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am 27. Januar 2003
Das ist mit Abstand das beste Album das Dead can dance je gemacht haben! Ich bin einfach von jeder Note auf dieser Scheibe begeistert. Ich erinnere mich noch gut daran wie ich als Teenie diese Cd zum ersten mal hörte. Damals war ich gelinde gesagt geschockt. Davon dass jemand eine Platte aufnimmt, auf der jeder Track so in den anderen greift, dass der Spannungsbogen bis ins Unerträgliche gesteigert wird, und dass jemand es schafft, soviel Düsternis klanglich in Szene zu setzen ohne dabei ins Pathetische abzurutschen. Der Gesang von Lisa Gerrard ist hier einfach vollkommen, die düsteren Klangwelten leben von ihrer Stimme und der avantgardistischen Instrumentierung. Ich habe nie wieder ein Album gehört, dass mich derart verstört und gleichzeitig begeistert hat. Damals habe ich als wesentlich depressiver empfunden als heute. Ich kann behaupten dass das Album für mich damals doch nicht unbedingt stimmungshebend war. Heute jedoch kann ich mich an der intelligenten und emotionalen Musik erfreuen ohne deswegen gleich suizidal zu werden. DCD haben danach nie wieder ein so düsteres Album geschaffen und es hätte mich auch gewundert, wenn sie dieses Album übertroffen hätten, denn das scheint mir bei aller Bescheidenheit schlichtweg unmöglich. Dieses Album sollte bei niemandem fehlen, der sich der dunklen Szene zugehörig fühlt. An diesem Jahrhundertalbum wird mir immer wieder bewusst, was für Stümper sich heute im Bereich Gothic tummeln. Jeder sollte sich an diesem Album messen bevor er meint die schwarze Szene mit neuer Musik bereichern zu müssen.
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am 26. November 2009
Ich erinnere mich noch an das erste mal, als die Platte frisch rauskam. Dead can Dance waren schon längst bekannt in der "Szene", "Dead can Dance" und "Spleen and Ideal" hatten schon eine kleine aber fanatische Folgschaft gefunden. Und dann kam diese Platte und hat eingeschlagen wie ein Hammer. Kirchenchor, Symphonie, Gregorianische Psalmen, Ethno, Alternative, wenn man genau hinhört ist alles drin. "Neoklassik" hat man das sogar genannt, ich habe diesen Terminus bisher nur in Verbindung mit Dead can Dance gehört.Lisa Gerrards Stimme könnte die Polarkappen schmelzen oder die Sonne erfrieren, je nach Belieben. "Cantara", für mich der Höhepunkt und bestes DcD-Stück, bringt Geist und Blut in Wallung, spricht direkt die Seele an. Meine Wahrnehmung von Musik wurde von dieser Platte nachhaltig verändert.

Die Musik an sich ist akribisch ohne pedantisch zu sein ,leidenschaftlich ohne Gefühlsduseleien, mysteriös aber nicht kitschig. Man spürt die fachkundige Detailarbeit die dahinter steckt, aber auch das leidenschaftliche Verhältnis zum Projekt. Um es kurz zu fassen : dieses Album hat einfach alles. Ich habe auch als breitbandiger Jazz- Rock- Ambient- Funk- Punk- Klassik- Hörer keinerlei Bedenken Dead can Dance auf den Musik-Olymp zu stellen ; und "Within the Realm of a dying sun" ist definitiv DAS Meisterstück.

Es ist schon eine Seltenheit, ich habe die "Realm" Dutzenden von Leuten über die Jahre vorgespielt, viele fanden es zu düster oder zu "depri", aber jeder musste zugeben, das die Musik an sich jenseits von genial liegt.

Egal was du hörst, wie du drauf bist, (wenn du deinen Musikkonsum nicht gerade auf Charts begrenzt) hast du meine uneingeschränkte Kaufempfehlung.
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am 22. August 2001
Dies ist wohl mit Abstand die düsterste Platte der gesamten Musikhistorie. Was Dead Can Dance hier geschaffen haben, kann man nicht anders als ein drohend- dunkles und unmaßlich athmosphärisches Werk bezeichnen. Es ist schier unfaßbar, wie Brendan Perry und Lisa Gerrard einen derart fesselnden Spannungsbogen aufbauen, der u.a. mit "Xavier" und "Cantara" zwei absolute Höhepunkte besitzt. Falls die Apocalypse mit ihren Todesreitern einsetzen würde, wäre das der perfekte Soundtrack. Schauderhaft, gewalttätig, genial!
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am 29. März 2001
Dies ist meine persönliche Lieblingsscheibe von Dead Can Dance. Die Instrumentierung beinhaltet schon ein kleines Orchester mit klassischen Instrumenten wie Cello, Violine, Posaune, Horn. Und die Musik läuft durchgehend ab wie ein Soundtrack. Schon während der ersten Minute baut sich vor dem geistigen Auge ein gewaltiges Gebirge auf mit schneebedeckten drohenden Gipfeln im Abendlicht und tief im Innern verborgenen Geheimnissen, denen ein Abenteurer nachspürt und der tragisch endet; Musik zum Eintauchen in fremde, mystische Welten, mit einem phantastischen Klangvolumen, perfekt, um nach der Lektüre des "Herrn der Ringe" im Geiste noch ein wenig durch die Gebirge von Mittelerde zu streifen.
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am 15. November 2002
Ich liebe Sound der einem beim Hören in seine eigene Welt zieht. Die auf dem Album enthaltenen Stücke haben durchwegs diese Eigenschaft. Gothic mit orentalischen Einflüssen im Orchester umgesetzt. Diese Exklusivität besitzen nur wenige Gruppen. Dem Ersthörer dieser Gruppe sei je nach Musikgeschmack auch das Album "a passage in time" empfohlen.
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am 28. Januar 2015
Vor der Reinhören-Funktion sei in diesem Fall gewarnt, sie liefert hier keinen realistischen Eindruck. Beim Durchskippen entsteht der Eindruck, es handle sich um New-Age-Gelulle, was vollkommen falsch ist - hier waren echte Genies am Werk.

Wer noch wankt, ob er das Album kaufen soll, möge es sich irgendwo im I-Net vollständig anhören, danach wird es kein Halten mehr geben ...
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TOP 1000 REZENSENTam 13. September 2011
bei dieser preisreduktion von tatsächlich einem ganzen runden euronen konnte ich nun wirklich nicht mehr an mich halten und mußte mir dieses dunkle cover mit dieser tiefschwarzen platte darin unter den nagel reissen...

kurz möchte ich festhalten, dass alle scheiben von "dead can dance" annähernd gleiches niveau halten, für absolut unverzichtbar in einer nennenswerten musiksammlung erachte ich aber nur "into the labyrinth" und die großartige live-produktion "toward the within".

dessen ungeachtet bietet diese scheibe alles, was DCD ausmacht, dunkle kavernen, sakral angehauchte, perfekt getüftelte und aufgebaute sounds sowie die seltsame stimme von brendan perry und der glockenklare, getragene gesang von lisa gerrard.

der sound ist wie eine fahrkarte in eine nebenwelt, in der alles ein wenig unheimlicher, kahler, aber auch irgendwie behaglicher ist als hier.

in diesem fall muß es aber nicht unbedingt die LP sein. die aufnahme ist nicht derart perfekt wie "into the labyrinth", sie ist verhallter und klingt auch ein wenig metallisch. dazu kommt, dass das vinyl viele pressrückstände mitbrachte (zum glück hab' ich eine plattenwaschmaschine), der rand nicht sauber entgratet wurde und auch das cover ist nicht so wertig, wie ich es mir erwartet habe. das mittelloch ist auch noch minimal dezentriert, was aber zum glück nicht konkret zu hören ist.

somit fünf sterne für die musik, aber ein punkt abzug für die bemeckerten lieblosigkeiten der vinyl-ausgabe.
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am 7. April 2015
Rezension zu: Dead Can Dance, Within The Realm Of A Dying Sun, 1987.

«Spleen and Ideal» war ein Vorgeschmack auf das künstlerische Potential von Dead Can Dance. Mit «Within The Realm Of A Dying Sun» wird der Vorhang geöffnet. Für mich ist es mit Abstand das Beste Projekt des Duos. Es unterscheidet sich erst einmal mit seinem düsteren, unheildrohenden Klang von «Spleen und Ideal» und mitreißenden Lyrik. Mit «Persephone» haben Gerrard und Perry sicher das stärkste Stück des Albums komponiert. «Persephone» mag zunächst unheimlich klingen, mit der Zeit entdeckt der Zuhörer auch zärtliche und resignierende Töne in ihr. Das Video zu «Persephone» ist erstaunlich. Auch das von Perry gesungene «In The Wake Of Adversity» ist ein besonderes, sehr menschliches Musikstück. «Windfall» fällt durch fehlende Vocals auf. Ich lege die CD seit 2.013 auf, und die Luft ist immer noch nicht raus. Dead Can Dance überzeugt mit ihrem zweiten Album den wählerischen Zuhörer. Ihre Musik hört sich zeitlos an.

Der Klang verfügt über eine besondere Qualität. Ich habe sehr großen Respekt vor Gerrards und Perrys Kunstwerken. Ich kenne keine andere vergleichbare Musik. Beide Künstler sind in ihrem Schaffen einzigartig und werden der «Musik» wahrlich gerecht. Wer an World und Neoclassical Gefallen findet, der kann bedenkenlos «Within The Realm Of A Dying Sun» erstehen. Ich für meinen Teil kann das Album wärmstens weiter empfehlen.
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am 8. Januar 2003
.. so könnte man mit kurzen Worten dieses Werk beschreiben. Doch nicht nur dräuend-minimalistische Celloklänge und melancholisch nachdenklicher Gesang (wie etwa 'bei "Xavier") sind hier zu finden, sondern innerhalb der Melancholie eine schwebende, fast sehnsüchtige Leichtigkeit, wie bei "summoning of the muses", das in das nachdenkliche "Persephone" übergeht. Im ganzen ein ruhiges melancholisches Stimmungsbild, das bei aller Dunkelheit aber immer noch die Sehnsucht nach dem Licht spüren läßt. Einen solch vielschichtigen Spannungsbogen zu zaubern schafft außer dead can dance kaum einer. Wärmstens zu empfehlen für alle, die Novemberabende lieben!
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am 9. Oktober 2008
Ich möchte hier nur kurz auf den Inhalt der SACD eingehen, da die Geschmäcker doch zu verschieden sind und die wahren DcD-Fans die Scheibe ohnehin haben werden. Die Scheibe ist sehr stimmungsabhängig. Ich habe noch nie eine so düstere Scheibe gehört. Sie zieht mächtig runter. Wenn man etwas down ist, und den Schmerz nicht unbedingt ausleben möchte, ist davon abzuraten. Einer ausgeglichenen Seele ist sie sehr zu empfehlen, führt sie doch in Tiefen, die man nur mit der entsprechenden Unterstützung erreichen kann.
Qualitativ ist die SACD über jeden Zweifel erhaben und gehört zu den besten, die ich in meiner Sammlung habe. Sauber und kräftig, wie es auf einer SACD sein soll, kommt der Inhalt rüber. Man hat immer das Gefühl, man befindet sich live im Geschehen und verpaßt keinen Ton. Wahrscheinlich ist auch das der Grund, warum die CD einen so extrem mitnehmen kann. Allerdings stellt sich mir als eingefleischtem Surroundfan, der auch über eine entsprechend hochwertige Anlage verfügt die Frage, warum aus diesem, für diese Art von Hören prädestiniertem Material, nicht eine 5.1 SACD gemacht wurde???? Das würde dem Ganzen noch die Krone aufsetzen. Schade, denn man verschenkt doch eine ganze Menge an Emotionen, die nun mal nur beim 5.1 rüberkommen und hier würde es sich echt lohnen.
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