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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
6
4,0 von 5 Sternen
Live at Carnegie Hall
Format: Audio CD|Ändern
Preis:10,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


VINE-PRODUKTTESTERam 5. Februar 2003
...ja, das klingt übertrieben, ist es aber wirklich nicht.
Ich kaufte seinerzeit (ich war 13) die Doppel-LP, weil ich schöne Cover und lange Stücke mochte. Und schon bald war es um mich geschehen, und seitdem, also seit 22 Jahren, ist Renaissance DER Soundtrack zum Pengoblin.
Der mit Orchester, dafür ohne E-Gitarre aufgenommene Livemitschnitt aus der Carnegie Hall scheidet in der Tat die Geister, denn nie wieder auf einer der veröffentlichten Liveaufnahmen klangen Renaissance so lupenrein und unirdisch. Bereits der Opener "Prologue" (8min) ist recht repräsentativ: Ein perlendes Piano, ein munterer Bass, dezente akustische Rhythmusgitarre, Orchesterkapriolen wie ein fliegender Teppich und dazu vor allem die unirdisch schöngewaltige Stimme Annie Haslams, die damals auf der Höhe ihres Könnens war. Virtuos und mit traumwandlerischer Sicherheit (kontrapunktiert von den dagegen eher bläßlichen männlichen Bandsängern) nimmt Haslam den Hörer mit in bessere Regionen, wo es keine Dissonanzen gibt. Diese Grundstimmung zieht sich durch das ganze Album; die verträumte Ballade "Ocean Gypsy" (7min) reiht sich da ebenso ein wie das schmissige "Can You Understand?" (10min). Mit "Carpet of the Sun" (4min) wird der erste (und leider fast einzige) 'Hit' der Band vorgestellt, es folgen das dynamische "Running Hard" (10min) und das Alexander Solschenizyn gewidmete melancholische "Mother Russia" (10min, beide urspr. von "Turn of the Cards").
Die zweite CD ist den beiden Höhepunkten des Renaissance-Oeuvres gewidmet: der knapp halbstündigen Renaissance-Version der Rahmengeschichte aus 1001 Nacht "Song of Scheherazade" - mit einer etwas zu lang geratenen Ansage vorneweg. Wer übrigens immer noch behauptet, dies sei die Renaissance-Adaption der sinfonischen "Scheherazade"-Suite von Nikolai Rimsky-Korsakov, beweist lediglich, daß er gut von Leuten abschreiben kann, die auch nie Vergleich gehört haben: außer den ersten Fanfarentönen besteht auch nicht die geringste Ähnlichkeit. Nach diesem üppigen, reich verornamentierten, aber dadurch auch sehr beengten Stück (weil kein Raum für Improvisation bleibt), gönnen sich Renaissance ihr stets letztes und am freiesten ausgestaltetes Livestück (ohne Orchester): "Ashes are burning" (hier: 24min). Besonders sticht das Pianosolo hervor, das Motive aus "Mr. Pine" zitiert (vom zweiten Renaissance-Album 'Illusion'), ferner das virtuose, spielfreudige Solo von Jon Camp am Bass, und zuletzt im Finale des Stückes wiederum Annie Haslam, deren wortloser Gesang hier eine Tonhöhe und Perfektion erreicht, die umso bewundernswerter ist, weil ihr das in den anderen Liveversionen dieses Stückes nie wieder so gut gelingen sollte - die Grenze zum Quieken war bei Haslams höchsten Tönen schon immer nur um Haaresbreite entfernt.
Zurück bleibt ein wohlig erschauerter, sehr satter Hörer. Manchem mag dieses Livewerk etwas überzuckert erscheinen, und der greift lieber zu den rauhen Tönen von "Yessongs" oder "Welcome back, my Friends...", aber wer in Musik zu schwelgen vermag, wird (zumindest in der U-Musik) kaum etwas Schöneres dafür finden können als diese Aufnahme. Ein Vollbad von einem Album!
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am 23. März 2006
Musikalisch ist das Werk über alle Zweifel erhaben. Deshalb und um damit die verwitterten Cassetten aus 1980 zu ersetzten, bestellte ich diese CD. Leider klingt diese CD-Pressung schlechter als meine kaputten Cassetten: kein Bass, schrille Höhen, hohle Stimmen usw. Als Ersatz für vielleicht vorhandenes Venyl also nicht zu empfehlen!
Schade, "Live at Carnegie Hall" hätte ein Top-Remastering verdient.
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am 21. Dezember 2013
Normal höre ich ganz andere Musik. Und wenn andere schon in ihren Rezensionen das Wort Kitsch in den Mund nehmen, würde ich normal sofort davon Abstand nehmen auch nur reinzuhören. Das Album hier ist aber nicht normal, sondern schlichtweg von einem anderen Stern.

