20% Rabatt Hier klicken Superhero studentsignup Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Learn More Fire Shop Kindle PrimeMusic GC HW16

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
32
4,6 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:23,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. Oktober 2002
Die vorliegende Aufnahme der Zauberflöte stellt für mich als jungen Klassik-Liebhaber ein Stück Musik-Geschichte dar, das Seinesgleichen sucht und kaum findet. Allen voran müssen hier Karl Böhm und Fritz Wunderlich genannt werden. Böhm geleitet uns durch eine Zauberflöte, die nie in eine übertriebene Heiterkeit abgleitet und den dramatischen und tragischen Hintergrund dieser Oper eindrucksvoll hervorhebt. Auch wenn Böhm dafür sehr oft kritisiert wurde - die Sprecherszene, mit einem im übrigen die Weisheit nahezu verkörpernden Hans Hotter, wurde nie mit solchem Pathos vorgetragen, wie unter Böhm. Wunderlich als Tamino bewegt sich stets erzählerisch, nie gequält wie manche andere Tenöre, in die Sangeshöhen und vermittelt dennoch die dazugehörende Leidenschaft. Auch Franz Crass als Sarastro lässt keine Wünsche offen. Selbst wenn ein Fischer-Dieskau hier für einen Papageno zu wenig volksnah wirkt und Peters und Lear als Königin der Nacht und Pamina sicher keine Glanzdarbietungen abliefern, hat sich diese Aufnahme die 5 Sterne schon deshalb verdient, da sie für mich jene Zauberflöte darstellt, die Mozarts Zerrissenheit zwischen Freud und Leid am deutlichsten hervorhebt. Nahezu sämtliche "moderne" Interpretationen dieser Oper neigen nämlich stets zur Übertreibung des Heiteren und ziehen selbst die Schlüssel-Szenen, wie eben die Sprecherszene, ins Lächerliche. Die Aufnahme profitiert sicher auch von der glücklichen Konstellation, dass sich hier mit Böhm, Wunderlich, Fischer-Dieskau und Crass Interpreten zusammengefundenhaben, die Mitte der sechziger Jahre einen Höhepunkt ihres Schaffens erreicht haben und ist die vorliegende Originals-Produktion schon aus diesem Grund als Dokument der jüngeren Musikgeschichte unentbehrlich!
0Kommentar| 39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2007
Es gibt einige Gründe, diese Aufnahme zu besitzen.
1.) Fritz Wunderlich. Sein Tamino ist wirklich überzeugend. Ich habe gelesen, dass Karl Böhm das Tempo der Bildnisarie extra langsamer genommen haben soll als "normal". Wohl mit der Begründung, dass Fritz Wunderlich als damals berühmter Tamino keine Routineleistung abliefern sollte. Dies langsamere Tempo fällt mir nicht auf. Im Gegenteil: Ich finde es in dieser Aufnahme sogar passend. Fritz Wunderlich fügt sich hervorragend in das langsame Tempo ein. Gesangstechnische Schwierigkeiten sind nicht festzustellen.
2.) Hans Hotter. Seinen Sprecher finde ich weltklasse. Er gestaltet ihn so, wie er sein sollte: nicht aufgesetzt, sondern weise. Und auch entschlossen.
3.)Franz Crass. Er hat einen schönen Bass. Für die Partie des Sarastro passt sie sehr gut. Auch finde ich, dass Franz Crass in der Partie des Sarastro Strenge und Güte gut vereint.
4.) Dietrich Fischer - Dieskau. Ich finde, dass er den Papageno lebendig gestaltet. Wie seine Kollegen zeichnet ihn eine deutliche Aussprache und eine gute Stimmführung aus.
5.) James King und Martti Talvela. Hier schreibe ich nur: die beiden besten Geharnischten, die ich kenne.
6.)Berliner Philharmoniker und Karl Böhm. Die Berliner Philharmoniker spielen unter dem oft grantigen Grazer Dr. Karl Böhm einen sehr schönen Mozart. Die Solisten und der Chor werden von ihnen hervorragend begleitet.
Dies sind die Gründe, die für diese Aufnahme sprechen.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1964 hat diese erste Stereo-Aufnahme der DGG von Mozarts "Zauberflöte" recht unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Sie reichten von grenzenlosem Enthusiasmus bis zu einer gewissen Ratlosigkeit. Letztere bezog sich in erster Linie auf die Besetzung des Papageno mit Dietrich Fischer-Dieskau, in dem viele Kritiker mehr einen preußischen Gelehrten oder abgeklärten Intellektuellen als einen Wiener Naturburschen ausmachen wollten. Zweiter Streitpunkt war die Amerikanerin Roberta Peters als Königin der Nacht. Deren Stimme wurde weitgehend als zu leicht und zu wenig flexibel für diese Rolle bezeichnet. Es mag sein, daß Hermann Prey mit seinem unproblematischen Naturell dem Papageno besser entsprochen hat, rein gesanglich ist ihm nach meinem Empfinden Fischer-Dieskau doch um eine Ecke voraus. Ich habe auch nicht den Eindruck, daß er zu intellektuell an die Rolle herangeht; im Gegenteil, er gibt ihr ein ganz eigenes, neues Profil. Roberta Peters schließlich, bekannt bei uns u.a. als Gilda in dem Perlea-Rigoletto (RCA) mit Jussi Björling oder als Rosina aus Leinsdorfs berühmten Rossini-Barbier (ebenfalls RCA), gefällt mir ausgezeichnet. Sie meistert die Koloraturen in den schwierigen Arien mit Bravour. Pluspunkt schlechthin ist natürlich Fritz Wunderlich als Tamino; wie er die etwas undankbare Rolle gestaltet und singt, das hat Format und bleibt einmalig. Nie ist die Partie hinreißender und rollendeckender dargestellt worden. Seine Tamina, Evelyn Lear, singt gut und anrührend, allerdings vermißt man hier ein wenig Gundula Janowitz, die sicher die idealere Partnerin gewesen wäre. Hervorzuheben ist Hans Hotter als Sprecher; er bringt allen Ernst und alle Würde für diese Rolle mit. Der Sarastro, Franz Crass, verdient ein ganz besonderes Lob für seine sonore, aber nie langweilige Darstellung. Selten ist diese etwas statische Partie so tonschön gesungen und auch überzeugend gestaltet worden. Am Monostatos des Friedrich Lenz gibt es nichts auszusetzen. Besondere Freude macht schlußendlich Lisa Otto als Papagena. Schade, daß man dieser liebenswerten Sängerin so selten eine Chance auf Schallplatten geboten hat. Der RIAS-Kammerchor bleibt seinem Ruf nichts schuldig, und Karl Böhm führt die Berliner Philharmoniker souverän und mit hohem Sachverstand durch die herrliche Partitur. Nicht zu Unrecht galt er als "Mozart-Papst" seiner Zeit.
Die klangliche Realisation läßt keine Wünsche offen. Der Klang des Orchesters wurde wunderbar eingefangen, alle Instrumentengruppen kommen klar und unverfälscht heraus, und das Glockenspiel ist reinste Verzauberung. Neben Fricsay und Klemperer wird Karl Böhms Aufnahme ihren gebührenden Ehrenplatz behaupten.
Die schöne Ausgabe enthält auch das vollständige Libretto sowie eine interessante Textbeilage.
0Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2007
Dies ist die legendäre spätere DG Böhm-Zauberflöte. Sie gilt vielen Mozarthörern als der goldenen Querschnitt dieser Oper-insgesamt nicht ganz zu Unrecht.
Böhm führt sein Dirigat der Berliner Philharmoniker mit einem breiten, getragenen Klang, was zum Gesamtkonzept seiner Interpretation passt, jedoch für heutige Hörgewohnheiten mit leichteren, lebhafteren Einspielungen ala Gardiner, Christie, Östman...stellenweise statisch wirken mag.
Die herausragende Leistung dieser Aufnahme ist unzweifelhaft der Tamino von Fritz Wunderlich.
Wunderlich gibt hier den Jahrhundert-Tamino(seine Leistung allein rechtfertigt bereits die Referenzstellung der Aufnahme). Selbst die vereinzelten Kritiker die seine Interpretation zu wenig jugendlich-zurückhaltend finden oder ein dickes Ritardando am Ende der fantastisch gesungenen Bildnisarie beklagen, müssen zugeben, dass der zwei Jahre nach dieser Aufnahme tödlich verunglückte Ausnahmesänger eine so einzigartig schöne Darstellung gibt, voller Strahlkraft, endlosem Atem ohne die geringste spürbare Anstrengung, überragender Technik, und herrlichem, klarem, fliessendem Ton, dass man von einer unwiederholbaren Sternstunde des Gesangs sprechen darf. Als singuläre Gesangsdarbietung überragend.
Lear und Peters als Pamina und sternflammende Königin sind sicher nicht die bestmöglichen Besetzungen, aber immerhin annehmbar(zum Vergleich die Janowitz und die Popp in der fast zeitgleich entstandenen Klemperereinspielung mit viel schöneren Stimmen und besseren, glaubwürdigeren Charakteren).
Das Rollenportait des Papageno Fischer-Dieskaus ist hier spielfreudiger als bei Fricsay zuvor. Dennoch bleibt sein Vogelfänger eine Geschmacksfrage. Er wirkt bei aller hörbaren Spielfreude zu aristokratisch für einen authentischen Vogelfänger.
Neben Wunderlichs Ausnahme-Tamino bietet diese Aufnahme allerdings noch einige unwiederholbare und einnehmende Glanztaten, die zum empfehlenswerten Gesamturteil beitragen.
Die mystische Sprecherszene mit dem grandiosen Hans Hotter, dem jenerzeit bereits gealterten, erfahrenen Wotan, gelingt hier weihevoll und sehr eindringlich und ist besser kaum darstellbar.
Franz Crass singt einen besonders stimmschönen Sarastro mit sonorem Ton und herrlich geführter Linie- sicher eines der besten Rollenportraits der gesamten Zauberflötendiskografie und überragend sind die beiden Geharnischten James King und Martti Talvela, die hier das breite Tempo des Böhm`schen Dirigats voll tönend und mit grosser Wirkung auszufüllen vermögen.
Als klassisch-traditionelle Gesamtaufnahme eine Spitzenklasse-mit Wunderlich, Hotter als Referenzwerte und neben der Klempereraufnahme aus dem selben Jahr und der völlig anders gestalteten, historisch-informierten Östmaneinspielung bei Decca immernoch unbedingt zu empfehlen.
0Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Aufführung der Werke Mozarts war ein Lebensschwerpunkt von Karl Böhm und diese Aufnahme ist davon eine seiner herausragendsten Leistungen.

Vorweg : dies ist eine der seltenen CD-Ausgaben, bei der das digitale Remastering eine enorme Verbesserung darstellt. Das Klangbild hat eine atemberaubende Räumlichkeit, Transparenz und Dynamik erhalten. Wie wenn man die Aufnahme live erleben würde.

Die Zauberflöte hat eine einzigartige Mischung aus sich selbst ironisierendem Pathos und Schlichtheit - und genau das hört man hier (bis in die Sprachpassagen hinein).

Unübertroffen bei dieser Aufnahme sind (neben den berückend schön spielenden Berliner Philharmonikern in bester Klangbalance mit den Solisten) die Männerstimmen. Der Sarastro von Franz Crass ist legendär. Wunderlich auf seinem Höhepunkt zu erleben, ist ein reiner Genuss - ebenso der junge Fischer-Diskau als Papageno. Während die Männer exzellent singen, ist bei den Frauenstimmen (v.a. Roberta Peters als Königin) ein leichtes Gefälle hin zu "gut" zu hören. Das kann aber durchaus beabsichtigt und im Sinne des Komponisten sein - spart die Zauberflöte doch nicht mit augenzwinkernden Seitenheiben in Bezug auf die Frauenwelt.

Insgesamt eine einzigartige und herausragende Aufnahme (ohne andere Einspielungen abzuwerten). Wenn man sie erwerben will, wäre überlegenswert, ob man nicht zu der 3-CD-Ausgabe greift, die gegen einen geringen Aufpreis auch eine Böhm-Aufnahme von dem selten zu hörenden "Schauspieldirektor" von Mozart beinhaltet.

Nachtrag : die 3-CD-Ausgabe inkl. "Schauspieldirektor" wird mittlerweile oft zum selben Preis wie die 2-CD- Zauberflöte angeboten.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2014
Unter den zahlreichen Inszenierungen der Mozart`schen Zauberflöte eine ganz herausragende.
Hierfür stehen zum einen der Dirigent Karl Böhm einerseits, zum anderen der unvergessene
Fritz Wunderlich in der Rolle des Tamino und ebenso Dietrich Fischer-Diskau als Papageno.
Ein Tondokument ersten Ranges, welches die Deutsche Grammophon durch originalgetreue
Klangwiedergabe von LP-Aufnahmen auf CD ermöglicht hat. Nun kann man große Künstler
und Kunstwerke aus der Schallplatten-Ära auch unterwegs im Auto genießen.
Das beigefügte Booklet mit dem Libretto wertet diese Aufnahme zusätzlich auf.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2000
Diese Aufnahme sucht ihres gleichen. Es ist eine unvergleichbare Referenzaufnahme die schwerlich noch besser zu gestalten und zu besetzen ist. Zuerst der Tamino schlechthin: Fritz Wunderlich. Der ein beeindruckendes Einfühlungsvermögen in diese Rolle zeigt und seine stimmliche potenz ist unbestritten. Dann habe ich nie einen besseren Sarastro als Franz Crass gehört. Er stellt seinen älteren Kollegen Gottlob Frick von der (auch guten) Klemperer Aufnahme eindeutig in den Schatten, denn dieser Kämpft inder nicht sehr schönen Tiefe immer mit Intonationsproblemen. Die Reihe der guten besetzungen bezieht sich natürlich auch auf den herzhaft erfrischenden Papageno von Fischer Dieskau. Selbst wer von ihm nicht immer überzeugt ist kann hier kaum mäckeln. auch die frauenstimmen besonders die Königin sind eine wucht. Stimmkräftiger hat man auch das Geharnischtenduett noch nie gehört das king und talvella uns bieten. Es ist also sehr schwer diese Aufnahme in ihrer Qualität zu errreichen geschweige denn zu übertreffen. einfach umwerfend
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. März 2000
Diese Aufnahme, schon aus den 60er Jahren, bleibt immer noch konkurrenzlos. Der viel zu früh gestorbene Tenor, Fritz Wunderlich, glänzt sans pareil als Tamino. Es gab nie einen anderen Papageno, der mit Bariton Dietrich Fischer-Dieskau konkurrieren konnte. Diese "Zauberflöte"-Aufnahme ist tatsächlich unter den allerbesten Opern-Leistungen von Fischer-Dieskau während seiner langen Karriere. Aber es fängt nur dort an. Die anderen Darsteller bis in den kleinsten Rollen bringen alle Spitzenleistungen, und Karl Böhms Baton ist Zauberhaft. Diese "Zauberflöte" muß in jeder Opernsammlung sein!
22 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 27. März 2003
Ich kenne nur wenige Aufnahmen der Zauberflöte, denen man ihr Alter so sehr anhört wie dieser. Das liegt nicht an der Aufnahmetechnik, die ist für die 60er sogar ganz ausgezeichnet.

Schuld ist die Interpretation, in erster Linie der Dirigent: Karl Böhm läßt seinen Mozart sehr präzise und auch recht transparent spielen, aber auch extrem eckig und statisch: Nach diesem Dirigenten könnte man ein Metronom stellen. Die Tempi sind zudem sehr langsam gewählt, was zwar auf der einen Seite den feierlichen Momenten nicht schadet, den lebendigen aber jeden Charme raubt - selten klangen die drei Damen in ihrem wunderbaren Terzett zu Beginn der Oper so alt und unkomisch.

Dem versuchen die Sänger mit unterschiedlichem Erfolg entgegenzuwirken: Am besten gelingt dies ausgerechnet Dietrich Fischer-Dieskau, der einen überraschend lebendigen und humorvollen Papageno singt, sogar mit etwas wienerischem Akzent. Allerdings hat er mit seiner hellen Bariton-Stimme von vornherein ein kleines Handicap, da sind Bässe wie Walter Berry von Natur aus im Vorteil.

Fritz Wunderlich hat die schönste Stimme aller Taminos auf Platte. Er wäre auch der unangefochten beste Darsteller dieser Rolle, wenn er nicht vom Dirigenten ausgebremst würde: Dessen langsame Tempi machen es Wunderlich fast unmöglich, eine vernünftige Linie zu singen, insbesondere in der Arie "Wie stark ist nicht Dein Zauberton". Dass es trotzdem eine große, eine unvergessliche Einspielung ist, zeigt, was für ein wunderbarer Sänger Wunderlich war: Sein Tamino glüht vor Leidenschaft.

Franz Crass' Sarastro ist ebenfalls großartig: Mit wunderbar sonorem Timbre, selbstverständlicher Phrasierung und glänzender Tiefe und Höhe singt er einen sehr würdevollen und doch menschlichen Priesterkönig.

Eindrucksvoll, wenn auch stimmlich nicht mehr unanfechtbar der Sprecher von Hans Hotter, der seine große Erfahrung als Wotan hier gut brauchen kann.

Sehr beeindruckend auch die beiden Geharnischten James King und Martti Talvela, wenn mir deren sehr romantische, breite Stimmführung auch für Mozart zu dick erscheint.

Dieser an Wagner orientierte Klang - dafür stehen eben auch Hotter, King und Talvela - setzt sich leider bei der Pamina fort: Evelyn Lear singt technisch ordentlich, klingt aber mehr nach Senta oder Elsa als nach Pamina: Etwas zu dick im Klang, etwas statisch in der Artikulation.

Völlig unbefriedigend schließlich die Königin der Nacht von Roberta Peters: Der Klang kann eigentlich nur als "zickig" und schrill bezeichnet werden. Dazu singt sie in den Koloraturen teilweise sogar unsauber. Eine unerfreuliche Leistung.

Schwach sind auch die drei Damen: Schrill, platt und uncharmant - kein Vergleich etwa mit Schwarzkopf, Ludwig, Höffgen bei Klemperer, Jurinac bei Karajan oder Ziesak, Vermilion bei Östman.

Insgesamt also eine uneinheitliche Aufnahme mit großartigen Einzelleistungen, die man deswegen als Zweiteinspielung durchaus genießen kann.

Als einzige Zauberflöte aber sollte man lieber zu der alten (!) Karajan-Aufnahme, Klemperer, Solti oder Östman, eventuell auch Marriner greifen.
11 Kommentar| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Februar 2016
Karl Böhms Berliner Version der Zauberflöte ist wahrscheinlich die beste Einspielung dieser Oper.
Das liegt weniger an Böhm selbst, der zwar einen soliden und wohlklingenden Orchesterklang hervorbringt, jedoch über weite Strecken eher klassisch-konventionell dirigiert.
Das Wunder dieser Aufnahme ist selbstverständlich Fritz Wunderlich, der die Rolle des Tamino einfach unvergleichlich und konkurrenzlos verkörpert.
Auch die anderen Rollen sind zumeist hochrangig besetzt.
Ein "must have".
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,99 €
14,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken