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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Februar 2009
Ja. Geht. Nachdem Ritchie Blackmore die Band 1975 verlassen hatte, holte diese den Amerikaner Tommy Bolin, der sich erste Sporen bei James Gang und Billy Cobham verdient hatte, ins schlingernde Boot. Das Ergebnis ist Hard-Rock mit Funk-Schlagseite. Sind auch nicht alle Songs Meilensteine, so ist die Virtuosität der Protagonisten doch über jeden Zweifel erhaben, es groovt und funkt und knallt an allen Ecken und Ende, der SOund ist für damalige Verhältnisse sehr knackig und Bolin nimmt auf seinem ersten (und einzigen) Purple-Album gleich einen sehr prominenten Platz ein. Glenn Hughes glänzt bei Getting Tighter, einer Funkrocknummer, auf die Mother`s Finest stolz sein könnten und auf This Time Around im Verbund mit Jon Lord. Coverdale röhrt seine - wie immer - etwas schlichten Texte, Bolin zaubert auf den 6 Seiten. Und mit You Keep On Movong findet sich ein echter Klassiker im Angebot. Nicht unbedingt das Wahre für Fans von In Rock und Machine Head, aber wer "schwarze" Einflüsse nicht störend findet, kann hier viel Freude haben. Ich höre Come Taste The Band bis heute viel öfter als die "Klassiker" von Deep Purple - die Platte macht einfach Spaß.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. September 2006
...denn es und Purple haben es verdient. Mir gefällt "Come Taste..." wieder deutlich besser als "Stormbringer", obwohl zwischenzeitlich Blackmore ausgeschieden war um Rainbow zu gründen. Sein Nachfolger Tommy Bolin reißt sich auf der Platte fast den A... auf, dass heißt, er gibt alles. Immer wieder super tolle Soli sind von Tommy zu hören. Ein gelangweilter Blackmore war auf "Stormbringer" deutlich schwächer.

Jedoch darf man nicht die Purple erwarten, wie sie zwischen `69 und `73 klangen. Die vorliegende Platte bietet einen Mix an aus Blues, Funk, Soul und Hard Rock. Das liest sich jetzt zwar irgendwie komisch, herausgekommen ist aber eine wirklich interessante Mischung aus verschiedenen Stilen. Neben Bolin geben auch Hughes und Coverdale alles. Man merkt, dass die Jungs richtig motiviert waren und Purple wieder auf Kurs bringen wollten. Auch Lord und Paice waren (wie immer) sehr gut. Der kommerzielle Erfolg allerdings blieb aber dann doch aus. Ausserdem waren die Liveauftritte in den folgenden Monaten (die Platte erschien im Herbst `75) wohl sehr durchwachsen. Ein immer größeres Problem stellten die Drogeneskapaden der Herren Hughes und Bolin dar. Somit sah sich Jon Lord `76 dann gezwungen, die Band aufzulösen. Wieder zurück zur Platte.

Comin` home: Fetzt ordentlich, guter Opener.
Lady Luck: Ein typisches Coverdale-Stück, auch vom Text her.
Gettin` tighter: Ein gutes Hughes-Stück, welches er heute noch häufig spielt.
Dealer, I need love und Drifter: Gute Songs, sehr von Bolin beeinflußt.
Love child: Toller Song, irgendwie geheimnisvoll.
This time around und Owed to "G": Toller Gesang von Glenn und geniale Gitarrenarbeit von Tommy, Gänsehaut garantiert.
You keep on moving: Nochmal Gänsehaut pur. Coverdale und Hughes teilen sich den Gesang. Eines der besten Purple-Stücke überhaupt.

Wenn man diese Platte nicht mit "...In Rock" oder "Machine Head" vergleicht, dann ist sie richtig gut. Gebt der Band eine Chance. Ich gebe gute 4 Sterne.
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...denn es und Purple haben es verdient. Mir gefällt "Come Taste..." wieder deutlich besser als "Stormbringer", obwohl zwischenzeitlich Blackmore ausgeschieden war um Rainbow zu gründen. Sein Nachfolger Tommy Bolin reißt sich auf der Platte fast den A... auf, dass heißt, er gibt alles. Immer wieder super tolle Soli sind von Tommy zu hören. Ein gelangweilter Blackmore war auf "Stormbringer" deutlich schwächer.

