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Kundenrezensionen

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Was für ein Leben! Lou Reed, der Jude aus Brooklyn, der sich immer gegen das Etablierte gewehrt hat und dessen Vita prall ist von Affronts gegen die herrschende Moral, auch Lou Reed hatte seine Loyalitäten. Der Mann, der mit seinem Ready Made einer Band, Velvet Underground, die damaligen Produktionsschleifen und Hörgewohnheiten revolutionierte und nicht umsonst in dieser Phase mit Andy Warhol kommunizierte, hatte das Establishment, wie man es damals sagte, restlos satt. Schon in seiner frühen Jugend mit Elektroschocks gegen seine Bisexualität behandelt, behielt er das frühe, schmerzhafte Stigma zeit seines Lebens. Viele Alben zieren heute seinen ungewöhnlichen Weg, grandiose Kombinationen sind darauf zu finden, von besagtem Velvet Underground zu Walk On The Wild Side, seiner Referenz an den literarischen Underground des William Burroughs, über The Raven, einem Reflex auf Edgar Alan Poe, an dem sich Cracks wie Ornette Coleman und David Bowie beteiligten bis hin zu seinem letzten Oeuvre, bevor die Spenderleber den Dienst verweigerte, eine Kooperation mit Metallica. Und doch: Ein Album ist seine Romantik, da wird der Rebell weich, ja sentimental, auch wenn er die Weisen wie einen derben Garagenrock inszeniert.

Mit dem Album New York formte Lou Reed der einzigen Liebe, der er zeitlebens treu bleiben sollte, einen Epitaph, der auch nach seinem eigenen Tod weiter den Nerv der Stadt trifft und treffen wird. Und obwohl seine Gitarrenriffs der spröden Form des Rocks, der für ihn so charakteristisch ist treu bleiben und obwohl die Texte dieser großartigen Stücke den Dreck und den Existenzkampf dieser Metropole zum Thema haben, leuchtet durch sie hindurch etwas sehr Menschliches, das nicht frei ist von einer starken emotionalen Bindung. Ob in Romeo Had Juliette, dem Strip-Off jeglicher Romantisierung von Liebe, oder Dirty Boulevard, der Hymne auf die nie erlöschende Hoffnung, sei sie auch noch so illusionär, Lou Reed gelingt hier etwas, das einzigartig ist. Das Mitgefühl und die Solidarität für diejenigen, die sich in dem Dschungel New York ein Recht auf Selbstbestimmung erkämpfen, findet im rasenden Rock und der unverblümten Sprache eine stimmliche Wärme, die alles verkehrt.

Und als hätte er sich alles programmatisch erdacht, folgt dem emotionalen Bekenntnis für die Underdogs das Pamphlet der Revolte. Mit There Is No Time fegt Lou Reed die ganze Propaganda des Mainstreams aus dem Augiasstall der Saturiertheit, er entlarvt die schönen Worte der Verfassungen, die Rituale der Nation, die Kriege, die Bekenntnisse zu Natur- und Menschenrechten, den Eskapismus und den Triumphalismus. Aus der störrischen Romantik einer metropolitanen Lebenselite erwächst ein nahezu anarchistischer Aktionismus, der allerdings apellativen Charakter behält. There is a time for Action because the future's in Reach. This is the time.

“Ein Akkord reicht völlig aus. Zwei sind Angeberei. Und drei sind Jazz.“ Was machen wir nur ohne Lou Reed, der mit seiner spröden Logik Dinge auf den Punkt bringen konnte wie kein anderer? In der Komplexität der Metropole New York hatte dieser Outcast und Underdog gelernt, wie man seine Energie, seine Selbstbestimmung und seine Würde behält. Das Album New York ist der Schlüsseltext zu diesem Erfolg, der einen hohen Preis erforderte. Aber scheitern tun wir alle. Auch das wusste Lou Reed wie kein anderer. Und auch das kann man in voller Schönheit hören.
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am 31. Dezember 1999
"New York" ist für mich das absolute Meisterwerk von Lou Reed, auch wenn er mit Velvet Underground oder auch als Solo-Künstler durchaus auch sonst sehr beachtliche Werke abgeliefert hat ("Transformer" zum Beispiel). Auf "New York" pflegt Lou Reed einen klassisch minimalistischen Stil, 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug, alles sehr zurückhaltend uns sparsam gespielt, dem Blues ser verwandt. Dazu erzählt Lou Reed seine kleinen Geschichten aus New York, so z.B. die des Puertoricaners Romeo und der weissen Juliette, die versuchen ihre Liebe in der agressiven Grossstadt aufrecht zu erhalten. Oder sein Beitrag zur AIDS-Diskussion "Halloween Parade". Einfach schön. Lou Reeds Stimme ist auch einfach Wahnsinn. Eine sehr empfehlenswerte Scheibe, die aseit Erscheinen zu meinen absoluten Lieblingsplatten zählt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 19. November 2002
"You can't beat 2 guitars, bass and drums"!!!!
Mit diesem Album hatte Lou Reed 1989 zu alter Stärke zurückgefunden und neue, noch bessere Elemente in seine Musik eingebracht. Denn leider muss man konstatieren, dass viele seiner Aufnahmen in den 80ern einfach unerträglich waren, von Blue Mask mal abgesehen.
Das oben angeführte Zitat vom Cover ist auch das Motto des Albums: keine Spielereien mit Streichern, kein zugekleisterter Keyboard-Müll, keine Rap-Versuche oder sonstige Modernismen.
Dieses Album ist der Beginn des Strebens des Herrn Reed nach dem perfekten Gitarren-Sound. Hinzuzufügen ist natürlich noch, dass die Lyrics noch erwähnt werden müssen.
Textlich stark, setzt sich Onkel Lou mit seiner Stadt New York auseinander. Er prangert an (Umweltzerstörung, Gewalt, Rassismus und Korruption), hängt Erinnerungen nach und trauert (Halloween Parade, Dime Store Mysterie). Die Texte sind auf den Punkt, ironisch, sarkastisch und brutal.
Das musikalische Grundmittel sind drei Akkorde auf der Gitarre und schmerzende Soli, verziert alleine durch einige sehr schöne Licks von Mike Rathke. Trotzdem erleben wir auch bei diesen eignetlich beschränkten Mitteln eine Vielfalt von Ballade, über lauten Rock bin hin zum angejazzten Beginning Of A Great Adventure.
Produziert von Fred Maher (auch Drums, die auch einmal von Maureen "Moe" Tucker gespielt werden), Rob Wasserman am Bass und Lou und Mike Rathke an der Gitarre.
Ein Meilenstein! Definitiv!
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"New York" ist Lou Reeds ganz persönliche Liebeserklärung an seine Heimatstadt am Hudson River. Auf diesem Album zeichnet er quasi ein hochenergetisches, musikalisches Portrait der Megametropole aus seiner Sicht auf die Dinge und schafft somit eine Art Konzeptalbum, ähnlich seiner "Berlin" Produktion aus den 70er Jahren. Mit so großartigen Stücken wie z.B. "Dirty Blvd." und "Romeo had Juliette" trifft er genau meinen Geschmacksnerv und somit ist "New York" mein Lieblingsalbum des Meisters mit der unverkennbaren, tiefen Stimme und der oft etwas düsteren, raueren und ruppigeren Töne. Minimalistischer, ehrlicher Garagenrock vom Allerfeinsten! Ich setze eine ganze "Busload of hope" (not faith) noch einmal ein solches Meisterwerk von Lou Reed serviert zu bekommen. Mit seinen neueren Werken tue ich mich persönlich leider immer schwerer, überhaupt noch einen Zugang zu finden.
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am 2. Dezember 2015
Am 27.10.2013 verabschiedete sich Lou Reed für immer. R.I.P. Aber durch seinen genialen Sound bleibt er uns ewig erhalten. Meiner Meinung nach ist New York als Gesamtwerk das Beste was er je gemacht hat. Ich hatte das Glück selbst in New York zu sein, sogar auf den Twin Towers war ich seinerzeit. Anfang 1989 erschien diese zeitlose Hommage an New York. Typisch für Lou Reed ist nicht nur der Sprechgesang, sondern auch das Aufzeigen der Schattenseiten dieser wunderbaren Stadt, und das gelingt ihm mit einer unglaublichen Intensität. Sparsam an Instrumenten, umso wuchtiger die teils sehr düsteren Texte, kommt das Meisterwerk mal ein bisschen rockig, auch melancholisch , aber auch sehr düster rüber. Kleine Empfehlung zwischendurch: Bei einem Spaziergang im Dunkeln durch den Central Park mit Lou Reed"s New York in den Ohrenstöpseln, unbezahlbar. Lou Reed singt (spricht) wütende Parolen auf die politischen Probleme, auf die Umweltverschmutzung, Rassismus, auch das soziale Gefälle findet seine Erwähnung. Lou Reed war übrigens New Yorker. Aber illusionäre Hoffnungen wärmen dieses an sich düstere Werk. Ja eben typisch Lou Reed, seine Art & Weise über New York zu philosophieren. Genießen sie eine knappe Stunde New York per excellence. Zum Schluss noch ein kleines Zahlenspiel. New York ist mit 1,3 Millionen das meistverkaufte Werk, und schaffte sogar in der Schweiz den Sprung auf Platz 1. I miss you.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Dezember 2006
Die Songs von Lou Reed mit ihren geschliffenen Texten, zynischen kleinen Sticheleien und messerscharfen Beobachtungen bekommen hier durch eine "livehaftige" Studioaufnahme mit wenig Effekten und ohne technische Korrekturen ein faszinierendes neues Gesicht. Mit einer kleinen, gut eingespielten Besetzung bekommen die Songs eine Schärfe und Wucht, die manchmal an gute Kammermusik oder klassisches Liedgut erinnert. Auch wenn Lou Reed selbst an der Gitarre mit seinen anderen Musikern nicht ganz mithalten kann - das ist einfach sein Stil.

