Herbst/Winter-Fashion Hier klicken Duplo Storyte Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken Learn More Fire Shop Kindle PrimeMusic GC HW16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
20
4,5 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:11,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 13. April 2001
Ich hatte meine "Wheels of Fire" an einen jüngeren Kollegen verborgt, der zum Zeitpunkt ihres Erscheinens noch in der Sandkiste gespielt haben musste. Als er sie mir zurückbrachte, meinte er: "Gute Musik, ohne Zweifel - aber von den Stilmitteln her doch etwas überholt.." - Überholt?? Rock klingt heute vielleicht etwas anders. Aber: Ist Bach überholt? Haydn? Mozart? - Cream sind für mich Rock-Klassiker, und ihre "Feuerräder" sind, wage ich zu behaupten, einer der Kulminationspunkte der Rock-Musik.
Cream - ein Name als Programm, und beileibe keine Übertreibung. In dieser seltenen stellaren Konjunktion, wie sie in einem halben Jahrhundert nur einmal eintritt, waren Ginger Baker, Jack Bruce und Eric Clapton wirklich die Creme des Rock. Cream - das war auch eine dreistufige Rakete: Stufe 1: "Fresh Cream", ein Versprechen. Stufe 2: "Disraeli Gears", dessen Einlösung. Stufe 3 und der Höhepunkt der Entwicklung: "Wheels of Fire" aus dem Jahr 1968.
Das Album besteht aus zwei Teilen, vier Live-Nummern, neun Studio-Cuts. Die im Fillmore aufgenommenen Live-Mitschnitte zeigen BB&C als Virtuosen ihres Metiers, die Blues-Standards wie Johnsons "Crossroads" und Howlin Wolf's "Spoonful" mit ungeahntem Drive neuen Feueratem einhauchen. Instrumentaler Höhepunkt dieses Teils ist wohl Bakers imponierendes vietelstündiges Drums-Solo "Toad", in dem er seinen Kollegen von der Schlagwerk-Fraktion zeigt, wo der Bartl den Most holt.
Von den neun Studio-Aufnahmen sind zwei gleichfalls Blues-Klassiker ("Born under a Bad Sign", "Sitting on Top of the World"), die anderen Eigenkompositionen. Für vier der Cuts vertonte Jack Bruce Gedichte des (Rock-)Lyrikers Pete Brown, darunter findet sich einer der m.E. perfektesten Rock-Songs der Musikgeschichte, "White Room", und die unglaublich vielschichtigen Nummern "As You Said" und "Deserted Cities of the Heart". Ginger Baker steuerte (zusammen mit Mike Taylor)drei Songs bei, die das Genre Rock weit transzendieren: das elegische "Passing the Time" (mit Bruce am gestrichenen Kontrabass), das surrealistische "Pressed Rat and Warthog" und das überirdisch-schöne "Those Were the Days" ("When the city of Atlantis stood serene above the sea..").
Wie sehr die Cream musikalisch über dem Pop-Gewusel stehen, zeigt neben ihrer instrumentalen Virtuosität (alle drei zählen zu den besten Instrumentalisten ihrer Sparten) auch die rhythmische Komplexität der Songs. Der einleitende Chor in "White Room" folgt einem 5/4-Takt, "Passing the Time" wechselt ständig zwischen 3/4 und 4/4, und in "As You Said" kommt dazwischen auch einmal ein 7/8-Takt zum Tragen, was durchaus nicht aufgesetzt, sondern organisch wirkt und den Nummern Farbe und etwas wie einen exotischen Reiz verleiht. Das soll ihnen einmal einer von den Vier-Viertel-Klopfern der zeitgenössischen Populärmusik nachhüpfen!
Immer wieder gibt es in den Songs Momente unglaublicher musikalischer Intensität. Und nie hatte Clapton interessanteres Material als Ausgangspunkt für seine gloriosen solistischen Feuerwerke (wenn man jüngere Clapton-CDs zum Vergleich heranzieht, ist das wie Himmel und eins). Und auch wenn Bruce und Baker bloß begleiten, so hat dies durchaus den Charakter und die Brillanz solistischer Leistungen. Auf diese Weise gelingt es dem Dreigestirn, auch Dutzende Male gecoverte Songs einer aufregenden Frischzellenkur zu unterziehen - von "Born under a Bad Sign" kenne ich einfach keine bessere Version. Die Eigenkompositionen sind an vielen Stellen eine faszinierende Synthese aus Rock und Kammermusik.
Zwei Jahre währte die cremige Herrlichkeit, dann zerbrach die Soupergroup, vermutlich an der Ansammlung von kreativem Potential, das die kritische Masse überschritt. Clapton und Baker formierten sich mit Steve Winwood und Rick Grech zur Ein-Album-Gruppe "Blind Faith". Nach deren Auseinanderbrechen gründete Baker die "Airforce" und macht heute in Jazz. Clapton kehrte mit "Derek & The Dominoes" zurück ins überschaubare Terrain des Blues mit seinen drei (manchmal vier) Akkorden und landete mit weniger anspruchsvollem, aber offensichtlich eingängigerem Songmaterial etliche Hits. Bruce tat sich mit Jazzern wie John McLaughlin und Larry Coryell zusammen, um Alben aufzunehmen, die aber mit Ausnahme des ersten ("Songs for a Tailor") kaum breitere Publikumsresonanz fanden.
Jedenfalls bin ich meinem Geschick (meinethalben sogar auf Knien) dankbar, dass meine Jugend in die sechziger Jahre fiel, eine Zeit, in der Rock- und Pop-Musik einen unglaublichen Wachstumsschub erlebten. Die Szene damals war fruchtbar wie ein tropischer Regenwald, trieb wundersame Blüten und die "Wheels of Fire" waren eine ihrer schönsten - vielleicht sogar die schönste.
55 Kommentare| 97 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ich möchte nichts zu der Musik dieses Albums sagen. Es ist ohne Frage ein Klassiker von Cream und wer das Album kennt, weiß sicherlich, was ich meine. Auch gibt es genügend interessante Rezensionen zu dem Album Wheels of Fire.

Frage ist mehr, ob sich eine Anschaffung der Master Recordings lohnt, im Hinblick auf den besseren Klang der Gold-CD's. Ich hatte mir 1970 die LP's gekauft und war eigentlich immer ganz zufrieden, weil der Klang der LP's im Grunde genommen nicht schlecht war, wenn man die Technologie und Aufnahmemöglichkeiten der späten 60er Jahre berücksicht.
Mit einer CD-Erstüberspielung (US-Pressungen etwa 1989) war ich vom Sound ziemlich enttäuscht und verkaufte die wieder umgehend.

1995 kaufte ich dann die Master-Recordings von Live Cream,Vol.1+2/Ultra Disc, "Wheels Of Fire" und Goodbye/Ultra Disc in New York (die damals in den USA alle deutlich billiger waren, als hier). Und die sind für mich bis heute d a s Klangerlebnis schlechthin ("Goodbye" allerdings mit Einschränkungen, da der Klangvorteil hier nicht herauskommt). Die Prägnanz und der Klang der einzelnen Instrumente ist einfach grandios. Hier habe ich teilweise das Gefühl, dass man 1968 mit auf der "Winterland-Stage" steht. Gitarre und Bass verschwimmen nicht zu einem Klangbrei und das Hihat von Ginger Baker zischt einem bei "Crossroads" förmlich in's Ohr. Ich hatte mir ehrlich gesagt nach der Enttäuschung der ersten US-CD's nicht soviel von den Master-Recordings erhofft.

1999 habe ich mir dann auch noch die 4-CD-Box Those Were the Days gekauft, weil mich Cream seit meiner frühen Jugend immer begleitet hat. Auch der Klang dieser Box ist zwischenzeitlich wirklich sehr gut, wenn ich auch heute noch die Master-Recordings lieber höre. Die Cream-Remaster-Versionen von 1998 kenne ich nicht und kann daher nichts klanglich dazu sagen.

Wenn ich als Neukäufer heute wählen sollte, welche Version dem Vorzug zu geben ist, würde ich "Those Were The Days" wählen, da man das gesamte Werk von Cream auf 4 CD's in einer edelen Box klangmäßig sehr gut überarbeitet erhält (nur die Live-Version von "Politician" aus dem Album "Goodbye" fehlt). Zumal die inzwischen vergriffenen Master-Recordings zu deutlich überhöhten Preisen gehandelt werden.

Wie sind die Master-Alben nun ausgestattet:
"Live Cream I+II" (im Pappschuber) enthält ein 12-seitiges Booklet mit vielen Info's zu den Aufnahmen, die ich damals selbst nicht im einzelnen kannte. Bei "Wheels Of Fire" (im Pappschuber) erhält man ein Booklet der alten Doppel-LP mit Silberfolie und der Angabe der Nummern der Master-Tapes und genauen Aufnahmedaten. Erläuterungen zum Album sind aber nicht dabei.

Wie bereits erwähnt, klanglich sind die Gold-CD's einfach super und für mich die beste Version, Cream live zu hören. Angesichts der heute aber hohen Preise würde ich wohl die 4-CD-Box kaufen, die zudem auch ein dickes Booklet zur Geschichte von Cream enthält.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. November 2013
Creams Wheels of Fire gehörte schon zu LP Zeiten zu den Alben, die ich wieder und wieder gehört habe, der Umstieg auf die CDs fiel mir ein wenig schwer,
weil mir die gewohnten Nebengeräusche fehlten. Dann hatte ich mich endlich daran gewöhnt, da kam die Remasters Ausgabe, und das ist nun ein wirklich ganz
anderes Hörerlebnis. Man kann alles viel differenzierter wahrnehmen.
Die 4 Live Aufnahmen zeigen das gesamte Können der verschiedenen Solisten / Musiker, sind aber wohl eher etwas für Puristen. Die Studioaufnahmen bieten
fast nur Höhepunkte, allein schon White Room als Anfang. Meine Favoriten sind Pressed Rat And Warthog und vor allem Those Were The Days. Andere Hörer
werden da völlig anderer Meinung sein, aber erstklassig sind alle Stücke.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juli 2005
Im Musikbereich ist man mit dem Wort "Klassiker" und "Meisterwerk" immer sehr schnell zu Hand, wenn ein paar halbwegs bekannte Musiker eine gute LP oder CD veröffentlichen. Dabei werden die wahren Meister und tatsächlichen Schöpfer von Meisterwerken immer gerne übergangen... oder sind bereits in Vergessenheit geraten.

Zum Glück trifft das nicht auf Ginger Baker, Jack Bruce und Eric Clapton zu. Was das Trio Cream 1968 auf die Menschheit in Form von 2 LP's losgelassen hat sprengt allerdings den Rahmen um es "nur" als Meisterwerk zu bezeichnen. "Wheels Of Fire" - CD 1 ist randvoll mit genialen Kompositionen der drei Musiker (Bruce war immer der Hauptkomponist) und "Wheels Of Fire" - CD 2 zeigte auch heute noch, wie flüssig und elegant man Bluesrock spielen und dazu ne geile Jamsession halten kann. Hier wird alles, aber auch wirklich alles, was später den Hard Rock zu seiner Klasse verhalf vorweggenommen und das mit einer Güte, die man heute immer noch gerne hören kann. Legionen von Musikern haben von dieser Doppel-CD gelernt wie man vernünftige und gute Musik macht und ihre Inspirationen daraus gezogen!!!

