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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
50
4,9 von 5 Sternen
Spirit of Eden
Format: Audio CD|Ändern
Preis:18,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 18. Februar 2010
Mit dem kommerziell erfolgreichen und künstlerisch überaus beeindruckenden "The colour of spring" erreichten "Talk Talk" den Höhepunkt ihrer Karriere. Einer erfolgreichen Welttournee folgte dann ein 14-monatiger Aufnahmeprozess in einer verlassenen Kirche in Suffolk. Bereits der Gedanke an Aufnahmen in einem Gotteshaus hätten manchen Anlass zur Sorge geben können. Das Entsetzen der Labelbosse folgte dann bei der erstmaligen Vorführung des Materials, nachdem Hollis zuvor mehrfach Einsicht in das neue Werk verweigert hatte.

In der Tat: "Spirit of Eden" fällt völlig aus dem Rahmen - damals und auch heute. Vieles in einem. Sparsamkeit und Opulenz, überragendes Meisterwerk und kommerzieller Selbstmord zugleich. Hier zählt jede Note und jede Pause, jeder noch so sparsame Instrumenteneinsatz. Mögen Melodie und die ausschließlich akustische Instrumentierung zunächst einfach wirken - sie sind es nicht! Ein Album, das dem Hörer Disziplin aufzwingt. Disziplin, genau hinzuhören, jedem noch so kleinem Detail zu lauschen, dem Fluss von Noten, dem Einsetzen und Ausscheiden einzelner Instrumente zu folgen, die Bedeutung der Einordnung einzelner Tonspuren innerhalb eines Titels zu erkennen. Erst wenn diese Disziplin aufgebracht ist, wenn Geduld und innere Ruhe hergestellt sind, wird Sparsamkeit zu Opulenz, vermeintliche Langeweile zu grenzenloser Spannung. Hier gelang Hollis das, was u.a. in der modernen bildenden Kunst zu beobachten ist: durch vermeintliche Zurückhaltung in der Umsetzung bzw. Darstellung werden neue Perspektiven geschaffen. Das Werk gibt nicht mehr alle Antworten, vielmehr lassen Ruhe und Zurückhaltung, der Verzicht auf Noten und Instrumente, die einzusetzen man versucht ist, die scheinbare Unvollkommenheit ein ganzes Universum neuer Interpretations- und Denkanstöße entstehen. Es ist, als sprenge diese Art der Musik die Zweidimensionalität gewöhnlicher Populärmusik, in der das was zu sagen ist, bereits komplett in den Werken zu finden ist. Die sehr kryptischen, christliche Motive beinhaltenden Texte tun dabei ein übriges.

Dass diese Art von Musik weder damals noch heute eine Chance auf kommerziellen Erfolg hatte, liegt auf der Hand. Schon die zweieinhalb Minuten, bis, nach leisen vorsichtigen Tönen, "The Rainbow" beginnt, dürften den meisten der damaligen Hörern zu viel abverlangt haben. Die sich langsam steigernde Spannung, die sich über "Eden" zu "Desire" entwickelt, wird vielen ebenfalls entgangen sein. Auch wird es erst im Refrain von "Desire" richtig laut. Aber das ist kaum mehr als ein kurzes Aufflackern eines starken (weil lauten) Lichts in einer scheinbar unendlichen Dunkelheit. Alle drei Titel werden jeweils ineinander übergeleitet und stellten auf der LP die zusammenhängende A-Seite dar.

