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  • Ram
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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
Ram
Format: Audio CD|Ändern
Preis:21,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. Mai 2012
Klanglich ist dieses Reissue, wie im übrigen auch seine Vorgänger, gelungen. Darüber muss man keine weiteren Worte mehr verlieren, denn hier wurde alles richtig gemacht. Die Ausstattung der Box als solche ist, von einem kleinen Manko abgesehen, hervorragend. Zu dem Manko komme ich später, aber jetzt zu den Discs und den Beilagen:

CD 1 Remastered Album
Das Remastering ist sehr gut gelungen, kein Vergleich zur CD Erstveröffentlichung und der remasterten Version von 1993 (bei diesen CDs frage ich mich stets, ob überhaupt etwas getan wurde). Anspieltipp hier Dear Boy, Uncle Albert/Admiral Halsey und Monkberry Moon Delight diese Stücke haben mich in ihrer remasterten Version umgehauen.

CD 2 Bonus Audio
Schön, das die Single Another Day/Oh Woman Oh Why auch enthalten sind. Schön ist auch das Little Woman Love historisch richtig auf der Deluxe Edition von Ram erscheint und nicht auf der Bonus CD zu Wild Life, da es ja bereits in 1970 aufgenommen wurde. Die anderen fünf sind dem geneigten Bootlegsammler bekannt, aber eben nicht in dieser herausragenden Qualität. Zu erwähnen ist das Rode all night nicht gekürzt wurde. Einzig die mal wieder relativ kurze Spielzeit von 33 Min gibt Anlaß zur Kritik, von mir aus hätten es durchaus mehr Outtakes sein können (aber das ist ein persönliches "Problem").

CD 3 Mono Mix
Der Mono Mix wurde im Mai 1971 nur als Promo-LP für Radiostationen zur Verfügung gestellt, erst 2000 erschien dieser Mix erstmals als Bootleg CD, daher ist die Einbeziehung in die Deluxe Edition sehr lobenswert und schon wie für CD 1 und CD 2 ist das Remastering hervorragend gelungen.

CD 4 Thrillington
Es scheint so als würde diese CD wieder aus dem Rahmen fallen, da das Album Thrillington erst 1977 erschien, die Aufnahmen wurden aber bereits 1971 gemacht, daher passt es auch zur Deluxe Edition. Musikalisch ist dieses Album grenzwertig, entweder man mag es oder eben nicht. Für meinen Geschmack nicht notwendig, aber "Nice to Have". Für das Remastering ist über jeden Zweifel erhaben.

Bonus DVD
Ein 11 minütige aninmierte Doku, zwei Promos, endlich die komplette Hey Diddle Version in Schottland, die ja schon in der Doku Wingspan in Auszügen zu sehen war und ca 4 Min zur 1971 Wings Tour durch Europa, nicht viel aber immerhin.

I am your singer wird hoffentlich auf der Deluxe Edition von Wild Life veröffentlicht.

Das Buch
Inhaltlich wie alle anderen auch, allerdings, und das ist das oben angesprochene Manko, die Bindung ist wenig vertrauenserweckend. Ich befürchte, dass es sich, wenn es häufiger in die Hand genommen wird, in seine Einzelteile zerlegt. Also Vorsicht walten lassen, aber wem erzähle ich das. Auch wurde bei den anderen Ausgaben eine etwas bessere Papierqualität verwendet.

The little Book of Sheep und das Scrapbook
Zwei "Nice To haves", aber über den Sinn läßt sich streiten

Die Fotos und Faksimile Drucke
Sehr schön und im Bilderrahmen und an der Wand wirken sie nochmal so schön.

Dazu kommt noch der Download Code für zwei exclusive Downloadtracks, sowie wie bei allen anderen Veröffentlichungen die Möglichkeit das gesamte Set lossles als limited oder unlimited herunterzuladen.

Ein besonderes Schmankerl ist der einjährige Premium Account für paulmccartney.com. Ich hoffe, dass in einem Jahr diese Aktion wiederholt wird.

Alles in allem zu Recht verdiente 5 von 5 Sternen.

Da hier schon diverse Male über die Verpackung seitens Amazons diskutiert wurde: Ich hatte keinen Grund zur Beanstandung. Die Box war sicher in einem extra Paket aus Wellpappe verpackt, da ich zeitgleich die Mono LP gekauft habe, kam alles zusammen in einem recht großen und stabilen Amazonpaket.
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am 27. Mai 2006
McCartney finally hit his first highlight with "Ram", full of diversity and irresistible and blissful pop excess. From the ethereal beginning of "Too Many people" to the teenage lament of "Back Seat Of My Car", he just bounces with delight. "Ram On" spirits a delightfully wispy ditty and "Smile Away" is a romping jokester of a song. It's interesting that with all these good songs, only one single was released, but it is a staple. "Uncle Albert/Admiral Halsey" is a classic single with enough bridges and chord changes to delight any music student or pop aficionado. Adding "Another Day" (a homage to women and Linda) and "Oh Woman, Oh Why" (ditto, again), completes this period of McCartney, but Remastering the entire album is a marvel and makes it sound like the first listen from over thirty years ago.
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am 27. Februar 2003
Sein erstes Soloalbum, schlicht "McCartney" betitelt, hatte er irgendwo in einer schottischen Hütte unter Einsatz bescheidenster Mittel eingespielt. Was heute als "unplugged" gefeiert würde, fiel damals - im Zeitalter der Phil Spector'schen "Wall of Sound" - mitleidslos durch. Schlimmer noch: Ausgerechnet der jüngere George Harrison, den McCartney stets mit der Arroganz eines älteren Bruders behandelt hatte, erzielte mit "All Things Must Pass" (das eben jener Spector produziert hatte) den künstlerischen und kommerziellen Erfolg, der McCartney zunächst verwehrt blieb. Entsprechend groß war der Druck. McCartney stand unter Zugzwang - und fand die richtige Antwort.
RAM ist ein Dokument der Wut. Es zeigt einen Menschen, der mit dem Rücken zur Wand steht, der sich beweisen muss, dass er das Komponieren nicht verlernt hat. Dass er eben doch der Kopf der Beatles war - musikalisches Wunderkind und Rocker in einer Person. Also finden sich auf RAM schlichte Rock'n'Roll-Kracher wie "Eat At Home" neben ausgefeilten (aus heutiger Sicht etwas überladenen) Songgemälden wie "Onkel Albert/ Admiral Halsey". Am besten aber ist McCartney dann, wenn er seinen Melodien vertraut und ihnen einfach ihren Lauf lässt. Über fünf, sechs Minuten eine Stimmung entfaltet, die den Zuhörer in seinen Bann zieht. Es ist schwer zu erklären, worin die Faszination von Songs wie "Monkberry Moon Delight" liegt. An den rotzfrechen weiblichen Backgroundchören? An McCartney Stimme, die klingt, als schreie er sich den Leibhaftigen aus dem Leib? An der Komposition, die sich vom ersten Takt an ins Ohr schleicht und trotzdem nie penetrant wirkt? Wahrscheinlich ist es die Mischung aus allem. Sentiment mit Soul (statt mit Kitsch). Härte mit Gefühl (statt mit Gewalt). RAM klingt, als habe McCartney den Part von Lennon einfach mitübernommen. Ein Fall von musikalischer Schizophrenie, der ein Meisterwerk hervorbrachte - so wütend, so zerrissen, so vielschichtig klang McCartney nie wieder.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Dezember 2008
Ein Jahr nach der Trennung der Beatles und seinem ersten Soloalbum "McCartney", das er 1970 eigentlich zu seinem eigenen Vergnügen aufgenommen hatte, beschloss Paul, seine Karriere jetzt doch wieder ernsthaft in Angriff zu nehmen. (Da er sich immer als Bandmusiker empfunden hatte, lancierte er bald darauf die Wings.) Dass er dabei aufgrund der frischen Trennungswunden und des Rechstreites mit den drei anderen Beatles nicht gleich einen Klassiker wie "Band on the Run" vorlegen konnte, ist verständlich; Paul spielte sich erst wieder warm, und ich finde, das ist ihm hervorragend gelungen.

Einige Kritiker empfinden "McCartney" als das gelungenere und "Ram" als das weniger ausgearbeitete Album; mir geht es genau umgekehrt: "McCartney" klang - gewollt - sehr rau, dafür kam Pauls Spielfreude gut zum Ausdruck, aber ein Gutteil der Kompositionen hatte für mich kaum mehr Nährwert als Demos. Auch wenn Paul später einräumte, seine frühen Alben wie "Ram" und "Wild Life" hätten eine klare Rock-Richtung vermissen lassen, ist "Ram" dagegen - mit New Yorker Studiomusikern aufgenommen, von denen Schlagzeuger Denny Seiwell sich bald darauf den Wings anschließen sollte -, für mich ein gut produziertes Popalbum mit schönen Songs und gelungener Gitarrenarbeit geworden, das ich immer wieder gerne auflege. Ich mag das Cover, und mit der US-Nr. 1 Uncle Albert/Admiral Halsey und dem CD-Bonustrack Another Day, seiner ersten Solosingle, enthält es zwei meiner Lieblingssongs von Paul McCartney.

Ich mag auch den Folksong Heart of the Country und besonders The Back Seat of my Car, das bis zu den "Let it be"-Sessions zurückreichen soll. McCartneys Gespür für Melodien trägt auch gut durch die längeren Songs wie Long haired Lady und Monkberry Moon Delight. Witzig finde ich, wie er den Titelsong Ram on in bester "Sgt. Pepper's"-Manier als vorletzten Song auf dem Album erneut bringt. Besonderen Spaß hat es ihm bei diesem Album offenbar gemacht, seine Stimme in unterschiedlichen Bandgeschwindigkeiten aufzunehmen (z.B. Dear Boy oder Uncle Albert) und gemeinsam mit Linda beim Harmoniegesang zu experimentieren. Nun stand Paul ja nie im Verdacht falscher Bescheidenheit, aber ich kann nachvollziehen, wenn er später Elton John zitierte, auf diesem Album fänden sich einige der besten Gesangsharmonien, die er seit langem gehört habe.

Über die in den Songtexten verborgenen Sticheleien zwischen Lennon und McCartney auf den Alben aus dieser Zeit ist viel spekuliert worden - Lennon sang z.B. in How do you sleep? "the only thing you've done was yesterday/and since you've gone you're just another day", und die Postkarte, die seiner LP "Imagine" beilag und ihn ein Schwein an den Ohren haltend zeigte, war eine Persiflage auf das Cover von "Ram", auf dem Paul ein Schaf an den Hörnern hält. Paul sang hier u.a. "that was your first mistake/you took your lucky break" (Too many People), und der Song 3 Legs soll sich auf die Rechtsstreitigkeiten mit den anderen drei Beatles beziehen, so war das damals eben.

"Ram" (das einzige von Paul UND Linda veröffentlichte Album) ist kein Hitalbum, aber es hat, so wie Elton Johns zweites Album, eine stille Größe und wird in McCartneys Werk oft zu Unrecht übersehen. Seit 2012 gibt es das Album endlich als brillantes Remaster..
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am 27. Mai 2012
Vorab: in einer anderen Rezension wurde bemängelt, die Box würde ohne Verpackung verschickt. Ich weiß nicht, was da passiert ist, aber an mich wurde die Box verschweißt in einem durch doppelte, dicke Pappeinlagen gefütterten Karton geliefert, der wiederum in einem größeren Amazon-Versandkarton steckte. Optimal.

Zunächst die gute Nachricht für alle, denen die ersten drei Super-Deluxe-Ausgaben der "Archive Collection" im Buchformat gefallen haben: Ich hatte angesichts der Produktbeschreibung zunächst befürchtet, die vierte Wiederveröffentlichung, "Ram", würde gegenüber den anderen Veröffentlichungen komplett aus dem Rahmen fallen, aber nichts dergleichen. Diese Box ist gar nicht so anders als jene Buchformate, wie man befürchten könnte. Haptik und Optik stimmen exakt mit den drei Vorgängern der Reihe überein, lediglich durch die doppelte Dicke fällt "Ram" sofort auf.

Ich hätte zwar dennoch bevorzugt, die Super-Deluxe-Ausgabe von "Ram" wäre weniger verspielt dahergekommen und man hätte weniger schwer und dick aufgetragen. Denn mir gefiel die Anmutung von edlen Ausstellungskatalogen plus Tonträgerbeigabe bei "Band On The Run" , "McCartney" und "McCartney II" sehr gut.
Aber das ist natürlich Geschmackssache und ich bin wie geschrieben heilfroh, dass die Reihe im Prinzip im bewährten Format fortgesetzt wurde.

Von Paul McCartney hätte man einerseits eine ressourcenschonendere Ausgabe erwarten können. Andererseits müssen die Deluxe-Boxen natürlich etwas hermachen, damit sich überhaupt Käufer für diesen Luxus finden. Und es ist schon hübsch, die einzelnen Inhalte in die Hand zu nehmen - und dann wieder artig an ihre Plätze in der Box zu verstauen. Schön übrigens, dass für die Tüten, in denen sich in der Box die einzelnen Fotodrucke (five 10 inch x 8 inch prints of RAM era photographs in archival wallet) und die Text-Nachdrucke (8 full size facsimilies of Paul's original handwritten lyric sheets) befinden, auf sammlertypische Verschweißungen und Verklebungen verzichtet wurde, sie sind einfach per Bindfaden wiederverschließbar.

Die Hauptsache der Super-Deluxe-Box stellen meiner Ansicht nach - in Abgrenzung zu den "kleineren" Ausgaben - nicht mal die CDs/DVD dar, sondern das Buch zum Album.
- Diesmal mit matten statt glänzenden Seiten gefällt es mir auf den ersten Blick nicht so gut wie die drei Vorgänger der Reihe. Gerade die vielen Fotos kommen auf den matten Seiten lange nicht so gut zur Geltung wie bei den Vorgängern in Hochglanz. Schade.
- Auch ist gewöhnungsbedürftig, dass ein Umschlag fehlt - da das Buch ja in der Box gelagert wird. Dank des fehlenden Buchrückens kann man aber die Seiten komplett aufschlagen, ein Vorteil. Ich habe auch nicht das Gefühl, das Buch wäre nicht gut gebunden.
- Das Buch ähnelt vom Inhalt her zum Glück den anderen, sehr gelungenen Büchern der Reihe. Es sind allerdings nur 112 statt 128 Seiten geworden, und ich persönlich finde die enthaltenen Fotos deutlich langweiliger. Da können sich kommende Bände gerne wieder steigern und auch wieder mehr ungewöhnliche Aufnahmen vom Equipment etc. zeigen. (Ich mag das. Es ist natürlich nicht jedermanns Geschmack.)
- Etwas (ver-)störend, das sei am Rande erwähnt: das Buch stinkt, als ob man gerade die Wand frisch gestrichen hätte. Hat das irgendetwas mit dem Vermerk "Printed in China" zu tun? Die drei ersten Bände waren noch "Printed in USA".

Noch kurz ein Wort zu den "Remastern". Die Unterschiede zwischen der "Thrillington"-CD von 1995 und der hier enthaltenen CD sind minimal. Das gilt so auch für die "Ram"-CD von 1993 und den neuen Remaster. Ich würde den aktuellen Remastern ein minimal besseres, ein wenig differenziertes Klangbild zugute halten wollen, aber kaum genug, um den Neukauf zu rechtfertigen. Allerdings wenigstens auch kein Grund, weiter die sehr alte CD-Fassung hören zu müssen. Wer vor der Wahl steht, sollte zu den neuen Remastern greifen.
Die vermutlich beste Fassung des Albums, die in der Super-Deluxe-Editon enthaltene Mono-Fassung, hebt sich erstaunilch deutlich von der alten (Stereo-)CD ab. (Der Originalcharakter bleibt aber erhalten, erwarten Sie keine gravierenden Unterschiede zum altbekannten Album wie etwa bei vielen der Beatles-Remaster von 2009.)

Und ganz kurz noch ein Wort zu den beiligenden Download-Codes für die Hi-Res-Stücke mit einer Bitrate von 4608 kBit/s. Wie geil ist das bitte? Schon bei den drei Vorgängern der Reihe fand ich das Angebot bemerkenswert. Diesmal gibt es zusätzlich zu hochauflösenden Stücken des Albums und der Bonus-CD zwei zusätzliche Bonustracks nur zum Download: "Eat At Home / Smile Away (Wings live in Groningen 1972) (2012 Remaster)" sowie "Uncle Albert Jam (2012 Remaster)".

Wer die Mono-Aufnahme und das augenzwinkernde Thrillington-Album noch nicht kannte, wird in dieser Box mit zwei lohnenswerten Schmankerln belohnt. Dazu noch die acht Stücke der Bonus-CD. Ein schönes Päckchen für eingefleischte Fans. Aber ehrlich gesagt nicht zu dem horrenden Preis. (Bei Amazon schwankte das Box-Set im Zeitraum rund ums Erscheinen zwischen 85 und 95 Euro. Meiner Meinung nach ist das 20 bis 30 Euro zu teuer angesetzt, allem Deluxe-Etikett zum Trotz.)

PS: Warum wurde eigentlich ausgerechnet "Ram" als viertes Werk in der "Archive Collection" wiederveröffentlicht? Das Album sticht nicht wirklich als Meisterwerk aus McCartneys Oeuvre heraus. Vielleicht weil es als einziges Album als Künstler die Namen "Paul and Linda McCartney" trägt? Gemeinsam mit dem schon wiederveröffentlichten Album "McCartney" ist damit die Spanne zwischen Beatles und Wings komplett. Ich persönlich würde mich freuen, wenn mit der nächsten Ausgabe der hoffentlich fortgesetzten Reihe der Bogen zunächst in etwas jüngere Gefilde weiter gespannt würde, vielleicht mit "Flowers In The Dirt"?
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am 22. Mai 2012
Natürlich ist es ärgelich, dass beim Vorredner die Verpackung schlecht war. Ist aber kein Grund, der Box nur einen Punkt zu geben. Das sollte man bei Amazon reklamieren.
Die Box verdient nämlich alles anderes als einen Punkt, sondern die volle Punktzahl.
Auch wenn der Preis gegenüber der bereits erschienenen Deluxe Editionen von Band On The Run, McCartney und McCartney II um einiges höher ist, ist er meiner Meinung nach gerechtfertigt.
Es sind 4 CDs und eine DVD, sowie Bücher und Fotos beigelegt, die dieses wunderbare Album würdigen, wie es es verdient.
Über die Musik muss man nicht diskutieren. Ram hat in 40 Jahren nur dazugewonnen und ist zeitlos.
Das Re-master ist, wie bei den bisherigen sehr gut gelungen. Die Bonustracks sind hervorragend. Die Monoausgabe ist ein Highlight - sehr gut, dass man diese endlich veröffentlicht hat. Habe zusätzlich auch die Monoausgabe auf Vinyl, die ich klanglich noch besser finde. Bin aber sowieso ein Vinylfreak und behaupte nach wie vor, dass Vinyl der CD überlegen ist.
Thrillington - ein Geniestreich. 3 Legs oder Back Seat of my Car sind wundervoll.
Die DVD ist ganz nett - wird man nicht allzu oft ansehen.
Alles in allem ein Rundumglücklichpaket. Für jeden McCartney Fan ein Muss.
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am 21. Juni 2001
Paul selbst sagte vor Kurzem in einem Interview, er höre sich dieses Album des Öfteren an, weil es im Nachhinein sehr interessant sei. - In der Tat ist es eines seiner besten Solo-Alben! Die Melodien sind zwar weniger bekannt, und beim ersten Anhören reißen sie einen vielleicht auch nicht vom Hocker... aber dieses Album hat eine Chance wirklich verdient, denn es ist sehr einfallsreich. Für alle Beatles-Fans, die's genau wissen wollen: Ich glaube, das ist das Album, von dem John sagte, Paul habe ihn in den songs beleidigt und Anspielungen versteckt. Ich persönlich glaube das nicht. Oder ist der Hund mit den drei Beinen aus "3 legs" eine Anspielung darauf, daß John sich von den drei anderen Beatles abgesondert haben soll?? Wer weiß.
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am 30. August 2002
Tatsächlich, es ist das Album, auf dem sich Paul McCartney auf einen öffentlichen Wortstreit mit John, dem Meister aller Schmähreden einläßt! Besonders 2 Tracks - Too Many People und Back Seat Of My Car - schlagen in diese Kerbe, wen's interessiert, der sollte die Texte unter die Lupe nehmen und am besten gleich Lennons Antwort auf dem Album Imagine (How Do You Sleep, übrigens mit George Harrison eingespielt), wo John direkt auf dieses Album Bezug nimmt.
Doch zum Musikalischen: Es ist in der Tat eine Zwischenspiel, zwischen Beatles und Wings nämlich. Bei weitem nicht so karg instrumentiert wie McCartney 1 enthält es tatsächlich einige sehr eingängige Songs wie das schon angesprochene, angriffslustige Too Many People, das ironische Three legs, die echt rockigen Stücke Smile Away und Oh Woman Oh Why (Bonustrack) und das vielseitige Long Haired Lady. Des öfteren ist Linda als (Backround-)Sängerin herauszuhören. Großen Tiefgang darf man sich nicht erwarten (bestes Beispiel: Another Day, damals Single [warum auch immer] + nun Bonustrack), dazu ist Paul zu kommerziell, aber Ram ist ein unterhaltsames, ungezwungenes Solo-Frühwerk!
Die vier Sterne (objektiver wären vielleicht drei) beziehen sich allerdings nur im Vergleich zu andern McCartney Werken (wobei ich mich hier durchaus als Fan der Früh- und Mitt-70er Werke deklariere, Ausnahme: Tug Of War), die Beatles sind hier bereits Geschichte.
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am 15. Juli 2012
RAM gilt für mich persönlich als Meilenstein des Schaffens von Paul McCartney. Ich selbst war bei erscheinen des Albums ganze 7 Jahre alt und ich war sofort in den Song Admiral Halsey/Uncle Albert verschossen und höre ihn noch heute sehr gerne.
Smile Away, Dear Boy, Ram und Sittin on the BACKSEAT of My Car sind klare Anspieltips.
Damals konnte ich nicht ahnen, dass dieser Mann in der bedeutendsten Band des 20.Jahrhunderts gespielt hat.
Es ist schön zu sehen, dass sich insbesondere junge Menschen nunmehr auch mit dem Frühwerken der Solo Projekte befassen und dies auch mit reichlich Bonus Material tun. Schade, dass McCartney so wenig heutzutage seine Solo Hits bei den Live Konzerten berücksichtigt.
Mir wäre es hundert mal lieber EAT AT HOME; LISTEN TO WHAT THE MAN SAID, SILLY LOVE SONGS usw. Live zu hören als immer wieder die selben Standards wie Hey Jude, LET IT BE usw. Zwar verlangt der Markt das, insbesondere bei Leuten, die bereits im vollen Bewusstsein zu gegen waren und die Beatles in ihrer Schaffenszeit erleben durften.
Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Nachgeborenen, die nichts dagegen hätten mal eine Tour "FOR MCCARTNEY FANS ONLY" zu erleben.
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am 15. Oktober 2007
Vorweg : wenn dieses Album nicht von einem Ex-Beatle wäre, würde sich kein Mensch darum kümmern. Es ist weder ausgereift noch meisterhaft.Kompositorisch klingen die meisten Songs wie unausgegorene erste Ideen und Rohfassungen (die früher in der Gemeinschaft der Beatles zu großartigen Songs weiterentwickelt worden wären).

Das ist sowohl das Interessante als auch die Schwäche dieses Albums : es ist DAS Album eines Ex-Beatles, das am meisten an frühere Beatles-Alben erinnert. Ausgefeilt hätten einzelne Songs auf das Doppelalbum, Abbey-Road oder Let-it-be gepasst. Es klingt wie einzelne Beatles-Rohfassungen, die keinen Feinschliff mehr erhalten haben und nur als Entwürfe vorliegen - vielleicht hat Paul hier einfach Songskizzen aus verschiedenen Zeiten zusammengefasst, die von den Beatles nicht mehr verwirklicht worden sind. (Entsprechend uneinheitlich und zuammengewürfelt klingt auch diese CD insgesamt - wie eine Reste-Verwertung.)

Insoferne hat dieses Album für Beatles-Fans sehr wohl einen eigenen Reiz. Gleichzeitig muss man sagen : verglichen mit George Harrison und John Lennon hatte Paul McCartney wohl den schwächsten Start einer Solo-Karriere nach dem Split der Fab-Four.
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