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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
91
4,5 von 5 Sternen
Lamb Lies Down on Broadway
Format: Audio CD|Ändern
Preis:25,27 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 19. November 2017
Einfach nur gut das Album von Genesis der Preis ist top für die CD und den Download gab es noch obendrauf.
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am 10. Januar 2016
' jedenfalls wenn sie mich fragen. Wie schrieb der New Yorker vor vielen Jahren so schön: 'The Ullyses of Concept Albums.' Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Genesis sechstes Studioalbum, zum letzten Mal mit Frontman Peter Gabriel, brach mit allem, was es bis dato in der Rockmusik gab. Es gab nicht den kleinsten Blick in Richtung Kommerz, sondern ein Künstler lebte sich in 23 Songs aus, die eine zusammenhängende Geschichte des Puertoricaners Rael erzählten, der seinen Bruder John retten wollte. Dabei stellt sich Rael Kreaturen aus Mythologie und Geschichte, aber auch jeder Menge Geistern und Dämonen des Alltags. 1974 war diese Reise durch Peter Gabriels Phantasie für einige Hörer schlichtweg zu viel. Allein um alle Anspielungen auf Songtexte und reale Geschehnisse zu erkennen, schien ein musikalischer Doktortitel notwendig. Niemand, der Genesis erst später, ohne Gabriel, kennen lernte, hätte auch nur ansatzweise erkennen können, dass hier dieselbe Band spielt. Ich habe dieses Album als Teenager geliebt. Es war so außerordentlich und unvergleichbar, wie nichts, was ich bis dahin an Musik kannte. Heute, über 40 Jahre später, hat -The Lamb Lies Down On Broadway- nichts von seiner kompromisslosen Wahrhaftigkeit verloren. Im Gegenteil. Bei all dem weichgespülten und kommerzorientierten Trallalla, der heute teilweise produziert wird, ist und bleibt dieses Album ein Meilenstein der Musikgeschichte. Überzeugen sie sich davon'

Anspieltipps sind schwer zu nennen, weil: Das hier ist eine Geschichte, ein modernes Märchen. Es beginnt mit dem ersten Lied -The Lamb Lies Down On Broadway- und endet mit Lied Nummer 23 -It-. Eigentlich ist all das ein einziger, unglaublich komplexer Song. Doch es gibt natürlich Highlights: -Cuckoo Cocoon- scheint ein Relikt aus der 68er Zeit zu sein. Traumhaft. -Back in NY City- haut einem mit seiner fundamentalen Wucht komplett aus den Latschen. -Counting Out Time- könnte die Titelmelodie jedes Musicals werden. Die -Carpet Crawlers- sind bis heute jedem Musikfan bekannt. Dieser Song verströmt reine Magie. Wie ein Chanson flutet -Anyway- die Ohren. Unglaublich melancholisch nimmt einen -The Lamia- mit. Mit -The Lights Dies Down On Broadway- findet die Geschichte zu ihrem Anfang zurück. Beendet wird die Geschichte mit -It-. Der Song ist seiner Zeit voraus und vereint Elemente von Pop, Rock und Jazz miteinander.

Ich will nicht rührselig werden, und schon gar nicht alten Zeiten nachtrauern. Aber ein Album wie -The Lamb Lies Down On Broadway- hat es vor und nach 1974 nie wieder gegeben. Für 'alte' Genesis Fans war das eine musikalische Offenbarung biblischen Ausmaßes. Getragen und geprägt wurde dieser Sound von niemand anderem als Peter Gabriel. An seiner Seite standen Phil Collins, Mike Rutherford, Tony Banks und Steve Hackett. Diese Fünf waren für mich Genesis. Alles was danach kam, gliederte sich in den riesengroßen Musikmarkt ein. -The Lamb Lies Down On Broadway- kann man das, Gott sei Dank, nicht nachsagen.
22 Kommentare| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juni 2016
Für Genesesis-Fans ein muss. Phil Collins hat noch nicht den Takt vor gegeben. Solide Aufmachung, Sound ist gut. Die Lieferung von der Zeit und der Verpackung her top. Hab dort schon mehrere CD`s bestellt. Wurde nie enttäuscht, nur weiter zu empfehlen.
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am 15. April 2017
1974 veröffentlichten GENSIS ihr sechstes Studioalbum "The Lamb lies down on Broadway", das letzte Album mit Frontmann PETER GABRIEL. Es ist gleichzeitig auch das erste reine Konzeptalbum der Band, erzählt wird die Geschichte des jungen Puerto-Ricaner RAEL, der eines morgens von einer dunklen Wolke am Broadway verschluckt wird und von hieran eine Menge surrealer Erlebnisse hat.
Die Geschichte von RAEL lässt sehr viel Spielraum für unterschiedlichste Deutungen und Interpretationen, aber genau das macht den Reiz aus, denn jeder Hörer kann quasi seine "eigene" Story daraus machen und letztendlich seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.
Ich habe versucht mich über die Geschichte etwas genauer zu informieren, habe es aber dann aufgegeben, weil ich unterschiedlichste Interpretationen dazu gefunden habe.
Im Booklet ist die Geschichte abgedruckt, es gibt auch deutsche Übersetzungen im Internet, insofern sollte jeder sich hier sein eigenes Bild machen und seine eigene Fantasie bemühen.

