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Kundenrezensionen

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Obwohl ich grundsätzlich jedes Wishbone Ash Album als eine lohnenswerte Anschaffung bezeichnen würde (da Ash selbst dann, wenn sie für ihre Verhältnisse nur mittelmäßig sind, immer noch 90% der Konkurrenz locker durch die Wand spielen), gebe ich zu: manches Album der frühen 80er ("Raw to the Bone", "Twin Barrels Burning") war aufgrund der musikalischen Ausrichtung (kommerzieller Hardrock) nicht gerade als Schachzug zu bezeichnen. Spätere Veröffentlichung stießen manchen Ash Fan aufgrund eines mehr oder weniger abrupt vollzogenen Stilwechsel vor den Kopf. "Wishbone Four" von 1973 hatte noch alle Trademarks der frühen Wishbone Ash (Powell/Turner/Turner/Upton Besetzung) zu bieten (Killermelodien, fantastische Soli, kreatives Songwriting); im Vergleich zu dem Jahrhundertalbum "Argus" allerdings insgesamt etwas schwächeres Songmaterial. Dennoch finden sich neben guten, für Wishbone Ash aber höchstens durchschnittlichen Songs wie "So Many Things To Say" oder "No Easy Road" (welches schon auf der "Argus" CD Ausgabe als Bonus Track etwas abfiel) glücklicherweise auch noch Hammersongs wie die tolle Folkballade "Ballad Of The Beacon", das schöne "Everybody needs a friend" oder das herausragende "Doctor". Die CD hat mit "Rock'n'Roll Widow" auch noch einen Bonustrack gegenüber der Vinyl Ausgabe. Insgesamt ein tolles 70er Jahre (Blues-)Rock Album mit keinen nennenswerten Ausfällen. Als typisches Wishbone Ash Album wird es keinen Liebhaber dieser Musikrichtung enttäuschen. Knapp vier Sterne.
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am 29. August 2015
Als eingefleischter Wishbone Ash - fan kann ich mich erinnern, dass die Vorfreude auf die "Wishbone Four" - LP seinerzeit genauso groß war wie hinterher die Enttäuschung beim ersten Reinhören. Was war bloß passiert? Nach der ersten, noch leicht "pionierhaft" gehaltenen LP, dem Energie-geladenen, jugendlich-unbekümmerten "Pilgrimage" - Album und der ultra-musikalischen Argus-LP (Platte des Jahres 1972) so ein krasser Gegensatz? Diese LP klang, als hätten die Vier hier etwas gemacht, was sie selber nicht wollten. So, als hätte die Plattenfirma mit Kündigung gedroht, wenn das Material nicht "ein bissl kommerzieller" wird. Und das nach dem Erfolg von Argus? Man kann weiß Gott nicht behaupten, dass die Titel auf Wishbone Four "schlecht" sind, sie sind nur grottenschlecht produziert. So etwas passiert genau dann, wenn man von einer "Rockband" verlangt, musikalisch ein bissl "auf die Bremse zu drücken". Das Schlagzeug wird in einen dumpfen Hintergrund gedrängt und mit einer Schlammlawine aus Hall übergossen, auf Gitarresoli im herkömmlichen Sinn wird lieber ganz verzichtet, sie werden maximal durch Slide-sounds ersetzt die mehr an Country&Western erinnern als an Argus. Und Andy Powell hätte sich auf diesem Album weiß Gott ein wenig mehr verdient als bloß ein paar Chuck Berry - Riffs. Ich habe in die CD investiert, weil ich in Zeiten von Digital im Stillen auf eine klangliche Verbesserung hoffte. Weit gefehlt, das Ding klingt ganz genauso lauwarm und aschfahl wie die LP aus 1973. Geht bitte jemand mal her und remastert dieses Material so, dass es auch KLINGT?? Das Album hätte sich's ehrlich verdient, denn rein musikalisch ist es grundsätzlich gut.
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am 5. November 2015
Kritik zum neuen Wishbone Four Remaster

Zum neuen LMLR 2015er Remaster- einerseits gut, andererseits schlecht
Die folgende Kritik bezieht sich auf die 2015 veröffentlichte remasterte Version von Wishbone Four, herausgebracht als Limited Edition von LMLR, angepriesen als HIGH DEFINITION REMASTERING 96 KHz / 24-bit. Es geht bei der Kritik vorrangig um den Klang.
