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TOP 500 REZENSENTam 17. Februar 2014
Wir leben nicht lange genug, um uns selbst als musikbegeisterte Menschen mit jedem Musiker vorurteilsfrei ganzheitlich zu befassen. So verbinden wir mit vielen Namen nur einen einzigen Song, und wenn dieser dann meilenweit an dem was wir für bemerkenswert erachten vorbei geht, dann verschwindet derjenige in der ihm zugeteilten Schublade – und sei ihre Aufschrift auch noch so unzutreffend.

John Denver ist so ein hierzulande wohl häufig völlig falsch Einsortierter; bis vor kurzem auch von mir. John Denver = “Take me home, country roads“ = seichter Schunkel-Country; Schubfach auf, John Denver rein, auf Jahre unbeachtet und (ja, zugegeben) eher müde (wenn nicht gar zuweilen überheblich) belächelt.

Und dann gibt es Menschen, auf deren musikalisches Urteil man vertraut, und die einen darüber hinaus vielleicht selbst gut genug kennen, dass sie einzuschätzen imstande sind, was sie einem zumuten dürfen und entsprechend empfehlen. So fand John Denver doch noch zu mir (oder besser: ich zu ihm), trotz des unsäglichen “Take me home...“ - und ich bin dankbar dafür!

Denvers musikalische Weite ist beeindruckend! Natürlich war er ein lieber Kerl, ein anscheinend durchgängig freundliches Wesen; da ist nichts von der Coolnes eines Johnny Cash und nicht die Spur der schroffen Kauzigkeit von Bob Dylan. Und dennoch: kennt man sein Gesamtwerk (von immerhin 35 offiziellen Alben) wird man ihn eher mit den Genannten als Songwriter in eine Reihe stellen, als ihn (um im Klischeebild des oben erwähnten Schubfachs zu bleiben) mit Westernstiefel-Truckerromantik und “Volksfest im Heartland oder wilden-Westen“ zu assoziieren.

Gerade dieses erste Live-Album “An evening with John Denver“ aus 1975 bietet die Möglichkeit sich von diesem sanften, freundlichen Musiker vollkommen umhauen zu lassen; das nur auf einem Song basierende Bild von ihm gründlich zu überarbeiten. Die 2001 veröffentlichte, wirklich phantastisch remasterte CD-Auflage des Albums, vermittelt das Gefühl, man säße an einem der sieben ausverkauften Konzertabende im Sommer 1974 als einer von jeweils gut 6.000 Besuchern mit im Universal Amphitheatre in Los Angeles, bei denen die Mitschnitte für das Album entstanden, und gestattet dem unscheinbaren, damals gerade mal 31jährigen Typen auf der Bühne, einem emotional vielleicht etwas näher zu treten, als man es gemeinhin zulässt. Wenn er im späteren Verlauf des Konzerts dann natürlich auch das unvermeidliche “Country roads“ spielt und der Saal mitsingt, ist das auf einmal gar nicht mehr so schlimm, denn bis dahin hat er bereits 19 Songs gespielt, die eben nicht mehr an einem vorbei, sondern direkt hindurch gingen; mitten durchs Herz, so pathetisch es auch klingen mag. Seine ewig melancholisch klingende Stimme, die Aufrichtigkeit, die er ausstrahlt, dazu die feinsinnigen Arrangements seiner Akustik-Gitarre im Einklang mit seiner Band und einem meist zurückhaltenden Orchester (was die Songs nur behutsam ergänzt und nicht platt walzt), all das erzeugt eine sagenhaft dichte, emotionale Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. Es kippt niemals um in geschmacklosen Kitsch oder geistesferne Gefühlsduselei, es bleibt immer auch ästhetisch schön und aufrichtig.

Kurzum: Die 23 Songs dieses Album gewordenen Konzerts (der 2001er Neuauflage wurden noch Bonusstücke anderer Konzerte der Tour angefügt) haben das Zeug, selbst die härteste Nuß zu knacken, haben die Kraft, eine skeptisch, ablehnende Haltung aufgrund vermuteter musikalischer Trivialität, in überraschte Bewunderung zu verwandeln. Vorausgesetzt, man lässt als Hörer emotionale Berührung zu.
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am 23. März 2010
Man mag ja von John Denver halten, was man will, und viele haben ihn warscheinlich voreilig in der einen oder anderen Schublade einsortiert; aber was diese Doppel Cd hier vermittelt, das ist dermaßen unglaublich, dass es die höchsten Lobeshymnen freimachen muss!

Da wäre zunächst einmal die unglaublich witzige und trockene Art, mit der John mit dem Publikum kommuniziert. Trotz der gewaltigen Massen, schafft er eine unaffektierte und freundschaftliche Basis gewürzt mit reichlich bodenständigem Humor. Man ist ihm von der ersten Sekunde an verfallen.
Und er ist weder abgehoben-weltfremd noch naiv-kitschig, nein, er ist einfach nur ganz normal und das kommt wirklich sehr erfrischend in dem Kontext.

Und dann diese Songs! Sicher, teils opulent orchestriert aber niemals als fadenscheiniger Effekt. Hier sitzt jeder Ton an der richtigen Stelle. Seine Mitmusiker sind bestechend und astreine Handwerker. Wichtig ist: Das Feeling stimmt jederzeit und es gibt viele Überraschungen in seiner Setlist. Auch die Konversationen zwischen den Liedern sind so herzallerliebst das einem wahlweise vor Gerührtheit oder auch vor Lachen die Tränen kommen :-)

Schön finde ich auch, dass man die Cds platzmäßig ausgenutzt hat und noch Teile eines weiteren Konzerts als Bonus dazugetan hat. Die Stimmung ist ganz ähnlich und es gibt ein paar weitere, wichtige Songs, die auf der Urversion nicht stattgefunden haben. Das macht für Fans viel Sinn, und wird zu einem Rundum-glücklich-Paket. So akribisch sollten mal alle Hersteller sein!

Ich muss gestehen, dass ich neben seinen größten Songs, wenig über die Studioalben von John Denver weiß, aber diesen Livemitschnitt muss ich dennoch mit bestem Wissen und Gewissen als absolute Höchstempfehlung einstufen. Da gibt es kein Vertun! Wer dieses Album nicht gehört hat, der hat wirklich was verpasst. Und als John Denver Fan erst Recht!

Liebe Grüße und ganz viel Freude mit diesem Mitschnitt!!!
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am 25. Oktober 2000
An Evening With John Denver
ist m.E. wohl die beste Live-CD die von diesem Musiker veröffentlicht wurde. Es sind einige Songs enthalten, welche (soweit ich weiß) auf keiner anderen CD enthalten sind. Die Atmosphäre im Universal Amphitheater in L.A. ist grandios und JD stimmlich auf seinem Höhepunkt. Die alte Band (Steve Weisberg, John Summers, Hal Blaine) tut ihr Übriges.
Ein Hochgenuss !!!
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am 12. Juli 2010
Ich weiß nicht, ob ich der Richtige bin, die Qualität dieser Musik zu beurteilen. Meine Eltern hatten die Platte (LP), als ich noch klein war, und ich hab sie als Kind immer gerne gehört - obwohl ich eigentlich keine Country- bzw. Westernmusik höre. Aber ich finde, dass die Musik dieser CD auch nicht das ist, was man so landläufig unter dieser Kategorie versteht. Es geht doch, finde ich, ein bisschen auch in Richtung folk-Musik.
Dass ich mir die CD gekauft habe, war ein Stück Kindheitserinnerung. Aber was andere über die Aufnahme schreiben, stimmt: Es ist eine tolle Atmosphäre, die da herüberkommt. Ich höre sie immer noch gerne!!!
Das Einzige, was mir aufgefallen ist: Es gibt 2 verschiedene Ausgaben dieser CD: Eine Doppel-CD und eine einfache CD-Ausgabe. Auf der Doppel-CD sind im Vergleich zur ursprünglichen LP-Version noch Aufnahmen von einem anderen Konzert hinzugefügt worden. Auf der einfachen CD-Ausgabe - und um die handelt es sich hier - fehlen dagegen zwei Lieder, die auf der Original-LP mit dabei sind: "Today" und "Boy from the country". Wem diese beiden Titel wichtig sind, der sollte nicht diese, sondern die Doppel-CD-Ausgabe kaufen.
Ansonsten möchte ich noch einmal sagen: Es ist eine auch heute noch beeindruckende live-Aufnahme!
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am 8. Juni 2007
Dies ist eine sehr tolle CD:Ich bin John Denver Fan und habe ca. 150 CD von John.Diese möchte ich nicht missen
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am 2. April 2008
Zwar immernoch eine sehr schöne Live CD,
aber im Vergleich zur original LP mit anderen Liedern ist diese CD vermischt und darum etwas verfremdet. Schade
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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