"The Lamb lies down on Broadway" ist in vielen Belangen ein komplett anderes Album als alle seine Vorgänger, nicht nur deswegen weil es ein reines Konzeptalbum ist.
Thematisch waren GENESIS eigentlich hauptsächlich in England unterwegs, hier hat PETER GABRIEL, der die Geschichte alleine geschrieben hat, die Handlung nach New York verlegt.
Auch musikalisch finde ich es auffällig, dass man die Prog-Einflüsse ein wenig zurückgefahren hat und dafür viel mehr Wert auf Melodien und Eingängigkeit gelegt hat.
Ich persönlich finde, dass dieses Album so eine Art Vorbote für die "Mainstream-Rock-Phase" der Band war. Die Übergänge der einzelnen Songs sind sehr viel fließender und sanfter als auf den vorherigen Alben, "The Lamb lies down on Broadway" wirkt wie aus einem Guss. Die Mischung aus Progressive- und klassischem Rock finde ich einfach sensationell, dieses Album hat mich wirklich tief berührt und emotional gefesselt.
"Selling England by the Pound" war für mich ein nahezu perfektes Prog-Album, dieses Album hingegen ist einfach nur perfekt - in allen Belangen und ohne Einschränkungen! Es läutet eine völlig neue Phase der Band ein, weg vom Progressive-Rock, hin zum klassischen, vom Mainstream beeinflussten Rock.

Jedes Kind kennt heute "The Carpet Crawl", was auch für meinen Geschmack der beste Song auf diesem Album ist, aber auch die restlichen Nummern sind durch die Bank großartig.
Ich finde sowieso, dass man dieses Album nicht auf 2 oder 3 Songs reduzieren kann, ähnlich wie bei den großen Opern von MOZART oder WAGNER, muss man dieses Werk im Gesamten betrachten und bewerten. In dieser Kategorie würde ich es auch einordnen, den "The Lamb lies down on Broadway" ist für mich nicht nur ein einfaches Konzeptalbum, sondern schon eher eine moderne Oper, die leider nie aufgeführt wurde.
Aber das ist Geschmackssache, jeder darf das für sich und gerne auch anders bewerten, ich persönlich empfinde das eben so.

Anspieltipps habe ich nicht, ich finde auch hier, dass man dieses Werk im gesamten genießen sollte, denn so mancher Song erschließt sich einem nur im Zusammenhang mit anderen.
Auch wenn "The Carpet Crawler" das bekannteste und wahrscheinlich auch beste Lied dieses Albums ist, so müssen sich die anderen wahrlich nicht verstecken.
Das erste Album von GENESIS hieß "From GENESIS to Revelation", ich denke, dass dieses Album diese (musikalische) Offenbarung ist. Das dachte wohl auch PETER GABRIEL und er wusste wohl auch instinktiv, dass es für ihn nichts mehr zu toppen gab, und stieg deshalb auch folgerichtig aus.
Natürlich waren auch die musikalischen Differenzen mit den anderen Musikern und die problematische Geburt seiner Tochter ein Grund. Den Ausstieg von GENESIS verarbeitete er später im Hit-Klassiker "Solsbury Hill"!

Mein Fazit: In Sachen Konzeptalben gibt es für mich kein vergleichbares Werk, rein musikalisch betrachtet, die Geschichte ist Geschmacks- und Interpretationssache. Da dürften die Meinungen weit auseinandergehen, aber musikalisch ist es nur sehr schwer zu toppen, zumindest was meinen Geschmack betrifft.
Ich habe rein gar nichts auszusetzen, ich liebe dieses Album auch heute noch abgöttisch.