Die Musik bzw. die Lieder auf Wishbone Four sind natürlich Rock-Musik vom Feinsten, vielschichtig, abwechslungsreich, klasse gespielt, arrangiert und gesungen. Wishbone Ash waren schon immer sehr eigenständig, gerade wenn man Sie dem teilweise exzessiv daherkommenden und oftmals mit Macho—Attitüde versehenen Rock der 70er Jahre vergleicht. Wishbone Ash sind bzw. waren schlicht eine unglaubliche gute Mischung aus Bodenständigkeit und teilweise sehr progressiven und musikalisch sehr versierten Rock-Musik-Elementen.
OK, zum Klang des Remasters:
Laut, volltönend, frequenzmäßig gut aber auch aggressiv ausbalanciert! Um es mit Schlagworten auszudrücken.
Genauer gesagt heißt dies, daß die Aufnahme vermutlich bis zum Anschlag, bzw. darüber hinaus komprimiert worden ist, um diese Lautheit zu erzielen. Darüber hinaus sind natürlich, wie meistens beim Remastern üblich, die Bässe und Höhen, wahrscheinlich auch mittlere Frequenzen angehoben worden. Man dreht gewissermaßen viel rein und dünnt ein wenig aus. Vergleicht man dieses Remaster beispielsweise mit den ersten CD-Überspielung von Wishbone Four (1991) oder selbst mit dem neueren Remaster von Everybody needs a friend, sehr behutsam und klasse remastert von Andy Pearce auf SOMETIME WORLD – AN MCA TRAVELOGUE (2010), dann ist der Lautstärkeunterschied gewaltig und gerade der Klangunterschied zur 91er Überspielung drastisch!
Ob dies wirklich besser ist, ist eine völlig andere Frage!
Im folgenden möchte für interessierte Laien etwas auf das Remastern eingehen. Was wird also dabei gemacht, wie wirkt es sich aus und wie ist dies zu bewerten. Für mich ist Klang eben eine sehr interessante und wichtige Komponente von Musik. Wobei man sich meines Erachtens gute Musik auch in schlechterer Klangqualität immer noch anhören kann, wobei dabei der Genuss schon etwas zu kurz kommen kann. Letztendlich legen sich ja auch gute Musiker, Produzenten wie auch Mixing- und Mastering-Techniker ins Zeug, daß die Aufnahme entsprechend gut klingt.
Man muß also betonen, daß ein halbwegs gutes Hifi-Wiedergabe-System nötig ist, um den Klang entsprechend erleben und auch bewerten zu können.
Darüber ist Klang natürlich sehr subjektiv. Der Eine findet fette Bässe super, die Andere viel Höhen , usw.
Tja, das Thema ist im Grunde ziemlich kompliziert, auch wenn der Konsument das oft auf ein schlichtes „Gefällt mir“ oder „Gefällt mir nicht“ reduziert.
Also es gibt immer zwei entscheidende Faktoren beim Remastern:
Zum einen den Einsatz eines StereoSumme-Equalizers.
Beim Remastern nimmt man also die originalen Stereo-Bänder oder irgendeine andere Überspielung der Aufnahme und regelt den Klang eines Albums oder Liedes als Ganzes nach. Einen Zugriff auf einzelne Spuren oder Instrumente hat man im Regelfall nicht. Man hat das, was ursprünglich von den Produzenten, den Musikern, dem Mixing-Techniker als Endabmischung klanglich so beabsichtigt war.
Wie schon erwähnt ist es ein Kennzeichen des Remastern, daß schlicht mehr Höhen und Bässe reingedreht werden. Remasterte Aufnahmen klingen insoweit meistens immer heller, „brillianter“ , spitzer und druckvoller bzw. allgemein voller.
Im übrigen kann man Remastern mit dem eigenen Hifi-Verstärker auch „simulieren“: einfach mehr Höhen und Bässe reindrehen. Der Mastering-Techniker hat natürlich im Normalfall weitaus bessere Technik und Know-How.
Ob dieser Remastering-Equalizer-Einsatz die Aufnahme wirklich besser macht, kann natürlich in Frage gestellt werden. Die erste Wishbone Four-CD-Überspielung klingt vielleicht dem ersten Eindruck nach etwas lasch und dumpf. Wenn man sich die CD aber über eine gute Anlage etwas lauter anhört, dann klingt das gar nicht schlecht, eben wie eine Aufnahme aus den 70ern. Auf die Schallplatte oder CD-Diskussion möchte ich hier im übrigen nicht eingehen.
Das neue 2015er Remaster von Wishbone Four (wie auch die anderen wiederveröffentlichten) klingt hingegen heller, klarer, brillianter, voller und druckvoller. Man hat den Eindruck eines besseren Klangs, der eben mehr Eindruck macht.
Der zweite wichtige Aspekt beim Remastern ist das sogenannte Komprimieren der Aufnahmen. Es wird letztendlich versucht, den Klang dichter zu machen mit der wichtigen Möglichkeit einer Lautheitssteigerung.
Kurz für Laien: Es gibt für jede Aufnahme bzw. für das Medium, auf welcher die Aufnahme letztendlich überspielt wird, sei es ein Schallplatte, eine CD oder halt das „Medium“ Wave Datei oder MP3 eine pegelmäßige Obergrenze. Man kann also auch ein geflüstert aufgenommenes Wort beim Abmischen pegelmäßig soweit nach oben drehen bis es an diese Grenze stößt. Wenn ein Klang gegen diese Grenze geschoben wird, wird er buchstäblich verformt oder gar gekappt, was sich in mehr oder weniger deutlich hörbaren Verzerrungen äußern kann.
Das Ziel bei Kompression ist es gerade, laute Pegelspitzen leiser zu drehen bzw. im Pegel abzusenken, damit der Klang, sei es ein E-Bass, eine Snare-Drum, der Gesang oder eben die gesamte abgemischte Aufnahme, dichter klingt. Laute Pegelspitzen im Klang, werden sozusagen leiser gemacht. Die Dynamik, der Unterschied zwischen laut und leise wird schlicht beschränkt, wodurch der Klang gleichmäßiger oder eben dichter klingt.
Der Clou ist nun, dass man den Klang, nachdem man die Spitzen abgesenkt oder auch gekappt hat, nun wieder pegelmäßig nach oben schieben kann, wodurch die leiseren Passagen, die im Pegel nicht reduziert oder komprimiert werden, auch lauter werden!
Wenn man jetzt die vorhin erwähnte Pegel-Obergrenze bedenkt, kann man sich vorstellen, daß auf dem Medium ein Lautheitsgewinn entsteht, wenn der Klang im Pegel als zweiter Schritt hinter der Kompression (!) sozusagen nach oben geschoben werden kann.
Bei einer Audio-Bearbeitung mit einer Software-Programm (Plug-In) im Computer ist das Pegel-Limiting, das pegelmäßige nach oben schieben der Aufnahme, bzw. das Kappen der Spitzen (wie stark auch immer) an der technischen Obergrenze (lauter geht nicht) im Grunde kinderleicht. Einfach den Input-Pegel an einem Software-Limiter nach oben drehen und schon wird’s lauter und zwar ohne, daß die Spitzen des Ausgangspegel (am Ausgang des Limiters) höher werden. Wirklich, im Grunde super einfach! Es stellt sich jedoch dabei immer die Frage, was ist zu viel oder zu wenig, was beeinträchtigt die Qualität der Aufnahme.
Zur Vorstellungshilfe: eine Aufnahme lässt sich mit einem Gebirge in einer Seitenansicht auf einem Papier gezeichnet vergleichen, es gibt Bergspitzen (laute Passagen im Klang) und Täler (leise Passagen). Über den Bergspitzen gibt es eine strichmäßige Grenze. Die Berge können nicht höher sein als diese Grenze. Man kann das Gebirge nach oben schieben, wenn man die Bergspitzen abflacht oder auch in Kauf nimmt, dass die Bergspitzen gekappt werden. Die Täler werden logischerweise weniger bzw. weniger tief, dh. leise Passagen werden mit nach oben geschoben. Das Gebirge schaut definitiv nicht mehr so aus wie vorher, bzw. die Aufnahme ist lauter geworden!
Wenn man sich in einem Audio-Programm auf Datei-Ebene die Wellenform eines Liedes ansieht, dann erkennt man die Analogie aus Bergen, Spitzen und Tälern sehr gut.
Im technisch übertragenen Sinne macht Kompression und Pegelspitzen-Limiting im Remastering mit der Aufnahme bzw. den Liedern genau das, neben der Anhebung und Absenkung von Frequenzen, so daß eine Aufnahme beispielsweise basslastiger oder heller, brillianter oder aber auch aggressiver klingt.
Ist Komprimieren einer Aufnahme gut oder schlecht?
Tja, kommt drauf an, ob einem der Klang gefällt oder nicht!
Kompression kann aber definitiv die beim Mischen beabsichtigten Lautstärkeverhältnisse und –unterschiede deutlich verändern. Wenn das Schlagzeug ursprünglich lautstärkemäßig mehr im Hintergrund klang, wird es nun durch Summen-Kompression gewissermaßen in der Lautstärke angehoben, denn, wir erinnern uns, Lautes wird leiser und Leises lauter. Selbst der Ausklang einer Gitarre, also das Leiserwerden kann verändert sein bzw. reduziert.
Es wird grundsätzlich die Dynamik eines Liedes (der Unterschied zwischen leiser und lauter) sowohl zwischen den Instrumenten als auch zwischen leisen und lauten Passagen im Lied eingeebnet. In der modernen Pop-Musik ist das Gang und Gäbe.
Bezogen auf das neue 2015er Wishbone Four-Remaster kann man somit eindeutig sagen, daß die Lieder vermeintlich druckvoller und lauter klingen, man hört gewissermaßen mehr, eben Sachen, die auf früheren Aufnahmen im Verhältnis zu den anderen Instrumenten leiser klangen nun lauter!
Das erwähnte Anheben von hohen und tiefen Frequenzen trägt natürlich auch sehr zu dem Eindruck eines druckvolleren, prägnanteren, klareren und brillanteren Klangs bei.
Der Klang ist schon ziemlich weit weg von der ursprünglichen Aufnahme. Ältere Aufnahmen, so auch Wishbone Four klingen meistens etwas dumpf. Man kann diesen Klang aber auch als durchaus angenehm empfinden, weil es nicht so spitz klingt!
Und ältere Aufnahmen sind immer dynamischer, was sie durchaus auch interessanter machen kann!
Und hinsichtlich der geringeren Lautheit sollte man einfach immer bedenken, daß man ja mit dem Lautstärkeregler am eigenen Verstärker einfach lauter drehen kann!
Für mich ist das neue Remaster schlicht an der Obergrenze dessen, was man machen kann oder machen sollte.
Und es gibt auf der CD ein wirklich krasses Beispiel für ein fehlerhaftes Ausreizen dieser Obergrenze! Es handelt sich hier um ROCK N ROLL WIDOW. Hier hört man ganz deutlich wie übertriebene und falsch eingestellte Kompression ein Lied verschandeln kann. Immer wenn die markanten Refrainpassagen einsetzen, geht die Lautstärke hörbar in die Knie, der Pegel wird von dem Kompressor deutlich hörbar nach unten geregelt. Man nennt so etwas Pumpen. Das ist so krass, dass es wirklich die Qualität der ganzen CD in Frage stellt! Denn man muss sich schon fragen, wie stümperhaft der Remastering-Techniker teilweise vorgegangen sein muss, dass es zu so einem Fehler überhaupt kommen konnte. Kein Mastering-Techniker, der etwas auf sich hält, kann so ein Remastering in die CD-Produktion rausgehen lassen. Aber, wer für das Remastering verantwortlich ist, steht nirgends auf der Limited Edition, was eben auch nicht für die Qualität spricht.
