seele einzutauchen. Und: wieder auftauchen nicht vergessen.
22 Kommentare| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. September 2008
Dieses Album enthält eine Stunde Instrumentalmusik zwischen Postrock, Ambient und Soundtrack und ist faszinierend in seiner konsequenten Melancholie, Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit.

DEAD FLAG BLUES (16:16 Min.) klingt wie ein Abgesang auf den amerikanischen Traum. Musik, die verloren wie aus einem verlassenen Country-Club herüberhallt, der irgendwo in einer verwitterten Geisterstadt im amerikanischen Niemandsland steht. Instrumente wie Gitarre und Geige erzeugen eine hoffnungslose Atmosphäre und verlieren sich unter dem endlosen grauen Himmel, der auf dem CD-Cover zu sehen ist.

EAST HASTINGS (17:28 Min.) dürfte dem ambitionierten Horrorfilm-Fan bekannt sein aus dem Film "28 Days Later", und obwohl dieser Song 7 Jahre älter ist als der Film, ist es, als wäre er als Soundtrack dafür geschrieben worden. Wie der Protagonist durch das menschenleere London stolpert, untermalt von dieser Musik, hat sich fest in meine Erinnerung eingebrannt. Der Song baut sich auf einem einfachen Lick auf, schwillt an, explodiert, schwillt ab, baut sich erneut auf, um schließlich zu explodieren und in einer mehrminütigen Soundcollage mit deutlichen Ambient-Anleihen auszuklingen.

Es folgt das Endzeit-Szenario von PROVIDENCE (21:15 Min.), das sich allerdings 8 Minuten Zeit nimmt, bis es mit Tribal Drums und E-Gitarre so rechte Dynamik aufnimmt. Es folgt ein verfremdeter Gesang, der wie eine entstellte Hymne klingt, der Platz macht für ein marschierendes Gitarrenriff und schließlich eine gespenstisch-bizarre Feierlichkeit, die alsbald von Ambient-Klängen weggewischt wird.

Für angenehme Schauer ist gesorgt; die musikalisch gemalten Stimmungsbilder sind in sich nahezu perfekt, für gepflegte Traurigkeit ist gesorgt - aber zuviel von dieser Musik könnte der Seele auf Dauer auch sehr zu schaffen machen.
22 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. April 2009
Der perfekte Soundtrack zum ende der Welt.
Das absolutes Gänsehaut Album, unbedingt mal Nachts hören
mit Kopfhörern (bei GY!BE sowieso pflicht).
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am 21. August 2006
ich habe in alle GYBE werke reingehört und am ausgereiftesten Klingt dieses noch frühe Werk der Band, die Songs sind einfach interessanter strukturiert als auf den anderen Platten und die Melodien, egal aus welchem Instrument umschmeicheln einen förmlich, mit "East Hastings" ist ihnen einer meiner Lieblingssongs gelungen, melancholischer gehts kaum! Traumhafte Gitarrensolos und die Streicher sind Balsam für die Seele.

aber die anderen beiden Tracks stehen dem im nichts nach, "The Dead Flag Blues" ist kürzer als es seine 16 minuten erahnen lassen, Providence ist einfach nur Gigantisch, Nettospielzeit von ca. 25 Minuten und die hält man gut aus!

5 Sterne, weil die Musik so kompromisslos ist und die Songs nicht die 15 Minuten Marke unterschreiten, wenn mir da jeder song gefällt ist das ein Indiz für SUPER ALBUM!

jeder der sich für Post Rock Interessiert kann hier zugreifen, aber ich glaube dieses Album ist schon in allen Mündern der "Insider", quasi ein selbstläufer.

Dead Flag Blus: 5/5

East Hastings:5/5

Providence:5/5
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am 10. November 2002
....zeigen die kanadier auf diesem düsteren opus einmal mehr. und das eindrucksvoll. schon das gesprochene sample am anfang der platte steht haargenau für das, was gybe! mit hilfe ihrer auf gitarren und streichern basierenden klangcollagen aufdrücken. es ist musikalische rebellion, doch zugleich auch wunderschön... die musik baut sich langsam auf und wächst immer mehr zu einem eindrucksvollen ganzen, das vom einen moment auf den anderen aus luftigen höhen sofort wieder in tiefste abgründe fallen kann.
deshalb funktioniert die platte meiner meinung nach auch nur am stück. es ist alles sehr symphonisch, klingt sehr organisch und die immer wieder eingesetzten gesprochenen passagen und samples formen gybe!s musik zu einer einheit.
besser kann man es meiner meinung nach nicht machen.
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am 28. April 2012
Post-Rock at it's finest!!! What I love about Godspeed You! is that they sound really pessimistic, but their music has a' good message if you look hard enough.
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am 16. März 2007
Ich wünschte, dieses Album wäre das, was es hätte sein können. Eine dunkle Reise durch eine nie endende Nacht, dumpf glühende Lava, Klanggebäude kurz vom Einsturz, instrumentale Zerbrechlichkeit, Schmerz in Noten. Nein, tut mir leid. Vielleicht ist das alles mehr oder weniger gemeint, doch diese Kompositionen zeichnen sich nur durch ihre Länge aus, gehaltvoll ist das praktisch gar nicht. Wenn das die Avantgarde des Progrock oder Postrock oder was auch immer ist, dann sieht mir das zu wacklig aus. Zwar gibt es interessante Abschnitte, aber es wirkt nicht besonders ausgefeilt im Detail, hier sind keine Virtuosen am Werk, eher welche, die glauben, dass ein paar aufgenommene Soundschnipsel gesprochener Sätze mit apokalyptischem Hintergrund zusammen mit harmlosen Gitarrengegreife schon Kunst sein müssen, nur weil jemand vom Krieg raunt. Das könnte alles so spannend sein und ist doch so langweilig. Was hier musikalisch ausgedrückt wird, dafür hätten auch zwanzig Minuten gereicht. Und dann wäre es immer noch nicht innovativ. Doch genau das behaupten ja eine Menge Leute, und das sind nun wirklich keine Deppen, die das sagen. Warum gefällt mir diese Platte einfach nicht? Ich müsste sie mögen! Denn ihr Ansatz ist gut! Doch mit dem Anspruch muss sich eine Band auch zumuten, diesen musikalisch (und nicht nur konzeptionell) einzulösen. Zudem gibt es mehrere Beispiele (aber auch nicht viele), wo andere Formationen das sehr viel besser ausformuliert haben, wo wirklich etwas passiert, wo es Überraschungen gibt, wo man aus musikalischen Gründen den Mund aufmacht als Hörer... Eventuell habe ich gerade das falsche GYBE-Album gekauft. Zu viel Ehrfurcht vor dieser schwarzer Platte halte ich jedenfalls für grundlegend falsch. Wenn Sie wirklich etwas Unerhörtes kennenlernen wollen, ohne das weite Feld des Pop/Rock zu verlassen, dann holen Sie sich "In Praise of Learning" von Henry Cow. Besser wäre aber, sie wenden sich gleich den echten Pionieren zu, und die findet man nur im Bereich Klangkunst, Freie Improvisation oder in der Neuen Musik.
66 Kommentare| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juli 2011
Also ich bin ja von einer meiner Lieblingsbands -King Crimson- so Einiges gewohnt, aber das hier ist doch der totale Müll!!! Wer soll das verstehen? Das soll der Soundtrack zur Apocalypse sein? Das Album IST die Apocalypse! Und wenn die Welt untergeht, dann nur, weil man dieses Album auf überdimensionalen Lautsprechern abspielt. Vielleicht kann man das als Foltermusik verwenden, wenn mal wieder jemand auf dumme Ideen gekommen ist...
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