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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 9. Juni 2003
Fricsay bevorzugt ein straffes Tempo, das der Oper sehr zugute kommt. Ist sie doch Mozarts stringenteste, einheitlichste und auch lustigste. Alles paßt, keine Schwächen - einfach zum Gerne-Hören! Das Exotisch-Prickelnde dieser temporeichen morgenländischen Geschichte wird trefflich unterstützt - richtig spannend. Fricsay hat ein Gespür für Mozart-gemäße Tempi und legt die Betonung genau an die richtigen Stellen, nicht zu viel, nicht zu wenig. Große Wirkung mit wenigen Mitteln und von leichter Hand - hier zeigt sich der wahre Könner!
Bei den Sängern hat man den Eindruck, sie arbeiten schon seit Jahrzehnten miteinander, eine solche Perfektion besitzen die Duette und Ensembles. Vielleicht hätte Fricsay die Sänger die Dramatik hie und da noch mehr auskosten lassen können (besonders bei "Zuletzt befreit mich doch der Tod"), aber er hat halt seine klare Grenze, und so paßt alles wiederum optimal zueinander.
Die Sänger zeichnen sich fast allesamt durch einen sehr runden, schönen Gesang aus. Ernst Haefliger als Belmonte steigert sich in seiner zweiten Arie hingebungsvoll, Rita Streich gibt eine erfrischend selbstbewußte und klare Blonde, Maria Stader als Konstanze steigert sich ebenfalls in ihrer zweiten Arie volltönend-ernergisch und doch scheinbar leicht. Beide Frauen sind in den Koloraturen exzellent.
Mein Lieblingsinterpret ist jedoch Josef Greindl (Osmin), der seinen Part überraschend menschlich-natürlich anlegt und eine dem Ohr wunderbar schmeichelnde Stimme besitzt - traumhaft!
Mit dieser Aufnahme landet ihr garantiert einen Treffer; es ist beste Mozart-Unterhaltung in solidestem Handwerk, die Tempi stimmen immer. Eine Einspielung, an der sich andere erstmal messen lassen müssen.
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TOP 500 REZENSENTam 18. April 2007
In den frühen 1950er Jahren war die Neuveröffentlichung einer Oper auf Schallplatte jedes Mal eine kleine Sensation, die von Presse und Rundfunk (das Fernsehen spielte noch keine Rolle) ausführlich besprochen wurde. Die Langspielplatte war eine noch ziemlich neue technische Errungenschaft, die Aufnahmen dieser Art überhaupt erst ermöglichte. Die DECCA hatte 1950 die allererste Opern-Gesamtaufnahme überhaupt auf den Markt gebracht, und zwar Mozarts "Entführung aus dem Serail" unter Josef Krips mit ersten Wiener Kräften und den dortigen Philharmonikern. Sie ist glänzend gelungen und gilt bis heute unter Sammlern als Geheimtip.
1954 brachte die Deutsche Grammophon Gesellschaft ihre Einspielung mit Ferenc Fricsay heraus, die hier in der verdienstvollen Serie "The Originals" wieder vorgelegt wird. Ihr fehlt vielleicht ein wenig die Spontanität und die herzerfrischende Art ihrer Vergängerin, aber sie hat ebenfalls viele Vorzüge aufzuweisen.
Mit Maria Stader (Konstanze), Rita Streich (Blonde), Ernst Haefliger (Belmonte) und Josef Greindl als Haremswächter Osmin hatte Fricsay ein fabelhaftes Ensemble zur Verfügung. Auch der relativ unbekannte Tenor Martin Vantin ist eine gute Besetzung für den Pedrillo. Er singt mit frischer Stimme, besonders sein Auftritt "Frisch zum Kampfe" überzeugt. Wie er das Ständchen "Im Mohrenland gefangen war" hingegen darbietet, mag zwar originell sein, aber schön ausgesungen, wie das seine Kollegen tun, wirkt es nach meinem Geschmack besser.
Der bestens einstudierte RIAS-Kammerchor singt hervorragend, und das RIAS Symphonie-Orchester Berlin, dessen künstlerischer Leiter der früh verstorbene Ferenc Fricsay (1914-1963) über viele Jahre war, spielt mit großer Einsatzbereitschaft und Sensibilität. Der ungarische Dirigent war ein ausgewiesener Mozart-Spezialist seiner Zeit. Er läßt sein Orchester delikat und präzise aufspielen und bringt Mozarts jugendfrisches Werk herrlich zum Erblühen.
Die Mono-Klangqualität ist nach digitalem Re-Mastering im "Original-Image Bit-Processing"-Verfahren erfreulich aufgebessert worden. Dazu kommt ein ausführliches, interessantes Textbuch mit dem vollständigen Libretto. Eine respektable Wiederauflage, die jedem Interessenten nur empfohlen werden kann.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Februar 2003
Diese Aufnahme führt seit langem ein Schattendasein, weil sie große Konkurrenz bei der eigenen Firma hat mit der Jochum-Aufnahme in stereo mit dem wunderbaren Fritz Wunderlich.

