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  • 90125
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
38
4,6 von 5 Sternen
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am 5. März 2013
Kaum ein Album hat eine Fangemeinde so sehr gespalten wie 90125 von Yes. Eigentlich sollte das Werk gar nicht unter dem Yes- Bandlabel veröffentlicht werden, sondern unter dem Bandnamen Cinema; schlussendlich versprach der geschichtsträchtige Name aber höhere Verkaufszahlen.

Besetzungsmäßig fehlen Steve Howe und Geoff Downes, die mit Carl Palmer und John Wetton Asia gegründet hatten. Dafür war Jon Anderson nach seinem Drama- Aussetzer wieder eingestiegen. Trevor Horn war auf den Produzentensessel gewechselt, den vakanten Gitarrenplatz hat der Südafrikaner Trevor Rabin übernommen, der auch für den Großteil der Kompositions- und Arrangementarbeit verantwortlich ist. An den Keys ist der vor zehn Jahren ausgestiegene Tony Kaye zurückgekehrt, setzt aber nicht so viele eigene Akzente wie seine Vorgänger Wakeman und Moraz. Da fragt man sich doch: Ist das überhaupt noch Yes? Eine letztlich unbeantwortbare Frage. Juristisch gesehen ja: Die Namensrechte sind inzwischen Eigentum von Chris Squire.

Musikalisch ist 90125 so sehr ein Baby der Achtziger wie Fragile eins der Siebziger war. Das hat außer Andersons Stimme nichts mehr gemeinsam, passt aber perfekt in die Zeit: Unter den Songs liegen nachvollziehbare Beats, die warm quäksenden Crunchgitarren und quietschenden Analogsounds der Siebziger sind harten, kalten Synthies und rackverstärkten E- Gitarren gewichen, überlanges Solieren findet nicht statt. Trevor Rabins Gitarrenstil kann zu keiner Sekunde mit Steve Howe verwechselt werden. Fankritik, das Album sei stumpf- blödes Diskogestampfe, ist dennoch unberechtigt, dazu sind die Beteiligten zu versiert: Die Arrangements und Instrumentalpassagen sind trotz äußerlicher Glätte kreativ, intelligent und wohldurchdacht. "Owner of a lonely Heart" entwickelte sich gar zum Singlehit, insofern muss man das Projekt wirtschaftlich als gelungen bezeichnen. Ich persönlich mag das Album, obwohl es so sehr anders klingt als die bandinternen Referenzwerke der Siebziger. Leider gelangen die Fortsetzungen Big Generator und Talk nicht ganz so gut, und außer Keystudio ist seitdem keine Yes- CD mehr entstanden, die mich durchgängig begeistert. Dazwischen liegen allerdings unüberschaubare Besetzungswechsel, während denen es sogar zeitweise zwei Yes- Bands gab.

Der Sound der hier vorliegenden Remasterversion ist geradezu unnatürlich fett, transparent und druckvoll - in Verbindung mit dem ohnehin eher "kalten" Albumsound passt das aber irgendwie. Die Bonustracks sind auch hörenswert. Der sperrige Albumtitel war seinerzeit übrigens die Bestellnummer der Platte.
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TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2008
Beim auffälligen Albumtitel des 15. YES Albums handelt es sich um die Katalognummer der Plattenfirma. Das Cover ist sehr schlicht und weißt auch hier an Änderung im Hause YES auf.

Nach der Auflösung im Jahre 1981 und diversen Soloprojekten fand sich ein Teil der Yes Gruppe wieder im Studio zusammen. In der sogenannten Cinema Session wurden die Songs eingespielt. Wahrscheinlich auf Druck der Plattenfirma wurdem diese Songs, dann unter YES veröffentlich, da hier die Erfolgsaussichten größer erschienen. Trevor Rabin hatte sich hierzu geäußert mit dem Vermerk, dass er völlig anders kompiniert hätte, wenn er für eine "typische" YES Platte komponiert hätte.

Aus diesem Grunde auch der Stilbruch zu den vorigen Alben und die Abkehr vom vom Progressive Rock.

Dennoch ist YES ein sehr gutes Album gelungen, dass mit "Owner of a lonely herat " auch einen Nummer Eins Hit in den USA hatte.
Die CD beginnt mit diesem Titel.
Weiter Singles waren "It can happen" und "Leave it", welche beide einen gewissen Charme besitzen, aber kommerziell nicht an den Hit "Owner of a lonely heart" heranreichen können.
Auf dem Bonus Teil der CD befindet sich die Cinema Version von "It can happen, sowie der Single Remix von Leave it und die wunderschöne A capella Version. Alleine die Acapella Version ist den Kauf der Expanded Edition wert.

Aber auch die anderen Songs wissen zu überzeugen. Es gibt keinen schlechten oder schwachen Song, das Album ist vielmehr ein durchgehend gutes Werk, wobei die Songs "Changes", "Our Song" und "Hearts" nach meiner Meinung herausragen.

Nicht zu vergessen, dass Instumentalstück "Cinema", das nicht nur einen Grammy Award erhielt, sondern für mich eines der besten Instrumentalstücke überhaupt ist. Angeblich handelt es sich um den Anfang des 20-Minuten langen Tracks "Time", der allerdings nie vollendet wurde - einfach schade.
Weiterhin soll der Bonustrack "Make it easy" ebenfalls aus diesem Longtrack stammen.

Das aus 9 Titel und 6 Bonustracks bestehende Album ist wirklich ein Meilenstein der Rockgeschichte, auch wenn die Diskussionen um den Stilwechsel noch immer anhalten. YES hat es geschafft sich zu wandeln und ein wirklich einmaliges Album auf den Markt zu bringen.

Bei mir läuft die CD bzw. LP seit dem Jahre 1984 und ich kann mich noch immer nicht daran satthören.
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am 16. März 2017
Da werden Erinnerungen wach an frühere Tage..mein erstes Motorrad..tolle Mädels und dann YES.
Das waren wirklich noch Zeiten mit richtiger Musik.
Tolle CD für Sammler und Fans von warer Mucke.
Super aufgenommen..Kaufempfehlung!
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am 6. Juli 2017
Wie neu,danke, diese Musik wird man immer Hörer guter alter Rock und nicht diese Betroffenheitsmusik von heute, und gute Rockband, schön das es noch ein paar alte 70er Bands gibt
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am 29. November 2016
Bis und mit Drama spielten sie Prog, mit 90125 beginnt Yes eine Poprock-Band zu sein. Und so sollte man sie ab jetzt wohl auch bewerten. Die alte Zeit ist vorbei und kehrt nicht mehr zurück. Close to the edge ist einmalig und nicht wiederholbar.

Vielleicht waren die anderen "Grossen" konsequenter als Yes oder Genesis. ELP lösten sich nach Love Beach lieber auf, als weiter belanglose Balladen zu spielen, um sich dann allerdings 13 Jahre später wieder zu vereinigen, und nach dem ordentlichen "Black Moon" mit "in the hot seat" auf dem elektrischen Stuhl alle Illusionen zu verbraten. Gentle Giant machten zwei Jahre später mit Civilian Feierabend.

Und wo Genesis sich über das schlechte "...and then there were three" zu Duke hangelte (für mich das Pendant zu Drama), um dann mit Abacab und endlich Genesis 83 zur Popband zu mutieren, da waren es bei Yes die unbefriedigenden "going for the one" und "Tormato" die schliesslich über Drama zu 90125 führen sollten.

Beide Bands haben es vorgezogen eine Metamorphose durchzumachen, um anschliessend in neuem Glanze (oder wenigstens Gewand) wieder aufzuerstehen. Ob das Tierchen vor oder nach der Wandlung das schönere war, sei dahingestellt. Meinetwegen hätten Yes den Drama-Stil auch noch 1-2 Alben weiterführen können.

Für mich war 90125 immer ein Popalbum. Und ein sehr gutes Popalbum dazu. Es mit "Close to the edge" zu vergleichen, wäre nicht fair. Eher muss man es mit anderen Alben seiner Zeit vergleichen und da schneidet es hervorragend ab. Es gehört in die Klasse "gehobener, anspruchsvoller Poprock/Artrock".

Der letzte Meilenstein von Yes ist und bleibt das Album Drama.
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am 31. Mai 2010
Das Album an sich markiert meiner Meinung nach einen Höhepunkt der Pop & Prog-Rock-Musik der 80er Jahre. Sound und Machart sind seiner Zeit sichtlich voraus. Wer den einschlägigen "Sound" der 80er Jahre kennt und sich oft mit Grausen abwendet wird hier eines besseren belehrt. Die Stücke sind stimmig und sehr gut arrangiert, Andersons glasklare Stimme wird unterstützt von perfekt abgestimmtem Background-Gesang oder A-Capella/Scat-Passagen und der umwerfendem Gitarrenarbeit von Trevor Rabin.
Was ich jedoch in den Rezensionen zu Remastered & Remixed-Alben oft vermisse ist der klangliche Vergleich mit dem Original-CD-Release. Dieses hier ist von 1983. Das Album selbst hatte schon damals den perfekten Sound und ich frage mich ehrlich was man da noch verbessern will.
Gesagt, getan: Also EAC angeworfen und beide Versionen auf die Festplatte kopiert. Da die Aussteuerung bei den meisten neuen CD-Releases deutlich höher ist als bei alten CDs mussten die Tracks erstmal normalisiert werden. Der direkte Vergleich mit Soundforge bestätigt mal wieder das alte Vorurteil, daß beim Remix hier sichtbar an der Kompressionsschraube gedreht wurde (s. Genesis-Alben). Die Stimmen kommen meistens etwas mehr in den Vordergrund und wirken etwas klarer, Drums an einigen Stellen etwas differenzierter. Der kaum ausmachbare Gewinn an Höhen muß nicht unbedingt durch den theoretischen Klanggewinn beim Remix kommen sondern könnte auch genau so gut von einer Anpassung der Höhen herrühren.
Alles in allem konnte ich jedoch mit meinem AKG 701 an einer Terratec Phase 26 keinen *echten* Klanggewinn ausmachen - hätte mich auch gewundert. Die Neuabmischung hat nur den Charakter des Originalmix leicht verändert, wohl um den heutigen Hörgeschmack näher zu kommen (bei dem bekanntlich fast alles kaputtkomprimiert wird). Unbewußt klingt die Aufnahme damit "lauter". Leider haben sich unsere Ohren schon so sehr an komprimierte Musik gewöhnt, daß bei den meisten Leuten sowas als Klangverbesserung durchgeht. Aber für diesen Frevel an der Kunst gibt's von mir statt 5 jetzt nur 4 Sterne, denn so was kann nicht der Sinn für einen Remix sein.
Remixes mögen bei noch älteren auf Analog-Equipment gemachten Aufnahmen aus den 70ern Wunder wirken was den Klang betrifft (z.B. Wishbone Ash's 'Argus'). Da teilweise schon ab Mitte der 80er in den Studios digital aufgenommen wurde machen Remixe da keinen Sinn mehr - es sei denn man will etwas dem aktuellen Geschmack anpassen. Obwohl 90125 offenbar noch nicht digital aufgenommen wurde tat aber die gute Studiotechnik ihren Teil zu dem hervorragenden Sound des Albums.
Zum Schluß habe ich noch die 24-KT-Gold-Remastered-Version zum Vergleich genommen. Ergebnis: die ist nicht kompressionstechnisch verändert aber auch nicht so leise ausgesteuert wie das Original-Release und klingt irgendwie einen kaum hörbaren Tick besser als dieses. Die Gesamtabstimmung der Instrumente und des Gesanges kommt jedoch erwartungsgemäß genau an die der Original-CD heran. (Diese Unterschiede fallen nur beim unmittelbaren Vergleich einzelner Passagen am Computer auf. Beim Vergleich an der Hifi-Anlage sind die Unterschiede einfach zu marginal um sie auszumachen, zudem macht der geringe Aussteuerungs-Pegel bei den alten CDs dabei Probleme.)

