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am 23. Juli 2008
Es gibt kaum ein Superlativ, das man auf "Sgt. Pepper" nicht anwenden kann: Eines der ersten Konzeptalben (wobei der Ausdruck hier etwas verfehlt ist, das einzige wirkliche Konzept ist die durchgehende Improvisationsfreudigkeit), das erste Album, das schon am ersten Verkaufstag Goldstatus erreicht hatte, Pionierwerk der Psychedelik (wobei die Beatles allerdings eher als erste weltberühmte Band auf den fahrenden Zug aufsprangen), das wohl bekannteste Cover der Popgeschichte, die zur damaligen Zeit aufwendigste Produktion mit unzähligen technischen Spielereien, komplizierte Songstrukturen, wie man sie von den Beatles bisher nicht gekannt hatte, das am zweithäufigsten verkaufte Album in Großbritannien (noch immer), und auf jeder Bestenliste auf der Top - Position oder zumindest den vorderen Plätzen zu finden. "Sgt. Pepper" gehört zu diesen Platten, die man einfach besitzen muß, um überhaupt mitreden zu können.
Lohnt sich der Kauf und das hundertmalige Anhören des Albums nach über 40 Jahren immer noch? Ganz eindeutiges JA!!! Die Beatles erreichten hier eine ganz neue musikalische Dimsension. Schon in den Vorgängeralben "Rubber Soul" und ihrem (meiner Meinung nach) besten Album "Revolver" hatte sich der Weg schon abgezeichnet, die Musik ging weg von den schlichten Beatstrukturen und wurde komplexer, die Texte entfernten sich von "Boy - loves - Girl" - Poesie und wurden nachdenklicher, tiefsinniger und anspruchsvoller.
Mit "Sgt. Pepper" erreichte diese Kreativität ihren Höhepunkt. Die Beatles hatten das anstrengende Touren eingestellt, waren die berühmteste Band der Welt und mußten niemandem mehr etwas beweisen, konnten sich Studiozeit ohne Ende leisten und nutzten ihre kreative Kontrolle (der bislang allmächtige George Martin durfte nur noch beraten) bis hin zur Narrenfreiheit. "Sgt. Pepper" wurde die Antwort auf die Steilvorlage, die die große Konkurrenz aus Übersee, die Beach Boys, mit "Pet Sounds" auf den Markt gebracht hatte. Zwar erreicht "Sgt. Pepper" meiner Meinung nach nicht ganz die Qualität von Brian Wilsons Meisterwerk, es wurde jedoch ein äußerst anspruchsvolles Popalbum, das seine Einflüsse von den verschiedensten Stilen bezog, in seinen Dimensionen die bisherigen Konventionen sprengte und die Popmusik nachhaltig beeinflußte.
Da die Beatles aufgehört hatten, Konzerte zu geben, brauchten sie auf ihrem neuen Album keine Rücksicht mehr auf die Live - Tauglichkeit der Songs zu nehmen und nutzten diese neu entstandene Freiheit voll aus. In der Tat wäre es kaum möglich gewesen, das Repertoire von "Sgt. Pepper" mit den damaligen technischen Möglichkeiten auf der Bühne zu spielen, diese Techniken entstanden erst nach und nach und somit war das Album auch Vorreiter für die Overkills an technischem Equipment, das später Bands wie Pink Floyd (die parallel zu den Beatles im Studio nebenan ihr Debütalbum aufnahmen) auffuhren, um ihre Songs live spielen zu können. Man kann an Beispielen anführen, was man will, irgendwie trifft man immer auf "Sgt. Pepper", das mit seiner psychedelischen Verspieltheit auch optimal in den "Summer of Love" 1967 passte und so zum Soundtrack für eine ganze Generation gehört.
Die Songs auf dem Album sind fast durchgängig von hoher Qualität, man sieht hier allerdings zum ersten Mal wirklich, wie das Team Lennon - McCartney auseinanderdriftet und sich in verschiedene Richtungen entwickelt. Lennon erging sich in Soundtüfteleien und psychedelischen Versen ("Lucy In The Sky With Diamonds, "Being For The Benefit Of Mr. Kite", "Good Morning, Good Morning", für das verschiedenste Tierstimmen verwendet wurden und das, wenn man in der falschen Stimmung ist, ganz gewaltig nerven kann), McCartney vertraute auf seine soliden Songwriterqualitäten, gepaart mit seiner Vielseitigkeit ("Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" als Rocksong, "When I'm Sixty - Four" als Hommage an die britische Music - Hall - Tradition, "Getting Better" als etwas verdrehter Popsong). Auch George Harrison, der hier seiner Liebe zu indischer Musik freien Lauf läßt liefert mit "Within You, Without You" einen fabelhaften Beitrag, der rein mit indischen Instrumenten eingespielt wurde und so das Interesse an dieser Musik erst richtig weckte. Am besten sind die Beatles allerdings auch auf diesem Album, wenn das Gespann Lennon - McCartney zusammenarbeitet und sich gegenseitig inspiriert, so in Ringos Gesangsstück "With A Little Help From My Friends", das später durch Joe Cockers Interpretation beim Woodstock - Festival ungeheuer populär werden sollte, und dem absoluten Übersong des Albums "A Day In The Life", der "Sgt. Pepper" mit einem Paukenschlag beendet und leise ausklingen läßt. Der Song besteht aus einem von Lennon geschriebenen Part, in dem er Meldungen aus der "Daily Mail" über einen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Freund der Band, seinen Part in dem Film "How I Won The War" und Schlaglöcher in den Straßen von Blackburn Revue passieren läßt, dazwischen schaltet sich eine musikalische Skizze von Paul McCartney, in der er ein von Routine beherrschtes Leben beschreibt. Dazu hatten die Beatles die kostpielige Idee, eine Überleitung von einem ganzen Symphonieorchester spielen zu lassen, das auch den Song mit einem gewaltigen Crescendo und einem langen Fade - Out beschließt. Insgesamt ein immer wieder überwältigender Effekt und die optimale Inspiration für Bands, die ihre Songs zu orchestralen Klangbildern werden ließen.
Insgesamt muß man über "Sgt. Pepper" sagen, daß es noch immer zu den besten und inspirierendsten Alben der Popgeschichte gehört, mit seiner unglaublichen Kreativität unzählige andere Bands beeinflußt und die Aufnahmetechnik revolutioniert hat.
In knapp 40 Minuten krempelten die Fab Four die ganze Popwelt um, allein dafür gebührt "Sgt. Pepper" sein Platz in der ewigen Bestenliste.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2009
weil das hier, bei Sgt. Pepper (und bei anderen Titeln bzw. Alben der Beatles) auch nur bedingt geht, denn "Pepper" war leider immer noch eine 4-Spur Aufnahme (mit einer Klanganreicherung, die 48 Spuren verdient hätte). Gerade weil man mit "Love" etwas ganz neues kreirte konnte man dafür auf absolute Originalität verzichten und für die Mixe erhaltene Zuspielungen und Spuren alternativer Takes verwenden. Das verbietet sich aber bei jedem Originalabum, denn ein alternativer Take oder Teile davon sind eben nicht das Original! Na gut, dann nehmen wir halt die Zuspielungen des Original-Takes, die Bass-Spur, die Gitarren-Spuren, die Gesangs-Tonspur usw. und mixen alles neu! ABER: Genau das geht nur bedingt, weil Sgt. Pepper immer noch eine "nur" 4-Spur-Aufnahme ist, und, um Platz für weitere Takes (Orchester, Tiergeräusche usw.) zu schaffen wurden immer wieder Spuren (z.B. Bass und Schlagzeug) UNTRENNBAR und unter hohem Qualitätsverlust zusammengemischt durch sogenannte Aussparung. Für einen Song ("Getting Better") wurde sogar ein Lautsprecher auf einen Plattenteller gestellt, der die Gesangsspur abspielte, die mit einem Mikro davon neu abgenommen wurde -ein "kreisender" Gesang sozusagen, nunmehr vermischt mit den backing vocals. Fazit: Was der Mensch dereinst untrennbar vereinte kann er auch nicht wieder neu mischen - sondern nur das Verhältnis der Summe aller Zuspielungen auf 4 Spuren zueinander, zu denen, zu allem Überfluss, beim sogenannten Umschnitt auch oft noch eine fünfte "Live"-Spur hinzukam, die wir so nun gar nicht einzeln mixen können (shaker, handclapping, nochmal Gesang und ähnliches), weil sie auf dem Master-Tape nicht zu hören ist, sondern nur auf dem fertigen Umschnitt. ...wer mehr wissen will lese George Martins "Summer of Love" - The Making of Sgt. Pepper...Jedenfalls ist dies der Grund, warum man beim Anhören der remasterten CD etwas enttäuscht sein könnte, weil der Unterschied zur 87er Version in der Tat nicht so überzeugend ist...Das man aber nun gar keinen Unterschied hört kann ich nicht bestätigen - besonders bei den tiefen Tönen (indische Trommeln) springt einem die differenzierte Trennung regelrecht entgegen. Paul hatte seinen Bass diesmal nur selten auf der Grundspur 1 eingespielt, sondern oft als letztes Instrument über den bereits sonst fertigen Take gelegt, weil er, insbesondere inspiriert durch den (wohl zumeist von Carol Kaye gespielten) Bass auf dem Album "Pet Sounds" der Beach Boys für "Pepper" besonders melodische Figuren auskomponieren wollte, was ihm ja auch bestens gelang. Auch diese Figuren sind nun viel klarer vom restlichen Klang abgetrennt. Was mir eindeutig absolut nicht gefällt ist die meiner Ansicht nach zu starke Rauschunterdrückung der Gesangsspur des jeweiligen Solosängers. Da wird oft doch sehr viel an Höhen weggeschnitten; und nun klingt alles ein wenig wie Paul`s dumpfer Gesang in der Bridge von "A Day In The Life", der nun gar nicht mehr als so dumpf heraussticht. Wenn dies die Absicht der Tonmeister war sage ich herzlich: nein danke. Ich halte es auch für möglich, dass einige Samples für das neue Remaster von einem gut erhaltenen Original-Vinyl von 1967 gezogen wurden.
Wer das 67er Vinyl nicht hat sollte die 87er CD auf jeden Fall als alternative Hörquelle behalten, denn restlos zufriedenstellend ist das neue Remaster nicht.
Gelegentlich ensteht bei mir der Eindruck, als ob auch hier die Tonkopfeinstellung beim Umschnitt nicht absolut stimmig ist, gerade beim Gesang und bei Ringos Schlagzeug-Becken stellen sich Zweifel ein. Kann aber auch an den Qualitätsverlusten bei den Aussparungen liegen...