Apropos Dunkelheit: Eigentlich wirkt das Album melodisch auf mich nicht durchgehend dunkel. Die ersten drei Titel führen von warmer Düsternis ("The rainbow") über Ungewissheit und Depression ("Eden") zu gespanntem, manchmal laut ausbrechendem Optimismus ("Desire"). Die längere Pause zum folgenden "Inheritance" markiert gut die Zweiteilung des Albums. "Inheritance" zelebriert Melancholie und Hoffnung zugleich; es ist von verstörender Schönheit. Zugleich ist seine Struktur nicht ganz so weit von Bekanntem entfernt wie die seiner Vorgänger. Das sich ihm anschließende "I believe in you" führt dann ins Licht, beinahe wie das Herauskommen aus einem dunklen, unendlich großen Gewölbe auf ein weites Feld an einem frühen Sommerabend. Zugleich ist es sicher der am leichtesten zu erfassende Titel des Albums. Sanft wird man von Melodie und Instrumenten dahin getragen, der behutsame Ausklang erzeugt fast Wehmütigkeit. Die längere Pause zu "Wealth" ist sehr wichtig, sie federt den Wechsel der Instrumente ab und lässt dem Hörer Zeit, sich von dieser Sommerstimmung zu verabschieden. Nun geht es mit Orgelklängen wieder in die Dunkelheit, einer warmen angenehmen Dunkelheit, die sich mit dem langsamen (über 2 minütigen) Ausklang der Instrumente schließlich im Nichts verliert.

Was bleibt für den Hörer? Am wahrscheinlichsten sind zwei Optionen: Einmal, die Welt von Eindrücken und Perspektiven, die ihm eröffnet wurde, zu rekapitulieren, oder aber, auf die Repeat-Taste zu drücken und das Werk noch einmal zu genießen. Seine ganze Größe zu begreifen, könnte sehr lange dauern, der Vorrat an Inspiration sehr lange vorhalten. Ermüdung oder gar Überdruss sind bei mir auch nach 8 Jahren nicht abzusehen.
44 Kommentare| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2012
Meine Kritik bezieht sich auf die Spirit of Eden Remaster 2012. Und zwar auf das Remastering im Vergleich zu der CD Veröffentlichung von Parlophone 1988 und die Vinylausgabe 1988.

Während die unremasterte alte CD in einem typischen 80er Jahre Look daherkommt, wurde der remasterten Version ein ähnlich violetter Look gegönnt wie das Label auf der Vinylscheibe.
Das Cover ist nun nicht mehr vergrößert wie bei der Erstausgabe, sondern im gleichen Verhältnis wie die LP.
Und die Lyrics sind wie immer eigentlich unlesbar. ;)
Zusätzliche Informationen sind nicht vorhanden.

Der Longtrack ist nun in allen drei Parts direkt ansteuerbar (Rainbow, Eden, Desire).

Nun das Remaster selbst: Es ist gelungen. Zwar sind meine Ohren nicht mehr ganz die gleichen wie 1988, andererseits ist meine Anlage seit einigen Jahren doch sehr brauchbar und die alte CD lief doch ab und an. Im direkten Vergleich bemerkt man eine bessere Wiedergabe der Höhen (die Perkussion strahlt deutlicher), der Bass ist konturierter - und der leichte Rauschteppich der Originalscheibe ist tatsächlich weg. Auch nach eruptiven Momenten (was die Musik dieser Scheibe ja so liebenswert macht) gibt es keine Rauschfahnen. Der Dynamikbereich der Aufnahme ist erhalten geblieben, und gerade die leisen Momente haben durch das Remaster wirklich einiges gewonnen.
Meineserachtens lohnt sich der Neuerwerb dieser Scheibe, auch wenn man die "alte" hat. Und es macht Hoffnung, das auch "Laughing Stock" und Mark Hollis Soloscheibe in Kürze im gleichen Sinne remastert werden.
(Auf ein viertes Opus aus den Federn von Hollis und Friese-Greene sollte man die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn da wohl nix draus wird...)

Zu der Musik selbst ist viel in den Jahren geschrieben worden, und ich halte sie persönlich für eine der wichtigsten Scheiben, die es in der Musikgeschichte gegeben hat. (Natürlich gilt das nicht für Freunde von Easy Listening, denn das ist Spirit of Eden ganz und gar nicht.)