Fazit: Die Bonus-Tracks und das vermeintlich klangliche "Update" sind für "90125 Remixed" vielleicht ein Kaufargument. Wer die umkomprimierte Originalabmischung will sollte sich die derzeit erhältliche Gold-Version zulegen oder für ein paar Euro das kaum schlechtere Original-Release erstehen.
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am 3. Dezember 2011
Die Geschichte hinter der "90125" von Yes ist sehr interessant. 1981 hatte sich Yes eigentlich aufgelöst. Nur Chris Squire und Alan White arbeiteten weiter gemeinsam. Irgendwann stieß der südafrikanische Gitarrist und Sänger Trevor Rabin dazu. Unter dem Namen CINEMA komponierte und textete man fleißig neue Stücke. Als Produzenten stelle ihnen die Plattenfirma Trevor Horn beiseite, welcher ja Sänger von Yes auf der "Drama" von 1980 war. Außerdem war die Plattenfirma der Meinung, dass man als Yes größere Chancen auf dem Markt hätte, als unter dem Namen Cinema. Problem war nur, dass mit Chris Squire nur ein Gründungsmitglied von Yes an dem neuen Projekt arbeitete. Zufällig traf Squire den Orginal Keyboarder Tony Kaye auf einer Party und konnte diesen überreden bei dem Projekt mitzumachen. Den Gesang teilten sich ursprünglich Squire und Trevor Rabin. Kurz vor Beendigung der Aufnahmen konnte man Jon Anderson überreden, sich der Gruppe (wieder) anzuschließen. Somit waren plötzlich 3 Orginalmitglieder dabei und man entschloß sich tatsächlich, als Yes weiterzumachen. Trevor Rabin war das angeblich nicht so recht gewesen. Er hätte Songs für Cinema geschrieben und nicht für Yes, außerdem war ihm der Gedanke unangenehm, als Ersatz für Steve Howe angesehen zu werden. Hier liegt vielleicht u.a. der Grund für die Spannungen zwischen einzelnen Mitgliedern in den kommenden Jahren.
Wie auch immer, "90125" erschien im November 1983 unter dem Banner von Yes und wurde von Trevor Horn produziert.
Jon Anderson (Vocals), Chris Squire (Bass, Vocals), Alan White (Drums), Tony Kaye (Keyboards) und Trevor Rabin (Guitars, Keyboards und Vocals) heißen die beteiligten Musiker, wobei die meisten Keys angeblich von Rabin eingespielt wurden.

"90125" traf den Nerv der Zeit und wurde zum erfolgreichsten Album der gesamten Yes-Historie. Das lag natürlich auch an dem großen Singlehit `Owner of a lonely heart`, welcher in vielen Ländern ganz oben in den Charts war. Das Album verbindet in meinen Ohren aber wundervoll die klassischen Yes der 70er Jahre mit einem moderneren Sound, welcher hauptsächlich von Trevor Horn und Trevor Rabin eingebracht wurde. Wunderbare Beispiele sind die tollen Stücke `Changes`, `Hearts`, `Hold on` und `It can happen`. Tolle, traumhafte Melodien, super Gesang der Herren Anderson, Squire und Rabin und knackige Riffs von Rabin und fertig war das Meisterwerk. In meiner Stammdisco lief z.B. neben `Owner of a lonely heart` auch häufig `Changes` und es gefiel allen.

Selbst als Fan der klassischen Alben wie "Fragile", Close To The Edge" und "Yessongs" gehört "90125" für mich zu den Meisterwerken der Gruppe. Es zeigt eben eine "mit der Zeit gegangene Gruppe", was hier nicht negativ gemeint ist.
Ich beschreibe das mal so: Das beste der 70er Jahre trifft auf den damals modernen Sound der 80er und es funktioniert. Für mich ist das Werk auch ein guter Einstieg in den Prog Rock und die Musik von Yes, danach kann man sich nach und nach zu den älteren Werken vortasten. Von mir natürlich für "90125" 5 Sterne.
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am 13. Juli 2004
Da ist es nun. Das Album von Yes in neuer Besetzung. Diesmal mit dem südafrikanischen Filmkomponisten Trevor Rabin anstelle von Steve Howe an der Gitarre. An den Keyboards findet sich Tony Kaye wieder, der bereits auf den ersten drei Yes-Alben mitgewirkt hat. Leider muss man gleich sagen, dass er das Keyboard-spielen wohl ein wenig verlernt hat.. Was er früher auf der Orgel gemacht hat war schon nicht schlecht, auch wenn es kein Vergleich zu Rick Wakeman ist. Aber darum soll es hier nicht gehen. Denn Yes haben auf diesem Album ihren Stil geändert. Weg vom 70er-Jahre-Mammut-Sound, hin zu poppiger orientierten Musik. Es handelt sich zwar z.T. noch Progressive Rock, allerdings soll das Album hier nicht als solches bewertet werden.
Aber genug der langen Rede. Zum Album:
Es geht los mit dem bekanntesten und erfolgreichsten Yes-Song („Was hörst du denn grade?" - „Yes." - „Yes? Kenne ich nicht" - „Owner Of A Lonely Heart. Much Better Then - A" - "Ach doch, klar!") Das soll allerdings nicht heißen, dass es sich um einen qualitativ schlechten Song handelt. Der Track ist schon ganz gut gemacht. Die bekannten Gitarrenriffs zu Anfang und die recht einfache Bassfigur machen den Song unverwechselbar. Auch die (Synthie?)-Effekte zu Anfang sind ganz gut gemacht. „Hold On" ist ein ruhigerer Titel, der mich trotz Trevor Rabins solider Gitarrenarbeit nicht voll überzeugen will. „It Can Happen" bringt sehr guten Gesang von Jon Anderson(Der hat nichts verlernt, seine Stimme ist immer noch unvergleichlich gut. Die klingt zwar nicht mehr so künstlerisch, wie auf früheren Alben, erreicht aber auch keine „nervigen Höhen") und minimalistische Keyboard-Einsprengsel, die dem Song eine gewisse Atmosphäre verleihen. „Changes" ist wohl der erste richtig progressive Track auf dem Album. Es geht los mit zerhackten Keyboard-Rhythmen. Gefolgt von einer sehr gefühlvoll gespielten E-Gitarre und ruhigem Gesang von Trevor Rabin. Ist einer der atmosphärischsten Titel von 90125. Bei „Cinema" handelt es sich um einen instrumentalen Live-Titel, bei dem es sich wohl um einen kleinen Teil eines viel längeren, aber nicht veröffentlichtem Song handelt.(Obwohl auf Trevor Rabins 90124 weitere Teile des Songs veröffentlicht sein sollen.) Wohl der bombastischste Track des Albums. Und was für einer! Da steckt sehr viel „Drive" in Trevor Rabins Gitarre drin! Dann folgt mit „Leave It" ein eher schlechterer Titel. Der Gesang zu Anfang ist meiner Meinung nach etwas misslungen. Mag zwar ne Nette Idee dahinter stecken, wirkt aber eher unausgereift. „Our Song" beginnt mit einem kleinen Keyboard/Gitarren-Duell. Dann folgt etwas Piano, ein mitreißender Rhythmus und sehr atmosphärischer Jon Anderson-Gesang. Leider ist der Refrain völlig misslungen, im Gegensatz zu den genialen Strophen. Schade. Aus dem Song hätte was werden können. „City Of Love" beginnt mit etwas Bass, aus dem sich ein Gitarrenriff entwickelt. Ein guter Titel, aber auch nicht viel mehr als das. „Hearts" beginnt dann mit einem einfachen Keyboard-Motiv, auf dem sich der Track langsam aufbaut. Mit 7:34 Minuten der längste Song des Albums und auch einer der besten.
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am 14. Dezember 1999
Als die Überbleibsel von 'Drama', Chris Squire und Alan White, sich zum ersten Mal mit Trevor Rabin zum Musizieren trafen, ergab dies - nach einmütiger Aussage aller Beteiligten - die "schrecklichste Jam-Session aller Zeiten". Aber es war völlig egal da man, so Squire, bereits beschlossen hatte, dass man sich mochte. Trevor Rabin hatte schon einige Erfahrung mit selbstproduzierten Platten, und so stammt das meiste Material für diese Platte aus seiner Feder, und wurde zunächst auch von ihm selber gesungen. Eigentlich sollte die Band 'Cinema' heissen, erst als Jon Anderson sich spontan entschloss, die meisten Gesangparts neu zu singen, nannte man das Ganze wieder YES und bekam den Segen der Plattenfirma.
Ohne Zweifel ist Trevor Rabin der Katalysator, der nötig war, um YES in die 80er Jahre hinüberzuretten. Sein Gitarrenspiel ist wesentlich glatter und gefälliger als das manchmal kantige Spiel von Steve Howe, dennoch versteht er es genauso wie dieser, gängige Rock-Klischees zu vermeiden. '90125' ist sehr rhythmusbetont, viel mehr als die YES-Platten der 70er, die mehr melodiebetont waren. Die Platte ist sehr leichtverdaulich, was wohl auch erklärt, warum sie der bis dahin größte kommerzielle Erfolg für die Band wurde, mit 'Owner Of A Lonely Heart' als dem 'Roundabout' der 80er. Die Songs haben durchweg eine sehr positive und optimistische Ausstrahlung, was ja auch schon immer im Sinne des YES-Masterminds Jon Anderson war. Merkwürdig, aber das Instrumentalstück 'Cinema' klingt, als ob es aus dem Album 'Selling England By The Pound' von Genesis stammt...
Wenn es allzu fröhlich wird, z.B. bei 'Leave It', mögen eingefleischte YES-Fans vielleicht etwas mehr Tiefgang fordern, aber das ist wohl nicht Strahlemann Trevor Rabins Sache. Beim nächsten Album 'Big Generator' gab es ja dann auch schon wieder mal Probleme.
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am 12. Februar 2005
Ich kann zwar nachvollziehen, dass ProgressiveRock bzw. ArtRock-Anhänger, die sich erwartungsvoll auf das neue Yes-Album gefreut haben, bei Erscheinen desselben enttäuscht waren. Auch ich selbst favorisiere die Yes-Meisterwerke der frühen 70er, finde es aber dennoch unfair, diese CD wegen des Stilwechsels runterzumachen oder sie sogar, wie einer meiner Vorrezensenten, mit nur einem Stern zu bewerten. Dieses Album ist eben einem anderen Genre, nämlich dem PopRock zuzuordnen, und als solches ist es m.E. sogar eines der besten der gesamten 80er Jahre.
Ob mann mit diesem Schritt (Schnitt) dem Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit, der man nach den lausigen Alben TORMATO und DRAMA ein grosses Stück näher gekommen ist, entgehen wollte, ist mir nicht bekannt. Fakt ist, dass man mit 90125 neue Anhänger gewinnen konnte, aber eben auch viele aus den ProgRock-Zeiten verlor, die sich nicht daran gewöhnen konnten, dass mehrere Titel von Yes nun von den Radiosendern rauf und runter gespielt wurden und ebenso im kommerziellen Musikfernsehen (MTV) regelmässig präsent waren, wobei mit "Owner Of A Lonely Heart" sogar ein Chartstopper heraussprang. Übrigens erhielt der Instrumentaltitel "Cinema" einen Grammy als bestes Rockinstrumental.
Ich möchte jetzt nicht auf jedes einzelne Stück eingehen, kann aber jedem, der auf (oft) mehrstimmigen Gesang zu eingängigen Melodien, überwiegend mit einem treibenden Beat unterlegt, eine Musik, die insgesamt gesehen eben doch um einiges anspruchsvoller ist als die, die man vom Rundfunk normalerweise angeboten bekommt, anraten, sich in einer ruhigen Stunde diese CD anzuhören. Ich empfehle allerdings die remasterte Neuausgabe von 2004, die neben verschiedenen Alternativ-Versionen und zweier zuvor unveröffentlichter Stücke die A-Capella-Version von "Leave It" enthält, ein Hörgenuss allererster Güte. Unbedingt empfehlenswert, allerdings nicht für eingefleischte Progger.
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