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am 9. Oktober 2003
Mit OPERATION: MINDCRIME haben Queensryche 1988 das bedeutendste Album ihrer Karriere und auch das bis dato - vielleicht bis heute und für immer - großartigste Werk im Progressive Metal veröffentlicht. OPERATION: MINDCRIME ist ein geniales Konzeptalbum, mit dem die Band ihre unnachahmliche Kreativität bewiesen hat. Die Story dreht sich um vier Leute. Hauptfigur ist der junge Nikki, der auf der Straße lebt und keine Perspektive für sein Leben hat. Er gerät in die Fänge von Dr. X, der in seiner Untergrundorganisation auf gewaltsame Weise politische Änderungen herbeiführen will. Er manipuliert Nikki mit Psychotricks und Gehirnwäsche, damit er in seinem Auftrag politische und geistliche Führer der Stadt ermordet. Dr. X versorgt den abhängigen Nikki auch mit Heroin. Nikki lernt bald Sister Mary kennen, eine ehemalige Prostituierte, die von Father William von der Straße geholt wurde. Sie wird aber nicht nur vom Priester ausgenutzt und vergewaltigt, sondern ist über ihn ebenfalls in die Fänge von Dr. X geraten. Dr. X hat Mary darauf angesetzt, Nikki zu helfen, mit seinen Taten fertig zu werden. Als Mary aber zu gefährlich wird, will Dr. X, dass Nikki sie tötet. Nikki wird mit all dem nicht mehr fertig und plant stattdessen, Dr. X zu töten, um sich und Mary zu befreien. Mary wird ermordet - von wem bleibt offen. Nikki, der realisiert, dass er in Mary verliebt war, ist am Ende und irrt wie hypnotisiert durch die nächtlichen Straßen (BREAKING THE SILENCE). Als die Welt für ihn zusammenbricht, wird er von der Polizei verhaftet (I DON'T BELIEVE IN LOVE). Alleine denkt Nikki nochmals über Marys Tod nach (WAITING FOR 22), gerät schließlich in Panik (MY EMPTY ROOM) und fällt ins Delirium.
Die Geschichte des Albums schließt sich wie ein großer Kreis: Nikki wacht im Krankenhaus auf (EYES OF A STRANGER), sieht sich selbst im Fernsehen und hört von den Verbrechen, die er begangen hat. Langsam erinnert er sich wieder - die Worte "I Remember Now" sind seine letzten und auch seine ersten auf dem Album.
Musikalisch ist OPERATION: MIDCRIME, ebenso wie die fast ausschließlich von Geoff Tate verfassten Lyrics und die geniale Story über Korruption, Abhängigkeit und soziale Missstände, über alles erhaben. Die sich gegenseitig antreibenden Gitarren von Chris DeGarmo und Michael Wilton mit genialen Doppelsoli und DeGarmos typischen Clean- Powerchords und Tonartmodulationen haben den Stil von Queensryche definiert. Zu dem perfekten Bass-Groove von Eddie Jackson kommt der makellose Sound aller Instrumente. Die gesamte Produktion von OPERATION: MINDCRIME ist glasklar - der Sound perfekt. Dazu singt Geoff Tate in der Form seines Lebens. Das Feeling, das er in die Songs einbringt - der enorme Ausdruck bei REVOLUTION CALLING zum Beispiel, wo Dr. X seine Philosophie verbreitet und Geoff Tate mit seinem Gesang diese ekstatische Überzeugungskraft perfekt rüberbringt - garantieren Gänsehaut beim Zuhören. Das Album bietet Höhepunkte am laufenden Band, vom endlos groovenden OPERATION : MINDCRIME- Titeltrack, über das knallhart bedrückende THE MISSION, wo Nikki erstmals realisiert, was er getan hat, die Up-Tempo-Nummer THE NEEDLE LIES bis hin zu I DON'T BELIEVE IN LOVE, dem Paradebeispiel für außergewöhnliche Gesangsmelodien à la Queensryche in Strophe und Chorus.
Den dramatischen Höhepunkt der Story stellt SUITE SISTER MARY dar. Dies ist die Stelle, an der Nikki und Sister Mary zusammenkommen. Mary hat eine eigene Stimme - sie wird von der stimmlich perfekt zu Geoff Tate passenden Pamela Moore gesungen. Der Song dauert über 10 Minuten, vom mysteriösen Intro über dramatische Chorarrangements und den hochemotionalen Parts von Geoff Tate und Pamela Moore bis hin zu atemberaubenden Instrumental-Parts.
Den besten Song des Albums stellt wohl der Schlusstrack EYES OF A STRANGER dar, der sich durch seinen Aufbau von der ruhigen und doch treibenden Strophe bis hin zum unendlich ausdrucksvollen, energischen Chorus, auszeichnet.
OPERATION: MINDCRIME ist ein einzigartiger Meilenstein des Progressive Metal - ein Opus, das nichts von seiner Wirkung verloren hat. Das Album ist unendlich gitarrenlastig und heavy. Hinzu kommt ein bestechender Gesang und eine denkwürdige Produktion. Ein Höhepunkt jagt den nächsten. Alle Parts der Musik und der Story fügen sich perfekt ineinander, teilweise mit kurzen Zwischensequenzen, die dem Hörer die Bilder der dramatischen Geschichte vor Augen führen. Über die 60 Minuten Original-Spielzeit glänzt OPERATION: MINDCRIME mit fesselnder Spannung.
Diese Remastered-Version kommt mit zwei Bonustracks auf gut 68 Minuten. Die faszinierenden Live-Versionen von THE MISSION und MY EMPTY ROOM stammen von 1990 und 1994. Besonders MY EMPTY ROOM bietet eine gegenüber der Album-Version stark variierte ruhige Fassung mit interessanter Percussion.
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am 3. Juli 2006
Die Deluxe-Edition von Queensryches 1988er Konzept-Epos Operation: Mindcrime ist ein Fest für jeden Liebhaber jenes zeitlosen Meisterwerks, insbesondere, wenn er sich 2003 nicht die remasterte Neuveröffentlichung des Albums gekauft hat. Das ist nämlich die CD Nummer 1 in diesem grafisch ansprechend aufgemachten 3-CD/DVD-Paket in einem Pappschuber und mit dickem Booklet. Gegenüber der ursprünglichen Albumfassung sind die Bonustracks The Mission live von 1990 und eine besonders interessante, da stark abgeänderte Live-Version von My Empty Room von 1994 darauf zu hören. CD Nummer 2 ist ein zuvor unveröffentlichtes Konzert im legendären Hammersmith Odeon in London vom November 1990 mit dem gesamten Album am Stück gespielt. Dieses unterscheidet sich vom später aufgenommenen Operation:Livecrime-Mitschnitt durch einen roheren, ungeschliffeneren Live-Sound mit wenig Nachbearbeitung und keinerlei Overdubs und sogar ein paar kleinen Fehlern (ein kurzer Aussetzer der Lead-Gitarre, eine kleine Rückkopplung), den eingefleischten Queensryche-Fan und -sammler wird das aber wenig stören. Am wertvollsten dürfte aber die DVD in diesem Paket sein, die erstmals das 1989 auf VHS veröffentlichte Video:Mindcrime auf modernem Medium beinhaltet. Video:Mindcrime ist eine gut 30 Minuten lange Verfilmung von Teilen des Albums: I Remember Now, Anarchy-X, Revolution Calling, Operation:Mindcrime, Speak, Breaking The Silence, I Don't Believe In Love, Waiting for 22 und Eyes Of A Stranger. Dazu wurde die Band perfekt frisiert und in besten 80er-Outfits auf einer Bühne aus allen möglichen Perspektiven beim Posen (Chris DeGarmo!) und theatralischen Darbieten (Geoff Tate!) sehr professionell gefilmt - zahllose Slo-Mo-Einstellungen heben den Coolness-Faktor. Zwei riesige Bildschirme im Hintergrund streuen Szenen aus der Story ein, vor allem aber sind zwischendurch immer wieder Schauspieler als Nikki, Mary, Dr.X und Father William zu sehen - wie beim Operation:Livecrime-Video, aber wesentlich ausführlicher: Dr. X trifft sich mit Nikki, Nikki findet die ermordete Mary vor dem Altar, Nikki wird von der Polizei festgenommen und verhört. Aber vor allem liefern die Bilder bei I Don't Believe In Love ganz wichtige Hinweise darauf, wer Mary getötet hat. Angehängt an Video:Mindcrime gibt es noch ein weiteres Video zu jenem Song - interessant und aufwändig gemacht mit einem zweigeteilten Bildschirm, der einige der wichtigsten Szenen aus der Story aus verschiedenen Perspektiven zeigt. Und noch mal genau hingeschaut erhöht sich hier der Kreis der Verdächtigen Personen auf zwei Leute! Dazu gibt es noch einen TV-Spot für das Album und ein fünfminütiges Making-of-Video vom Dreh zu Video:Mindcrime und den in diesem Zuge gedrehten Musikvideos. Der Regisseur und die Bandmitglieder äußern sich zu wichtigen Fragen wie der Echtheit von Dr. X' Augenbrauen. Operation: Mindcrime - Deluxe Edition: PFLICHTPROGRAMM - zumindest, wenn Video:Mindcrime noch in der Sammlung fehlt.
