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am 17. März 2010
John Adams hat bei Impressionismus, Spätromantik und Minimal Music "geborgt" und komponiert am Computer. Der 1947 geborene John Adams hat eine Ausbildung zum Klarinettisten absolviert und war Dirigent bevor er als Komponist hervortrat. Grundsätzlich ließe er sich zwar in die zweite Generation der Minimalisten einordnen, greift aber vor allem die musikalische Tradition auf.
Harmonielehre (der Titel ist eine Anlehnung an Schönbergs 1911 erschienenes Buch) beginnt mit großem Orchester und einer Art orchestralen Echolotes. Dieser erste Teil entstand, so berichtete der Komponist, nach einem Traum von einer Fahrt über die San Francisco Bay Bridge und einem riesigen, vom Wasser abhebenden Tankschiff. Der Komponist selbst nannte den Beginn "sehr verletzend", "schockierend". Nach meinem Eindruck beginnt der erste Teil mehr "imponierend" laut und dynamisch, im Unterschied zum Automatismus der Minimalisten zwar viel emotionaler, aber ohne dass echter "Schmerz" in den Noten fühlbar würde. Im "leidenden" zweiten Teil "The Anfortas Wound" hört man Anspielungen an Richard Wagner (Parsifal) heraus. "Leiden ohne Gnade" ist nach den Worten von John Adams im Mittelteil das zentrale Thema. John Adams verweist auf eine Verwundung konkret im Bereich der Testikel im französischen Quelltext, die somit für den Komponisten eine Metapher für den Verlust an Schöpfungskraft darstellt. Zu Beginn des letzten Teiles "Meister Eckhardt und Quackie" schwebt Meister Eckhardt, der mittelalterlliche Theologe und Philosoph (=Eckhart von Hochheim), mit einem Baby auf seinen Schultern am Firmament und flüstert ihm das "Geheimnis der Gnade" ins Ohr. Quackie ist der Name von John Adams Tochter. Dieser dritte Teil spannt unter anderem den musikalischen Bogen zum ersten Teil, bevor er mit einem hoffnungsvollen, Coda-ähnlichen Ausklang endet. Das erinnert entfernt an spätromatische Werke wie die Anton Bruckners, aber bisweilen wird man unweigerlich an Sibelius, Ives, Debussy, Mahler, Berg u.a. erinnert.
Der Dirigent Edo de Waart bewerkstelligte wie so oft den richtigen dynamisch-gelösten "Sound" für diese persönliche, aber trotz allem wenig schwermütig wirkende Musik. 1985 entstand in der Symphony Hall in San Francisco ein transparenter und dem vielschichtigen Werk adäquater Orchesterklang.[DDD, Gesamtspielzeit: 40:09]
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am 12. Dezember 1999
40 Minuten benötigt John Adams für seine persönliche Harmonielehre. Er begann seine Arbeit an dem Stück nach einer besonders frustrierenden Periode seines Lebens, in der er als Mensch und Musiker zweifelte, bis er per Traum die Initialzündung zu diesem Werk bekam. Dieser persönliche Zugewinn spiegelt sich auch in den drei Teilen dieser Komposition wieder. Der erste Teil beginnt wie Adams selbst meint monolithisch, steht quasi als eigene Sinfonie statisch da und endet wie es beginnt. Im zweiten Teil, "the Anfortas Wound" spiegelt sich die Krankheit und Schwachheit wieder, ehe im dritten Teil "Meister Eckhard and Quackie" Licht am Ende des Tunnels erscheint und Adams konsequent darauf zu komponiert bis zu dem ihm typischen heroischen Ende. Ein beeindruckendes Werk, voller Intensität der Stimmungen, mit einem hoffnungsfrohen Ende. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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