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TOP 500 REZENSENTam 23. April 2016
Der hochbegabte, aber schwierige Hans Pfitzner (1869-1949) stand dem Siegeszug seiner Kompositionen oft im Wege. Das sollte sich leider nach dem Zweiten Weltkrieg in besonderem Maße zeigen, als er weiterhin eine unkritische und sympathisierende Nähe zum Nationalsozialismus an den Tag legte. Das tat Pfitzners Werken nicht gut. Der Komponist wurde lange Zeit quasi zur Persona non grata, seine Schöpfungen verschwanden weitgehend aus den Konzert- und Opernhäusern.

Es dauerte, bis sich die Haltung zum Musiker und die zu seiner Musik langsam voneinander lösten. Das lag einerseits daran, daß sich namhafte Künstler für die Werke einsetzten, allen voran für die Oper "Palestrina", Pfitzners Opus magnum. Andererseits läßt sich die außerordentlich hohe Qualität der sehr eigenen Kreationen des Richard-Strauss-Zeitgenossen nicht verhehlen. Leider kehrt seine Musik noch immer nur hin und wieder zurück. Deshalb kann man den Dienst, den diese Edition der Orchesterwerke leistet, gar nicht hoch genug schätzen.

Sie ist vielleicht der beste Auftakt neben dem Palestrina, um sich dem Komponisten zu nähern. Gleichermaßen böten sich die Orchesterlieder für ein Kennenlernen an. Doch was kann man zu den vorliegenden Werken sagen? Pfitzner war stets zu konservativ für die Modernen und zu modern für die Konservativen – ein verspäteter, aber vor Einfällen geradezu sprühender Romantiker. Das macht womöglich den größten Reiz seines Schaffens aus. Die Orchestermusik läßt sich jedoch anders als bei Strauss kaum programmatisch erfassen. Der Komponist ging den Weg des Absoluten, doch er konnte auch anders – seine Orchesterlieder unterstreichen das.

CD 1: Kleine Sinfonie (Op. 44), Sinfonie (Op. 46), 3 Vorspiele zu "Das Fest auf Solhaug"

CD 2: Sinfonie (Op. 36a), Elegie und Reigen (Op. 45), Fantasie (Op. 56)

CD 3: Klavierkonzert (Op. 31)*; Klavier: Volker Banfield

CD 4: Violinkonzert (Op. 34); Duo für Violine, Cello und Orchester (Op. 43); Scherzo für Orchester; Violine: Saschko Gawriloff, Cello: Julius Berger

CD 5: Cellokonzert (Op. 52), Cellokonzert (Op. 42), Cellokonzert (Op. posth.); Cello: David Geringas

*Münchner Philharmoniker

Die Aufnahmen sind allesamt auf einem hohen, einheitlichen Niveau. Es ist leider noch immer schwierig, auch nur einige dieser Stücke in vernünftiger Einspielung zu finden. Selbst die bekannteren Werke, wie beispielsweise das Klavierkonzert (hervorragend unter der Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann) oder die Sinfonie Op. 46 (erstklassig unter den Wiener Philharmonikern und Wilhelm Furtwängler) machen sich relativ rar. Dank Werner Andreas Alberts kapellmeisterlichem Dirigat, den Bamberger und Münchner Philharmonikern sowie den Solisten wird hier ein guter Pfitzner präsentiert.

Und dem Interessierten kann ich daher nur zurufen: Versuchen Sie Pfitzners Musik! Es lohnt sich über alle Maßen, denn die Ideen sind außerordentlich reichhaltig, das handwerkliche Können herausragend und der entfesselte Geist, der hier waltet, schlichtweg inspirierend.
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am 25. März 2010
Auch zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen hat diese Gesamtaufnahme der Orchesterwerke des "letzten Romantikers" Hans Pfitzner (1869-1949) nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt. Leider muss man konstatieren, dass eine spürbare Pfitzner-Renaissance nicht ausgelöst wurde, was angesichts der Qualität der Musik bedauerlich ist. Zu sehr steht die Person Pfitzner mit ihrem streitbaren Charakter und einigen zugegebenermaßen unglücklichen Äußerungen während der Zeit des Dritten Reichs auch heute noch im Vordergrund.
Die aus fünf (oder angesichts der Spielzeit der letzten CD besser: viereinhalb) CDs bestehende Box enthält als Hauptwerke die drei Sinfonien und alle Solo-Konzerte - die drei Cellokonzerte, das Violin- und das Klavierkonzert. Immer noch erschüttert es mich, dass ein so wunderbar romantisch empfundenes und für alle Beteiligten dankbares Stück wie das lange Zeit als verschollen geglaubte frühe Cellokonzert, das Pfitzner während des Studiums schrieb, wegen einer Belanglosigkeit beim "strengen" Lehrer durchfiel, nämlich, weil der Komponist sich erdreistet hatte, in einem Solistenkonzert Posaunen zu verlangen! Die Sinfonien sind alles andere als Sinfonien eines letzten Romantikers - man vergleiche sie mit den beiden eng der Tradition verhafteten Sinfonien von Richard Strauss (auch ein "letzter Romantiker"). Tiefen Eindruck hinterlässt die Sinfonie cis-Moll, eine Orchesterfassung des Streichquartetts op. 36 - hier zeigt sich Pfitzner von seiner modernsten Seite. Wer es romantisch schwelgerisch mag, sollte unbedingt die drei "Solhaug-Vorspiele" hören - gänzlich in Vergessenheit geratene Sätze aus einer frühen Schauspielmusik. Interpretation und Klangqualität können auch heute noch überzeugen.
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