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am 2. März 2006
Queensryche - an dieser Band scheiden sich die Geister. Werden von vielen Fans die ersten Alben in den höchsten Tönen gelobt, so lässt die Euphorie meistens spätestens nach "Promised Land" (1994) nach.
Was jedoch kein wirklicher Metal-Fan bestreiten wird, ist die Klasse des 1988er Meilensteins "Operation Mindcrime". Was die Jungs aus Seattle mit diesem Album erschaffen haben, ist einfach nur göttlich und eine der besten Metal-Scheiben überhaupt sowie meiner Meinung nach das beste und schlüssigste Konzeptalbum, das man sich vorstellen kann.
Die Story dreht sich um den desillusionierten Nikki, der in die Fänge des skrupellosen Dr. X gerät, welcher Nikki mit Hilfe von Gehirnwäsche und Manipulation im Namen seiner Untergrundorganisation dazu bringt, führende Politiker udn Geistliche umzubringen. Nikki, der von X mit Drogen versorgt wird, findet Zuflucht bei der ehemaligen Prostituierten Mary (ebenfalls unter dem Einfluss von Dr. X), die von einem Pfarrer von der Straße geholt, jedoch von ihm vergewaltigt wird. Nikki soll Mary töten, und sie wird auch umgebracht - doch von wem ist nicht geklärt. Nikki möchte stattdessen Dr. X töten. Später merkt Nikki, dass er sich in Mary verliebt hat und rennt hilflos und voller Schmerz durch die Straßen. Er wird von der Polizei aufgegabelt, reflektiert über sich und seine Taten/sein Leben, wird schließlich bewusstlos und ins Krankenhaus eingeliefert, und hier schließt sich der Kreis - er sieht Dr. X wieder...
Diese Geschichte, die vor Manipulation und dunkler Atmosphäre nur so strotzt, wird chronologisch von der Musik/den Songs umgesetzt - und wie!!!
Schon der geniale Opener "Revolution Calling" ist ein absoluter Kracher, in dem Geoff Tate zeigt, was er stimmlich drauf hat. Der Gesang (über das ganze Album hinweg) ist schier unglaublich!
Die Songs - vom Titeltrack über das vertrackte "Speak" und die 10-minütige "Suite Sister Mary" mit famoser Gastsängerin und erdrückender Atmosphäre bis hin zum sehr speedigen Rocker "The Needle Lies" sowie die Ohrwürmer "Breaking The Silence" und "I Don't Belive In Love" bis zum finalen und einfach nur unglaublichen, für Gänsehaut sorgenden "Eyes Of A Stranger" - sind über jeden Zweifel erhaben. Midtempo- und schnelle Stücke wechseln sich ab, es gibt kurze Zwischenstücke, fantastische Melodien und Tempowechsel - kurz: die songwriterischen und instrumentalen Quaitäten der Jungs aus Seattle sind einfach grandios!
Zusammen mit der tollen und dunklen Story ergeben diese Songs, die schon für sich kleine Meisterwerke darstellen, ein (fast) perfektes Konzeptalbum (nur die Liveumsetzung, "Operation Livecrime", ist an manchen Stellen etwas knackiger), das seinesgleichen sucht. Absolute und uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden, der auch nur ansatzweise etwas von Metal versteht!!!
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am 24. Juni 2015
Was soll man über Queensryche sagen? Intellektueller 80er Rock die nicht nur genial rocken sondern auch bemüht sind das Volk ein wenig über die wahren Verbrecher wie Politiker,Lobbysten zu informieren und jeder Song erzählt eine kleine Geschichte die im dann im ganzen die volle Wirkung erzielt!
ABER MEIN DANK GILT AMAZON,DEN DAS IST KUNDENSERVICE IN PERFEKTION! Bisher hab ich zu jeder Cd gratis den Download erhalten,wer kann da noch mithalten?