FAZIT: Cream sind die wahren Götter des modernen Hard Rock!!!
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Cream waren schlichtweg genial und ihre Aufnahmen durchgehend von höchster Qualität - sowohl im Studio als auch Live. Deswegen möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es (endlich !!!) ein 4-CD-Boxset mit allen regulär veröffentlichten Creamaufnahmen gibt (studio + live), plus einigen bisher unveröffentlichten Aufnahmen. (Bisher musste man 8 CD's mit teilweise sehr bescheidenen Laufzeiten kaufen, um alle Cream-Songs zu haben !)
Für mich war "Wheels Of Fire" der Höhepunkt der Cream (Gesamtlaufzeit beider (!) CD's nur 80 Minuten) - aber wenn Sie Ihnen gefällt, werden Sie auch mit allen anderen Nummern der Cream Ihre wahre Freude haben !
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Januar 2004
Als die legendäre britische Band Cream 1969 Wheels of Fire aufnahm, brannte es bandintern, also hinter den Kulissen, lichterloh. Die musikalischen und menschlichen Differenzen zwischen Eric Clapton (git,voc), Jack Bruce (bass, voc) und Ginger Baker (dr) nahmen zu dem Zeitpunkt stetig zu. Nicht einmal ein Jahr danach nannte die Band ihr letztes Album bezeichnend "Goodbye" und löste sich auf. Auf die Musik von "Wheels of Fire", wirkten sich die internen Querelen wenn überhaupt dann positiv aus. Dieses Album zeigt die Band jedoch auf dem Höhepunkt ihres kreativen Schaffens.
CD1 wurde im Studio aufgenommen, CD2 live im Filmore East, New York. Die erste der beiden zeigt sich etwas aufgeräumter und klingt etwas "disziplinierter" als der psychedelische Vorgänger "Disraeli Gears", der übrigens ebenfalls sehr empfehlenswert ist. Doch immer noch gibt es schräge Songs, merkwürdige Arrangements und jede Menge Blues und Rock. Der erste Song, "White Room", ist schlicht und einfach ein Klassiker. Eric Clapton spielt ihn bis heute regelmäßig. Besonders schätze ich persönlich die letzten Songs der ersten CD, "Those were the days" und "Deserted Cities of the Heart", die mit gutem Songwriting, guten Melodien und guten Instrumentalteilen aufwarten. CD zwei präsentiert eine andere Seite von Cream: Live war diese Formation in ihrem Element, das steht fest. Die Musiker klingen zusammen außergewöhnlich homogen. Vor allem der Klassiker "Crossroads", der zwei mittlerweile legendäre Gitarrensoli enthält, stellt dies eindrucksvoll unter Beweis. Legendär ist auch Ginger Bakers Schlagzeugsolo auf "Toad", sowie der nahezu 15-minütige Jam über Willie DixonŽs "Spoonfull".

Fazit: Wer diese CD hört, der versteht schnell, warum die Reunion der Band (rund 30 Jahre nach der Trennung)binnen Stunden ausverkauft war, und warum es in 30 Jahren sicher keine ausverkaufte NSYNC- oder Backstreet Boys Reunion geben wird! Unbedingt reinhören!
11 Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Januar 2016
genau das was ich wollte im einwandfreiem Zustand netter Begleitbrief.

Jetzt zu dem Bewertungsfeld Was soll der Sch... ich will keine Romane schreiben!!!!!!
So vergällt man den Leuten das Rezensionenschreiben
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. September 2005
I was amazed at the transfer quality as earlier works sound tinny. I forgot how divers Cream is. It is as if they were experimenting with different types of songs. This is better than having variations of the same thing across the whole CD. It did not take me long to fall in love with the individual songs again. Everyone is familiar with "White Room" which is what made me think of this first but few remember "Pressed Rat and Warthog" or "Those Were the Days".
Bottom line the album is worth discovering or rediscovering.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. März 2013
....auch wenn es hier zu solchen gekommen sein mag: Cream waren mit dieser Platte Vorreiter einer musikalischen Stilrichtung, die danach kaum jemals wieder so gut gemacht wurde. Die Musiker, die hier mitspielen, wurden mit die ganz großen im rock'n-roll-circus, und wer historische Aufnahmen liebt, kommt z.B. an "spoonful" nicht vorbei. Fünf Sterne, was auch sonst.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. November 2002
Ich hatte mir "Wheels Of Fire" noch als Doppel-Lp gekauft (es gab sogar mal die Live-Aufnahmen separat auf einer Lp), aber mein Eindruck, insbesondere bei den Studio-Aufnahmen, ist gemischt. Mein Favorit: "As You Said", eine Bruce/Brown-Komposition mit Cello-Begleitung. Von "Sitting On Top Of The World" gibt es eine empfehlenswerte Live-Version, wie überhaupt die Live-Aufnahmen das Highlight dieser Doppel-CD sind. Der Tip von mir: "Spoonful". Dichter und konzentrierter ist wohl sonst kaum eine Live-Aufnahme von Cream. Ursprünglich ist dieses Stück von Charley Patton komponiert und als "Spoonful Blues" aufgenommen worden. Die Aufnahme von Cream basiert auf dem späteren "Spoonful" von Willie Dixon. "Toad" ist *das* Schlagzeugsolo von Ginger Baker, mit einer kurzen instrumentalen Einleitung, aber mein persönlicher Favorit ist wie gesagt "Spoonful", wegen dem sich m. E. durchaus der Kauf der ganzen CD lohnt!
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken