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am 20. Januar 2005
Wenn sie auf der Suche nach einer überzeugenden und unter die Haut gehenden Aufnahme der 6. Symphonie von P.I. Tschaikowski sind, kommt an diese Einspielung von wohl keine andere heran.
Auch schon damals spielte das Chicago Symphony Orchestra abgöttisch schön und so differenziert, wie kaum ein zweites Orchester. Unter der Leitung des genialen Fritz Reiner wird die Pathetique weder schmalzig-kitschig noch langweilig-trocken. Die dramatische Linie führt vom ersten Einsatz der Kontrabässe bis zum Ersterben eben dieser im vierten Satz, wobei niemals voreilig Pulver verschossen wird, wie wir es heutzutage leider zu oft in Konzerten und Neueinspielungen feststellen müssen.
Der Streicherklang ist wunderbar rund aber auch sehr schlank, sodass der dritte Satz feinstens artikuliert ist und kein einziges Staccato im Stimmgewirr untergeht.
Auch wenn die Bläser vielleicht etwas kantig und brutal klingen (vor allem im subito fff im ersten Satz), ist der Gesamtklang unerreicht homogen und farbenprächtig.
Besonders auffallend auch Fritz Reiners Konzentration auf die große Linie, die sich niemals verliert, sich allerdings auch niemals auf Kosten der anderen Stimmen aufdrängt.
Insgesamt handelt es sich um eine sehr ergreifende Aufnahme dieser sehr effektvollen und dem einen oder anderen kitschig anmutenden Musik.
Also greifen sie zu. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt allemal.
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am 8. Mai 2008
Die "Pathétique", dieses viel zu oft malträtierte Schlachtross der romantischen Musikgeschichte, verkam bei dieser Aufnahme nicht, wie so oft davor und etliche Male danach, zur hyperromantischen Schmonzette. Dank Fritz Reiner und dem von ihm auf technische Perfektion getrimmte Chicago Symphony Orchestra, wird die "6." von Tchaikovsky nicht in spätromantischer Rührseligkeit dargeboten, sondern in kraftvoll straffer Art und Weise dem Hörer nahe gebracht. In typischer Reiner-Manier fächert das C.S.O. die Partitur in messerscharfer Präzision auf und bringt so Dinge zu Gehör die sonst hinter der Leidensmine eines schwerblütigen Orchesterklanges völlig verdeckt werden. Und trotz aller spieltechnischer Genauigkeit, bleibt die emotionale Ebene nicht auf der Strecke. Diese "Pathetique" grollt und rumort in tiefer Gedankenschwere, schwebt und tänzelt dahin, zuckt ekstatisch wie im Wahn und explodiert in leidenschaflicher Extase. Und wenn das analytische Spiel nicht dann und wann etwas zu sehr auf die Spitze getrieben worden wäre, hätte ich auch 5 Sterne gegeben. Also, sehr empfehlenswert, viel Spass beim hören.
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am 6. Februar 2016
Fritz Reiner war ein Dirigent mit außerordentlich hohen Standards; viele seiner Aufnahmen suchen an orchestraler Präzision und Glanz bis heute ihresgleichen. Orchestermusiker fürchteten ihn wegen dieser Präzisionsbesessenheit und seines Temperaments.

Es gibt Werke, die eigentlich nicht mehr neu aufgezeichnet werden müssen.
Sie liegen in einer exemplarischen Deutung mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Fritz Reiner vor.

Zu diesen zählen m. E. :

Strauss: Also sprach Zarathustra

Strauss: Ein Heldenleben

Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 – Arthur Rubinstein

Liebermann: Concerto for Jazz Band and Symphony Orchestra / Strauss: Don Juan - The Sauter-Finegan Orchestra

Beethoven: Sinfonie Nr. 3 „Eroica“

Brahms: Konzert für Violine und Orchester op. 77 - Jascha Heifetz

Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 – Emil Gilels

Mozart: Divertimento Nr. 17, Serenade Nr. 13 „Eine kleine Nachtmusik“

Bartok: Konzert für Orchester

Strauss: Elektra op. 58, Der Bürger als Edelmann op. 60, Salome op. 54 - Inge Borkh, Frances Yeend, Paul Schöffler, Chicago Lyric Theatre Chorus

Beethoven: Sinfonie Nr. 7

Tschaikowsky: Ouvertüre solennelle “1812” / Liszt: Mephisto Walzer Nr. 1 / Weinberger: Polka & Fuge / Smetana: The Bartered Bride: Ouvertüre / Dvorak: Carnival

Rachmaninoff: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 – Arthur Rubinstein

Rachmaninoff: Rhapsodie über ein Thema von Paganini / de Falla: Noches en los jardines de España – Arthur Rubinstein

Strauss II: Morgenblätter, Kaiserwalzer, An der schönen, blauen Donau / Weber: Aufforderung zum Tanz / Josef Strauss: Dorfschwalben aus Österreich / Richard Strauss: Der Rosenkavalier: Walzer

Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester op. 35 – Jascha Heifetz

Rachmaninoff: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 / Strauss: Burleske - Byron Janis

Strauss: Symphonia Domestica op. 53

Mozart: Sinfonien Nr. 36, 39, 40 & 41

Prokofieff: Lieutenant Kijé / Strawinsky: Chant du Rossignol

Brahms: Konzert für Klavier und Orchester – Emil Gilels

Ravel: Rapsodie espagnole / Rachmaninoff: The Isle of the Dead

Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung

Brahms: Sinfonie Nr. 3

Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 „Pathetique“

Debussy: Ibéria / Ravel: Valses nobles et sentimentales, Alborada del gracioso

Dvorak: Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“

Granados: Intermezzo / de Falla: Interlude, Dance, El sombrero de tres picos / Albéniz: Navarra, Fête-Dieu à Seville, Triana

Hovhannes: Sinfonie Nr. 2 / Strawinsky: Divertimento

Tschaikowsky: Ouvertüre solennelle “1812” / Mendelssohn: Die Hebriden: Ouvertüre / Liszt: Mephisto Walzer Nr. 1 / Brahms: Tragik-Ouvertüre

Rossini: Ouvertüren

Beethoven: Sinfonie Nr. 5, Coriolan Ouvertüre

Mahler: Sinfonie Nr. 4 - Lisa Della Casa

Bartok: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta, Bilder aus Ungarn

Mahler: Das Lied von der Erde – Maureen Forrester, Richard Lewis

Haydn: Sinfonie Nr. 88

Strauss: Don Quixote op. 35 - Antonio Janigro, Milton Preves, John Weicher

Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 25

Prokofieff: Alexander Nevsky op. 78 - Rosalind Elias, Chicago Symphony Chorus

Kabalevsky: Colas Breugnon: Ouvertüre / Tschaikowsky: Slawischer Marsch / Borodin: Fürst Igor: Polowetzer Marsch / Mussorgsky: Eine Nacht auf dem kahlen Berge / Tschaikowsky: Marche miniature / Glinka: Russlan and Lyudmila: Ouvertüre

Schumann: Konzert für Klavier und Orchester – Van Cliburn

Tschaikowsky: Der Nussknacker

Respighi: Die Pinien von Rom, Die Brunnen von Rom

Rimsky-Korsakov: Scheherazade op. 35

Reiner conducts Wagner

Debussy: La Mer / Strauss: Don Juan

Strauss II: Wiener Blut, Künstlerleben, Rosen aus dem Süden, Schatz-Walzer, Unter Donner und Blitz / Josef Strauss: Mein Lebenslauf ist Lieb’ und Lust.

Schubert: Sinfonien Nr. 5 & 8 ‚Die Unvollendete‘

Liszt: Totentanz / Rachmaninoff: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 – Byron Janis

Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 ‚Emperor‘ – Van Cliburn

Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 – Van Cliburn

Beethoven: Sinfonie Nr. 9 - Phyllis Curtin, Florence Kopleff, John McCollum, Donald Gramm, Chicago Symphony Chorus

Beethoven: Sinfonie Nr. 1

Rachmaninoff: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 – Van Cliburn

Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 – Van Cliburn

Beethoven: Sinfonie Nr. 6 ‚Pastorale‘

Berlioz: Les Nuits d’été / de Falla: El amor brujo – Leontyne Price

Haydn: Sinfonien Nr. 95 & 101

Schumann: Konzert für Klavier und Orchester op. 54 / Liszt: Totentanz – Byron Janis
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