Jedoch darf man nicht die Purple erwarten, wie sie zwischen `69 und `73 klangen. Die vorliegende Platte bietet einen Mix an aus Blues, Funk, Soul und Hard Rock. Das liest sich jetzt zwar irgendwie komisch, herausgekommen ist aber eine wirklich interessante Mischung aus verschiedenen Stilen. Neben Bolin geben auch Hughes und Coverdale alles. Man merkt, dass die Jungs richtig motiviert waren und Purple wieder auf Kurs bringen wollten. Auch Lord und Paice waren (wie immer) sehr gut. Der kommerzielle Erfolg allerdings blieb aber dann doch aus. Ausserdem waren die Liveauftritte in den folgenden Monaten (die Platte erschien im Herbst `75) wohl sehr durchwachsen. Ein immer größeres Problem stellten die Drogeneskapaden der Herren Hughes und Bolin dar. Somit sah sich Jon Lord `76 dann gezwungen, die Band aufzulösen. Wieder zurück zur Platte.

Comin` home: Fetzt ordentlich, guter Opener.
Lady Luck: Ein typisches Coverdale-Stück, auch vom Text her.
Gettin` tighter: Ein gutes Hughes-Stück, welches er heute noch häufig spielt.
Dealer, I need love und Drifter: Gute Songs, sehr von Bolin beeinflußt.
Love child: Toller Song, irgendwie geheimnisvoll.
This time around und Owed to "G": Toller Gesang von Glenn und geniale Gitarrenarbeit von Tommy, Gänsehaut garantiert.
You keep on moving: Nochmal Gänsehaut pur. Coverdale und Hughes teilen sich den Gesang. Eines der besten Purple-Stücke überhaupt.

Wenn man diese Platte nicht mit "...In Rock" oder "Machine Head" vergleicht, dann ist sie richtig gut. Gebt der Band eine Chance. Ich gebe gute 4 Sterne.
44 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Oktober 2010
Manche Purple - Fans werden vielleicht nicht verstehen, daß ich dieses Album sehr liebe.

"Come taste the Band" stiftete seiner Zeit in Deep Purple - Fankreisen Verwirrung, da lediglich Jon Lord und Ian Paice vom Original Lineup übrig waren und der Sound sehr funky geworden war - weitab vom Blackmore, Gillan, Glover, Lord, Paice - Sound, der Deep Purple wenige Jahre zuvor berühmt machte.
Das konnte mich 1975 aber nicht beirren. CTTB ist eines meiner Deep Purple Lieblingsalben, wenn es auch nicht sehr nach Deep Purple klingt.
Dennoch handelt es sich hier um ein Album "aus einem Guß". Das Gesamtkonzept ist klar, wenn - wie gesagt auch weitab vom Ur- Deep Purple- Sound.

Diese CD empfehle ich jedem, der gute Rockmusik mit sehr gut eingepflegten Fremdeinflüssen mag, allerdings gibt es mittlerweile von Come taste the band auch eine "35th Anniversary" Version mit dem remasterten Album und einem sehr guten Remix des gesamten Albums.
Come taste the band war damals eigentlich ein logischer Nachfolger des breits funkigen Stormbringer- Albums.
Wer weiß, was Purple in dieser Besetzung noch für Türen aufgestoßen hätten, wenn damals nach diesem album nicht alles auseinandergebrochen wäre.
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TOP 500 REZENSENTam 8. April 2009
Das letzte Deep Purple Album für 9 Jahre brachte neben einem neuen Gitarristen, einen größeren Einfluß Coverdales und aus beiden Gründen resultierend - funkige und bluesrockende songs. Hier fehlt der ganz große Kracher, der Hit, was unter anderem wahrscheinlich auch dazu führte, dass es bei Purple Fans wenig beliebt ist, aber: das songwriting hier ist keinesfalls schlecht. Der beim Refrain fast hymnische Rock'n'Roll von ,Comin' Home' schrammt nur knapp an einem großen Purple song vorbei - hätte man hier bei den Strophen ein wenig mehr 8 auf die Melodie gegeben, dann wäre es einer geworden. ,Lady Luck' reitet fast schon im Disco Rhythmus daher ist aber wenig zwingend, ,Gettin' Tighter' und ,I Need Love' (dem song fehlte wiederum der große Refrain) sind fast schon Crossover Funk Stücke und auch ,Dealer' wartet mit einer gehörigen Portion groove auf, nimmt aber (genauso wie) ,You Keep On Moving' eigentlich auch schon den Bluesrock der frühen Whitesnake vorweg. Mit ,Drifter' probierte man eine Art ,Mistreated II', das zwar ein Klasse Riff hat, aber nie so abhebt wie der Original Stampfer. ,This Time Around' hat ein interessantes Thema und Akkordfolgen, aber kommt nicht so ganz auf den Punkt - wirkt aber durchaus über seine Stimmung.

Kein schlechtes Album und allemal gelungener als ,Stormbringer', aber auch nie so spannungsgeladen wie ,Burn'. Bolin bringt eine ausgezeichnete Leistung und reichert den DP Sound mit Funk an - seine Solis sind denen von Blackmore sehr ähnlich und zumindest ebenbürtig und Coverdale übt schon mal für Whitesnake - oder entwickelt Whitesnake aus dieser Platte heraus. Wäre ,Stormbringer' das letzte DP Album geblieben, man wäre enttäuscht gewesen, dieses hier brachte zumindest ein vesröhnliches, vorläufiges Ende.

Ein Wort noch zu diesem remaster - es klingt klarer als die Erstausgabe auf CD, allerdings leider nicht dynamischer. Am besten ist man dzt. wahrscheinlich mit der aktuellen japanischen Remaster Version im Cardboard Sleeve bedient. Wäre ein feiner Zug von Roger Glover wenn er auch dieses Album so schön restaurieren würde, wie er es mit den (meisten) anderen frühen Purple Alben getan hat.
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am 20. Oktober 2011
Das Album ist unterbewertet; es ist sogar wegweisend und innovativ und genial, aber nix für ungut: Musik ist Geschmacksache, der Titel sagt es ja. Come Taste The Band ist neben Purpendicular ein DP-Meisterwerk, was das Niveau angeht; die anderen hören sich derweil im Festzelt "Smoke On The Water" und "Black Night" (also all die Songs, die Blackmore selbst als hingeschlamptes Songwriting ohne Tiefe bezeichnet hat). Übrigens: auch Ian Paice hat in den 90igern diese Come Taste The Band Songs als das stärkste, was er an den Drums je gespielt hat bezeichnet! Und Tommy Bolin kann von reinem Rock-Publikum eh nicht verstanden werden. Ich liebe natürlich trotzdem Blackmores Spiel, z.B. auf Rainbow On Stage, ein weiteres Meisterwerk, womit wir neben Machine Head und Made In Japan aber auch schon die Reihe der DP Meisterwerke abgeschlossen hätten, meines Erachtens. Come Taste The Band steht als Fortführung in einer Reihe mit "First Rays Of The New Rising Sun" von Hendrix! Am besten klingt die von Martin Birch gemixte Vinylausgabe!
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am 25. August 2004
In die Fußstapfen eines Ritchie Blackmore zu treten, ist nicht einfach: entweder man kopiert ihn, um es den alten Fans rechtzumachen (unmöglich) oder geht seinen eigenen Weg.
Bolin ist seinen eigenen Weg gegangen und hat diesem Werk nicht nur als Gitarrist, sondern als Songwriter und Background-Sänger seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Ziemlich erfolgreich und gut anzuhören, wie ich meine. Insbesondere hat es Bolin fast durchgehend geschafft, was Blackmore nur selten gegönnt war (und weswegen er Rainbow gründen musste): mehrere Gitarren in einem Song zu spielen.
Stilbruch hin oder her, auch davor haben sich Deep Purple ständig gewandelt, mindestens mit jedem Sänger-Wechsel, meist mit jedem neuen Album. Folglich muss man das Teil hier für sich sehen: da sind einmal die durchaus gelungenen mal unterhaltsamen, mal anspruchsvollen Kompositionen. Die Texte klingen sehr nach Sex, Drugs & Rock'n'Roll, insbesondere verarbeiten Hughes und Bolin ihre Süchte hier.
Wirklich gelitten hat diese Besetzung nur, weil live für die Band damals ein wichtiger Erfolgsfaktor war und es on-stage in ein nicht vorhersehbares Chaos ausgeartet ist (Hughes und Bolin fielen häufig drogenbedingt aus, und auch sonst gab es einige "Pannen"). Davon hört man aber auf dem Album nichts.
Auch den Namen Deep Purple hat es durchaus verdient, denn eigentlich hat jedes ihrer Alben seinen unverkennbaren Stil und Sound und ist nicht an eine Persönlichkeit, sondern an die gesamte Band gekoppelt. Dies hier ist eine Facette der gesamten Bandbreite in der Purple-Geschichte.
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am 1. April 2006
Wenn es eine Band schafft einem Genre über längere Zeit den Stempel aufzudrücken, wie es Deep Purple Ende der 60er und Anfang der 70er gemacht haben, fällt es ihr unendlich schwerer auch mal neue Wege zu beschreitten. Viele Fans, die einfach das erwarten, was ihre Helden schon seit Jahren machen, sind enttäuscht und verärgert. Deep Purple hatten in ihrer Anfangszeit einen Kreativitätsschub nach dem anderen. Im Jahrestakt, oder sogar noch schneller, wurde Kultalbum um Kultalbum veröffentlicht. Als dann Mitte der 70er Ritchie Blackmore die Band verliess, war der Aufschrei riesengroß. Niemand konnte sich vorstellen, wie jemand Ritchie ersetzen konnte. Und nur wenige wollten die Herrausforderung überhaupt annehmen!
