Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
38
4,6 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. Oktober 2004
Anders kann ich das erste Album der Prog-Metal-Götter aus New York nicht zusammenfassen. Sicher ist „When dream and day unite" etwas straighter als spätere Werke von DT, aber die musikalische Klasse von John Petrucci (Gitarre), John Myung (Bass), Mike Portnoy (Drums) und damals noch Kevin Moore (Keyboard) wird sofort deutlich. Zudem enthält das Debüt einige Klassiker, die auch heute und nach ungezählten Durchgängen immer wieder musikalisch überraschen können.
Von Beginn an wird klar, dass es sich bei Dream Theater um etwas Besonderes handelt. Der Opener „A fortune in lies" besticht durch Vielschichtigkeit. Harte gitarren-orientierte Passagen wechseln sich mit keyboardlastigen ruhigen Phasen ab. Der Sound ist brillant (was ja bei Debüt-Alben nicht immer der Fall, aber gerade bei solcher Musik unerlässlich ist) und der geneigte Hörer vermeint einen leichten Rush-Sound wahrzunehmen. Hinzu kommt ein phantastisches Gitarren-Solo. Insgesamt gesehen ein echter DT-Klassiker, der leider viel zu selten live gespielt wird.
Ein weiteres Highlight der CD ist die (inoffizielle) Band-Hymne „The Ytse Jam". Darin beweisen die vier Instrumentalisten, dass musikalische Brillanz keineswegs immer in technischen Frickeleien und Fingerübungen ausarten und damit langweilig werden müssen. Dabei wechseln sich Gitarre, Keyboards, Drums und Bass (ja, auch ein Bass kann ein wunderbares Solo-Instrument sein) in den Einzel-Spots ab. Das Stück wird getragen von diversen unisono-Läufen der Instrumente, bei denen Musiker vor Ehrfurcht auf die Knie sinken und die Götter preisen. Für diesen Fall schon einmal ein Kissen bereit legen, sonst geht es am nächsten Tag wieder zum Orthopäden.
Ebenfalls zu begeistern weiß das daran anschließende „The killing hand". Ein wunderbares musikalisches Opus mit verschiedenen Parts und einer stimmungsvollen Steigerung zum Mittelteil, in dem sich die Verzweiflung und Zerrissenheit, die in den Lyrics zum Ausdruck kommt, auch in der Musik wiederspiegelt (ohne dass die Musiker je an ihren Instrumenten verzweifeln würden oder diese zerstören). Dies ist schon ein Vorgeschmack auf "The Change of Seasons", ein 25-minütiges Werk, dass als absolutes Highlight des musikalischen Schaffens von DT bezeichnet werden muss.
Nach der Veröffentlichung von „When dream and day unite" gab es auch schon die erste Umstellung im Line-up der Band. Waren es sonst immer die Keyboarder (Kevin Moore und Derek Sherinian), die ihre Tasten packten, musste dieses Mal Sänger Charlie Dominici gehen. Er passte weder musikalisch zur Band (so verpasst er auf „When dream and day unite" tatsächlich einmal den richtigen Ton, was auf einem Studio-Album schon hart ist). Zudem passte er vom Alter nicht zu den anderen (Dominici war mehr als zehn Jahre älter als die anderen DT-Mitglieder). Er wurde dann ersetzt durch James LaBrie, der auch stimmlich sicherlich eher den Anforderungen einer solchen Band etspricht, da er ein größeres Spektrum im Stimmumfang abdeckt.
Auf den folgenden Alben (ab „Images and Words") entwickelten die New Yorker dann ihren spezifischen Sound, der hier schon angelegt ist, immer weiter und die musikalische Entwicklung scheint noch nicht abgeschlossen, wie das neueste Studio-Werk „Train of Thought" beweist. Bei Dream Theater ist der Hörer nie vor einer Überraschung sicher (Ja Wowi, wir wissen: und das ist auch gut so).
Das Einzige, was den Jungs heute vielleicht peinlich sein müsste, sind die Fotos der Musiker. Nun gut, es waren die 80er und da lief man so rum. Zudem gab es Bands, die diesen Look zur Perfektion brachten (Bon Jovi, Europe, Poison). Aber aus heutiger Sicht sind sie schon leicht peinlich (oder aber zumindest amüsant anzuschauen).
Abschließend lässt sich lediglich sagen: großartiges Debüt einer Band, die bereits zu Lebzeiten Legenden-Status erreicht hat. Die nachfolgenden Alben sind sicherlich musikalisch und stilistisch noch höher zu bewerten. Als ich 1989 diese CD kaufte wusste ich zwar noch nicht, dass DT solch einen Erfolg haben würden, aber für mich war klar: diese CD gebe ich nie wieder her. Absolute Weltklasse. Fünf Sterne (mit leichter Tendenz zu einem Bonus-Stern und dem Mozart-Award für musikalische Brillanz in jungen Jahren).
44 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Juni 2015
......hier noch mit Sänger Charlie Dominici, transportier(t)en
den Spirit von Bands wie Rush, Deep Purple oder Uriah Heep
in den Metal- Sound: Bombastisch, vertrackter Metal mit Speed
und guten Melodien- mit heftiger 80er SchlagSeite/ Sahne. :-)
Dieser Band macht so schnell keiner was vor. Keyboard- /Gitarrenduelle,
rasend schnelle Bassläufe und powervolles Drumming.
Und Charlie Dominicis Stimme passte,- ich liebe sie! Wie der unerreichte
und unvergessene David Byron/ Uriah Heep. Basta.
Und wie sie heute mit Sänger La Brie klingen, ist mir (noch) nicht
bekannt; er soll ja live grottenschlecht klingen.......

Ich stiess durch einen netten Zufall auf DREAM THEATER.
Und dieses Album aus dem Jahre `89 fand sofort den Zugang zu meinem Herz.
Wegen Charlie und dem tollen, klasse melodiösen Sound. Von wegen hingeknödelt,
ohne sich seiner schrecklichen Stimme bewusst zu sein...ich glaub`, es hackt!
Wer keine Ahnung hat..........James La Brie soll da viel schlechter klingen.
Besonders live ein Graus. Ja, ich wiederhole mich. Gerne.

Acht Tracks= 51.32 Minuten!!
Acht Tracks= WOW!!

**********************************************************************************

Fazit:

Drummer Mike, Gitarrist John und Basser John Myuing gründen die Band
noch als Studenten. Zunächst unter dem Namen Majesty- und holen sich
Sänger Charlie Dominici von den Pop- Rockern " Frankie And The Knockouts ".
Allerdings ändern sie den Bandnamen in DREAM THEATER um, da die Rechte an
Majesty schon vergeben sind.
Mit Produzent Terry Date( Overkill, Pantera, Unearth )nehmen sie ihr Debut- Album
"When dream & Day unite" auf. Diese Mischung aus Prog- Metal und verspieltem,
fast ins jazzig abdriftende Element, wagte bis jetzt so noch keine andere Band.
Harter Tobak und fast schon zu geil für den Rest der Welt!!
Mir gefällt es. Sehr.