"Wihin You Without You" von George Harrison ist viel mehr als ein genialer Song; er hat die Musik und das Lebensgefühl einer ganzen Generation verändert; tausende Typen lernten Sitar spielen, reisten nach Indien usw...
Die ganze Platte ist viel mehr als Musik - sie ist, philosophisch gesprochen, der transzendentale Ausdruck der 60er Jahre schlichthin, ein ewiger Meilenstein der Musikgeschichte, der immer bleiben wird. "Revolver" ist nett, aber in 100 Jahren vergessen..."Tomorrow Never Knows" - ausgenommen!
Trotz einiger Tralala-Lieder von Mr. Mc Cartney (Rita, Sixty-Four) und Lennons drogenbedingter Zurückhaltung bzw. Kreativitätskrise (wo sonst gibt es drei McCartney-Songs nacheinander?!) ist diese Platte für mich weit vor "Revolver" und knapp vor "Abbey Road" das beste Beatles-Werk aller Zeiten. Die frühen LP`s wie "Please Please Me" muss man im Kontext ihrer Zeit sehen - da war der ursprüngliche Rock`n Roll gerade noch angesagt....wie könnte man als beat-Musiker 1962 "besser" sein oder komponieren als 1967 beziehungsweise all diese in den "Golden Sixties" erworbenen Erfahrungen schon haben?
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am 21. September 2015
Ob "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" (1967) nun das beste Beatles-Album ist, bleibt unter Beatles-Fans sicherlich eine Geschmacksfrage. Aber welches der Alben man auch favorisieren mag, "Sgt. Pepper" ist ein ewiger Meilenstein nicht nur im Schaffenswerk der Beatles, sondern auch der gesamten Musikgeschichte. Zumindest übertreibt man nicht, wenn man behauptet, dass "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" dasjenige Beatles-Album ist, das in keinem auch nur halbwegs kulturell bewussten Haushalt fehlen sollte, denn nicht zuletzt ist es das Album, das vom renommierten Rolling Stone Musikmagazin auf Platz 1 der besten 500 Musikalben aller Zeiten gewählt wurde. Wenn man sonst nichts für Popmusik übrig hat - dies ist das Album, das man sich trotzdem holen sollte.

Wenn Paul McCartney heute konstatiert, dass "Sgt. Pepper" ohne dem ein Jahr zuvor erschienenen "Pet Sounds" von den Beach Boys und deren Mastermind Brian Wilson niemals möglich gewesen wäre (die britische Band The Kinks hatten im selben Jahr, 1966 auf ihrem Album "Face to Face" in bescheidenerem Umfang ebenfalls schon erste für die damalige Zeit neuartige musikalische Experimente im Tonstudio gewagt) - Wenn man sich die Beatles-Alben in chronologischer Reihenfolge anhört, wird einem erst richtig klar, dass "Sgt. Pepper" nach "Rubber Soul" und "Revolver" (also die ersten beiden Beatles-Alben mit künstlerischem Anspruch) im Grunde genommen nur ein schlüssiges Nachfolgewerk der beiden vorhergehenden Alben war und dass die Beatles, vielleicht mehr als jede andere Band, aufgrund ihrer kontinuierlichen, kreativen musikalischen Weiterentwicklung eine progressive Musikband waren. Oftmals ist es im Leben ja so, dass das was zuerst als Fluch erscheint sich später nicht selten als Segen erweist. Dass die Beatles um 1965/66 aufgrund der immensen Hysterie um sie herum (vor Konzertauftritten soll die Gruppe sogar Morddrohungen erhalten haben) die Entscheidung trafen, keine Konzerte mehr zu geben, führte letztendlich dazu, dass John, Paul, George und Ringo mehr Zeit im Tonstudio verbrachten als in den Jahren zuvor und dadurch auch mehr Zeit für neue musikalische Experimente hatten. So wurde das Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" schließlich möglich, das von den Beatles in einer Zeitspanne von 129 Tagen voller Schaffens- und Experimentierfreude in den Londoner Abbey Road Tonstudios aufgenommen wurde. Aus heutiger Sicht scheint mir der künstlerische Wert des Albums unterm Strich am meisten durch John Lennon geprägt zu sein als durch irgendeinen der drei anderen Beatle, denn mit "Lucy in the Sky with Diamonds", "Being for the Benefit of Mr. Kite!", "Good Morning! Good Morning!" und vor allem "A Day in the Life" (das ich heute für die beste Beatles-Komposition überhaupt halte) stammen die wichtigsten Songs vom Album von ihm. John entdeckte hier in seinem Songwriting in Sound und Lyrics den surrealen Expressionismus für sich, woran seine Vorliebe für Lewis Carrolls rätselhaften Literaturklassiker "Alice im Wunderland" und der experimentelle Konsum von LSD inspirativ nicht ganz unschuldig gewesen sein dürften. Die Musik von "Sgt. Pepper" ist so genial, dass sie eigentlich nur surreal sein kann, aber das Ganze ist zum Glück trotzdem Realität. Pauls Songs sind natürlich auch großartig, doch obwohl die konzeptuelle Idee zum Album von ihm stammt, fährt er diesmal hauptsächlich die gewohnt bewährte Schiene und präsentiert eine Reihe von romantischen und sentimentalen Liebesliedern. Mit dem Titelsong "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" und den zwei philosophischen Stücken "Fixing a Hole" und "She's Leaving Home" (ein geniales musikalisches Kleinod über die existenzielle Erkenntnis, dass Geld allein nicht glücklich macht) betritt er nun allerdings auch relativ ungewohnt neues Terrain und liefert Songtexte ab, in denen es um andere Themen als die Liebe geht. "Fixing a Hole" ist mittlerweile einer meiner Favoriten vom Album, eine Art musikalisches Mauerblümchen, dem ich zu lange Zeit keine Beachtung schenkte. Zwar bin ich der Meinung, dass die besten Beatles-Songs von George Harrison auf "Abbey Road" zu finden sind, aber "Within You Without You" seine erste richtig gute Komposition geworden ist. Der Song ist ein Zeugnis von Harrisons großer Faszination für die hinduistische Spiritualität, die tranceartigen indischen Sitar-Klänge entfalten einen mentalen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Beatles-Drummer Ringo Starr tat sich zu dieser Zeit noch etwas schwer mit dem Liederschreiben, hatte kaum eigene Kompositionen vorzuweisen. So schrieben John und Paul für ihn "With a Little Help From My Friends" und ließen ihn das Lied singen. Das schätze ich so sehr an den Beatles, dass sie innerhalb der Gruppe so harmoniebedacht waren und keines der Bandmitglieder in irgendeiner Form benachteiligt wurde. "With a Little Help From My Friends" zählt heute vielleicht nicht zu den wichtigsten, aber dafür doch zu den schönsten Songs aus dem Beatles-Katalog insgesamt. Und der Song passt ja irgendwie auch richtig gut in ein Album rein, in dem es konzeptuell und thematisch um die Musikband des Club der einsamen Herzen eines gewissen Unteroffizier Pfeffer geht.

Für die grafische Covergestaltung zu "Sgt. Pepper" beauftragte Paul McCartney mit Peter Blake einen bekannten britischen Pop-Art-Künstler der Swinging Sixties. Das Albumcover ist so konzipiert worden, dass man sich lange damit befassen kann, ohne dass es wirklich langweilig wird. Genial finde ich die Idee, zwischen all die berühmten Persönlichkeiten auch die Wachsfiguren der Beatles aus Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett zu mischen, welche die vier Liverpooler aus ihrer Anfangszeit mit maßgeschneidertem Anzug und trendiger Pilzfrisur zeigen. Dadurch wird nochmal richtig gut verdeutlicht, wie krass sich die Beatles innerhalb kürzester Zeit nicht nur äußerlich in Look und Mode, sondern wie sehr sich auch die Qualität ihrer Musik innerhalb eines halben Jahrzehnts verändert hatte - zwischen den ersten beiden Beatles-LPs "Please Please Me" und "With the Beatles" und ihrem genialen achten Studioalbum "Sgt. Pepper" liegen ganz deutlich Welten. Mit "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" erhoben die Beatles die Popmusik schlussendlich zu einer feinen Kunst und schufen das Album, welches der Popmusik als musikalischer Stilrichtung innovative Impulse verschaffte und sie maßgeblich in neue Bahnen lenkte.
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am 11. März 2010
"Sgt. Pepper" is arguably the Beatles most recognized album. Released in 1967 at the peak of the 'hippy/flower power' movement, it combined art with music in a way that no album had previously done. From the way upbeat, "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" to the surreal, somewhat somber, "A Day In The Life", every song is a classic. The sound is what makes this album amazing. George Martin and his son remastered and remixed several songs for the "Love" album. This same remarkable remastering has revitalized "Sgt. Pepper's" to an unbelievable clarity. Mixed with an array of sound effects, the remastering not only enhances the instruments and vocals, but brings all those art/music sound effects throughout the album to a vivid height. It's really remarkable how great this album sounds.

Also included in the great album is a multi-paged booklet with some excellent liner notes. There is also a diagram identifying all the famous people in the cover photo! On your computer, you can play the five-minute mini-documentary about the album (Quick-time), which showcases comments from all four Beatles and George Martin. All of this is mixed in with rare photos never seen before. Imagine learning that this album was recorded at night with over 400 hours devoted to it. That's perfectionism and its shows. In fact, there is a mini-documentary for all the Beatles albums. This CD is a collector's item and a perfect showcase for the Beatles genius.
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Das Remaster ist wirklich gelungen. Sehr offen und differenziert, dabei den Flair der späten 60er bewahrt. Klasse!
Booklet-Ausstattung üppig. Wenngleich natürlich ein Poster vom Cover - wie z.B. bei Ummagumma von Pink Floyd - auf meiner Wunschliste steht und das i-Tüpfelchen hätte sein können.
Fazit: Sehr empfehlenswert.
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Kürzlich wurde dieses Album vom Rolling Stone Magazin zum besten aller Zeiten gewählt. Das man das extrem 60s, Beatles, Stones und Dylan (nichts gegen diese Künstler - aber es gibt noch andere große Musiker auf der Welt) fixierte Heftchen trotz großen Anspruches an sich selbst nicht allzu ernst nehmen kann ist natürlich klar. Dennoch scheint diese Wahl darauf hinzudeuten das die Wahrnehmung der Beatles bzw. die Einschätzung ihrer Alben sich mal wieder verschoben hat.

Galt Hauptmann Pfeffers einsame Herzen Klub Kapelle schon vor Urzeiten lange als bestes Album der Band, so waren es in den 90er auf einmal die - dem damals populären Brit Pop nicht unähnlich klingenden - Alben "Rubber Soul" und "Revolver" die als wahre Meisterstücke der Fab Four galten.

"Sgt. Pepper" musste sich damit abfinden manchem Ketzer auf einmal als nettes aber veraltetes und vor allem hitfreies Zeitdokument zu gelten. Als Anachronismus, als schlecht gealtert. Ein echtes Konzeptalbum sei es natürlich schon mal gar nicht.
Und war der Sound dieses Albums wirklich so einflussreich wie weiland gerne behauptet wurde?

Nun: in der Tat klingt Sgt. Pepper keineswegs wie ein aktuelles Album. Es ist hörbar ein Produkt seiner Zeit. Aber das macht es umso wertvoller. Es ist doch immer toll wenn sich der Geist einer -nun ja - Epoche in der Kunst wieder spiegelt.
Und die etwas spleenige Idee der Beatles sich hier als eine andere Gruppe neu zu erfinden trägt farbenprächtige, eben psychidelische, Blüten. Wobei die Beatles, anders als manche Zeitgenossen, nie in ödes Gegniedel abdriften. Die Stücke sind so kompakt wie immer.

Keiner der Songs wurde als Single ausgekoppelt - und tatsächlich fehlt dem Album der "Hit". Aber dass den Liedern deshalb die Klasse fehlen würde kann man nun wirklich nicht behaupten - nur George Harrisons Beitrag ist mMn etwas grenzwertig weil - nun, manch wohlmeinender Rezensent würden vielleicht sagen, meditativ. Ich persönlich finde ihn ermüdend, Asche auf mein Haupt.

Ein Konzeptalbum reinsten Wassers mag das Werk ebenfalls nicht sein, nur was macht das schon? Denkt man da beim Anhören wirklich drüber nach? Schmälert das die Freude an dem Album?

Absolut nicht.

Man hört stattdessen wie viel Mühe die Beatles und George Martin hier investiert haben um jedem Lied einen individuellen Anstrich zu verpassen. Langeweile kommt da beim Anhören keine auf. Man muss gar nicht darauf herumreiten wie viel Arbeit die ganzen Sounds und Overdubbs, angesichts der technischen Möglichkeiten von 1967, damals noch erforderten.... auch wenn alleine das Ergebnis zählt ist das hier ein Wunder an Sound, an positivem Bohei.

Um es kurz zu machen: Ob Sgt. Pepper nun das beste Album der Beatles ist mag ich nicht beurteilen - und eine solche Beurteilung wäre auch albern. Erstens ist Kunst kein Boxkampf wo zwei in den Ring steigen und einer kommt raus und der andere bleibt liegen. Zweitens ist dieses Album mit, sagen wir mal, z.B. "Abbey Road" zu vergleichen in etwa wie das mit den Äpfeln und den Birnen.

Sgt. Pepper ist ein Kind seiner Zeit. Nicht völlig makellos, versponnen und überkandidelt aber verdammt noch einmal extrem faszinierend und schlicht und ergreifend hochgradig unterhaltsam.

Und seit des 2009er Remasters der originalen LP Master - den wir hier vorliegen haben - nicht nur schick verpackt sondern endlich auch auf CD so klingend wie sich das gehört.

Großes Kino für die Ohren eben.
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am 29. Juli 2016
"Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von 1967 ist das achte Album der Beatles und gehört auf jeden Fall zu ihren besten. Die beiden Vorgänger "Rubber Soul" ('65) und "Revolver" ('66) waren zwar auch schon großartig und teils schon ziemlich experimentell, dieser Weg wird auf "Sgt. Pepper's..." dann auch konsequent weiterverfolgt. Es ist ein ein sehr innovatives und vor allem sehr psychedelisches Album und zählt bis heute zu einem der Wichtigsten der Pop-und Rockgeschichte. Parallel zum Beatles-Meisterwerk wurde in den Abbey Road-Studios übrigens auch das Pink Floyd-Debüt "The Piper At The Gates Of Dawn" aufgenommen.

"Sgt Pepper's..." enthält mit `A day in the life` meinen Lieblingssong der Gruppe. Die wahrscheinlich letzte Kooperation zwischen Paul McCartney und John Lennon ist unglaublich atmosphärisch und kann sogar als früher Progressive rock-song gelten. Und auch wenn er stellenweise anstrengend ist, ist er doch genial. Auch der rockige Titelsong ist klasse, genauso wie das von Ringo Starr gesungene, direkt daran anschließende `With a little help from my friends`. John Lennons Stücke, das bekannte 'Lucy in the sky with diamonds` und `Being for the benefit of mr. kite` sind sehr psychedelisch und gefallen mir sehr gut. Paul McCarneys Stücke sind weniger psychedelisch, enthalten dafür aber wunderschöne Melodien, wie etwa das von Streichern begleitete `She's leaving home` und `When I'm sixty-four`. George Harrisons nur mit indischen Instrumenten gespieltes `Within you without you` ist ebenfalls gut und gefällt mir sogar besser als das recht ähnliche `Love you to` vom Vorgängeralbum `Revolver`. Der restlichen Stücke sind auch nicht schlecht, aber jetzt nicht überragend.

Was soll ich jetzt noch sagen? Dass ich 5 Sterne vergebe wird wohl keinen wundern. Lässt sich nur noch sagen: wer tatsächlich dieses Album noch nicht hat, der soll es sich zulegen! Es lohnt sich wirklich! Auch wenn man davon absieht, wie wichtig dieses Album war und ist und wie viele davon beeinflusst wurden, ist es immernoch gespickt mit jede Menge guten Songs.
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am 2. Februar 2016
Ohne viele Worte:
St.Peppers's Lonely Hearts Club Band ist für mich trotz, aller Superlativen- (Produktionsaufwand, technischer Aufwand, Verkaufszahlen, musikalische Entwicklung ...)- ein sehr intimes Album und ein absoluter Meilenstein der Rockmusik.
Hier bieten die "Fab Four" ein komplexes Geräuscheuniversum, dass ich mir immer wieder gerne einmal in aller Ruhe, in erheblicher Lautstärke, gönne.
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am 18. März 2014
über die Musik brauche ich nichts mehr schreiben, die kennen eh alle, die die Beatles mögen. Ich habe mir die 2012 remasterte LP gekauft und bin zum größten Teil begeistert vom guten Sound, allerdings gibt es ein paar Stellen an der die Höhen anfangen zu zischen. Hört sich irgendwie übersteuert an. Es kann natürlich auch an meinem Exemplar liegen. Vielleicht können andere Besitzer der LP mir ihre Erfahrungen mitteilen?
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TOP 500 REZENSENTam 9. September 2009
Gerade erhalten und nichts wie hinein in den CD-Spieler bzw. den Rechner ...

Zunächst zu der speziellen CD: Ein Aufklapp-Pappcover lehnt sich an das LP-Original an. Ein wirklich umfangreiches Begleitheft gibt Hintergrundinformation und Stimmen von Beatles und Entourage wie George Martin wieder. Texte natürlich und Bilder. Die LP im Gegenteil genießt da dennoch natürlich das größere Cover-Format, und auch im Klangbereich ist man einfach das Knistern gewohnt. Gleichwohl kommen die Einzelklänge in der Stereo-Remastered-Version plötzlich klarer durch. Gerade bei E-Gitarren, Pauls Bass oder auch anderen Klängen ist die CD transparenter geworden, etwa beim Schluss von "A Day in the Life". Dies gilt auch im Vergleich zur CD-Vorversion, die ich in der Stadtbücherei einmal probehörte.

Ein Extra ist ein kleiner Film, für den man die Scheibe in den Rechner legt. Es ruckelt unglaublich, und schließlich erscheint ein kleines Mini-Filmchen als Zugabe. Mit der Esc-Taste schaltet man anscheinend auf Großbildschirm (zufällig herausgefunden). Foto-Aufnahmen der Vier und von Beatlesfilmchen werden mit O-Tönen hauptsächlich aus Interviews unterlegt, teils auch mitgeschnittenes Original-Studiogeplauder. Nett, wenngleich auch nicht zwingend nötig. Das Filmchen mit den Credits scheint obendrein die größere Länge zu haben.

Muss man zum Album viel sagen? Für Beatles-Anfänger: ein außergewöhnliches Konzept-Album der Vier und ein ganz großer Schritt für die Musikmenschheit. Kaufen und hineinhören. :-)
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