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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
3
5,0 von 5 Sternen
Petruschka/Variationen/+
Format: Audio CD|Ändern
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am 20. November 2002
Als sich Pollini 1972 in den Münchener Herkules-Saal begab, um Strawinskis Petrouchka-Suite und Prokofieffs Siebente Sonate einzuspielen, hatte er einem sehr einseitigen Ruf als Chopin-Pianist entgegenzuwirken, der ihm seit seinem furiosen Sieg beim Chopin-Wettbewerb 1960 anhaftete.
Die Klavierfassung, die Strawinski 1921 von drei Sätzen seiner Orchestersuite für Arthur Rubinstein machte, damit dieser sein Virtuosentum unter Beweis stellen könne, galt über lange Jahre unangefochten als das schwerste Stück der Klavierliteratur. Rubinstein selbst hat es nie öffentlich gespielt geschweige denn aufgenommen.
Pollini bewältigt diese atemberaubenden technischen Herausforderungen mit unglaublicher Leichtigkeit, man glaubt streckenweise, eine vierhändige Einspielung zu hören. Doch mehr noch, er schafft es, dieser Musik, über ihre urwüchsige Kraft hinaus noch feinste Nuancierungen zu verleihen.
Ähnliches gelingt ihm mit Prokofieffs »Kriegs-Sonate« N°7. Der rastlose erste Satz, der zweite, fast brahmsig klingende und der jazzige dritte ergeben eine spannungsvolle, große Einheit. Im gefürchteten dritten Satz bewältigt er wieder spielend alle technischen Hexenkünste und schafft es trotzdem, die flächigen Akkordpassagen nicht zu zerdonnern, sondern in aller Überlegt- und Überlegenheit mitzureißen und einen schädel- und knochenklappernden Totentanz daraus zu machen.
Den beiden 1978 aufgenommenen Stücken von Webern und Boulez kann ich vergleichsweise wenig abgewinnen, außer daß ich höre, daß auch Boulez' Zweite Sonate irrsinnig schwer sein muß. Darüberhinaus beeindruckt mich diese Musik wenig.
Doch die 72er Einspielung gehört für mich zu DEN Aufnahmen des letzten Jahrhunderts.
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am 26. November 2002
Diese immerhin schon 30 Jahre alten Aufnahmen zeigen Pollini noch ganz als jungen Heißsporn im Gegensatz zu seinen späteren abgeklärteren Einspielungen (z.B. mit den späten Beethoven oder Schubert Sonaten). Schon allein die technische Perfektion mit der Pollini die Petrouchkas Sätze (die schon fast zu den unspielbaren Werken der Klavierliteratur zählen) oder auch in irrwitzigem Tempo den dritten Satz der Prokofiev Sonate hinlegt sind erstaunlich.

Viel beachtlicher ist dabei jedoch die Klarheit, Energie und die große Linie die das ganze technische Wunderwerk schnell vergessen lassen und einem diese Klassiker der modernen Klavierliteratur immerwieder in einer Frische darbieten, die den Aufnahmen anderer Interpreten abgehen.
Insbesonders mit Prokofievs 7ter Sonate liegt hier eine Einspielung vor, die alle anderen Aufnahmen immer wieder in ihre Schranken verweist. Sei es Berman in seiner sonst vortrefflichen Gesamteinspielung, Ashkenazy, Gavrilov, Richter, Argerich, Horowitz oder auch Gould mit einer wie immer exzentrischen Variante. Auch wenn man bei diesen mitunter Facetten findet , die Pollini nicht so sehr ausgespielt hat, ist die Spielfreude und Gesamtkonzeption bei Pollinis Aufnahme doch immer wieder so überzeugend, das zumindest für mich die perfekte Interpretation in Sachen Prokofiev hier vorliegt.

Dies gilt gleichermaßen für Petrouchka und selbst Boulez wird einem hier so selbstverständlich präsentiert, dass man schon fast die Komplexität dieses Werkes vergißt.

Als Ergänzung in Sachen Moderne bieten sich auch Pollinis Einspielungen der Schönberg-Klavierwerke an, wie sie in der originalen Schallplatten-Ausgabe ursrünglich auch gekoppelt waren.
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am 1. Oktober 2009
No doubt, Pollini's performance of 'Trois Mouvements de Pétrouchka' and Prokofiev's Sonate Op. 83 is outstanding. They are the 'core' of the CD and the real value of it. The rest (Webern's and Boulez's music), in my opinion, does not play any role in the quality of the CD and could have been ommited. Anyway, for Pollini's brilliant performance of Stravinsky and Prokofiev, I dare say that 'Five Stars' should be granted.
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