FÜNF STERNE!!
44 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2005
Jeder fängt mal klein an. Dream Theater taten dies allerdings nicht mal unter dem Bandnamen Majesty, unter dem sie ihre Demos einspielten, die damals schon für Furore sorgten. Als Dream Theater bringen sie anno 1989 ihren ersten offiziellen Silberling heraus, haben einen (vorerst) festen Sänger, nämlich Charlie Dominici, der leider nach "When Dream And Day Unite" herausgeekelt wurde. Tja, und man mag es kaum glauben, sie flastern metallische Pfade, die mal essentiell für Alben wie "Train of Thought" werden sollen. Aber mal ganz von vorne.
Dream Theater besitzen auf ihren Debut etwas, was mir an ihnen auf den folgenden Alben (selbst "Images And Words") negativ aufgefallen ist: Seele. Das soll nicht negativ klingen, schließlich bin ich großer DT Fan. Aber man merkt den musikern den Spielspaß eher an, als auf allen anderen Alben.
Los geht der Spaß mit "A Fortune In Lies", ein Song, der mein Statement am besten bekräftigen kann. Eine wunderbare Nummer zum Abgehen, mitsingen (wenn man Dominicis Eunuchenstimme erreicht) oder einfach nur lauschen (Portnoy beweist damals schon seine unglaubliche Drumfähigkeit...ein wahrer Genuss). "Status Seeker" ist dann sowas wie eine Single, auch wenn es nie eine gab. Ein Song, den ich unbedingt mal live erleben würde, aber die Herren Dream Theater erbarmen sich ja nicht. "The Ytsé Jam" (ein Anagram, bitte rückwärts lesen) ist dann die Frickelorgie. Ein Instrumental in dem Jungs zeigen was sie draufhaben. Besonders gegen Ende mitreißend und einfach nur Kult. Kann als reines DT Instrumental meiner Meinung nur von "Stream Of Conciousness" von 2003 übertroffen werden, macht dafür live umso mehr Spaß. Der Longtrack in moll "The Killing Hand" ist vielschichtig und technisch sauber und spannend aufgebaut. Sehr schön, stimmungs- und spannungsgeladen, wunderbar treibend.
Mein absoluter Favorit des Albums folgt mit "Light Fuse And Get Away" mit seinen verschiedenen Tempi- und Taktwechsel. Einfach nur atemberraubend und eines der besten DT Stücke aller Zeiten. "Afterlife" ist geradlinig, gefällt aber mit großartigem Portnoy Gedrumme. "The Ones Who Help To Set The Sun" ist kompliziert und hat ein langes Intro bis es zur Sache geht. Leider zieht der nervig gesungene Refrain den Song deutlich runter. Dafür haut der Rauswerfer "Only A Matter Of Time" noch einmal richtig rein, bläst den Hörer mit Synthiesounds aus dem Sofa und hat einen starken Chorus. Sehr geil!
Im großen und Ganzen ist das heir ein Album, das der Fan eh haben muss, aber vielleicht abschreckend für Neulinge sein kann. Das liegt erstmal an Eunuchensänger Charles Dominici, nach dessem Rauswurf man nie wieder was hören durfte/musste. Naja, so schlecht ist er sicher nicht, aber auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Rush Fans werden ihren Spaß haben, alle anderen finden ihn entweder gut oder schlecht. Der zweite arge Minuspunkt ist die Produktion. Selbst wenn man keine Ahnung von Produktionen hat, fällt einem die Qualität klar auf: dumpfe, sogar ein bisschen rauschige Soundqualität. Dafür gibt es aber echt gute Musik und ein tolles Debut des Traumtheaters, das zwar übertroffen werden konnte, aber in seiner Form immer noch eigenständig und originell ist.
11 Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Dezember 1999
Gerade 'mal ein Jahr war es her, daß Quennsryche mit "Operation Mindcrime" neue Maßstäbe gesetzt hatten, da zogen Dream Theater mit ihrem Debut quasi aus dem Stand (und frisch von der Musikhochschule) mit Riesenschritten an ihnen vorbei. "When Dream And Day Unite" setzt da erst an, wo Genesis, Yes, Rush und eben Queensryche auf ihrem jeweiligen Zenit aufgehört hatten und präsentiert eine Band, die seinerzeit wie heute in sämtlichen technischen und kompositorischen Belangen der Konkurrenz um Lichtjahre voraus ist. Traumhafte Harmonien und Melodien und völlig neuartige Songstrukturen fügen sich zu einem einzigartigen Spannungsbogen. Geradezu revolutionär muten auch heute noch Prog-Epen wie "Light Fuse And Get Away", "The Ones Who Help To Set The Sun" an. Das überirdische "Only A Matter Of Time" ist auch in lyrischer Hinsicht Perfektionismus pur. "A Fortune In Lies" und "The Killing Hand" haben ohnehin schon den Ruf von Klassikern, und "The Ytse Jam" gehört zu den in Fachkreisen höchstgelobten Instrumentals. Die altmodische, geradezu barocke Produktion fügt sich in dieses Gesamtbild nahtlos ein. Gewöhnungsbedürftig, aber durchaus hörenswert ist die glasklare Stimme des damaligen Sängers Charlie Dominici, der bereits für das Nachfolgealbum von Ausnahmetalent LaBrie ersetzt wurde. Dank bis ins kleinste Detail akribisch und liebevoll ausgearbeiteter Songs stellten Dream Theater aber schon mit "When Dream And Day Unite" den Gipfel der musikalischen Entwicklung dar. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 22. September 2006
Wir schreiben das Jahr 1989 und in diversen Musikzeitungen wurde diese Platte in den Himmel gehoben. Ich also in ein Fachgeschäft meiner Wahl, Kopfhörer auf und los. Und was passierte? Ich bin vor Begeisterung fast an die Decke gesprungen. Diese Platte ist wirklich eine der besten Debut-CDs aller Zeiten, gar keine Frage. Sie gefällt auch heute noch so gut wie damals. Die Musik ist auf der einen Seite knallhart, auf der anderen Seite so verspielt, so Prog-mäßig wie ich es seit Yes aus den 70ern kaum noch gewohnt war.

