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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
3
5,0 von 5 Sternen
Auto Da Fe
Format: Audio CD|Ändern

am 12. Mai 2017
.....ich liebe diese CD einfach und war sehr traurig daß sie von irgendwem aus meiner Vergangenheit scheinbar entwendet wurde.
Kam sogar schon heute an, also 2 Tage mindestens eher als angekündigt, super, DANKE!!!
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am 3. August 2006
Zwar ist die "Auto-Da-Fé" LP nicht unter dem Pseudonym des Socialistischen Patienten Kollektivs erschienen, wie "Leichenschrei", der Agitations-Slogan des tatsächlichen Sozialistischen P. K. aus Heidelberg, dessen Namen die Band adaptiert hat, ist hier jedoch mehr als passend. Zumal befindet sich die zweite SPK-Single "Slogun" auf der LP, eine dionysisch klingende Hommage an die legendäre antipsychiatrische Gruppierung, ferner schlagen die anderen Werke in die gleiche Kerbe, wie mächtige Äxte, die die zweifelhaften psychiatrischen Einrichtungen auf dieser Welt zerschlagen wollen. Kein Wunder, bestand die Band zur Zeit ihrer Gründung zur Hälfte aus psychiatrischen "Patienten", und genau diese Zeit lässt die erste Hälfte von "Auto-Da-Fé" revue passieren. Von den ersten beiden Singles wurde jeweils ein Stück weg gelassen, die verbliebenen vier machen Seite A der LP aus. Dementsprechend schwierig ist der Hörgenuss, zumindest aus konventioneller Sicht. Im Geiste des Punk wird hier auf die Instrumentierung eingedroschen, der Hintergrund ist jedoch viel zu subtil für Punk. Existentialismus scheint hier besser zu passen. Inhaltlich nüchtern, zynisch und mit einer energetischen Brillianz treiben SPK die Philosophie von Foucault und Nietzsche und die Antipsychiatrie von Laing und Cooper auf die Spitze des Ausdrucks. Das Klangspektrum reicht von maschinell-tribalistischer Rhythmik ("Contact") bis zu Musique Brut ("Retard"). Die zweite Seite schlägt etwas bis ganz andere Töne an, ist sie doch auch zu einer späteren Zeit entstanden ("Auto-Da-Fé" ist de facto eine Compilation). Die Band hat eine personelle Umstrukturierung erfahren und besteht jetzt fast nur aus Graeme Revell, der ja heutzutage allseits bekannter Hollywood-Komponist ist, und seiner damaligen Gattin Sinan Leong, einige Gastmusiker runden hier und da das Bild ab.

SPK bedienen sich hier für ihren Ausdruck konventionellerer elektronischer Musik, monotoner Rhythmik, metallischen Schlagwerks, den Vocal-Part teilen sich Revell und Leong. Höhepunkt ist das schwere und dunkle "A heart that breaks". "Metal field" und "Dead steps" nehmen Ideen vorweg, die später typisch für die Body Music wurden, Motive aus "Metal field" finden sich beispielsweise bei der belgischen Band The Klinik wieder. Die letzten drei Songs sind Bonusstücke auf der CD, im Original sind sie 1983 als "Dekompositiones"(sic!) unter dem Pseudonym SePpuKu erschienen. Alle drei De-Kompositionen sind recht einheitlich und trotz des Titels der Original-EP nicht atonal oder bruitistisch, sondern knüpfen da an, wo die zweite Hälfte von "Auto-Da-Fé" aufhört. Moll-lastige Gänsehaut-Hymnen mit einer komplexen und ausgeklügelt programmierten Rhythmik, die sich in dieser Form weder vorher noch nachher im Werk der Band wieder findet, also distinktiv für diese Platte ist.

"Auto-Da-Fé" ist mit Sicherheit die vielschichtigste LP der sowieso extrem vielschichtigen SPK. Sie schließt die Industrial-Phase der Band ab und bietet einen Vorgeschmack auf das zwar nicht umfangreiche aber dafür umso interessantere Spätwerk und ist somit die Einsteiger-Platte für alle, die SPK noch nicht kennen.

Aber auch für viele "Fortgeschrittene" ist dies das beste Release der Band.
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am 19. Mai 2013
Diese CD bringt Aufnahmen von SPK aus drei Schaffensphasen zusammen. Die ersten 5 Stücke sind aus der frühen Punk-Lärm-Phase, die Stücke 6-8 aus der Post-Metal-Dance-Phase, und die letzten drei Stücke sind die Wiederveröffentlichung der EP "Dekompositiones".

Die ersten 5 Punk-Stücke sind von unglaublicher Energie getrieben, und von Einfallsreichtum. Das sind Rohdiamanten und Vulkanausbrüche, schwer zu konsumieren, aber als solche schon erstklassig und hörenswert.

"Metall Field" ist der erste absolute Höhepunkt. Absolut tanzbar, aber trotzdem widerborstig mit seinen endlos verhallten Glocken und pseudo-deutschem Sprechgesang. Das wäre einer DER Klassiker in den Diskos, ist aber zu anspruchsvoll dafür.

Die beiden folgenden Stücke "Walking on dead steps" und "A Heart That Breaks (In No Time Or Place)" sehe ich mehr als Postludium zu "Metall Field", komplettierend und nötig, aber in sich selbst nicht herausragend. Nichtsdestoweniger sind beide überaus hörenswert.

Der Höhepunkt kommt mit den letzten drei Stücken, der Wiederveröffentlichung der EP "Dekompositiones". Nach den beiden Meisterwerken "Information Overload Unit" und "Leichenschrei" ist dies der dritte große Wurf von SPK. Diese drei Stücke sind absolut untanzbare Dance-Music und auch heute noch Klassiker. Die Art, wie in "Another Dark Age" allein durch das Schlagwerk die Spannung gehalten und gebrochen wird, die durchdringenden Vocals in "Twiliwght of the Idols" und der wiederum praktisch untanzbare Tribal-Rhythmus in "Culturecide" sind auch nach all den Jahren absolut auf der Höhe der Zeit. GENIAL!

Allein wegen der letzten drei Stücke ist objektiv die Höchstpunktzahl verdient, ebenso für "Metall Field". Unverzichtbar.
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