Edit: Wie in den Kommentaren zu meiner Rezension zu lesen ist, scheint die CD das gleiche Remaster wie 1997 zu haben (ein Vergleich der 2012er Version mit der 1997er Version ist mir mangels letzterer nicht möglich.)
Mein Vergleich bezieht sich in dieser Rezension lediglich zu der 1988er Veröffentlichung.
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am 16. Mai 2011
Als das Album 1988 herauskam war ich im ersten Moment bitter enttäuscht, denn ich vermisste die tollen ohrwurmtauglichen und hitverdächtigen Songs à-la - Such a shame, It's my life, Life's what you make it, etc. - und ich konnte mich daher nicht so Recht mit - Spirit of Eden - anfreunden. So lief das Album in der Anfangszeit so gut wie überhaupt nicht bei mir zu Hause auf dem Player, und bei rein kommerziell orientierten Hörern wird es mit Sicherheit überhaupt nicht laufen. Aber es gibt Alben, die müssen erobert werden. Es gibt Alben, die müssen öfters gehört werden, bis sie sich dem Hörer voll und ganz erschließen, und er es am Ende sein Eigen nennen kann, und - Spirit of Eden - ist definitiv ein solches Album.

Die Atmosphäre ist düster und traurig. Die CD beginnt mit einem modernen Spiel-mir-das-Lied-vom-Tod-Intro, und entwickelt sich dann zu einer emotionalen Achterbahn, da sich Mark Hollis Stimme wie eine Gänsehaut auf den Rücken legt. Schauderhafte Klänge durchziehen die sechs Songs, und beschreiben uns eine kahle Landschaft, blattleere Bäume, Nebelschwaden überzogene und dunkle Straßen, und das traurige und triste menschliche Zusammenleben. Ich habe einige Titel bereits für den ein, oder anderen Film verwendet, die ich innerhalb meiner Jugendarbeit erstelle. Das Resultat war mehr als erstaunlich. Selbst der rein kommerziell orientierte Hörer kann plötzlich mit dieser Musik etwas anfangen, denn die todtraurigen Landschaftsbilder, die ich dabei hinterlegt habe, fangen mit dieser Musik unweigerlich an zu leben. Dieses Album ist unzweifelhaft das beste alternative Album der Achtziger, und aufgrund seiner Zeitlosigkeit unsterblich.
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am 6. Juni 2017
Talk Talk sind wie keine andere Band konsequent ihren Weg gegangen. Vom 80er-Chartspop in Lichtgeschwindigkeit zum Artpop, wie es ihn vorher nie gegeben hat. Und wirklich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens haben sie sich dann einfach aufgelöst. Nur noch ein Soloalbum von Mark Hollis konnte den Verlustschmerz lindern, aber dann war wirklich Schluss, bis zum heutigen Tag. Ich schätze da wird auch nichts mehr kommen. Es wurde alles gesagt und weitere Songs sind eigentlich überflüssig.
Diese Musik wurde nicht einfach so dahingeschrieben. Es gab vielleicht bei dem wunderbaren THE COLOUR OF SPRING noch ein paar kommerzielle Hintergedanken, aber bei SPIRIT OF EDEN war davon nichts mehr übrig. Die Musik fließt dahin, so natürlich, in sich versunken, manchmal fast religiös. Sie nimmt keine Rücksicht auf die Hörgewohnheiten von irgendjemand. Die Musiker tun das, was sie einfach tun mussten und dienen hier einer höheren Instanz. Man hört dem Album gar nicht die ganze Studiofrickelei an, die es wohl gegeben hat. Kein Ton, kein Geräusch, keine Harmonie, kein Instrument, keine Pause, keine Lücke ist hier fehl am Platz. Musiker stülpen ihre Songs öfters über die Realität und zwingen ihr einen Rhythmus oder eine Melodie auf. Diese Musik tut das nicht, sie wird eher von ihr geformt. Die Musiker scheinen darauf bedacht zu sein, so wenig wie möglich dabei einzugreifen. Räume werden geöffnet und dürfen atmen. Und diese Reduktion erzeugt eine Spannung, die manchmal gewaltiger daherkommt, als das härteste Rockriff. Beim Schachspiel gibt es die alte Weisheit, dass die Drohung oft stärker als die Ausführung ist. Wenn diese Gitarre in "Inheritance" alles zurückhält und man spürt, wie gewalttätig sie sein könnte, denke ich immer an diesen Ausspruch. Die Kraft der Andeutung, das kann man von Talk Talk lernen.
SPIRIT OF EDEN ist seit seiner Veröffentlichung kaum gealtert. Das liegt natürlich auch an dem hervorragenden akustischen Sound. Aufgenommen ist sie im Geiste einer Jazzplatte. Man kann alles klar heraushören. Aber trotz dieser Transparenz ist die Platte auch sehr opulent mit ihren tausend kleinen Winkeln, die es zu erforschen gilt. Mark Hollis kehrt sein Innerstes nach außen. Es stört dabei gar nicht, dass man teilweise gar nicht versteht, was er da singt, weil es gar nicht nötig ist. Man fühlt den Inhalt seiner Worte. Am Ende verschwindet die Platte im Nichts und absoluter Ruhe, genau wie die Band.
Dieses Album ist eine tiefe Erfahrung, die ich nicht in meinem Leben hätte missen wollen. Und gleichzeitig ist sie ein Beweis dafür, dass die Albumform in Zeiten einzeln herunterladbarer Songs noch Sinn machen kann.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. September 2009
Dieses Spät80erwerk gehört einer Kategorie von Musik an, die dem Mainstreamhörer absolut fremd ist. Talk Talk haben mit diesem Werk ihre Fans der frühen Stunde sicherlich verloren, und leider nicht genügend Neue dazu gewonnen. Zumindest damals.Erst Jahre später entdeckten die meisten, was für ein Genie hinter dieser Platte steckte.