Meine Bewertung: 10 von 10 Punkten.
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am 7. September 2016
Zarte 17 Jahre alt haben mir meine französischen Freunde und große Genesis-Fans mir The Lamb nahegebracht.Diese Zeit in Frankreich hat mich
stark geprägt und so ist The Lamb ein für mich gar nicht trennbar von meinen eigenen Erinnerungen.
Der deutschen Ausgabe lag damals auf den inneren Papierhüllen die Übersetzung der Story bei die auf Englisch dei Innenseite des Clappcovers zierte.Man las das ,aber so wirklich verstehen tat man das alles nicht,aber ist das alles so wichtig?Was man kapiert erzeugt eine geheimnisvolle
surreale Stimmung,die zusammen einen zusammen mit der genialen Musik in unbekannte Traumwelten entführt.Die 2.Seite der 1.Platte mit
Counting out Time und Carpet Crawl bis The Chamber with 32 Doors gehört für mich zum Besten,was Pop/Rockmusik je hervorgebracht hat.
Peter Gabriel stand während der Produktion des Albums unter erheblichen Druck:Seine 1.Tochter war viel zu früh geboren,und er raste zwischen
Band-Proben und Krankenhaus hin und her,wofür seine Genesis-Kollegen kaum Verständnis aufbrachten.Mit ein Grund für seinen Ausstieg.
Deshalb ist die Musik hauptsächlich von den 4 Übrigen geschrieben,bis auf...Carpet Crawlers! Ein unglablich schönes ja betörendes Lied.
Das ist übrigens sehr schwer zu singen,an guten Tagen schaffe ich gut eingesungen den ganz hohen Ton (beim 2.we got to get in to get out!)
Hier zeigt sich,was oft vergessen wird,welch ein hervorragender Sänger Peter Gabriel war/ist.
Erstunlicherweise hat bei The Lamb ein gewisser Brian Eno als Soundberater mitgemischt,der bis heute im Geschäft ist (u.A.bei einigen der
besten Cold Play Alben seine Pfoten drin hatte)
Auch das für damalige Zeiten sehr aufwändig und schön gestaltete Cover (der Firma Hipgnosis,die die ganzen Pink Foyd-Covers gemacht hat)
tut ein Übriges,The Lamb zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk zu machen.
Diesem Anspruch folgte auch die anschließende Tour mit Dias,Lichteffekten und Kostümen in nicht dagewesenen Ausmaß.Im Sipperman-
Outfit kam Peter angeblich nicht mehr richtig ans Micro ran,was wohl besonders Phil Collins auf die Palme brachte.Jedenfalls war alles für
das letzte Konzert mit Peter in Grenoble vorbereitet,als es wegen zu geringer Nachfrage abgesagt wurde...Kaum zu glauben,aber wahr!
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am 10. April 2008
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'The Lamb Lies Down On Broadway' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'The Lamb Lies Down On Broadway' voraussichtlich ab September 2008.) Bei der Japan-Ausgabe des Werkes ist die Hülle aus Karton und mit Inlay, Klappentext / Lyrics auf der Innenseite, und Charisma-Label auf dem Tonträger exakt dem Artwork des Vinyl-Albums nachempfunden ist. Also tatsächlich das Schallplatten-Album im Kleinformat. Das Remastering ist gegenüber der 'Definitive Edition' etwas weicher und runder ausgefallen, weniger schrill in den Höhen, daher näher am Original-Klang. Auch diese Ausgabe wird nicht mehr produziert.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Versionen von 'Carpet Crawlers', 'Counting Out Time' und 'The Lamb Lies Down On Broadway' anhören. Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled' von 'A Trick Of The Tail'), Instrumente in den Hintergrund gemischt ('Duchess' von 'Duke'), klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein (dies ist eines der besten!!!), es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)
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am 2. Dezember 2014
Mit dem Begriff Meisterwerk gehe ich sehr sparsam um; im Falle dieses Opus jedoch muss diese Qualifizierung sein. Dabei konnte ich mit der DoLP nicht viel anfangen, als sie in den 1970er Jahren erschienen war. Viel mehr als "The Carpet Crawler" lief selten. Im Laufe der Jahre hat sich das jedoch grundlegend geändert, d.h. nunmehr habe ich 2 Ohren für das m.E. anspruchsvollste Werk von Genesis. Ein Konzeptalbum ist die Königsdisziplin im Progbereich. Über 2 Scheiben zieht sich die Geschichte von Rael hin. Dabei werde ich immer wieder dermaßen von diesem Werk in seinen Bann gezogen, dass ich die beiden Scheiben von Anfang bis Ende durchlaufen lassen muss, ein vorzeitiges Beenden schmerzt fast körperlich. Für mich ist "The Lamb lies down" eines der größten Progwerke der bisherigen Rockgeschichte. Herausragend finde ich die Leistung von Peter Gabriel am Mikro. Richtig faszinierend ist, dass es sich um ein Rockopus handelt, jedoch kein Instrument dominant ist.
Wer sich für Progrock und die Geschichte der Rockmusik interessiert, kommt an diesem Album nicht vorbei. Nie waren Genesis faszinierender; ansatzweise kommt "Selling England by the Pound" noch an diese Leistung
Achtung:
"The Lamb lies down on Broadway" hat überaus nichts gemein mit dem Discogedudel von Genesis mit Phil Collins am Mikro
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am 2. April 2000
Ich war 12 Jahre als ich diese damals noch Doppel Vinylplatte das erste mal hörte. Schon damals faszinierten mich diese Lieder und Klangexperimente (so klang es damals für meine noch nicht ganz so musikalischen OhrenUnd auch heute nach fast 22 Jahren hat diese Musik für mich kein Stück ihrer Faszination verloren. Im Gegenteil sie wird von mal zu mal besser. Da ich heute selber semiprofessioneller Musiker bin und ich Musik mit anderen Ohren betrachte als früher sagt dies so denke ich einiges aus. Allein diese wunderschöne Atmosphäre dieser Platte, die sich vom ersten Klavierton von "The lamb lies down ..." bis zum letzten bombastischen Akkord von "It" wie ein regenbogenfarbener Faden durch das gesamte Werk zieht, treibt mir noch heute Gänsehautschauer über den ganzen Körper. Alle Musik wird nur noch getoppt, von der grandiosen, geheimnisvollen, sanften und zugleich emotionsvollen Gesangsdarbietung von Peter Gabriel. Aber auch die Backing Parts von Phil Collins sind einsame Klasse (Sorry, Phil besser hast Du nie wieder gesungen). Diese Scheibe ist und bleibt auch in diesem Jahrtausend die beste Art Rock Platte aller Zeiten. Für alle die jetzt denken, der Kerl spinnt ja total, hört Euch "The Lamia", "Carpet Crawlers", "In the cage", "In the Rapids" und "It" an. Ihr werdet die Platte lieben und mich verstehen.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. August 2009
Natürlich kann man versuchen die wirre story um den Hauptprotagonisten Rael, der im New Yorker Untergrund versucht seinen Bruder (oder sich selbst) entgegen aller Kreaturen und Gefahren die dort auf in warten, zu retten, und sich danach aus einer anderen Perspektive diese Platte anhören, aber bringt das wirklich einen nennenswerten Mehrwert? Ich behaupte Nein.

