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am 5. November 2013
Im Gefühl des sicheren Sieges kann man leicht kurz vor der Ziellinie scheitern. Dass Gardiner zwar stolpert, aber nicht scheitert, verdankt er seinen hervorragenden Mitstreitern, dem technisch über jeden Zweifel erhabenen Monteverdi Choir und den English Baroque Solists.

Nach seinen vorzüglichen Einspielungen der h-Moll-Messe und der Johannes-Passion, die zu Recht Referenzstatus für sich beanspruchen können, unterschätzt er jedoch entweder die komplexen Anforderungen, die die monumentale Matthäus-Passion in Bezug auf differenzierte Dynamik und Ausdruckskraft stellt oder ihm fehlt das Gespür dafür.

Den ersten, kürzeren und handlungsärmeren Teil der Passion absolviert Gardiner in einem Parforceritt von 66 Minuten, als ob er im Anschluss einen Flieger zu erreichen hätte. Rilling und Leonhardt nehmen sich und geben den Hörern 9 – Karl Richter gar 20 Minuten mehr Zeit. Nun ist Zeit kein Wert an sich, wenn sie nicht irgendwo fehlte. Dies bedarf einer näheren Betrachtung.

Das Passionsgeschehen schreitet auf mehreren Ebenen voran: Distanziert rezitativisch bis leidenschaftlich effektvoll begleitet der Evangelist das Geschehen. Anthony Rolfe Johnson darf oder kann nur ersteres leisten; seine Textverständlichkeit lässt dabei an vielen Stellen zu wünschen übrig, was für diesen Part trotz seiner sängerischen Qualität einfach nicht akzeptabel ist.

Die dramatischen Turba-Chöre sind bei den luftig, transparent und in allen Lagen sicher intonierenden Monteverdis bestens aufgehoben. Hier lässt man locker die Muskeln spielen. Herrlich auch „Sind Blitze, sind Donner...“ Da zucken und funken die Blitze vom Himmel, dass es eine wahre Freude ist zuzuhören.

Aber Vorsicht: Die Chorsätze, die Innerlichkeit und Anteilnahme zum Ausdruck bringen sollen, erfordern Zeit und ein Gefühl für den Text. Beides fehlt hier leider (vgl. Anfangs-/Schlusschor, „Oh Mensch, bewein dein Sünden groß“, „Wer hat dich so geschlagen?“, „Oh Haupt voll Blut und Wunden“ u. a.).

Ein meditatives Element bilden die lyrischen Arien nach Picander-Texten, in denen die „gläubige Seele“ ihre Gefühle im Angesicht des Leidens Christi offenbart. Hier besteht das Sängerensemble die höchsten Anforderungen in sehr unterschiedlicher Weise.
Ann Monoyios mädchenhafter, glockenklarer Sopran nimmt mich schnell gefangen („Blute nur, du liebes Herz“), Anne Sofie von Otter ist mit ihrem reiferen Sopran und vorzüglicher Artikulation ebenfalls eine hervorragende Besetzung. Bei Barbara Bonney stört mich der unverkennbare britische Akzent.

Ich bevorzuge bei den nicht-lateinischen Werken geistlicher Musik ganz deutlich jeweils muttersprachliches Sängerpersonal. Diese Kritik gilt auch für Michael Chance und Howard Crook, die in Pinnocks Messiah-Aufnahme eine hervorragende hier aber eine suboptimale Besetzung darstellen.

Cornelius Hauptmann singt die schöne Arie „Gebt mir meinen Jesum wieder“ wie ein großer Junge, dem man sein Spielzeugauto weggenommen hat. Anteilnahme am Geschehen: Fehlanzeige; dies wirkt auf mich fast schon grotesk. Wer daran zweifelt, der höre sich einmal Theo Adam in der Dresdner/Leipziger Peter Schreier-Aufnahme an: So ist das perfekt!

Kurzum: Der Rang einer Referenzaufnahme bleibt dieser Einspielung klar versagt, im oberen Drittel des Gesamtkatalogs der zahlreichen Konkurrenzaufnahmen kann sie jedoch mühelos bestehen.
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am 9. April 2000
Gardiner rast durch die Matthäus-Passion und nimmt dem Werk damit alle protestantische Innigkeit. Er wollte die Perücken der Tradition lüften.Mit dieser Manie verfehlt er den Gehalt der Passion total. Sein Monteverdi-Choir ist, wie immer, hervorragend, seine Solisten im Vergleich aller Aufnahmen allenfalls gehobener Durchschnitt.
22 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. März 2000
Die Aufnahme ist bestechend. In jeder Beziehung hervorragend. Aber sie ist schon lange auf dem Marlt, überall gepriesen und immer noch so teuer wie am Anfang.
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