So vordergründig „toll“ oder eindrucksvoll das neue Remaster auch klingen mag, so fragwürdig ist es auch. Ich habe mir im übrigen auch noch ARGUS und WISHBONE ASH gekauft. Auch wenn mir bisher kein so ein krasser Fehler wie bei ROCK N ROLL WIDOW aufgefallen ist, dürften meine Anmerkungen durchaus auch auf die anderen neuen Wishbone Ash-CDs von LMLR zutreffen.
Für mich bleiben die besten Remaster ohnehin die limitierten (mit copy-Nummern versehenen) 2010er Japan-Remaster von Universal Music, mastered von Hitoshi Tagikuchi (wer auch immer das ist, er versteht auf jeden Fall sein Handwerk). Leider sind diese Pressungen nur noch kaum und dann ziemlich teuer erhältlich. Auch die CD-Hüllen sind bei dieser Veröffentlichung besser, detaillierter und insbesondere bei Wishbone Four exakter, weil es als Klapp-Cover daherkommt. Dies ist bei der LMLR-Veröffentlichung nicht der Fall!
Die 2010 als limited Papersleeve veröffentlichten Japan-Remaster gibt es jedoch teilweise auch als normale CD-Veröffentlichung, bisweilen unter der Label-Bezeichnung Pid, CD kommt auch aus Japan. Habe mir Pilgrimage davon besorgt.
Der Klang auf diesen Japan-Remaster ist wirklich gut! Aber eben nicht ganz so ausgereizt wie auf den besprochenen neuen Remaster. (Den krassen Fehler bei ROCK N ROLL WIDOW gibt es auf dem Japan-Remaster nicht!). Mich stört wirklich, daß man nicht erfährt, von wem die LMLR-Sachen remastert worden sind.
Ein wirkliche Empfehlung, wenn man Wishbone Ash-Highlights sehr gut und insbesondere behutsam remastered hören will, ist die bereits erwähnte Wishbone Ash-Compilation SOMETIME WORLD – AN MCA TRAVELOGUE, auch auch dem Jahr 2010. Der Mastering-Techniker Andy Pearce weiß zum einen die Original-Aufnahmen zu schätzen und weiß, was er tut.
Nun kann man dieses 2015er-Remaster empfehlen? Tja, ja und nein, kommt wirklich darauf an, ob man den vordergründig schon gut und beeindruckend wirkenden Klang nicht doch als zu weit weg von einer klassischen Rock-Musik-Aufnahme aus den 70ern betrachtet und empfindet.
Ok, das war es jetzt!
Mit Gruß
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Oktober 2004
Four ist ein gelungenes Album mit Balladen und guten Rocksongs. Das gute Niveau wird zwar leider nicht auf allen Stücken gehalten, doch dafür sind einige Songs, wie "Doctor" oder "Everybody needs a friend" die Investition alleine schon wert. Alles in allem ein zufriedenstellendes Album, doch wer allerbesten Rock hören will, sollte sich das Nachfolgealbum "There's the rub" kaufen. Dort sind alle Songs auf sehr hohem Niveau.
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am 3. November 2015
Four gilt unter Wishbone Ash Fans gemeinhin als wirrer Abstieg nach dem klanglich besseren und kommerziell viel erfolgreicheren und aus einem Stück gegossenen Argus Album. Passenderweise verließ dann auch noch kurz darauf Ted Tirner die Band und die Wisefield-Ära wurde eingeleitet (die ich übrigens genauso mag). Martin Turner hat sich über die bei Fans und Kritik gleichermaßen schlechte Rezeption von Four immer geärgert und meinte es läge nicht an der Qualität der Songs, sondern an dem schlechten Endmaster (den die Band allerdings selbst versaubeutelte, denn hier produzierte man sich zum ersten Mal - und wohl verfrüht - selbst). Hört man jetzt den Culture Factory Remaster kann man nur sagen - oh, là là! - , Martin hat recht, so gut klang Four noch nie, diese Veröffentlichung jetzt schlägt um Längen was jemals auf Vinyl oder auf der 91er CD Release zu hören war. Four klang immer flach und mittig, ohne Eier, das ist jetzt vorbei, der Sound ist geradezu knackig. Und siehe (bzw. höre) da, auf einmal kommen auch die Songs ganz anders rüber. Man erkennt, das WA eben kein Argus II machen wollten, sondern - durch die ersten USA-Touren schon leicht amerikanisch inspiriert - Neues probierten, mit Keyboards (sogar ein Mellotron säuselt stellenweise mit), zeitweisen Bläsern, der von Ted Turner gespielten Lap Steel und an Trapeze erinnernden Funkeinflüssen gleich bei der ersten Nummer "So Many Things to Say". Dabei wollte man sicherlich auch kommerzieller sein (war es aber letztlich nicht, ein verbreitetes Bandschicksal ...), meinetwegen auch poppiger ("No Easy Road" kämpft schonn fast darum, ein bißchen wie eine Marc Bolan-Nummer zu klingen) und etwas von den Argus-Epen weg. Aber: Die Songs sind allesamt gut, nur stilistisch so vielfältig, dass anders als beim Klassiker Argus kein "Aus einem Guss"-Eindruck entsteht, viellecht auch nicht entstehen sollte. Deswegen meinerseits ein Stern weniger als bei Argus (man kann einer Scheibe, die sich selbst Four nennt, nun wirklich auch kein fünf Sterne geben!). Im Gesamtoeuvre von WA, in dem ich Four immer zusammen mit der völlig verunglückten Locked In als Negativausrutscher sah, ist das Werk dank des jetzt vorliegenden knackigen und der Musik erstmal gerecht werdenden Remasters kometenhaft aufgestiegen.
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am 11. Juli 2011
Was auf der vierten LP von Wishbone Ash, sinnigerweise *Wishbone Four* betitelt, zunächst auffiel war der etwas härtere Sound. Aber auch wenn der Titel leichte Parallelen zur Led Zeppelins *IV* oder Black Sabbaths *Vol. 4* assoziieren läßt, hatte die Gruppe mit der Heavy-Rock-Fraktion nichts zu tun. Die Gruppe war sich treu geblieben. Und die Besetzung war immer noch die gleiche, mit der man die drei vorangegangenen hervorragenden bis überragenden LPs eingespielt hatte. Andy Powell (guitar, vocals), Ted Turner (guitar, vocals), Martin Turner (bass, vocals und Steve Upton (drums).

Um es gleich vorweg zu nennen. Die kongeniale Scheibe *Argus* wird zu keiner Zeit übertroffen, auch an *Pilgrimage* wird nicht gekratzt. Aus heutiger, neutraler Sicht muß wohl auch gesagt werden, das man solche Meisterwerke nur ein einziges Mal in seiner Karriere komponiert. Die Scheibe ist in meiner persönlichen Wishbone-Ash-Skala nur knapp unter dem Debüt *Wishbone Ash* und auf der selben Stufe wie die späteren exzellenten Scheiben *New England* und *Locked In* angesiedelt.

Im direkten Vergleich wirkt *Wishbone Ash* fast gewöhnlich, wie ein *normales* Rockalbum, was bei der Messlatte, die sich Wishbone Ash selbst gelegt hatten aber bereits auf ein sehr hohes Niveau hindeutet. Die Songs benötigen aber etwas Zeit bis sie ihre volle Kraft entfallten können. Und so wundert es nicht wirklich das *So Many Things To Say*, *Ballad Of The Beacon*, *Rock N Roll Widow*, *Sorrel* oder *Doctor* auch nach über 40 Jahren immer noch zu begeistern wissen. *No Easy Road* konnte mich dagegen nie überzeugen, was der Scheibe, man möge mir verzeihen, dann leider auch die Höchstnote kostet.

FAZIT: guter Nachfolger von *Argus*, aber ohne deren Höhenflug...
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am 21. Februar 2013
Bei Wishbone Ash kann man geteilter Meinung sein, schliesslich haben sie auch irgendwie jede Stilrichtig durchprobiert. Hier ist es ganz klar eine Geschmacksfrage. Man mag sie, oder eben nicht. Dasselbe gilt auch für deren Alben und für mich. Aber dieses Album mag ich!
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am 12. Oktober 2003
was soll musik leisten? sie soll uns den alltag besteehen lassen...
hier ist ein song, der unsere generation daran erinnert, daß musik ein teil unseres lebensgefühls war - besser noch: das WAR unsere musik...
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