A fortune in lies: Super opener! Hart und breaks ohne Ende

Status seeker: Etwas kommerzieller, aber keine Sorge, auch hier kann die gesamte Gruppe überzeugen

The ytse jam: Viell. der beste Instrumentalsong aller Zeiten? Ich weiß es nicht, aber was die Gruppe hier abliefert ist kaum noch zu toppen. Jeder tobt sich an seinem jeweiligen Instrument aus, super genial!

The killing hand: Fast noch besser als das Stück davor. Fängt ruhig an und dann geht es richtig ab, aber immer wieder breaks usw.

Light fuse and get away: Wieder unglaubliche musikalische Leistungen, besonders von Kevin Moore an den Keys

Afterlife: Wieder etwas poppiger, um uns geneigte Hörer nicht vollkommen fertig zu machen :-))

The ones who help to set the sun und Only a matter of time: Beide songs einfach unbeschreiblich geil und genial!

Bis heute ist "When Dream and Day Unite" eine der besten DT-Platten geblieben. Ich habe auch nichts gegen den Sänger Charlie Dominici, ganz im Gegenteil, seine Stimme paßt gut zur Musik, auch wenn das von dem Einen oder Anderen anders gesehen wird.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2013
51 Minuten und 30 Sekunden pure Magie. "When Dream & Day Unite" hatte damals den gleichen Effekt, den das Album noch heute bei mir hat.
Vom ersten Takt des mit orientalischen Klängen aufgepeppten Openers "A Fortune In Lies" bis hin zum perfekten Rausschmeisser "Only A Matter Of Time" hab ich eine Gänsehaut nach der anderen - eben 51 Minuten und 30 Sekunden lang. Wer mich und meine Postings kennt, weiß schon längst, wie sehr ich dieses Album liebe, aber ich wiederhole mich gerne zum x-ten Male:
- WDADU ist das P.E.R.F.E.K.T.E. Debüt.
- Die Produktion von Terry Date passt grandios zu den acht überirdischen Kompositionen.
- Auf dem Album herrscht eine solche Fülle von unsterblichen Gesangsmelodien, Hooklines, Bridges und Strophenmelodien, das mir kein vergleichbares Album einfällt, welches auch nur annähernd eine solche Anzahl aufweisen kann.
- Charlie Dominicis Stimme ist ja bei den DT-Fans neueren Datums alles andere als unumstritten, für mich als John Arch-Vergötterer ist er aber der WAHRE DT-Sänger. LaBrie mag mehr Ausstrahlung haben, dicker sein und technisch perfekter sein - Dominici ist auf diesem Album aber ebenso wenig wegzudenken wie Arch auf den ersten drei FW-Epen.
- "The Ytse Jam" (rückwärts gelesen natürlich MAJ ESTY) ist eines der besten Instrumentals aller Zeiten.
- Die instrumentale Klasse von Petrucci, Myung, Portnoy und Moore ist auch heute noch das Maß aller Dinge im Progsektor. Jeder der acht Songs begeistert nicht nur durch die Melodienvielfalt, sondern auch noch durch eine Detailverliebtheit, die es mir auch 2006 noch leicht macht, bei diesem Album komplett auszurasten. Und wie man bis zum heutigen Tage behaupten kann, Dream Theater könnten keine Songs schreiben, hat definitiv nicht mehr alle Latten am Zaun – oder aber er kennt „When Dream & Day Unite“ nicht.