Dabei muß sich Fricsays Ensemble dahinter in keiner Weise verstecken, im Gegenteil: Das Orchester spielt ebenso präzise wie engagiert, frisch und federnd, die Tempi sind flott, aber nicht überhetzt. Man merkt der Aufnahme ihr Alter von fast fünfzig Jahre allenfalls aufgrund eines leichten Rauschens an. Die Sängerbesetzung ist nahezu ideal:

Maria Stader zeigt als Konstanze, wie man mit einer lyrischen Stimme und guter Gesangstechnik die Dramatik der Rolle trotzdem perfekt umsetzen kann. Lediglich in der Martern-Arie gerät Stader technisch etwas an ihre Grenzen. Trotzdem eine hinreißende Interpretation.

Ernst Haefliger singt einen noblen, technisch großartigen Belmonte (Baumeister-Arie!), wenn auch nicht so hin- und mitreißend wie später Wunderlich, aber der ist sowieso bis heute unerreicht. Außer diesem Ausnahme-Sänger fallen mir aber nicht viele bessere Interpreten der Rolle ein als Haefliger.

Rita Streich ist eine entzückende Blonde, weniger kokett als elegant, Martin Vantin ein weitgehend überzeugender Pedrillo.

Die große Überraschung aber ist Josef Greindl als Osmin: Der große Wagner-Sänger der fünfziger Jahre sang einen sehr differenzierten, musikalisch sorgfältigen und trotzdem temperamentvollen Osmin, ohne dabei dermaßen über die Stränge zu schlagen wie der in dieser Rolle damals viel bekanntere Kurt Böhme. Kein Kurt Moll, aber immerhin ...

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Aufnahme in der gesamten Aufnahmegeschichte unerreicht ist, weil sie keinen einzigen Ausfall in der Besetzung hat und dabei eine sehr geschlossene, frische und lebendige Interpretation bietet. Ein Idealfall!
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am 4. Juni 2003
Mozarts "Entführung aus dem Serail" ist musikalisch durchsichtig
interpretiert, vom orchestralen her ein feiner Mozartstil. Problematischer empfinde ich die Sängerbestzung: Maria Stader wirkt als Konstanze zu matronenhaft, Ernst Häfliger ist bei aller Wertschätzung den anderen Darstellern des Belmonte, sei es Wunderlich, Gedda oder Simoneau, unterlegen. Josef Greindl ist darstellerisch überzeugend, wirkt stimmlich, vor allem in den tiefen Lagen und in den Koloraturen substanzarm und unbeweglich. Die besten Interpretationen des Haremswächters hört man von Kurt Moll und vor allem von Gottlob Frick. Allein wegen seiner Gestaltung des Osmin ist die Gesamtaufnahme der "Entführung" unter Sir Thomas Beecham (EMI) unbedingt zu empfehlen.Stimmlich stets präsent, voll klingend auch bei den tiefsten Tönen schafft Frick vor allem die Charakterisierung vom Rachedürstenden zum Verliebten am überzeugendsten. Der Bogen der Darstellung reicht von dramatisch, gewinnend bis zu Anklängen von verstecktem Humor. Dabei vermeidet Frick jegliche Übertreibung, zu der Kurt Böhme gerade in dieser Rolle leider immer wieder neigt.Was auf der Bühne sicherlich noch akzeptiert werden kann,auf Tonträgern jedoch deplaziert wirkt. Insgesamt ist die Fricsay "Entführung" eine solide Leistung, aber andere Gesamtaufnahmen des Werkes empfinde ich vor allem bei den Sängern besser. Deshalb vor dem Kauf kritisch vergleichen.
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