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Gerade Verdis "Rigoletto" ist von den Plattenproduzenten in einer Weise überstrapaziert worden, daß viele an sich hervorragende Aufnahmen nie den richtigen Stellenwert erhalten haben und inzwischen fast in Vergessenheit geraten sind, obwohl sie das keineswegs verdient haben.
Dazu zähle ich auch die hier von DECCA als preiswertes Doppelalbum wieder vorgelegte Aufnahme unter dem italienischen Dirigenten Nino Sanzogno, einem Künstler, der leider auf Tonträger hoffnungslos unterrepräsentiert ist, obwohl er ein außerordentlich sensibler und einfühlsamer Orchesterleiter war. Auf weite Strecken zeigt er hier höchstes Format, die ganze Farbpalette dieser doch recht ergiebigen Partitur wird vom ihm subtil ausgeleuchtet. Dazu stand ihm mit Chor und Orchester der Accademia di Santa Cecilia Rom eine gute Formation zur Verfügung, die weder stimmlich noch im orchestralen Bereich irgendwelche Wünsche unerfüllt läßt.
Auch das Sängerensemble ist von herausragender Homogenität: Die damals noch junge Joan Sutherland (Gilda) entfaltet eine stimmliche Noblesse von großer Schönheit, ihr warmer und leuchtender Sopran ist von nicht zu überbietender Präsenz, und ihre süßen Triller in den Koloraturpassagen sind noch heute Legende. Als Partner steht ihr der auf Elba geborene Tenor Renato Cioni zur Seite, der leider im Plattenstudio kaum Spuren hinterlassen konnte (ich kenne ihn nur noch von der DECCA-Aufnahme der LUCIA unter Pritchard sowie live als Callas-Partner von deren letztem London-Auftritt als Tosca 1965). Hier singt er mit großer, glanzvoll geführter Stimme einen wunderbaren Herzog, der sich hinter vielen prominenteren Rollenvertretern wahrlich nicht zu verstecken braucht. Seine Gestaltung ist gleichermaßen männlich, verführerisch und aristokratisch. Der Amerikaner Cornell MacNeil singt mit gut geführter Stimme den Titelhelden, allerdings scheint mir sein Porträt nicht sehr ausgefeilt, eher ein wenig eindimensional. Kein Vergleich mit Leonard Warren, Tito Gobbi, Giuseppe Taddei oder auch Dietrich Fischer-Dieskau. Die übrigen Rollen sind gut besetzt, besonders erwähnen möchte ich noch Fernando Corena (Monterone), Stefania Malagú (Maddalena) und natürlich Cesare Siepi als hervorragenden Sparafucile. Letzterer hatte die Partie schon einmal, 1954, unter Alberto Erede gesungen, damals mit Hilde Gueden, Mario del Monaco und Aldo Protti in den Hauptrollen. Hier singt er in wesentlich besserer "Umgebung", und trotzdem versteht er es wieder, seine relativ kleine Partie zu einer Hauptrolle aufzuwerten. Siepi war ein Sänger von Format, und das zeigt sich auch, wenn er nicht in großen Rollen wie Philipp, Figaro oder Don Giovanni glänzen kann.
Es ist wirklich schade, daß diese schöne Aufnahme nie die ihr gebührende Würdigung erlangt hat. Das liegt, wie oben bereits gesagt, an der Überfülle des Angebotes, und wieder bewahrheitet sich das alte Sprichwort, daß "das Bessere des Guten Feind" ist. Erfreulich ist jedenfalls, daß die DECCA diese Produktion aus dem Jahr 1961 nicht in den Archiven verstauben läßt und dem Interessenten wieder zugänglich gemacht hat. Sie zeichnet sich insbesondere durch die schön abgestuften Ensembles aus, in der die Decca-Techniker wieder einmal beste Arbeit geleistet haben. Der Klang ist übrigens durchweg erfreulich, die Stereowirkung imponierend. Die Textbeilage bietet einen Einblick in die Handlung der Oper, leider fehlt das Libretto. Dafür ist der Preis der 2 CD-Box kundenfreundlich.
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am 24. Juli 2008
Dieser Rigoletto ist ein Meilenstein in der Sutherland - Ära. Ich persönlich schätze diese Aufnahme mehr, als die mit Luciano Pavarotti unter Bonynge. In dieser früheren Einspielung klingt die Stimme um einiges frischer und jugendlicher. Die gaumige Aussprache und der etwas hohle Ton ist hier überhaupt noch nicht zu hören. Die Stimme ist rein und unsagbar zart. Die Koloraturen sind perlend und spritzig! Die Duette werden zu den absolten Highlights der Einspielung. Die große Arie "Caro nome" wird mädchenhaft und an Brillianz kaum zu übertreffen vorgetragen. Die hohen Noten sitzen an der richtigen Stelle und strahlen wie der hellste Stern! Eine der besten Gildas, die man auf Cd anhören kann und selbst die liebreizende Ileana Cotrubas oder die ätherische Anna Moffo reichen in ihren Darstellungen und ihren stimmlichen Qualitäten an die Sutherland nicht heran! Die zweite spätere Einspielung ihrer Gilda ist zwar auch grandios, aber ich würde immer diese vorziehen und jedem wärmstens empfehlen, denn allein wegen der Sutherland lohnt sich die Anschaffung der Einspielung.

Renato Cioni gibt einen sensationellen Rigoletto. Ihm hätte ich die Rolle in dem Umfang gar nicht zugetraut, da ich bisher nur sehr späte Aufnahmen von ihm kannte. aber hier ist es ein wahres Vergnügen seine Interpretation des Herzogs anhören zu können. Erstaunlich die Tonformungen im "La donne mobile" und der schier endlose Atem. Die hohen Noten werden lange gehalten und er setzt so viele Highlights, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommt. Cornell MacNeil singt den Rigoletto und ist ein großartiger Darsteller der Rolle. Ich hörte selten einen wütenden Rigoletto, der so schöne Töne produzieren kann. Darstellerisch und gesanglich absolut on top! Bezaubernd sind die Duette zwischen Rigoletto und Gilda, besonders zum Ende des zweiten Aktes, wo sich die Gemüter so sehr erhitzen, dass man es knistern hören kann! Auch das Finale der Einspielung ist Verdi pur und lässt das Herz eines Opernliebhaber höher schlagen! Auch er braucht sich weder hinter Renoato Bruson, noch hinter Tito Gobbi verstecken, denn seine darstellerische Brillianz und die Ausdruckskraft seines Vortrages sind phantastisch! Insgesamt also eine sehr lohnenswerte Einspielung. Nino Sanzogno dirigiert die Oper mitreißend und hingebungsvoll. Chor und Orchester sind großartig. Anhören und genießen!
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am 22. November 2011
Diese Produktion entstand 1961 bei der Decca als Stereo-Remake der missratenen Erede-Einspielung von 1954. Zur Verfügung stand einmal mehr das Orchester der Accademia Santa Cecilia in Rom und Haussänger der Mailänder Scala. Wie schon unter Erede macht der großartige Cesare Siepi den Auftragsmörder Sparafucile zur heimlichen Hauptfigur des Stücks. Seine tiefschwarze, samtige Baßstimme gewinnt dem eigentlich etwas flachen Charakter eine unerhörte und spannungsvolle Tiefenschärfe ab, die einzigartig ist und bleibt. Nicht einmal der große Nicolai Ghiaurov reicht (unter Giulini) an dieses Porträt heran.

Die Hauptrollen sind gut besetzt: Joan Sutherland gibt eine vokal lupenreine und sichere Gilda, die zwar ein wenig langweilig bleibt (im Vergleich zu Callas, Scotto oder Cotrubas), aber das biedere Wiener Mädel Hilde Güden in Technik und Gestaltung weit überragt.
Auch Renato Cioni erweist sich seinem Vorgänger (Mario del Monaco) haushoch überlegen: Zwar ist sein Herzog im Vergleich zu den ganz großen Kollegen Bergonzi, Pavarotti, Björling, Tucker und di Stefano ein wenig weichgezeichnet, aber er singt sicher und geschmeidig, vor allem aber idiomatisch. Das heldentenorale, stumpfsinnige Gebrüll del Monacos werden in dieser Rolle wohl die wenigsten vermissen.
Cornell MacNeill ist kein Gobbi, Warren oder Merrill. Doch ich finde ihn ausgesprochen überzeugend, im Vergleich zum derb-rauhen Protti geradezu überragend. Seine Interpretation besticht durch Prägnanz, gute Technik und Artikulation.
Die Nebenrollen sind sehr gut besetzt (Corena als Monterone, Stefani Malagù als Maddalena).

Sanzogno dirigiert zwar manchmal etwas eindimensional, gibt aber eine kompetente Leitung seines Ensembles. Der Klang der Produktion ist klar und reich - mehr kann man von einer 50 Jahre alten Aufnahme nicht erwarten.

Eine klare Kaufempfehlung und gute Ergänzung zu Serafin, Solti und Giulini.
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am 22. November 2002
Joan Sutherland hat die Partie der Gilda zweimal im Studio aufgenommen. Zu Beginn der 60er Jahre und in den 70er Jahren. Eigentlich entspricht ihre Physignomie nicht der Rolle, aber beide Male liefert sie eine überzeugende Vorstellung ab, wobei in der ersten Einspielung ihre Stimme einen jugendlicheren Charme ausstrahlt, der zu dieser Partie besser paßt. Vokal ist Joan Sutherlands Leistung überragend und meisterhaft. Phantastische Koloraturen und Triller werden von ihr in die musikalische Linie eingebaut. Selbsverständlich krönt die australische Sopranistin die Ensembles mit strahlenden Spitzentönen.
Cornell MacNeil ist ein ausgezeichneter Rigoletto, der einen prachtvollen Bariton ins Felde führen kann. Seine Leistung ist später nur von sehr wenigen Sängern erreicht worden.
Dagegen hat es der Tenor von Renato Cioni als Herzog von Mantua nicht leicht, um zu bestehen.
Sicherlich gab es vokal opulentere oder kultiviertere Interpreten (Pavarotti,Kraus,Gedda,Björling,Bergonzi), aber Renato Cioni weiß seinen metallischen Tenor gut einzusetzen. Ausdrucksvoll und mit der nötigen Nonchalance bewältigt er die schwierigen Arien und Ensembles.
Die kleineren Partien sind u.a. mit Cesare Siepi, Fernando Corena und Stefania Malagu exzellent und denkwürdig besetzt.
Nino Sanzogno dirigiert leidenschaftlich und mit viel Italianitá - so wie es diese Oper verlangt!
In der späteren Rigoletto-Aufnahme von Joan Sutherland kann man den jungen Luciano Pavarotti, Sherill Milnes, Nicolai Ghiaurov und Huguette Tourangeau erleben. Diese Einspielung ist in vokaler Hinsicht auffälliger und gefälliger. Insbesondere Pavarotti ist fast "unschlagbar" als Herzog. Mit dem nötigen Aplomb und einer beeindruckenden vokalen Energie begeistert der Tenor bis zum hohen D der Cabaletta! Aber auch der Rigoletto von Sherill Milnes ist hat viele großartige Momente. Joan Sutherland singt in dieser Aufnahme makellos wie immer, trumpft aber vielleicht zu sehr auf, so daß man in ihrer Gestaltung eher eine Lucia oder Violetta erkennt.
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am 7. Juni 2010
Man kann es sich kaum noch vorstellen. 1961 alleine erschienen 5- 6 Aufnahmen dieses Werkes, darunter diese.

Seit Jahren gibt es keine Neuaufnahmen. Zu teuer. Es lohnt nicht. Braucht man Neuaufnahmen dieses Werkes ? Im Prinzip nicht, aber 1961 "brauchte" man auch nicht fünf Aufnahmen dieses Werkes und dennoch kamen sie auf den Markt.

Lohnt es sich, diese Aufnahme zu hören ? Es ist ja verführerisch, zu diesem niedrigen Preis einen kompletten Rigoletto zu bekommen. Was haben die seinerzeit als Platten und später als Cds gekostet und heute, für einen Spottpreis.

Dennoch kann ich die Aufnahmen nicht wirklich empfehlen. Vergleiche ich sie nur mit Solti, fast aus der gleichen Zeit,mit einem gleichen (so die Information bei WiKI) Orchester, fällt dieser Vergleich eindeutig zu gunsten von Solti aus;welches Brio bringt er in diesen Stück ein. Recherchiert man über Sonzogno wird seine Präzision gelobt. Die Leidenschaft, die diesem Stück Rigoletto eignet, scheint nicht dazu zu gehören.

Die Sänger, die er zur Verfügung hat, sind nicht schlecht.Wie sollten sie auch. Aber in keiner Rolle muss man nun gerade diese Aufnahme hören. Das Angebot bei "Rigoletto" ist überwältigend, da gehen diese Sänger eher unter,nicht unter vielleicht, aber nicht maßstabsetzend, auch wenn Cesare Siepi hier eine recht kleine Rolle des Sparafucile prominent besetzt.

Wenn ich etwas zu dieser Aufnahme schreiben sollte, wäre es: vor allem preiswert ist sie.
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