Die Musik zu beschreiben ist unmöglich. Der Stil ist erstmal melancholisch, sentimental und teilweise sogar depressiv. Doch irgendetwas in dieser Munsik berührt dich, ja ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass die Musik dich beruhigt, und sei das was mit dir im Leben passiert noch so schlimm. "Keine Angst haben" lautet die Devise. Mark Hollis wimmert leise, er singt nicht, er flüstert. Tim Friese-Greene, ebenfalls Produzent der Platte, hat eine Intensität in diese Musik hineingepackt von schier unbeschreiblicher Grösse.

Am ehesten kann man die Musik noch mit den Werken von David Sylvian vergleichen, allen voran seine Arbeit mit Richard Barbieri, Jansen und Karn als "Rain Tree Crow".

Soundmässig ist die Platte eine Sensation, auch heute noch. Man hört jedes kleinste Detail....

Empfehlenswert für jeden, der sich auf Musik einlassen kann und sich die Zeit dafür nimmt.
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am 13. November 2005
Eine kurze These: Diese Platte von 1988 gehört zum Musikalischsten, was es in der Rockmusik je gegeben hat.
Fernab von der üblichen kalten Produktionstechnik der achtziger Jahre, die Schlagzeug programmiert und immer mehr natürliche Sounds eliminiert hat, hören wir hier viele atmosphärische Elemente, Geräusche, zu laut geratene und fast verschluckte Noten, überhaupt viel, viel Dynamik. Ein Vorläufer der zehn Jahre später aufkommenden Post-Rock-Richtung (Godspeed You Black Emperor, Sigur Ros).
Große Strecken der Platte sind aus Improvisationen entstanden, und ihre Musik ist eine solch drastische Abkehr vom kommerziell verwertbaren Synthie-Pop, den TALK TALK bisher gemacht hatten, dass der Mann von der Plattenfirma damals tatsächlich geheult haben soll vor Verzweiflung: kommerziell ist dies nicht..... Aber es klingt ungeheuer wohltuend.
Viel melancholische Besinnlichkeit ist da drin, ein enorm berührende Platte. Musikalische Bögen wachsen und vergehen, Ruhe kehrt ein, selbst wenn es zwischendurch mal laut wird und kracht. Der Titel ist exzellent gewählt.
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am 25. Juli 2003
Auch meine Bewertung dieses Albums reiht sich ein in die Lobgesänge anderer Rezensenten. Seit „The spirit of eden" 1988 erschien, ist es nie gänzlich von meiner persönlichen Playlist verschwunden. Es findet sich immer wieder mal der richtige Moment dieses Album zu hören. „Talk Talk" haben mit diesem epischen und intensiven Werk zweifelsohne die Grenzen der Popmusik gesprengt und berechtigterweise, was auch die vielen Rezensionen zeigen, ist es zum „Klassiker" geworden. Bewundernswert ist überdies die Kompromisslosigkeit, nach Hits wie „such a shame" und „It's my life", so konsequent neue Wege zu gehen. Das ist in der Pop Geschichte wirklich nur wenig Künstlern gelungen, wobei ich noch mal betonen möchte, dass auch die Vorgängeralben „The colour of spring" und „It's my life" auf ihre Weise Extraklasse sind.
Fazit: „Spirit of eden" ist definitiv eine CD für die Insel.
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am 25. Februar 2013
Zur Musik ist hier schon alles gesagt, deshalb nur ein paar Worte zu der LP- im Vergleich zur CD-Fassung:

Ich besitze beides in der aktuellen, remasterten Version und in beiden Fällen wurde dabei ein guter Job erledigt. Die LP ist definitiv eine der am besten klingendsten, die ich kenne – aber auch die CD überzeugt mit einem warmen, "analogen" Klangbild. Da das Album viele extrem leise Passagen hat, bei der man bei der LP doch einiges an typischen Nebengeräuschen zu hören ist, ist dies eines der (wenigen ...) Alben, wo ich beide Medien besitze und die digitale Fassung durchaus gleich gerne höre!
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am 20. April 2002
Ich habe diese CD erst kürzlich erworben und ich finde sie sagenhaft. Als ich sie das erste mal hörte dachte ich mir "naja, das war jetzt nicht so der Hit", doch nach dem zweiten, dritten reinhören fand ich sie immer besser. Das 5. Stück "I believe in You" gefällt mir besonders gut. Es ist Musik zum Träumen und fallen lassen. Zugegeben, diese Musik, und damit diese CD, ist Geschmacksache, man muß es schon mögen, wenn Klänge nicht wirklich zusammenhängen, sondern hier und da einfach "auftauchen", dort wieder Bläser, dann wieder Gitarre, und alles schräg klingend, bis dann endlich die harmonische "Auflösung" des ganzen kommt. Ich finde das stark und spannend dieses Zusammenspiel von Dissonanzen und Harmonien.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Februar 2014
Über wenig Alben aus den seeligen 80ern wurde mehr spekuliert als über SPIRIT OF EDEN von TALK TALK - und wie man auch an den hier zu lesenden Rezensionen erkennen kann, es hat sich zu Recht eine ganz besondere Stellung in der Musikgeschichte erarbeitet. Dies ist ein Album, welches kommerziell natürlich einen Großteil der Hörer, welche von TALK TALK melodischen melancholischen 80s Wave Pop erwarteten, bei Erscheinen irritiert zurückgelassen hat, welches aber auf Jahrzehnte eine ganz besondere Magie entwickelt...

Eines ist also ganz klar: SPIRIT OF EDEN ist ein Album, auf das man sich einlassen muss, ein enigmatisches und faszinierendes Gesamtwerk, welches man nicht mal so nebenbei hören kann, sondern welches entdeckt und erlebt werden will. Anfangs wirkt es wie ein Rätsel, aber wenn man sich auf SPIRIT OF EDEN einlässt, macht dieses Werk einen überwältigenden Eindruck.

TALK TALK machen hier einfach unfassbar emotionale Musik, improvisiert aber keineswegs undurchdacht, und sie schaffen es, musikalische Landschaften vor dem inneren Auge erblühen und vergehen zu lassen. SPIRIT OF EDEN ist ein regelrechter Trip, eine metaphysische Reise, und jeder Zuhörer wird hier eine eigene, ganz individuelle Erfahrung machen - kalt dürfte es baer niemanden lassen.

Richtig bewerten kann man SPIRIT OF EDEN kaum - dazu ist dieses Album zu besonders und es entzieht sich gängigen Kriterien vollständig. Dieses Album ist eine eigene Dimension für sich, und ein großes Erlebnis für alle diejenigen, die sich auf diese Reise einlassen wollen und können.
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