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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
2
Sinfonie 3
Format: Audio CD|Ändern
Preis:14,62 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 9. Januar 2018
... diese Dritte unter Rögner. Wie stets im Osten Deutschlands zwischen den 60ern und den späten 80ern ist der Zugang ein betont weltlicher, unprätentiöser; ja bisweilen ruppiger; ohne jemals in Unkultivierte zu entgleisen. Streng wird hier auf Abstand gehalten zu allzu großer Emotion, sodass Sentimentalität und gefühlsmäßiger Überschwang á la Lenny nirgends aufkommen können; aber auch zu jeder Art von Schingderassa Bumm und schlagmichtot á la Solti. Orchesterkultur und Klangqualität ergänzen trotz kleinerer altersbedingter Trockenheiten einander so vollkommen, als ob man eine moderne CD mit berühmtesten Klangkörper vor sich hätte; man kann da nur staunen, wie wenig sich da doch im CD-Bereich wirklich verändert hat seit 40 Jahren.

Die Altistin gefällt mir sehr von der Stimme und auch vom Gestus her, sie gefährdet niemanden, wie auch Rögner im Grunde alle Fährnisse nicht weiträumig, aber dennoch in sicherer Entfernung umschifft; sodass das Einzige, was man der Aufnahme vorwerfen kann, das ist, dass sie im Detail wie im Ganzen hätte mehr wagen dürfen, vielleicht sogar müssen. Dennoch, eine wunderbare Einspielung, die einmal mehr dartut, dass man dem DDR-Zugang zu Bruckner und Mahler endlich einmal eine eigene Untersuchung zu widmen hätte.
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am 26. November 2012
Unter anderem lehrte Heinz Rögner (1929-2001) langjährig Dirigieren in Leipzig und Berlin und war z.B. ein sehr geschätzter Bruckner-Dirigent mit seinem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das er 1972-1993 leitete und das auch hier spielt.
Er schlägt hier einen leicht rauhen Mahler-Ton ohne Rührseligkeit oder Extravaganzen an, streng und unmissverständlich am Werk orientiert: Im Kopfsatz hält er einerseits den ständigen Spannungzustand aufrecht, aber beherrscht kompetent den Wechsel von militärischen und harmonischen Abschnitten. Sein Orchester folgt ihm ohne jegliche Patzer.
Die Tonqualität ist zwar gering dumpfig, aber auch in den mittleren Sätzen, die zu warmen, quasi liebenswerten Intermezzi ausgestaltet werden, sind die Instrumentengruppen noch alle gut heraushörbar: z.B. die entspannteren Naturlaute (der Rögner wusste einfach wie er das "rüberbringen" muss).
Das Mitternachtslied wird mit der nötigen Binnenstruktur und mit orchestralen Seufzern (wie auch bei Gielen/Hänssler, Naturtöne von Oboe und Englischhorn ziehen "hinauf") anfangs etwas resignativ und eindringlich, im Verlauf aber zuversichtlicher und freundlicher präsentiert. Zum guten Eindruck trägt die tadellose Artikulation der (relativ hellen) Altistin Jadwiga Rappé bei.
Sehr mild erklingt das Wunderhorn-Lied mit den Knabenstimmen des Rundfunk-Kinderchores Berlin und dem Frauenchor des Rundfunkchores Berlin. Obwohl vom Chor her gut gesunden, hat man dieses Stück schon packender gehört (z.B. Jessye Norman, Wiener Sängerknaben, WP, Claudio Abbado). Scheinbar wollte es Rögner so "gefahrlos" interpretiert sehen, so als ob man sich von vornherein in höherer Obhut befände.
Rögners Scharfsinn für konsequent-dramaturgische Entwicklungen lässt auch den letzten Satz (relativ zügig in 21:51) nie auseinanderfallen. Noch etwas mehr klangliche Transparenz hätte man sich an den zarten Stellen in dieser Aufnahme aus dem Jahre 1983 gewünscht.
Dennoch eine erstklassige, nicht leicht zu überbietende Interpretation wie aus einem Guss, für die 4 oder 5 Sterne angemessen erscheinen.
In kärglicher Aufmachung gibt es die Doppel-CD zum -> Budgetpreis.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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