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am 8. April 2011
Vorweg: Ich versuche möglichst objektiv, hart (damit es nicht zu den häufigen enttäuschungen kommt) und alle Leser ansprechend zu bewerten. Das natürlich eigene Meinung hineinspielt, lässt sich nicht leugnen.(Bin persönlich Fan) Gut, nun zur Musik.

Mercyful Fate gehören mit Sicherheit zu den Wegbereitern des Metals und beeinflussten sowohl im Heavy Metal, als auch im Black Metal bereich zahlreiche Gruppen. Musikalisch handelt es sich eher um klassischen Heavy Metal, (In diesem Album eher weniger, doch dazu später mehr) wobei textlich und athmosphärisch (oft ziemlich düster) durchaus Black Metal Feeling aufkommen kann. Der Frontmann King Diamond spaltet die Lager der Hörer. Sein Gesang ist geprägt von sehr hohen Falsett einlagen (Ich würde sagen noch schriller und spitzer als bei Rob Halford), was natürlich nicht jedem zusagt. Mir persönlich gefällts, da es einfach ein Zeichen für die gesanglichen Qualitäten unseres Lieblingssatanisten ist.

Das Album "Dead again" ist wohl ihr unzugänglichstes Werk. Insgesamt zeigen sich eher verstrickte und untypische (für heavy Metal) Songstrukturen auf. Die Produktion ist ziemlich optimal gehalten. Klarer, düsterer Sound, ohne zu glatt zu klingen. Mit Eingängigkeit wurde hier und da ziemlich gegeizt, doch vom Songwriting her wurde (fast überall) gute Arbeit geleistet. Zudem wurden auf unnötige Intros und Interludes verzichtet und die Spielzeit ist ok. Nun die Songs:

Torture (1629):
Ein sehr schwieriger Titel. Uneingängige, schwierige Riffs, ziemlich verschachtelter Aufbau und immerhin 5 Minuten Länge setzen eine relativ hohe Einhörzeit voraus. Einzig und allein der Refrain bringt (auf seine eigene Art und Weiße) Melodie hinein. Mich konnte aber auch nach mehreren Hören der Song nicht komplett überzeugen. Irgendwas fehlt da. Das der Song düster ist (musikalisch und christlichkritischer Text)und komplex Abwechslung hat, lässt sich aber nicht leugnen. Der Song ist sehr uneingängig, wächst aber mit der Zeit. 3/5 Sterne

The Night:
Das noch größere extrem. Wie Torture sehr schwierig, nur mit 6 Minuten noch etwas länger und selbst Refrainmäßig ziemlich schwach. Mit der Zeit erschließt sich einen die Songstruktur zwar komplett, doch gefallen tut er einen nie wirklich. Ein schwächerer Song, der aber nun mal musikalisch komplex ist. 2/5 Sterne

Since Forever:
Der Song wechselt zwischen ruhigen und harten Passagen. In Sachen Eingängigkeit geht es besser als in den ersteren Titeln voran, doch auch hier bleibt der absolute A-Ha Effekt aus. Nicht schlecht, mit Potential, doch nicht optimal. 3/5 Sterne

The Lady Who Cries:
Hier haben wir den ersten RICHTIG guten Song. Beim ersten Mal schiebt er sich schnell in die Schubladen der anderen, doch mit der Zeit kristalisiert sich das Hitpotential immer mehr heraus. Die melodischen und harten Parts im Zusammenspiel und der vielseitige Songaufbau lassen diesen Titel wachsen, bis er mit jedem Mercyful Fate Song mithalten kann. Nur braucht er eben seine Zeit. 4/5 Sterne

Banshee:
Hier ist nun der Überhit des Albums. Ist wohl eher eine "Ballade", da es eher ruhig angehaucht ist, obwohl es durchweg nicht an harten Gitarren und düsterer Athmosphäre fehlt. Tolles Gitarrenspiel und grandioser Refrain, wo der King seine meinungsspaltende Falsettstimme völlig genial und überzeugend einsetzt. Hat mich beim ersten mal umgehauen und tut es seitdem immer. 5/5 Sterne

Mandrake:
Wieder ein schwächerer Song. Hier gilt das selbe, wie bei the Night. 2/5 Sterne

Sucking Your Blood:
Leider folgt gleich der schwächste Song. Der Song ist einfach ein Ausfall und stört im Gegensatz zu "The Night" und "Mandrake" den Gesamtdurchlauf nur. Textlich kann das der King besser und melodisch die Band sowieso. 1/5 Sterne

Dead Again:
Der Titeltrack ist auf jeden Fall von Erinnerungswert. Die epische Länge von über 10 Minuten und musikalisch, sowie lyrisch solide Umsetzung lassen keine Langeweile aufkommen. Schade, dass hier der Hitfaktor der Überhits nicht ganz erreicht wird und die brutale Länge den Track ziemlich Mp3-Player untauglich macht. Im CD-Durchlauf solide, aber leider nur da. 3/5 Sterne

Fear:
Hier wieder ein wirklich guter Song. Der Kontrastreichtum von "The Lady who cries" wird zwar nicht erreicht, dafür punkten aber bisher die melidiösesten Klänge des Albums. Guter Titel, der ebenfalls etwas Zeit braucht. 4/5 Sterne

Crossroads:
Gegen Ende schließt sich tatsächlich ein Überhit an. 5.30 Kompromissloer Metal mit tollem Refrain, der sofort überzeugt. Ein Song, der ziemlich schnell "Spaß macht" und wo einfach alles passt. 5/5 Sterne

Fazit:
3.2 Durchschnitt also die 3 Sterne von mir, mit 4er Tendenz. Wenn man sich wirlich die Zeit nimmt überzeugen einen die guten Songs des Albums einfach völlig. Richtig erschlossen, muss es sich vor keinem King Diamond Solo Release verstecken. Jedoch ist es eben sehr schwierig und auch relativ utypisch für die Band. Überzeugte Fans sollten ein Ohr riskieren, wenn sie sich die Zeit nehmenn. Erstlinge würde ich zu einem typischeren Werk raten: Entweder 9 (Ähnlich düster, doch war mein erstes, und mich hats neugierig gemacht), Time (Von vielen als bestes Album gesehen und auf jeden Fall melodischer) oder ihr Zweitwerk "Don't break the Oath" (Was Metalgeschichte geschrieben hat.) Wem der Gesang nicht gefällt: Finger weglassen! Auch nicht mit King Diamond Solo versuchen, denn dort sind die hohen Lagen in der Regel noch häufiger. Objektiv gesehen ein eher schwächeres Mercyful Fate Album.
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am 4. Juni 2016
"Dead Again" ist das sechste Studioalbum von Mercyful Fate aus Dänemark und erschien im Juni 1998. Eingespielt haben es
King Diamond - Vocals, Keyboards
Hank Shermann - Guitars
Mike Wead - Guitars
Sharlee D'Angelo - Bass
Bjarne T. Holm - Drums
Das Album wurde produziert von Sterling Winfield und Mercyful Fate. Hauptsongwriter ist King Diamond.

"Dead Again" zeigt die progressive Seite der Band um Shermann und King Diamond. Für diese These steht hauptsächlich der Longtrack und Titelsong `Dead again`. Dieser Titel ist 13.41 Minuten lang und ist eine Art Minioper. Besonders der King ist gross in Form. Aber auch der Opener `Torture (1629)` und `Sucking your blood` können überzeugen. Ein weiteres Stück, welches punkten kann, ist `Mandrake`. Auch Hank Shermann erhält Songwriting credits bei einigen Tracks. Mit "Melissa" und "Don`t Break The Oath" kann das Album jetzt nicht ganz mithalten, gut ist es aber allemal. Mit dem guten `Crossroads` endet die Scheibe bereits. Die 58 Minuten waren kurzweilig.

Auch wenn "Dead Again" heute ziemlich in Vergessenheit geraten ist, mir gefällt die Scheibe. Sie ist recht progressiv, was zu ungunsten der Eingängigkeit geht. Da jetzt nicht jedes Lied ein Hit ist, halte ich hier 4 (7,5/10) Sterne für angemessen.
Da bis heute der King, aber auch Hank Shermann und Michael Denner aktiv sind, kann man weiterhin auf eine Reunion hoffen.
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am 9. Juni 2015
Hier mal wieder ein typisches Werk von Mercyful Fate.Komplexe Songstrukturen die es den Hörer manchmal recht schwer machen.Aber der Mercyful Fate Fan kennt und liebt sie genau dafür.Über den Gesang brauchen wir hier nicht weiter schreiben.Wer den Gesang nicht mag kauft die Scheibe eh nicht.Alle anderen bekommen wie gewohnt ein sehr gutes Metalalbum in gewohnt sehr guter Qualität.Old school metal versteht sich natürlich.Ich brauchte aber ein paar Durchläufe mehr als sonst.Aber das bedeutet nix negatives.Bei Mercyful Fate ist die Metalwelt noch in Ordnung.Ganz klar 5 Sterne !
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