In Wirklichkeit ist das die kurzweiligste, eingängigste und poppigste Platte die Genesis mit Gabriel je aufgenommen haben, und Sie glänzt vor allem durch den Melodienreichtum, die transparenten Arrangements und durch die Tatsache, dass es bei 23 songs nur 3 die gibt die die 6 Minuten-Grenze überschreiten (darunter auch ,In The Cage', dass eh schon ein greatest hit der Engländer ist).

Die erste Platte geht runter wie Öl und man staunt über das konzise und poppige Songwriting zu dem Sie - nach den ausufernden und durchgängig komponierten Stücken der vorangegangen Alben - plötzlich fähig waren. ,The Lamb', ,In The Cage' und vor allem das spät-beatleske ,Counting Out Time' haben zum ersten mal Mitsing-Refrains und erheben musikalisch einen weit weniger intellektuellen Anspruch als alles davor.

Seite 3 beginnt ähnlich und zitiert in ,Lillywhite Lillith', ,Broadway Meldody' wieder, so wie überhaupt das Wiederauftauchen von bestimmten Themen auf dieser Platte als Stilmittel eingesetzt wird. Danach wird es dann doch wieder proggig und die Musiker ergeben sich in ausgiebigen Instrumentalpassagen - hätte man kürzer machen können.

Auf Seite 4 aber ist man wieder im Pop-Kontext und die (eigentlich einzigen) von Gitarren getragenen songs ,In The Rapids' und ,It' bilden eine schönen Abschluss zum wohl am leichtest zu hörenden Progrock Album, das je aufgenommen wurde.

Das Gabriel selbst wohl nicht so genau wusste, wo er mit der story hinwollte, und es dann wohl auch irgendwann aufgab, und versuchte das ganze ein wenig humoristisch zu gestalten, davon zeugen auch einzelne Textpassagen. Wenn er z.Bsp. so Dinge wie

'Groucho, with his movies trailing, stands alone with his punchline failing.
Klu Klux Klan serve hot soul food and the band plays `In the Mood'',

oder etwas später
`Theres Howard Hughes in blue suede shoes, smiling at the majorettes smoking Winston Cigarettes.
and as the song and dance begins, the children play at home with needles; needles and pins...'

vom Stapel lässt, dann waren das wohl eher assoziative und dadaistische Ulkereien, als für die story Essentielles.

Wie auch immer - mit ein wenig Humor betrachtet, gewinnt diese Platte meiner Meinung nach noch mehr, als wenn man Sie - wie das unter Prog-Hörern ja leider oft der Fall ist - bierernst nimmt, oder anders gesagt: Genesis schulden hier Zappa wohl mehr, als King Crimson.

Sollte je irgendjemand auf die schwachsinnige Idee kommen aus diesem Album einen Film, eine Rockoper, oder - Gott behüte - ein Musical zu machen, dann sollte man dies genau mit viel Dadaismus und anarchistischem Humor versehen, tun, um diesem großartigen Album im Nachhinein keinen Schaden zuzufügen.

Ein Wort noch zum Klang dieses Remasters: es ist die wohl dynamischste Version aller drei bisher auf CD erschienenen, die bisher schlüssigste aber bleibt die Original Vinyl Ausgabe.
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am 12. Oktober 2005
Genesis waren zu ihren Gabriel-Zeiten immer Erzähler skurriler Geschichten, doch was die Story des Innenwelt-Reisenden Rael angeht, stellten sie alles Dagewesene in den Schatten. Da liegt einfach ein Lamm mitten auf dem Broadway, was an sich schon eigenartig genug ist. Dann wird die Hauptfigur in eine Wolke eingehüllt, um kurz drauf in einer Art Kokon zu erwachen. Selbst Collins verwies darauf, dass die Geschichte allein auf Gabriels Konto ging und außer ihm niemand genauer darüber Bescheid wisse. Noch heute hat die Doppel-LP nichts von ihrem kafkaesken Alice-in-Wonderland-Charme verloren. Die Stücke gehen fließend und logisch ineinander über, so dass der Hörer den Eindruck gewinnt, selbst dem unerhörten Geschehen zwischen Traum und Wirklichkeit beizuwohnen.
Musikalisch verließen Genesis mit dieser Platte ein Stück weit die Prog-Rock Gefilde und wurden eine Ecke poppiger, was ihnen aber sehr gut stand. Was sie mit ihrer Musik bieten, sind auch für sich betrachtet starke, eingängige Songs - manche länger geraten, andere straffer. Doch keinem davon haftet der collagehafte Charakter der Frühsiebziger-Rocksuiten an, die auf Bildung-komm-raus mit den Erzeugnissen der E-Musik konkurrieren wollten. Vielleicht waren Genesis nie so konsequent sie selbst wie auf ,The Lamb'. Danach konnte eigentlich nichts mehr Größeres folgen, und Gabriel stieg aus. Mit diesem Werk hat er sich und seiner Band mit Sicherheit ein zeitloses Denkmal gesetzt, das die Jüngeren unter uns gerne wieder für sich entdecken dürfen: Genesis waren wirklich mal gut und interessant, musikalisch niveauvoll und spannend!
Da es sich um einen Song-Zyklus handelt, gibt es auch echte Treffer, richtige Hits: ,Carpet Crawl' kennt jeder, aber auch der Titelsong am Anfang ist erste Sahne, und nicht zu vergessen: ,Counting Out Time'. Der Rest ist erstklassig gespielte und gesungene Musik mit ausgeklügelter Dramatik für Hörer mit langem Atem. Denn es macht keinen Sinn, nur einzelne Tracks herauszupicken. Die eigentliche Qualität entfaltet das Lamm auf dem Broadway, wenn es in einem Stück genossen wird.
Für mich einer der unangefochtenen Klassiker der Rockgeschichte!
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