flip flip Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited BundesligaLive

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
5

am 11. November 2011
Eigentlich kann ich mich nur meinen Vorrezensenten anschließen, diese Aufnahme ist der Gipfel.
Ob man nun Birgit Nilsson ( warum auch immer ) nicht mag, sie ist und bleibt trotzdem eine Ausnahmesägerin und stellt das hier überlebensgroß unter Beweis, ihre Stimme ist scharf wie eine Klinge und geht einem durch den Körper wie ein Messer durch weiche Butter.
Gerhard Stolze ist als Herodes herrlich exaltiert und pervers, wie es dieser Figur in der Oper zusteht. Niemand ist je besser gewesen...aber das gilt eigentlich für alle drei Hauptsänger.
Deswegen auch für Eberhard Wächter als Jochanaan, so hat sich ein Prophet anzuhören. Er hat die Rolle schon auf einer früheren Einspielung unter Karl Böhm gesungen, aber übertrifft sich hier noch einmal selbst.
Das Dirigat von Solti ist mächtig und stark, aber trotzdem nie zu laut und nie wie zähe, grobe Soße, sondern dabei kristallklar ( wie Nilssons Stimme ). Er holt alles aus den Wiener Philharmonikern heraus, die wiederum alles geben und das ist nicht wenig.
Prachtvoll und wuchtig.
Hier ist Oper das, was es sein sollte : Ein Fest!

Wer diese Salome-Aufnahme nicht gehört hat, hat Salome nicht gehört!
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 5. August 2014
1961: Georg Solti, einer der großen Strauss-Dirigenten, tritt ans Pult der Wiener Philharmoniker. An den Mikrofonen stehen Birgit Nilsson (Salome), Gerhard Stolze (Herodes), Grace Hoffmann (Herodias), Eberhard Wächter (Jochanaan) und Waldemar Kmentt (Narraboth). Die Decca sorgt dafür, daß das Schauspiel akustisch eingefangen wird. Das sind die Zutaten, die Erfolg versprechen, oder etwa nicht?

Nicht nur die Namen klingen verheißungsvoll, nein, auch die Musiker dahinter lassen es krachen. Da haben wir den Dirigenten, der die Partitur meisterlich auslotet und kraftvolle Akzente setzt. Solti gelingt eine der besten Salomes auf dem Plattenmarkt. Das liegt überdies an den Wiener Philharmonikern, die in Höchstform spielen. Die Titelrolle ist der Schwedin Nilsson wie auf den Leib geschrieben. Sie bietet eine Traum-Salome, deren Fokus auf der Gesamtgestaltung und weniger auf den Finessen liegt. Wächter glänzt als "sturmfester" Prophet, der allem widersteht. Dem aufrechten, selbstbewußten Jochanaan steht ein selten lüsterner Herodes gegenüber. Stolze verleiht seiner Figur menschliche Abgründe, wie man sie derart äußerst selten findet. Auch Herodias, die von Hoffmann selbstbewußt gestaltet wird, kann dieser "großartigen" Verkommenheit nichts entgegensetzten. Die Nebenrollen vervollständigen diese ausgezeichneten Leistungen.

Klanglich nutzt die Decca alles aus, was technisch möglich ist. Es ist nur schwer in Worte zu fassen, es stellt sich jedoch das Gefühl ein, daß nicht nur das hiesige Herrschergeschlecht ein wenig überzüchtet ist, sondern auch die klangliche Darbietung. Der Grat zwischen einem Optimum und dem Zuviel ist äußerst schmal. Inzwischen schätze ich die Leistung der Toningenieure weitaus mehr, denn sie verleihen der Aufnahme eine ungewöhnliche Transparenz und Vielschichtigkeit. Doch sie macht aus Soltis Einspielung eine etwas besondere Salome. Das sollte man wissen. Es ist schon paradox, daß das Besondere dieser Produktion weniger in den brillanten Leistungen der Musikern liegt – die Namen halten, was sie versprechen –, sondern vielmehr in dem etwas anderen Klangerlebnis.

