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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
29
Wagner: Tristan und Isolde
Format: Audio CD|Ändern
Preis:25,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 24. November 2012
Die Aufnahme ist laut Beiheft ein Live-Mitschnitt aus Bayreuth aus dem Jahr 1966 (anderslautende Gerüchte kann ich nicht kommentieren). Die Klangqualität ist im Prinzip gut, die Aussteuerung allerdings sehr hoch und auf gewaltigen Ausdruck ausgerichtet. Das ist beeindruckend, war mir aber ab und zu mal zu 'fett'. Die Harmonie zwischen Orchester und Stimmen gelingt nicht immer und oft deckt das Orchester die Stimmen sehr zu. Böhms Dirigat bietet eine Mischung aus Wärme und Dramatik und ist ungewöhnlich flott.

Birgit Nilsson gilt vielen als die vielleicht beste Isolde der Nachkriegszeit (wenn man Flagstadt mal nicht mehr zu dieser Zeit rechnet). Das ist sicherlich so der Fall, wenn man den Zugang der dramatischen, wuchtvoll beeindruckdenen Isolde mit den hohen, strahlenden Tönen voll sauberer Kraft bevorzugt. Dies ist nicht mein Lieblingszugang und trotz unbestrittener Qualitäten der Nillson kann es mich subjektiv nicht ganz überzeugen. Es ist mir an vielen Stellen zu wuchtig, zu hoch, zu laut, zu dramatisch. Die Textverständlichkeit ist dadurch oft stark eingedrängt (gegenteilige Beobachtungen in anderen Rezensionen respektiere ich, kann sie aber nicht nachvollziehen). Sie bildet den Klang in der Kehle mit viel Kraft, setzt aber oft nicht die Formung in der Mundhöhe dazu, die den reinen Klang zum klanggeformten Wort machen (um dagegen nicht unterzugehen macht es Christa Ludwig als Brangäne hier oft auch so). Man muss freilich feststellen, dass sie an vielen Stellen auch bewunderswert ruhig und lyrisch werden kann, ihre Stimme kontrolliert und das vorhandene Fundament intelligent einsetzt. Der Liebestod aber z.B. gerät sehr dramatisch. Das ist ohne Zweifel beeindruckend und bewunderswert, aber muss nicht jedem gefallen.

Ein für mich objektives Problem aber, dass Wolfgang Windgassen als Tristan nicht dazu passt. Er hat einen wunderschönen Tenor, der aber von der Natur viel schlanker und weniger kraftvoll ist als Nilssons Organ. Das ist eine falsche Zusammenstellung. Wenn man Nilsson als Isolde in ihrer Pracht haben will, dann muss man ihr ein ebenbürtiges Gegenüber an die Seite stellen. Jenseits dieser mangelnden Passung macht Windgassen das mit seinen Mitteln nicht schlecht. Er wählt nicht den lyrischen Zugang wie andere Darsteller mit schlanker Stimme (z.B. Rene Kollo), sondern den des etwas intellektuellen, innig-reflektierenden Liebhabers, arbeitet viel mit Punktuation und diffiziler Herausarbeitung der inneren Dramatik des Textes. Er bietet viel sängerische Intelligenz, aber weniger Empfindamkeit. Seine Fiebrigkeit im dritten Akt ist präzise dargestellt, aber emotional nicht ganz überzeugend. An wenigen Stellen versucht er mal mit einer Kraft zu singen, die er nicht hat und klingt dann etwas verschattet.

Christa Ludwig ist Nilsson ein absolut ebenbürtiges Gegenüber. Sie singt die hohen, dramatischen Phasen absolut sicher und überzeugend, die ruhigeren mit Gefühl und Intelligenz. Wegen der ebenfalls sehr dramatischen Anlage kann es mich persönlich aber nicht so berühren.

Eberhard Waecher ist im ganzen nicht der ideale Kurwenal. Im ersten und zweiten Akt ist er überzeugend der energetische Ritter, aber in Darstellung und Stimmführung nicht immer ganz präzise. Im dritten Akt fehlt es ihm ein wenig an Präsenz, während gleichzeitig manche Phrasen etwas überzeichnet wirken.

Martii Talvela als König Marke singt besonders tief. Er ist ganz König und Würdenträger, tritt fast wie ein Richter auf, erinnert dabei an den König in Lohengrin. Seine persönliche Involviertheit kommt kaum zum Tragen und er wirkt wie eine Figur, die von außen an die Szenerie herantritt.

Fazit: Vier Sterne gibt es aus meiner subjektiven Sicht, die die sehr dramatische Ausrichtung nicht so mag und aus den starken, hohen Tönen weniger Pluspunkte ableitet. Wem das auch so geht, für den sollte die Aufnahme nicht erste Wahl sein. Wer es genau anders herum empfindet, sollte wegen Nilssons Leistung sicher zugreifen.
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am 6. Februar 2014
Nach wie vor gilt: an dieser Aufnahme müssen sich alle messen lassen. Und ich muß sagen: die Qualität hat gegenüber der Platte durchaus gewonnen. Nach und nach werde ich mir wohl noch mehr CDs anschaffen, obwohl ich ja eigentlich auf Platten stehe!!
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am 13. Juni 2005
In dieser Aufnahme passt einfach alles: von der ersten Note an eine überwältigende Interpretation. Mit Recht ist dieser Tristan die Referenzaufnahme, an der sich alle anderen zu messen haben.
Was Windgassen hier auf die Bühne bringt ist bei Gott der empfindsamste, verzweifeltste und berührendste Tristan. Nilssons Isolde ist überirdisch - am Ende verglüht sie förmlich im Liebestod. Brangäne - ludwig atemberaubend usw. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann vielleicht der Kurwenal von Wächter - der (wienerisch ausgedrückt) etwas "koffert" (sprich die Höhen attackiert, dass es schmerzt).
Was allerdings wiederum Böhm aus den Bayreuthern (die ja kein richtiges Orchester sind) heraushohlt, das ist einfach - Magie...
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am 9. September 2002
Geht es um die ultimative Aufnahme dieses größten Meisterwerkes der Operngeschichte, so gibt es nur vier, die man aus vollstem Herzen empfehlen kann: die Furtwängler-Aufnahme mit Flagstad und Suthaus (fantastisch, leider in Mono), die Aufnahme von Sir Georg Solti (mit einer jungen Birgit Nilsson, die ihr Primat unter den Isolden dieser Welt klar macht), Carlos Kleiber mit der Staatskapelle Dresden (diese Aufnahme ist wohl die Strahlendste, typisch Staatskapelle)...und diese Bayreuther Live-Aufnahme, die in Sachen Intensität und Dramatik ihresgleichen sucht.
Vielleicht liegt es an der Live-Athmosphäre oder dem "Genius Loci", daß diese Aufnahme so fesselnd, atemberaubend und so herzzerreißend intensiv gelungen ist. Das Orchester unter Karl Böhm wogt dramatisch, Birgit Nilsson (ihre zweite Isolde auf Platte) leidet, tobt und träumt auf einem unerreichten Niveau, und Wolfgang Windgassen läßt sich von ihrer Leidenschaft anstecken, um BIG BIRGIT mindestens ebenbürtig zu sein.
Das absolute Highlight dieser Aufnahme ist der unerreichte König Marke von Martti Talvela. Herzzerreißend wie niemand vor ihm oder nach ihm beklagt er sein Unvermögen, den Treuebruch Tristans nachzuvollziehen. Nach dem Liebesrausch im ersten Teil des zweiten Akts sorgt er dafür, daß die Nüchternheit der Realität nicht zu einer kalten Dusche für den Hörer wird. Der Hörer ist vielmehr erschüttert von der Trauer König Markes.
Noch ein Kommentar zur Aufnahme-Qualität: einfach phantastisch. Transparent, warm und niemals die Sänger erschlagend.
Wenn's nur ein Tristan sein soll, dann dieser!
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am 20. Februar 2007
"In dem wogenden Schwall, in dem tönenden Schall, in des Weltatems wehendem All, ertrinken, versinken, unbewusst, höchste Lust!" Mit diesen letzten Worten sinkt Isolde mit der Gewissheit von der Unsterblichkeit ihrer Liebe über Tristan zusammen, um auf Ewig im Tode mit ihm vereinigt zu sein. Jene fernen Sphären, die Wagners Musik in diesem Augenblick zu streifen vermag, können mit Worten nicht beschrieben werden.
Karl Böhm ist mit dieser Einspielung eine dem Meister würdige Interpretation gelungen, die wie gesagt dazu im Stande ist, jene hohen Sphären dem Hörer zu öffnen. Mit Ehrfurcht vor der Partitur ist Böhm an das Werk herangegangen und hat sie bis ins kleinste Detail ausgeleuchtet, um das Maximum aus der Musik herauszuholen. Das Bayreuther Festspielorchester ist nur selten so fasettenreich zu erleben, doch vor allem das Sängerensemble macht diese Aufnahem zur Referenzaufnahme des Tristan. Allen voran Birgit Nilsson, die den Hörer mit ihrer metallisch kernigen, doch niemals körperlosen Stimmführung begeistert. Vor allem aber ihre Höhe ist technisch so brilliant wie bei kaum einer anderen Sängerpersönlichkeit. Mit Leichtigkeit, die sie vor allem ihrem brillianten Stimmsitz zu verdanken hat, schmettern einem die aus Schönheit durch Mark und Bein gehenden hohen Töne um die Ohren. Doch dieser Isolde steht mit Wolfgang Windgassen ein mindestens genau so guter Tristan gegenüber. Seine Stimme ist zwar nicht ebenso strahlend wie die der Nilsson und seine hohen Töne wirken manchmal etwas gepresst, doch ist er für sie ein würdiger Partner. Christa Ludwigs Brangäne ist schlicht weg genial, ebenfalls Eberhard Waechter als Kurwenal, Martti Talvelas König Marke und Peter Schreier als junger Seemann. Wenn also eine Aufnahme von "Tristan und Isolde", dann diese!
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am 15. November 1999
Man kann gar nicht hoch genug greifen, um diese Aufnahme zu loben. Es stimmt einfach alles! Natürlich ist Birgit Nilson als Isolde überwätligend, Wolfgang Windgassen als todesssehnsüchtiger Tristan tief einprägsam, das Bayreuther Orchester auf höchstem Wagnerniveau. Aber die größte Überraschung ist für mich Karl Böhm. Für viele gilt er als einer der Mozart-Interpreten des Jahrhunderts. Wer seine Mozart-Aufnahmen kennt, erwartet beim Tristan vielleicht auch gepflegte Langeweile auf hohem Niveau. Was für eine Überraschung aber, wenn man die CD einlegt und Böhm das Vorspiel zügig angeht, es aber mit großer Linie einmünden läßt in den Beginn der Handlung. Wahrhaft umwerfend wird es aber im 2. Akt. Das "Oh sink hernieder Nacht der Liebe" so zu musizieren, es so singen zu lassen: Darüber kann ich nur schweigen, weil meine Fähigkeiten nicht ausreichen, dies adäquat in Worte zu fassen. Kurz noch zur Klangqualität: Der Deutsche Grammophon ist ein kleines Meisterstück gelungen: Fabelhaft, wie das hier klingt. Also, der Worte sind genug gewechselt, laßt Taten folgen!
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am 29. Mai 2007
Der wohl beste Tristan auf CD überhaupt. Birgit Nilsson und Wolfgang Windgassen waren die Traumbesetzung dieser Rollen in den 60er Jahren, auch wenn die Nilsson überlegen ist. Glänzend die Brangäne von Christa Ludwig und der Kurwenal von Eberhard Wächter. Martti Talvela ist ein imposanter Marke. Karl Böhm in einer seiner besten Aufnahmen
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am 18. März 2007
Über Wagners "Tristan und Isolde", schon über den ersten Akkord des Vorspiels, sind tonnenweise Bücher und Interpretationen geschrieben worden. Diese Oper gilt vielen als endgültige Vollendung des Musiktheaters, Wagner fand für sein großes Liebesdrama eine bislang noch nie gehörte Musik, verließ die Gebiete und Gebote der Harmonik, komponierte Klänge, die sich an keinerlei Konventionen hielt, die nur noch pure Emotion ausdrücken wollte und die inneren Vorgänge der Personen hörbar machte. Dieses Musikdrama öffnete der nachfolgenden Generation von Komponisten die Tür zur Neuen Musik, bereitete den Weg für Komponisten wie Richard Strauss, die "Zwölftonmusiker" und beeinflußt noch heute viele Komponisten nachhaltig.