So, und wer mir nun immer noch nicht glaubt, der ziehe bitte diesen Rundling aus dem Regal, lege die Scheibe ein, drücke auf die "4" und lausche diesen Klängen:

"An Angel's kiss now fallen
Descending scarlet cuts the sky
Faded names left on the wall
Honor the fighting leave life to die
Remembered is the sacrifice but
No praisal of blood still flowing
Who were the leaders?
what controlled the Killing Hand
that caused this mourning?
Crossing over..."

Besser, intensiver, trauriger, erhabener kann Musik defintiv nicht mehr sein. Hab schon geheult bei diesem Song.

Übrigens: Ich habe mir damals, 1989, extra eine 100-Minuten-Kassette gekauft (owbohl die ja verpöhnt waren), damit dieses Album exakt zweimal drauf passt und ich auf dem Weg zur Schule und zurück dieses Wunderwerk der Musikgeschichte wieder und wieder hören kann.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. November 2003
Progressive Rockmusik lag danieder, als sich fünf Männer aus New York daran machten, sie wieder auferstehen zu lassen. Dream Theatre hauchten einer Musikrichtung im Jahre 1989 neues Leben ein und bewiesen, dass sich die Musikform Hard Rock / Heavy Metal sehr wohl mit einem musikalischen Anspruch verbinden ließ, ohne dabei auf eingängige Melodien und ansprechende Lyrics verzichten zu müssen. "When Dream and Day unite" stand dabei am Anfang einer bis heute nicht abreissend wollenden Welle von hervorragenden DT-Alben. Der größte Unterschied zwischen "WDADU" und den Nachfolgern ist der Sänger, denn nach dem Erstling musste Charlie Dominichi (dessen Gesang ein kleines bißchen an Geddy Lee von Rush erinnert) sein Mikro aufgeben und James LaBrie übernahm für ihn.
Musikalisch gibt es hervorragende Songs, mit langen (aber nicht zu langen, sondern genau richtig langen) Instrumentalpassagen. Dabei tritt die Virtuosität nie vor den Song, sondern bewegt sich nur in dem Raum, den er ihr vorgibt. So wird richtig gute Musik gemacht. Die Egos werden an der Tür abgegeben und die Inspiration wird dennoch nir beschnitten. Besondere Highlights sind: A fortune in lies, The killing hand, ach was rede ich? Hier den ein oder anderen Song hervorzuheben wäre vermessen. Alle sind hervorragend.
Insgesamt gesehen ist "When Dream and Day unite" eines der besten Erstlingswerke im Bereich der Progressiven Rockmusik und hat vielen anderen Bands erst die Türen und Tore geöffnet. Ohne Dream Theatre wäre die Welle an neuen hervorragenden Progressive-Bands (Symphony X, Enchant, Spock's Beard etc) vielleicht niemals entdeckt worden. Auch dafür: Danke DT.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Januar 2015
Nach mehrmaligen Studieren des Erstlingswerkes von DT ist mir die musikalische Genialität deutlich aufgefallen. Ich denke, da das Songwriting noch nicht so erprobt war, fielen einige Songs etwas sperriger aus als spätere Sachen, was keinesfalls schlecht ist. Die schlechte Produktion damals lässt möglicherweise nicht zu, dass der Hörer direkt die genialen Stellen bemerkt. Wenn man dann die Songs gut kennt, fallen einem immer mehr Dinge auf. Das Werk muss sich nicht vor den anderen Werken DTs verstecken. Ich mag LaBrie als Sänger zwar auch mehr, aber die Stücke von 1985-89 höre ich lieber von Dominici gesungen, da sie für seine Stimme geschrieben wurden und er sie besser singen kann.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2009
when dream and day unite ist bis heute zumindest für mich, DAS album überhaupt aus dem erweiterten metal bereich. nur eine einzige band hat ähnlich unglaubliches abgeliefert, und das auch nur ein einziges mal: shadow gallery mit ihrem debüt.
was die 5 ausnahmekönner hier schuffen, ist für die ewigkeit gedacht. und nicht ein einziges mal danach sind sie je auch nur in die nähe dieser qualität gekommen (okay, eine ziemlich subjektive sichtweise) ... das zusammenspiel der einzelnen instrumente ergeben ein in sich geschlossenens perfektes klangbild. der unterschied zwischen den folge alben ist so groß, dass man geneigt ist, hier und da von einer komplett anderen band zu sprechen. wo HEUTE dream theater für komplexität stehen, ist es auf when dream and day unite VIRTUOSITÄT!!!! man hatte hier den eindruck, jeder spielt die unglaublichsten sachen auf seinem instrument, und gott selbst fügt es zu einer platte zusammen.
status seeker mit seinem grandiosem refrain, die träumerischen anfänge von those who helped to set the sun ... ich kann hier und da verstehen, dass heutigen dream theater diese platte nicht gefällt. der unterschied ist einfach zu groß.
aber versteht auch bitte diejenigen unter uns, für welche diese platte als die einzig wahrhaft nennenswerte der 5 new yorker ist (dominici musste hiernach leider gehen) ...
um einen unterscheid zwischen heute beschreiben zu wollen ... muss man die sachen schon hören.
ich zumidest habe den eindruck, dass die jetzigen dream theater ihre besonderen fähigkeiten an ihren instrumenten (und die haben sie zweifelsohne) eher nacheinander einsetzen.
auf when dream and day hatte ich das gefühl, alles wird zeitgleich eingesetzt, und erfährt so seine formvollendung ... aber was soll ich hier herumschreiben ...
legt euch das teil einfach zu!
so ein album wird einmal im jahrhundert geschrieben. danke, vielmals danke, für diesen release!!!
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Oktober 2004
Mit dieser Scheibe trat das New Yorker Quintett Dream Theater 1989 zum ersten Mal in Erscheinung, und sie hinterließen einen bleibenden Eindruck: mit einem Streich erschufen sie einen neuen Stil, wurden zu Idolen der Metal-Musiker-Gemeinde, inspirierten dutzende und hunderte von mehr oder weniger guten Nachahmer-Bands und rämten nebenbei die beste Durchschnittswertung aller Zeiten im "Rock Hard"-Magazin ab - das muß man erstmal nachmachen.
Schon die ersten Takte lassen keinen Zweifel, daß hier geklotzt und nicht gekleckert wird. Wuchtige Gitarrenakkorde, ein durchdringender Synthi, dann setzt das Schlagzeug-Stakatto ein, und von da ab wird gehobelt, daß die Späne fallen. Während im Metal in den Jahren zuvor haupsächlich der Gitarrist im Mittelpunkt stand und sich austoben durfte, brillieren hier alle Musiker gleichermaßen: natürlich auch ein Gitarrist, der nicht mit Noten geizt (John Petrucci), aber eben auch ein klassisch ausgebildeter Keyboarder (Kevin Moore), der beweist, daß sich Synthis als Soloinstrumente nicht verstecken müsen, ein Schlagzeuger (Mike Portnoy), dem man nicht abnimmt, daß er tatsälich auch nur zwei Arme und zwei Beine besitzt, und ein Bassist (John Myung), der das Klischee von fleißigen Asiaten gerne bedient. Leider geht sein Beitrag im etwas mumpfigen Sound der Scheibe ein wenig unter.
Einen habe ich noch vergessen: Sänger Charlie Dominici, der über eine für Metal-Verhältnisse sehr angenehme, gefühlvolle Stimme verfügt. Seine Gesangslinien sorgen zu einem guten Teil für den hohen Wiedererkennungswert der Songs, und spätestens mit dem abschließenden Track "Only A Matter Of Time" muß man anerkennen, daß er seine Stimme so virtuos im Griff hat wie die anderen ihre Instrumente.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,99 €
5,99 €
5,49 €