Müßte ich mich entscheiden, würde ich noch immer Karajans Salome wählen. Zwar habe ich mich mittlerweile an den besonderen "Klangrausch" der Decca gewöhnt, doch ist mir die Natürlichkeit des Klangs bei Karajan in letzter Instanz lieber.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 2. April 2006
Wie oben schon gesagt: Birgit Nilssons Salome kann man mögen oder nicht - stimmlich ist es eine überragende Leistung, der kühle Klang gefällt allerdings nicht jedem, und der schwedische Akzent ist doch vor allem in den parlando-Passagen am Anfang sehr störend, die Sprache nicht wirklich gut erarbeitet. Stolze ist wohl kaum je übertroffen worden in seiner Darstellung dieses kaputten, perversen Tetrarchen. Der Rest der Besetzung ist wunderbar, auch Kmentts Narraboth: Schönklang und Wortdeutlichkeit in einem. Einzig die später so hervorragende Josephine Veasey als Page versuchte ihre Stimme damals noch durch ein Nadelöhr zu quetschen und radebrecht leider auch sehr mit dem Deutschen. Wiener Philharmoniker unter Solti: Purer Luxus, der aufgeplusterte Decca-Sound der 60er passt eigentlich gut zu dieser rauschhaften Oper. Hier wird auf jeden Fall noch richtig hingelangt.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 8. März 2013
Solti schwelgt sich erneut wie auch in der Elektraeinspielung mit Nilsson mit dem Orchester der Wiener Philharmoniker und einem glänzend aufgelegten Ensemble durch die Strauss-Partitur. Fragt man Opernfans nach einer Salome-Aufnahme, wird diese hier recht häufig genannt. Birgit Nilsson ist eine traumhafte Sängerdarstellerin, die die von Strauss gewünschte Jugendlichkeit mit einer Isoldenstimme vereint. Gerhard Stolze gibt einen herrlich galligen Herodes, vielleicht die beste Verkörperung der Partie von allen Aufnahmen und Grace Hoffmann lässt den Stolz der Herodias erstrahlen.
Sehr interessant finde ich die Besetzung des Jochanaan mit Eberhard Wächter; er dröhnt sich nicht wie manche seiner Fachkollegen mit baßbaritonaler Härte durch die Partie, sondern verleiht dem Propheten eine latente stimmliche Erotik. Da nimmt es nicht Wunder, dass Salome ihm verfällt.
Auch die kleineren Partien sind stimmig und teilweise sehr prominent besetzt. Man hat die Salome sicherlich schon analytischer gehört, aber wer im Klangrausch schwelgen möchte, ist mit dieser Aufnahme bestens bedient.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 7. Januar 2003
Diese Aufnahme aus dem Jahr 1961 mit der grossartigen Birgit Nilsson in der Titelpartie, Georg Solti am Dirigentenpult und den Wiener Philharmonikern im Orchestergraben darf wohl zu Recht als DIE Referenzaufnahme für dieses erste bedeutsame Bühnenwerk von Richard Strauss bezeichnet werden. Anlässlich der Uraufführung 1905 noch als Skandal bezeichnet, hat sich diese hochdramatische Oper inzwischen schon längt einen verdienten Platz im heutigen Standardrepertoire erarbeitet.
Ausnahmesängerin Birgit Nilsson gilt unter vielen Opernliebhaber als DIE Salome der Musikgeschichte. Hört man sich die vorliegenden Aufnahme an ist dies auch nicht wirklich überraschend: Wohl kaum jemandem sonst gelingt es in einem solchen Ausmass, diese Rolle zu "leben". Birgit Nilsson singt nicht nur die Salome, sie IST Salome, und das hört man in jedem Ton. Man kann sich beinahe in den bedauernswerten Narraboth hineinversetzten, der sich ihretwegen in sein Schwert stürzt...
Neben der famosen Leistung der Nilsson muss aber unbedingt auch der beeindruckende Charaktertenor von Gerhard Stolze als Herod erwähnt werden. Absolut unglaublich, wie er dem neurotischen Charakter von Salomes Stiefvater mit seiner Interpretation Leben verleiht. Dazu steht als krasser Gegensatz der beharrlich fanatische Jochanaan von Eberhard Wächter, der in dieser von A bis Z begeisternden Besetzung sozusagen das Tüpfelchen auf dem i ist.
Diese Aufnahme ist nicht nur ein einfacher Tonträger, nein, sie erweckt das Stück zum Leben. Und das ist wohl das grösste Kompliment, das man einer Aufnahme machen kann...
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden


Haben sich auch diese Artikel angesehen

Strauss: Salome
13,99 €
Salome
10,99 €
Salome
14,67 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken