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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
5
Ritual de Lo Habitual
Format: Audio CD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 16. Januar 2018
Was braucht eine Band um in den Rock Olymp aufzusteigen? Und warum haben Jane's Addiction genau das nicht geschafft? Zeit für eine Analyse:

I) Talent: Im Falle der 4 Jungs aus der Stadt der Engel ist dieses zur genüge vorhanden. Dave Navarros majestätisches Gitarrenspiel deckt eine unglaubliche Bandbreite von hartem Geriffe bis hin zu effekbeladenen Psychodelic Ausflügen ab und bleibt flächendeckend geschmackvoll und schlicht zum Niederknien. Der sträflichst unterschätzte Mann am Viersaiter Eric Avery sorgt für mehr Highlights als bei anderen Bands die Gitarristen und Drummer Stephen Perkins hält den exzentrischen Laden so stabil wie kreativ zusammen und lässt genau an den richtigen Stellen die Fetzen fliegen. Dazu hat man mit Perry Farrell noch einen wahren Poeten mit einer Stimme, die man unter Tausenden wiedererkennen würde, was uns zum nächsten Punkt bringt...

II) Extravaganz: Jane's Addiction wirkten eher wie Comicfiguren, als echte Menschen. Einfach mal googlen, wie die Truppe, allen voran Paradiesvogel Perry Farrell damals aussah. Genau so wie der Fronteunuch aussah, klang auch seine Sirenenstimme. Doch auch musikalisch hatte jedes einzelne Bandmitglied einen mindestens ebenso herausstechenden Charakter, siehe Punkt I. An einem gesunden Größenwahn mangelte es ihnen wahrlich nicht.

III) starkes Songwriting

Die ansteckende Euphorie im traumhaft arrangierten „Obvious“ ist nur eins von vielen Beispielen dafür, dass die Band nur oberflächlich betrachtet in das Klischee einer typischen L.A.-Band passte und auch fernöstliche Einflüsse konnten Jane's Addiction quasi problemlos bedienen und zu etwas Eigenem formen. Doch das Kernstück ist und bleibt „Three Days“. Zärtlich balladesk und mit einer wunderschönen Basslinie beginnend, folgt der Somg dann doch nicht dem erwarteten Schema und nimmt mit dem Tempowechsel nach dem ersten Refrain eine völlig andere Richtung. Das Ganze mutiert zu einer irren Achterbahnfahrt der Dynamik (inklusive Trommelpart) und endet mit einem furiosen Gitarrensolo, für das Dave Navarro längst mal ein Denkmal verdient hätte.

IV) eine Aura der Gefahr

Jane's Addiction waren Kinder der Stadt Los Angeles, 3 von 4 Bandmitgliedern waren heroinabhängig und Farrell schreit in „No One's Leaving“ Rassisten an. Das muss reichen.

V) Energie

Wen es bei dem Eröffnungstrio „Stop“ (WAHNSINN!), „No One's Leaving“ und der pro-Drogen Dampfwalze „Ain't No Right“ („Ain't no wrong and ain't no right, only pleasure and pain“) noch auf dem Stuhl hält, sollte dringend seine Beine untersuchen lassen.

VI) Massentauglichkeit: Die Hymne aller Kleptomanen „Been Caught Stealing“ wurde dank Hundegebell im Intro und tanzbarer Funkiness tatsächlich und zurecht ein beachtlicher Radiohit aber der Rest strotzt ebenso vor, wenn auch teilweise gut versteckter Melodiösität, gekrönt von Farrels Fähigkeit dem Hörer einzelne Slogans förmlich ins Gedächtnis zu hämmern („Ain't no wrong now, ain't no riiiiiightght“ oder auch nur ein stumpfes „Heeeeeeeeeeeeyyyyy“), obwohl nur wenige Nummern über klar erkennbare Refrains verfügen.

Soweit haben Jane's Addiction alle Kriterien erfüllt um in einer Reihe mit Aerosmith und Guns 'n' Roses zu stehen. Was führte also dazu, dass die Nennung des Bandnamens in Europa weitgehend hochgezogene Augenbrauen erntet? Ach ja:

VI) Timing

Hier liegt der Hund begraben: Jane's Addiction veröffentlichten „Ritual De Lo Habitual“ 1990, als Rockmusik praktisch tot war und der Mainstream von Luftpumpen wie Vanilla Ice beherrscht wurde. Entsprechend reichte es „nur“ zu einem moderaten Erfolg in den Staaten. Der Hype um Nirvana ließ noch ein Jahr auf sich warten und Jane's Addiction wurden aufgrund von aufgeblasenen Egos und Drogenproblemen aufgelöst (wie ungewöhnlich...), sodass sie aus dem um 180 gedrehten musikalischen Klima kein Kapital mehr schlagen konnten und zu einer Fußnote der Musikgeschichte degradiert wurden. Das ist einerseits unendlich schade, da „Nothing's Shocking“ und „Ritual De Lo Habitual“ zweifellos Klassikerpotenzial besitzen, auf der anderen Seite haben sie den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu all den Neverminds, Tens und Superunknowns der 90-er noch nicht totgespielt wurden.

Diese Band verdient es wiederentdeckt zu werden!
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. April 2011
Das beste "Indie Gitarrenalbum"... gibts natürlich nicht, alles Geschmackssache...Ich hatte das Album über 10 Jahre nicht gehört , hatte auf einmal wieder Lust drauf und es zog mich gleich wieder in den Bann.Intensive Music, besonders die längeren Tracks sind unglaublich.Die Band zeigt extreme Spielfreude und ALLE Stücke sind Hammer. Trotz der Unterschiede wirkt alles homogen, ein wahres Gesamtkunstwerk.Obwohl die meisten Lieder abgehen, gibt es auch ruhige & wunderschöne Momente.Genial!Nach 1000 mal Hören noch immer spannend....sehr dynamisch & musikalisch das ganze...
11 Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 2. Januar 2000
In Amerika waren Jane's Addiction gefeiert und in aller Ohren, doch in Europa konnte die Band um Perry Farrell nie einen derartigen Bekanntheitsgrad erreichen. Ritual de lo habitual ist das Meisterwerk der Band, produziert von Dave Jerden, der auch bei einigen Seattlebands die Finger an den Reglern hatte. Es gibt kaum ein anderes Album, das derart durchgeknallt ist, gemeinsamer Nenner der Stücke ist irgendwo der Punk, doch so richtiger Punk ist das nicht. Einmal bellt ein Hund das Intro zu einem Stück („Been Caught Steeling"), „Tree Days" hebt einen sowieso in andere Sphären. Und der Künstler Perry Farrell hat nebenbei auch noch eines der coolsten Cover aller Zeiten geschaffen. Eine Scheibe die in jeder Alternative Sammlung ganz vorne stehen sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
22 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 19. Dezember 2001
Keine Frage, dies ist das wohl beste Studioalbum der vier L.A.-Rocker.Nicht nur weil sich die Platte allein in der ersten Woche besser verkaufte als der Vorgänder insgesamt, sondern weil hier besonders das zusammenspiel der vier hervor tritt.Jedes Instrument wird hier an der richtigen Stelle eingesetzt und die Songs selbst, ziehen den Höhrer in den Bann psychadelischer, rockiger Klänge.Wärmstens ist dabei das Stück "THEN SHE DID..." zu empfehlen, sowie das 11 Minuten Kult-Feuerwerk "THREE DAYS", welches manchmal (wegen der langen Gitarren-parts) an Led Zeppelin erinnert.Nicht zu vergessen die eher eingängigen Stücke wie "STOP" oder "BEEN CAUGHT STEALING" zu denen sogar Videoclips entstanden sind.Eines steht fest,Perry Farrell und Konsorten waren nach diesem Album nie wieder so in Form, und werden es wahrscheinlich auch nie mehr werden, da nützen auch die Aufnahmen sämtlicher Solo-Platten nichts.
11 Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 1. November 2014
i have another 2 cd's from JA. I like some songs, but not the disc as a whole. Not much
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