Besonders beeindruckend das traurige Aids-Lied "Halloween Parade", "The Last Great American Whale" und das treibende, böse "Sick Of You". Ein tolles Album mit Langzeitwert.
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am 22. Mai 2004
Lou Reed ist einer der ganz Großen im Musikgeschäft. Bezeichnenderweise kennt die breite Öffentlichkeit ihn kaum, viele (Rock-)Musiker kennen und kopieren ihn. Umstände die große Qualität erahnen lassen. Seine Band der 60/70er Jahre war "Velvet Underground" (VU), die damals ein Gegenpol zur Hippie Bewegung waren und weniger von kollektiver Liebe als von Elend, Gewalt, Perversitäten und seltsamen Gestalten und Geschichten sangen, allerdings immer mit hohem Anspruch. Lou Reeds Texte waren jeher genial und von literarischem Wert. VU sind ein Meilenstein der Musikgeschichte, tausendfach zitiert und gecovert. Nach dieser Phase irrte Reed durch die Welt und hinterlies ihr seltsamste Musik, die manchmal unhörbar war und manchmal so schnulzig, dass sie wiederum unhörbar war.
"NEW YORK" war/ist nun das absolute Meisterwerk in seiner Solo-Karriere. Man könnte sagen dieses Album ist die Essenz aus dem jahrzentelangen kreativem Schaffensprozess Reeds.
Hier erreicht Reed textlich und musikalisch den Zenit.
Die Texte sind messerscharf, auf den Punkt gebracht. Sie geben die unglaublich starken Bilder wieder, die Reed bei jahrelangen Wanderungen durch "seine" Stadt New York sah und sie sind eine unverschönte Abrechnung mit dieser Stadt und man merkt schnell welche Hass-Liebe sich dort auftut. Köstlich auch die Ironie Reeds und seine Fähigkeit den Zynismus der Stadt aufzudecken.
Die Musik ist nun die perfekte Untermalung dieser Texte (Reed ist für mich ein noch größerer Poet als Musiker). Auf das Wesentliche reduziert, direkt und unverholen, klingen zwei Fender Gitarren aus den Röhren-Amps wie der Rock-Himmel. Der Sound ist einzigartig auf dieser Platte, quasi Reeds Sound-Diplom.
Natürlich bleibt sich Reed treu und bleibt bei einfachen Rock/Blues Grundstrukturen, zumeist 3 Akkorde und dazu ein Sprechgesang wie es ihn wohl kein zweitesmal auf einer Platte zu hören gibt.
Dies ist wohl die wahre Kunst dieses Albums: Der Sprechgesang in Verbindung mit der Rhytmik der Texte und der Rhytmik der Musik. Einzigartig!
Dieses Album ist nichts für Menschen die sich gerne mit etwas Musikkomsum die Zeit vertreiben oder den Abwasch nebenbei erledigen. Diese Musik sollte man bewusst erleben, die Texte lesen und verstehen, dabei die geballte Kraft der Töne bei einem Glas Wein geniessen.
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am 7. Mai 2007
Hier hat Lou Reed sein Meisterstück abgeliefert. Musikalisch - aber vor allem vor allem textlich. Er ist ein excellenter Beobachter des Zeitgeschehens und reflektiert das was um ihn herum passiert mit spitzer Feder und passendem Sound. Er ist sicher nicht der beste Gitarrist, aber seine Gitarre klingt krachend schön, treibend und fährt einem direkt ins Mark. Textlich ist er zynisch, sarkastisch und auch boshaft wie immer. Ein herrlicher Rundumschlag gegen Ignoranz, Intolleranz, Kleinkariertheit und Dummheit. Eine Scheibe, die eigentlich in keiner guten Sammlung fehlen sollte.
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am 17. Dezember 1999
Gemeinsam mit a walk on the wild side ist dies für mich die beste Scheibe, die Reed jemals veröffentlicht hat. Da sind Superhits wie "Romea had Juliette" und "beginning of a great adventure", da gibt es ruhige Stücke, mal etwas härter, mal schnell, mal richtig langsam. Wer Reed und seine besondere Art zu singen und zu spielen, seine immer etwas gedämpfte Gitarre und diesen leicht nasalen Gesang mag, der liegt hier genau richtig, den Reed ist einfach Musik. Hier kann es nicht langweilig werden, dafür sind die Stücke einfach zu verschieden und die Geschichten die erzählt werden zu real, zu spannend. Da will man einfach mehr.
Für mich ist Reed einer der ganz Großen dieses Jahrtausends :-) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 4. Januar 2010
Mein Klassiker !!!!!

Gemeinsam mit a walk on the wild side ist dies für mich die beste Scheibe, die Reed jemals veröffentlicht hat. Da sind Superhits wie "Romea had Juliette" und "beginning of a great adventure", da gibt es ruhige Stücke, mal etwas härter, mal schnell, mal richtig langsam. Wer Reed und seine besondere Art zu singen und zu spielen, seine immer etwas gedämpfte Gitarre und diesen leicht nasalen Gesang mag, der liegt hier genau richtig, den Reed ist einfach Musik. Hier kann es nicht langweilig werden, dafür sind die Stücke einfach zu verschieden und die Geschichten die erzählt werden zu real, zu spannend. Da will man einfach mehr.
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