Logisch, daß sich lange kein Opernhaus an diese absolut revolutionäre Partitur heranwagte. "Tristan und Isolde" wurde am 6. August 1859 vollendet und mußte lange auf seine Uraufführung warten. Straßburg, Karlsruhe, Paris, Dresden, Weimar, überall wurde die Oper als unaufführbar erachtet, die Wiener Hofoper brach die Produktion nach über 70 Proben ab. Schon schien es, als würde das Werk niemals auf die Bühne kommen, wäre da nicht der Bayernkönig Ludwig II. gewesen. Der "Märchenkönig" war der wohl glühendste Wagnerianer aller Zeiten, er holte den Komponisten nach München und befahl, "Tristan und Isolde" an der Hofoper aufzuführen. So erklang das Werk zum ersten Mal am 10. Juni 1865 unter der Leitung des legendären Hans von Bülow, ein denkwürdiges Datum. Der Legende nach erschütterte die Oper das Publikum so nachhaltig, daß es, ähnlich Goethes "Werther", eine Selbstmordepidemie hervorrief und der erste Tristan, ein Tenor mit dem klangvollen Namen Ludwig Schnorr von Carolsfeld, sich so überanstrengt hatte, daß er wenige Wochen nach der ersten Vorstellung an einer simplen Erkältung starb. Um revolutionäre Werke ranken sich oft Legenden, allerdings bietet "Tristan und Isolde" noch immer eine große Herausforderung für einen jeden Dirigenten, Regisseur und Sänger, der sich an dieses gewaltige Liebesdrama heranwagt, obwohl es heute natürlich weltweit auf jeder wagnertauglichen Bühne vertreten ist.

In Bayreuth, dem heiligsten Tempel der Wagnerpflege, erklang "Tristan und Isolde" zum ersten Mal drei Jahre nach dem Tod des Komponisten, 1886, und steht seitdem regelmäßig auf dem Spielplan. Viele Male wurde es inszeniert und aufgenommen, so daß die Genese des Tristan auf der Bayreuther Bühne sehr gut dokumentiert ist. Eine ganz besondere Interpretation lieferte Karl Böhm 1966, wovon diese Einspielung ein beeindruckendes Zeugnis ablegt. Böhm dirigiert das wie immer ausgezeichnete Bayreuther Festspielorchester wie in einem Rausch, er zieht das Tempo massiv an, was dem Werk besonders während des ersten und dritten Aktes zugute kommt. Der Hörer wird unweigerlich in die Handlung hineingezogen, kann sich nicht mehr von der Oper losreißen, bis Isolde schließlich mit ihrem überirdischen Todesgesang über der Leiche des geliebten Tristan zusammensinkt. So intensiv und spannend habe ich die Oper noch von keinem Dirigenten interpretiert gehört.

Das Ensemble läßt hier keinerlei Wünsche offen, es ist das Beste, was Bayreuth in den 60ern zu bieten hatte, und das war die absolute Elite des Wagnergesangs.

Wolfgang Windgassen war über zwei Jahrzehnte der Bayreuther Heldentenor Nummer eins. Er hatte, wie viele geniale Sänger, eine nicht wirklich schöne Stimme, dafür besaß er ein riesiges Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten, die seine Interpretationen bis heute einmalig machen. Als Tristan überzeugt er hier einmal mehr als hochbegabter Sänger - Schauspieler, die gewaltigen Ausbrüche des todwunden Helden im dritten Akt sind in dieser Aufnahme an Intensität kaum zu übertreffen, auch im überirdischen zweiten Akt, an der Seite Birgit Nilssons, zeigt er seine großen Fähigkeiten als Darsteller, wobei er stimmlich mit der schwedischen Naturgewalt kaum mithalten kann. Windgassen wurde oft vorgeworfen, er singe "ökonomisch", also stimmschonend. Wahr ist, daß er für die gewaltigen Wagnerpartien kaum das geeignete Stimmaterial mitbrachte, er war eher ein lyrischer Tenor, der auch als Tamino zu glänzen verstand. Einige Male muß er sich auch hier in den Sprechgesang retten, um die riesigen Anforderungen zu meistern, was dem Gesamtbild seiner Darstellung aber keinen Abbruch tut. Ein hervorragender Tristan.

Seine Partnerin ist die Isolde der Rekorde. So oft wie Birgit Nilsson hat keine andere Sängerin in dieser Rolle auf der Bühne gestanden. Auch hier zeigt sie ein rundes und, dank ihrer gewaltigen Stimme, die sie jedoch meisterhaft zu modulieren verstand, mitreißendes und bewegendes Rollenportrait. Die Nilsson verließ sich meistens, wie auch hier, auf die Kraft ihres Organs und ließ die Darstellung eher nebenher laufen, was ihre Leistung hier jedoch kaum schmälert. Trotzdem bleibt Kirsten Falgstad in dieser Rolle meine Favoritin.