Nur ein unbekümmerter 24 jähriger Jungspund namens Tommy Bolin, schickte sich an, in die Fussstapfen seines übermächtigen Vorgängers zu treten! Und das Ergebnis ist die vorliegende Platte. Auch heute scheiden sich an dieser Veröffentlichung die Geister. Für viele der totale Ausfall, aber für viele auch eine Befreiung aus eigenen Zwängen. Come taste the Band stellt nicht nur dank seiner einmaligen Bandzusammensetzung eine absolute Ausnahme in der Bandgeschichte dar. Auch musikalisch ging man vielfach gänzlich neue Wege. Viel Blues und Funk Einflüsse berreicherten den Sound der Band um viele neue Songstrukturen. Die verschiedenen Einflüsse gaben vielen Songs eine Eigenständigkeit im Schaffenswerk diesewr Band. Allerdings passt das nicht immer perfekt ins Gesamtkonzept. Einige Lieder wirken ein wenig wirr und nicht ausgereift. So als ob die Band noch die richtige Abstimmung suchen würde. Wie Gettin' tighter zum Beispiel. Die Funkeinlagen wirken irgendwie deplaziert. Im großen und ganzen muß man Deep Purple aber zu Gute halten, daß sie sich nicht gescheut haben, auch mal einen gewissen Schnitt zu wagen.
Und große Kompositionen wie You keep on moving gleichen viele Unebenheiten auch sofort wieder aus.
Leider war es Tommy Bolin nicht beschert ein weiters Album mit Deep Purple einzuspielen. Er starb im Jahr 1976 im Alter von 26 Jahren.
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am 9. März 2005
Irgendwie haben sich die Zeiten geändert. Heute muss mich ein Album sofort ansprechen, sonst verstaubt es nur allzu bald im Regal. Früher war das anders. Für einen 14-jährigen Deep Purple Fan war eine Schallplatte einfach zu teuer, als dass man sie einfach so ins Eck geschmissen hätte, nur weil sie einem nicht gleich gefiel. Statt dessen wurde die Scheibe zig mal rauf und runter gehört. Man wusste eben, dass man sich in manche Platten einhören muss und diese Zeit galt es zu investieren.
Ein Paradebeispiel für diese - von mir leider inzwischen verlernte - Herangehensweise ist für mich "Come Taste the Band". Anfangs war ich regelrecht schockiert. Das war nicht "mein" Deep Purple. Ganz eindeutig nicht. Doch je öfter ich mir die Platte anhörte - anfangs eher widerwillig - desto besser gefiel sie mir.
Heute bin ich wohl zu alt um von irgendwas "Fan" zu sein. Deep Purple höre ich inzwischen nur noch selten. Doch wenn eine DP-Scheibe den Weg auf den Plattenteller findet, ist es meist "Come Taste The Band" - inzwischen meine unumstrittene Nr.1 unter den Deep Purple Scheiben. Gott sei Dank hatte ich seinerzeit die Geduld mich auf dieses Werk einzulassen. Ob ich sie heute noch hätte? Schwer zu sagen. Wahrscheinlich würde mich "Come Taste The Band" heute auch ohne langes Einhören ansprechen, während viele meiner einstigen DP-Favoriten in der Ecke landen würden. Zeiten ändern sich, Geschmäcker ebenso.
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am 14. Dezember 2007
Schon zwei Scheiben nach dem Weggang von Ian Gillan und Roger Glover und der Rekrutierung von David Coverdale (vocals) und Glenn Hughes (bass, vocals) gab es erneut einen einschneidenden Besetzungswechsel bei Deep Purple. Nach der sehr guten "Burn" und der zum Teil gewöhnungsbedürftigen "Stormbringer" verließ Gründungsmitglied und Haupt Songlieferant Ritchie Blackmore die Band. Schon zu Strombringer Zeiten war abzusehen, dass er Deep Purple verlassen möchte. Zu sehr war er mit seinem Solo Projekt, das er später Rainbow taufen sollte beschäftigt. Und zu groß wurde der Einfluss von Hughes/Coverdale auf das Songwriting, deren Stil Blackmore nicht mochte. Für viele Fans war der Ausstieg von Blackmore schon das eigentliche Ende von Deep Purple. Auch Jon Lord wollte aufhören, wurde aber von Coverdale und Hughes noch einmal überredet, es mit einem neuen Gitarristen zu versuchen.