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am 10. Dezember 2003
Musik ist bekanntlicherweise Geschmackssache, daher ist es müßig darüber zu diskutieren, ob „Operation: Mindcrime" nun das „beste" Heavy-Metal-Album aller Zeiten ist oder nicht. Fest steht jedoch: Mit diesem Longplayer haben Queensryche 1988 das von der Kritik bis heute meistgelobte Album in dieser Musiksparte abgeliefert. Was besonders bemerkenswert ist: Diese Lobeshymnen kamen nicht nur aus der Szene selbst, sondern auch und gerade aus anderen Bereichen der versammelten Musik- und Kulturjournaille. Zum ersten Mal wurden Heavy-Metal-Musiker außerhalb ihres eigenen Dunstkreises als ernst zu nehmende Künstler wahrgenommen - selbst das Feuilleton der Frankfurter Rundschau titelte anlässlich der Deutschland-Tournee der Band 1991: „Hardrock kann auch intelligent serviert werden". Dies hatte für die Bandmitglieder jedoch keineswegs die erhofften positiven Auswirkungen, denn trotz des - allerdings mit Verzögerung einsetzenden - kommerziellen Erfolges des Albums gelang es nicht, die Musikrichtung Heavy Metal dauerhaft in größeren Hörerschichten populär zu machen und als „ernsthafte" U-Musik zu etablieren. Insbesondere die beiden kreativen Köpfe der Band, Gitarrist Chris DeGarmo und Sänger Geoff Tate (einer der wenigen Hardrock-Sänger mit klassischer Gesangsausbildung - und das hört man auch!) waren weniger am kommerziellen Erfolg interessiert, sondern wollten wegen Ihres kompositorischen und handwerklichen Könnens wahrgenommen werden. In der Heavy-Szene fühlten sie sich daher - bestätigt durch die allseits positiven Kritiken zu „Operation: Mindcrime" - nicht mehr heimisch. Noch 2001 sagte Tate in einem Interview über die Metal-Fans bei Queensryche-Konzerten: „Sie reagieren nur auf die Musik, aber sie hören nicht zu". Den Erfolg von „Operation: Mindcrime" konnten Queensryche zwar finanziell mit dem deutlich softer geratenen Nachfolger „Empire" (1990) noch einmal überbieten, hinzu kamen Grammys und ein Unplugged-Auftritt bei MTV. Danach jedoch ging es für viele Jahre kontinuierlich bergab, denn der Fluch, für alle Zeiten an einem kaum zu überbietenden Geniestreich gemessen zu werden, haftet der Band seit nunmehr 15 Jahren an und verfolgt sie wie die sprichwörtliche Nemesis.
Selbst wenn man für Hardrock nichts und für Heavy Metal schon gar nichts übrig hat: „Operation: Mindcrime" gehört aufgrund der oben skizzierten Ausnahmestellung in jedes CD-Rack, das einen repräsentativen Querschnitt der U-Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bieten will.
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am 2. November 1999
1988 erschien Operation: Mindcrime von Queensryche und stellte die Musikwelt auf den Kopf. Ein durchgehendes politisches textliches Konzept mit leichten George Orwell-Anleihen, sehr melodiöse Titel, die immer von Hörspielsequenzen und härteren Tracks abgelöst wurden, eine Gesamtspielzeit von 60 Minuten ohne Durchhänger: Kennzeichnend für Queensryche war und ist der sehr hohe variantenreiche Gesang von Geoff Tate, die Twin Guitars von Chris de Garmo (heute nicht mehr dabei) und Michael Wilton sowie das differenzierte, druckvolle Schlagzeugspiel von Scott Rockenfield. Diese Ausnahmemusiker aus Sattle gepaart mit einem guten Konzept und hervorragenden Songs (Breaking the Silence, Eyes of a stranger, und vor allem der zwölf minütige Höhepunkt Suite Sister Mary) plus der klaren, transparenten Produktion von Peter Collins ergaben vor über zehn Jahren einen Klassiker des anspruchsvollen Heavy Metals. Auch heute noch absolut hörbar, die Platte "stood definitely the test of time". Sollte in keiner Sammlung mit Progressive Rock/metal fehlen. Ach ja, noch etwas zum Stil: Der bewegte sich bei Queensryche immer zwischen Iron Maiden (anfangs), später aber bis zu Pink Floyd und Rush. Operation:Mindcrime hat etwas von einem langen, spannenden Soundtrack. Man kann bei dieser Platte die Augen schließen und sich einen Film dazu vorstellen. Insgesamt eines der besten Heavy-Metal-Alben aller Zeiten. Perfekt!
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am 5. August 2002
Wahrscheinlich war den Jungs von Queensryche damals noch gar nicht bewusst, dass ihnen mit "Operation:Mindcrime" DAS Konzeptalbum im Hard'n Heavy Bereich, ja ich würde sogar sagen überhaupt gelungen ist.
Auch mit jetzt fast 15 Jahren Abstand bin ich immer noch vollkommen im Bann dieser Scheibe. Und spätestens bei "Suite Sister Mary" muss jedem Klar sein, dass Geoff Tate hier die unglaublichste Leistung seiner Karriere abgeliefert hat und im Hard'n Heavy Bereich absolut unerreicht ist.
Was natürlich die Leistung der Instrumentalisten in keinster Weise schmälern soll, aber ich muss wohl keinem hier mehr die Genialität eines Scott Rockenfield oder Chris de Garmo erklären.
Diese Platte MUSS in jeder guten Plattensammlung vertreten sein und selbst die 5 Punkte können diesem Jahrhundertwerk nicht gerecht werden.
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am 21. Mai 2016
Den ganz grossen künstlerischen Anspruch sehe ich hier nicht. Die Gesellschaftskritische Story ist gut, geniesst bei mir aber keine Priorität. Ich habe mir das Album eigentlich wegen der Musik gekauft, und bin leider davon etwas enttäuscht, da es für mich in der musikalischen Qualität keinen grossen Unterschied zu Rage for order(1986) oder Empire(1990) gibt. Nicht dass das meist progressive Material schlecht wäre, nein dass ist es gewiss nicht, aber der Oberhammer ist es auch nicht, für mich ist und bleibt das Debutalbum The Warning(1984) das Mass der Dinge, was Queensryche und das Thema echter Heavy Metal anbetrifft. Das hierauf befindliche "Eyes of a stranger" ist für mich der beste Queensryche-Song überhaupt, "I dont believe in love", der Titelsong "Operation:Mindcrime" und "Revolution Calling" die weiteren Höhepunkte dieses Albums. Mit dem Rest der Songs, inklusive dem vielgepriesenen Epos "Suite sister Mary" werde ich auch nach 25 Jahren nicht richtig warm. Der Song mag ein wichtiger Bestandteil dieser Rockoper / Konzeptalbums sein, rein musikalisch kommt er indes nicht an einen Übersong wie "Roads to madness" heran. Es sind neben einiger Erzählparts 10 tatsächliche Songs auf dem 59-minütigen Album zu finden. Das Album hat Musikgeschichte geschrieben, war eins der ersten Progressiv-Heavy Metal-Alben, und ist eine sehr gut umgesetzte Metaloper. Für Sänger Geoff Tates theatralischen ausdrucksstarken Gesang kommt so ein Album natürlich sehr entgegen, da ist er voll in seiner Welt. Die musikalische, Produktionstechnische, wie auch Soundmässige Umsetzung dieses Werkes, ist über jeden Zweifel erhaben.
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am 22. Mai 2003
Operation:Mindcrime gehört zu der Handvoll Alben, die - unabhängig vom Musikgeschmack des Hörers - keinerlei ernsthafte Kritik erlauben. Die CD begleitet mich nun schon fast 15 Jahre, und die Faszination beim Anhören ist beim besten Willen nicht allein mit seligen Erinnerungen an eine unbeschwerte Zwölftklässler-Zeit zu erklären.
Neben der Produktion, die auch heute noch locker mit dem druckvollsten, was der Markt hergibt, mithalten kann, ist es natürlich die unvergleichliche Kombination einer genialen Stimme, begnadeter Instrumentalisten und perfekter Songs, die dieses Album zu einem must-have-Klassiker machen.
Keiner vorher und auch nicht nachher (selbst Queensryche selbst standen später immer im Schatten dieser Platte) hat es in gleicher Weise verstanden, den Metal von seinen schalen Klischees zu befreien und scheinbar mühelos die damals verpönte Eingängigkeit mit einer ordentlichen Portion Power zu verbinden. Verpackt in eine tatsächlich interessante und intelligente Geschichte (welches Konzeptalbum kann beides von sich behaupten?) wirkt das Album wie aus einem Guss, und es fällt schwer, sich das Werk nicht komplett anzuhören.
Wenn die heute weitgehend vergessenen Konkurrenzprodukte jener Zeit tatsächlich mal wieder den Weg in meinen Player finden, steigt mir im direkten Vergleich nicht selten die Schamesröte ins Gesicht - erst jetzt kann man beurteilen, was für einen Meilenstein Queensryche mit Operation:Mindcrime seinerzeit abgeliefert haben. Leider haben sie sich selbst damit ein frühes Grab geschaufelt, nur der (kommerziell wesentlich erfolgreicherere) Nachfolger "Empire" konnte noch halbwegs mit diesem Album mithalten. Ich wage sogar zu behaupten, dass Operation:Mindcrime aus heutiger Sicht den Untergang des 80er-Jahre-Metals markierte - was sollte danach wohl noch kommen?
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am 11. September 2013
Bislang haben 56 von 61 Rezensenten hier zur Höchstnote gegriffen und mit 4,9 Sternen liegt das Werk sicher ganz oben in der Beliebtheitsskala der Amazon-Fans. Und das vollkommen zurecht!

Es war 1988, ich war 18 und seit 2 Jahren voll auf dem HardŽnŽHeavy-Trip, alles wurde konsumiert, Platten, Fanzines, Konzerte, es war herrlich. Das Jahr brachte einige sehr gute Scheiben bis Knüller hervor, als da wären "So far, so good, so what" von Megadeth, "South of Heaven" von Slayer, "OU 812" von Van Halen, Metallica mit "And Justice for all" oder Anthrax mit "State of Euphoria", dazu Priest, Maiden, Scorps, AC/DC, Malmsteen, Helloween und und und.

Dieses Album erschien im Mai 88 und bis dato kannte ich von der Band aus Seattle lediglich den Video-Clip zu "Gonna get close to you", fand den Song und die Typen ganz abgefahren aber der Hammer war es auch nicht. Dann traute ich mich an "OM", das dritte volle Album (erste beiden übrigens sehr anständig), wahrscheinlich inspiriert von Leuten aus meinem Metal-Freundeskreis. Und ich sollte es niemals bereuen.

Wir haben hier ein Konzeptalbum mit gut 59 Minuten Länge und man kann es sehr gut in einem weghören ohne das es Filler oder Hänger gibt. Auf den textlichen Inhalt gehe ich hier mal nicht ein, hat mich nie interessiert. Produziert wurde das Teil vom erfahrenen Peter Collins (zuvor u.a. Rush) und er gab dem Album einen sehr guten Punch. Die Musiker, samt 2 Gitarren, sind allesamt sehr versiert und der in Stuttgart geborene Sänger Geoff Tate ist ein Metal-Shouter erster Güte, Gesang etwas hoch und sicher nicht jedermanns Geschmack, aber ein Tier am Mikro. Die Musik ist definitiv Metal und nicht etwa Hardrock und zählt zu der Sparte Progressive, aber ganz anders als zB Genre-Kollegen/Vorreiter. Man muss es hören. Mitreissend!

Als Anspieltipps könnte man die gesamte Playlist nennen, ich will aber mal "Speak", "Spreading the Disease", "Breaking the Silence" und "Eyes of a Stranger" herausstellen, auch der Quasi-Opener, das treibende "Anarchy X" ist Weltklasse. Im Mittelteil geht es mit "Mission" und "Suite Sister Mary" deutlich ruhiger und athmosphärischer zu. Noch heute, nach einem Viertel Jahrhundert kann ich locker 90 vH der Vocals mitsingen und alle Gitarrenparts mitsummen. Wahnsinn wie sich so etwas in das Gehirn einbrennen kann!

Kurz gesagt, eine der 10 besten Platten/CDs der populären Musik-Historie, genre-übergreifend! Muss man als aufrechtgehender Rock-Fan haben! Und das wirklich zu einem mehr als fairen Kurs.

Im Oktober 88 supporten Queensryche dann die auf dem Weg zum Welt-Act befindlichen Kollegen von Metallica auf der "Justice"-Tour. Ich sah den Doppelpack in Dortmund in der kleinen Westfalenhalle (Drecksloch) und suchte noch Tage später nach Atem. Bis heute überaus beeindruckend, quasi ein Doppel-Headliner-Gig. Im April 89 traten unsere Freunde dann wieder in Dortmund auf, dieses Mal im Rahmen des Metal Hammer-Festivals, in der grossen Bude. Es wurde das gesamte Album "OM" durchgezockt und mir standen erneut die Haare zu Berge. Im Sommer 90 kam dann das Folge-Album "Empire" (ebenfalls top) heraus und es folgte eine Headlinertour die u.a. in die Bonner Biskuit-Halle führte. Schöne Odyssee damals und ein Leckerbissen der ersten Güte. Für meine Begriffe kann man alles was die Band danach releaste getrost vergessen. Aber "Operation: Mindcrime" ist nicht zu schlagen und wird immer leben.
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