Es gibt ganz wenige Alben, die ein altes Hardrock- und Metallerherz so berührt haben wie dieses. Immer, wenn ich mal "was fürs Herz" brauche, laufen diese beiden Scheiben am Stück. Und jedesmal geht es mir hinterher wieder ein ganzes Stück besser.

Selten hat man hernach wieder so eine geniale Symbiose von Band und Orchester gehört. Lingua Mortis und Rage kamen (und kommen anno 2013) da vielleicht nah dran, aber das ist ein ganz anderer Musikstil. Und der Sound ist zumindest auf meiner Anlage (Onkyo A-9755, Kenwood DP-4090, Magnat Vector 207) einwandfrei, der Bass quicklebendig und deutlich wahrnehmbar - und dies nicht nur im Solo in "Ashes Are Burning", wo bei mir der Boden gefühlt vibriert. Eine warme Produktion, richtig gut gemacht, und ein Konzert, das auch fast 40 Jahre nach seiner Aufzeichnung immer noch fasziniert. Das nennt man dann wohl "Album für die Ewigkeit".
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am 21. Juni 2005
Gut anderthalb Stunden entführt uns Renaissance in ihre märchenhafte Welt, begleitet vom New York Philharmonic Orchestra. Dies geschah zu einer Zeit, wo es noch nicht allzu hip war, sich musikalisch mit einem Orchester zu paaren (siehe Metallica).
Die wunderbare Sängerin Annie Haslam legt wunderbar stimmungsvoll ihren Stimmteppich über die Kompositionen, die irgendwo zwischen klassischer Musik und Kitsch anzusiedeln sind. Anspieltips sind auf CD1 das symphonische 'Ocean Gypsy' und 'Mother Russia', das vom Leben des russischen Regmekritikers und Literaturnobelpreisträgers Alexander Solschenizyn handelt.
CD2 besteht aus zwei langen Stücken - 'Scheherazade' ist die freie Interpretation von Rimsky-Korsakovs gleichnamigem Stück, das vom Frontman mit einer längeren Ansage eingeleitet wird, wo er eine Kurzfassung der 'Geschichten aus 1001 Nacht' gibt.
Schöne Musik.
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am 7. Juni 2001
Diese Platte kann man eigentlich nur lieben oder hassen. Das Spanungsumfeld zwischen Art Rock, symphonischen Anspruch und Kitsch ist auf diesem Livemitschnitt in geradezu exemparischer Weise gekoppelt. Yes meets Enya mit den jeweils besten Songs in epischer Breite, was - welch Wunder - der Gesamtstimmung eher zugutekommt. Fast möchte man froh sein, dass man live bei dem Konzert nicht dabei war, sondern sich privilegiert, quais in aller Ruhe - am besten auf dem Sofa - der asoziativen Phantasie des geboten Liedguts hingeben kann. Wie gesagt, wer es mag, wird diese Platte geradezu lieben!
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am 19. Mai 2013
Habe in den 80iger Jahren Renaissance A Song for all Seasons rauf und runter gehört und bin von dieser scheibe eher enttäuscht.
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