Nachdem auch Drummer Ian Paice zustimmte, wurde der ehemalige James Gang und Alphonze Mouzon Gitarrist Tommy Bolin, der übrigens von Blackmore vorgeschlagen wurde, als neuer Saitenmann verpflichtet. Das Lineup bestand nun aus folgenden Musikern:

David Coverdale - vocals
Glenn Hughes - bass, vocals
Jon Lord - keyboards
Ian Paice - drums
Tommy Bolin - guitars, vocals

Coverdale und Hughes hatten nun die Kompositionen voll in eigenen Händen. Und so entstand eine Scheibe, die kaum noch etwas mit Deep Purple zu tun hat, wie die Fans aus den alten Tagen sie kennen. Funk und Soul überragt jetzt Blues und Rock. Den Lead Gesang teilen sich Coverdale und Hughes, den ich übrigens im Gegensatz zu vielen Anderen für einen grottenschlechten Sänger halte (was hat der Live Konzerte mit seinem Gefiepse versaut!). Und im Gegensatz zu Steve Morse heute, durfte Tommy Bolin damals kaum eigene Ideen in die Band mit einbringen. Wie gut er wirklich war, kann man übrigens auf der CD "Days may come and days may go" hören, die die Sessionarbeit zu seinem Einstand wiedergibt. Das positivste an der ganzen Scheibe ist die Tatsache, dass Jon Lord hier seine Vielseitigkeit und Klasse zeigen kann.

Nun zu den einzelnen Titeln:
1. Comin` home - ein schneller Hard Rock Song, der an Burn erinnert. Eines der wenigen Highlights der CD. Jon Lord begleitet mit Orgel und Piano.
2. Lady luck - der funky Bass dominiert in diesem Stück, das Gitarren Solo mit einem spaceigen Sound
3. Gettin` tighter - Glenn Hughes singt dieses Stück alleine, wieder eine funky Nummer mit einem rockigen Refrain
4. Dealer - ein bluesgetränkter Midtempo Song, mit sehr gutem Gesang von David Coverdale, Gitarre und Orgel halten sich im Hintergrund
5. I need love - wieder ein sehr funky Stück, aber das schlechteste und langweiligste der CD
6. Drifter - endlich wieder ein Highlight, ein guter Hardrock Riff mit schönem Solo von Bolin
7. Love Child - heavy slow Blues Riff mit funky Solo, Jon Lord spielt hier Synthesizer
8. This time around - Jon Lord begleitet Hughes auf Synthi und Piano, eine schöne Ballade.
9. Owed to `G` - diese instrumentale Ode an Gershwin ist ein guter, gitarrenbetonter Bluesrock
10. You keep on moving - ein versöhnlicher Abschluss der CD. Das beste Stück der Scheibe erinnert im Songaufbau sogar an Child in Time - ruhiger balladesker Anfang, Hard Rock Refrain, 1. Solo Jon Lord mit Hammond Orgel und 2. Solo Tommy Bolin.

Fazit: Diese Scheibe ist keinem zu empfehlen, der Deep Purple kennen lernen möchte. Wer auf funky Rock oder gar Jazz Rock steht, sollte mal ein Ohr riskieren. Die Scheibe hat wie erwähnt nichts mit dem harten Rock der frühen 70er, oder dem Blues und Boogie Rock, wie ihn Coverdale, Lord und Paice später zusammen mit Whitesnake machten, zu tun. Der Titel "Come taste the band" deutet schließlich auch darauf hin, dass Deep Purple neue Wege erkunden wollte. Die drei Songs Comin` home, Drifter und You keep on moving und Jon Lord's virtuoses Spiel machen es für Sammler lohnenswert, die Scheibe zu kaufen.
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