Der König Marke ist hier mit Martti Talvela ausgezeichnet besetzt. Seiner großen Baßstimme vermag er leise und intensive Töne zu entlocken, er singt und spielt den guten, desillusionierten König rundum überzeugend, auch ohne daß man den beeindruckenden Zweimetermann auf der Bühne sieht.

Tristans treuer Gefährte Kurwenal wird hier von Eberhard Wächter gesungen, auch er über lange Jahre Stammgast in Bayreuth und im Wagnerfach zuhause. Sein Kurwenal ist ein seinem Herrn bedingungslos ergebener Diener, Wächters etwas rauhe Stimme passt ausgezeichnet zu dem einfach gestrickten Kämpfer, der seinem Herrn in den Tod folgt. Einer der besten Darsteller dieser Partie.

Auch Isoldes Zofe Brangäne wurde hier mit einer großen Sängerin besetzt. Christa Ludwig bringt die nötige Erfahrung mit Wagnerpartien mit, um ein bewegendes und stimmlich ausgezeichnetes Rollenportrait zu zeichnen. Das Zusammenspiel der beiden Frauen im ersten Akt ist beispielhaft, ihr Gesang vom Turm im zweiten Akt mischt sich traumhaft mit dem Zwiegesang die Liebenden.

Auch in den kleinen Rollen sind hier große Namen vertreten, seien es nun der Tenor Erwin Wohlfahrt als Hirt, Gerd Nienstedt als Steuermann oder Peter Schreier als junger Seemann, der diese kleine Partie fast zu einer Hauptrolle umgestaltet.

Ein wenig aus dem Rahmen fällt Claude Heater als Melot. Er hat einen starken Akzent und fällt auch stimmlich etwas aus dem Rahmen. Sein Auftritt als Verräter macht allerdings den Bruch zu dem langen Liebesduett so deutlicher.

Klangtechnisch gibt es kaum eine bessere Liveaufnahme, wobei die Bayreuther Einspielungen oft von ausgezeichneter Qualität sind, was wohl an der einmaligen Akustik des Festspielhauses liegt. Natürlich poltert das eine oder andere Mal der Bühnenboden, allerdings hält sich das sonst oft störende Gehuste des Publikums in wohltuenden Grenzen. Die Zuschauer waren wohl genauso fasziniert, wie es der Hörer sein wird.

Jedem Wagnerfreund, der diese Einspielung noch nicht besitzt, sei sie mit unbedingter Empfehlung ans Herz gelegt.
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am 21. Juli 2004
Eine anspruchsvolle Oper hervorragend umgesetzt. Besonders die herausragenden Sängerleistungen von W. Windgassen, "La Nilsson" in den Titelrollenb, aber auch M. Talvela als Marke und C. Ludwig als Brangäne setzen Massstäbe. Mit dem temporeichen Dirigat von K. Böhm, der es versteht die Instrumente und die Stimmen perfekt auszubalancieren ist dies die Referenzaufnahme für diese Oper. Die Bayreuthsche Akustik und die mittels Original-Image-Bit-Processing Technik erreichte Tonqualität runden dieses Werk noch ab. Wenn Tristan, dann dieser!
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am 7. Juli 2002
Diese Aufnahme der Oper "Tristan und Isolde" von Richard Wagner stammt aus dem Jahre 1966. Sie erschien zuerst auf LPs, wurde aber jetzt auf CDs herausgebracht. Klanglich ist diese Aufnahme überarbeitet worden mit den neuesten zur Verfügung stehenden Mitteln. Am Dirigentenpult des Bayreuther Festspielhauses steht Karl Böhm, der zu dieser Zeit bereits eine große Erfahrung hatte. Auch die Sänger sind bei dieser Aufnahme in Topform und auch sicherlich das beste Paar, was man damals für eine solche Aufnahme bekommen konnte. Die Hüllen der CDs sind sehr stabil und gut gearbeitet. Zusätzlich ist das komplette Libretto im Beiheft abgedruckt, das aber schnell verschleißt bei oftem Gebrauch. Alles im Allem ist dies eine der besten Aufnahmen von "Tristan und Isolde", die auf keinen Fall bei einem Wagnerianer fehlen sollte. Der Preis ist auch in Ordnung, da man wirkliche musikalische Qualität erhält, wenn man diese CDs kauft.
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